Kleine Häppchen auf die Hand - sie sind auf mancher Grillparty beliebter als Steaks und Co. Kein Wunder, wenn sie alle so gut schmecken wie diese Flammkuchen Häppchen.
Flammkuchen gibt es bei uns recht oft, sie sind schnell gemacht und super lecker. Wir haben aber lange gebraucht, bis wir das perfekte Rezept für den Flammkuchenteig hatten. Entweder musste man ewig warten bis der Hefeteig aufgegangen war oder der Teig wurde nicht kross genug.
Die für uns perfekte Variante ist die mit einem Eigelb. Das ist quasi die Geheimzutat, die den Teig schön knusprig macht. Er fächert sich dadurch sogar innen etwas auf beim Backen, ähnlich einem Blätterteig.
Ob du für das Rezept nun einen Flammkuchenteig, Pizzateig oder anderen Hefeteig benutzt, bleibt dir überlassen, denn schmecken wird dir alles.
Mit einem selber gemachten Teig erreichen deine Flammkuchen ein neues Level. Belege sie mit deinen Lieblingszutaten. Statt Zwiebeln eignen sich auch Frühlingszwiebel oder Lauch in feinen Streifen.
Flammkuchen Teig Grundrezept / mit Trockengerm / Hefeteig / gelingt zuverlässig / @ kathi's table
Grundrezept für Flammkuchenteig mit Eigelb
Hier ist ein einfaches Grundrezept, um den perfekten Flammkuchenteig mit Eigelb zuzubereiten:
- Alle Zutaten nacheinander zu einem glatten Teig verkneten (ich mache das in der Küchenmaschine, geht aber auch von Hand) und zu einer Kugel formen.
- Die Teigkugel mit Olivenöl bepinseln und in Frischhaltefolie wickeln.
- Für 30 Minuten bei Raumtemperatur ziehen lassen.
Zutaten für den Teig (4 Flammkuchen):
- 450 g Mehl
- 6 EL Olivenöl
- 2 Eigelb
- 1 TL Salz
- 2 dl Wasser (warm)
Alle Zutaten für den Teig vermischen und zu einem elastischen Teig kneten. Mit wenig Olivenöl bestreichen und 30 Min. ruhen lassen.
Belagvarianten für jeden Geschmack
Ganz oft gibt es bei uns Flammkuchen nach Elsässer Art, also ganz klassisch mit Speck und Zwiebeln belegt. Man kann den Flammkuchenteig natürlich immer anders und nach Herzenslust belegen.
Im Sommer finde ich ihn super mit Ziegenkäse, Feigen und Honig, aber auch Birnen, Rucola und Taleggiokäse sind schon drauf gewandert. Hier darf man seiner kulinarischen Kreativität freien lauf lassen.
Wir zeigen dir unsere zwei Favoriten!
Belag 1: Herzhaft mit Tomaten und Ricotta
Zutaten:
- 4 EL saurer Halbrahm
- 1 Zwiebel
- 1 Glas eingelegte getrocknete Tomaten
- 100 g Ricotta
- Pfeffer, Salz
Zubereitung:
- Zwiebeln schälen und in dünne Streifen schneiden.
- Tomaten in einem Sieb abtropfen und in Streifen schneiden.
- Teig vierteln und jedes Stück sehr dünn ausrollen auf wenig Mehl. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
- 2 der Teigfladen mit je 2 EL Sauerrahm bestreichen, die Hälfte der Zwiebeln darauf verteilen, die getrockneten Tomaten darauf geben und mit 2 Teelöffeln Ricottahäufchen darauf klecksen. Würzen mit Pfeffer und wenig Salz.
Belag 2: Mediterran mit Käse und Oliven
Zutaten:
- 4 EL saurer Halbrahm
- 100 g Käse (z.B. Raclettekäse, Greyerzer gerieben, Mozzarella)
- 1 Zwiebel
- 15 schwarze Oliven
- ½ Chili entkernt, in feine Streifen geschnitten
- Pfeffer, Salz
Zubereitung:
- Zwiebeln schälen und in dünne Streifen schneiden.
- Käse reiben oder in kleine Würfel schneiden.
- Oliven in dünne Ringe schneiden
- 2 der Teigfladen mit je 2 EL Sauerrahm bestreichen, die andere Hälfte der Zwiebeln darauf verteilen, den geriebenen oder klein geschnittenen Käse darüberstreuen, die Oliven und Chili darauf verteilen. Würzen mit Pfeffer und wenig Salz.
Herbstlicher Flammkuchen mit Kürbis und Feigen
Dieser herbstlicher Flammkuchen mit Kürbis, roten Zwiebeln und Feigen vereint die köstlichen Aromen der Herbstsaison in einem knusprigen Teig.
- Ofen auf 220°C vorheizen.
- Öl, lauwarmes Wasser, Mehl und Eigelb zu einem Teig kneten.
- Crème Fraîche, Quark, Salz und Pfeffer verrühren.
- Kürbis in schmale Scheiben schneiden.
- Feigen und Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden.
- Teig sehr dünn ausrollen.
- Zunächst mit der Crème Fraîche Mischung bestreichen.
- Danach die Kürbisspalten, Frühlingszwiebeln und Feigen darauf verteilen.
Die Flammkuchen im heissen Ofen (240° Umluft) für ca. 10 Minuten backen.
Apfel-Flammkuchen mit Rosmarinzucker
Bei der Februarchallenge habe ich bereits mit einem anderen Rezept mitgemacht, der Selleriesuppe mit Apfel-Rosmarin-Topping. Die Kombi aus Apfel und Rosmarin hat mir jedoch so gut gefallen, dass ich diese Kombi direkt noch einmal ausprobieren musste.
Neben Apfel und Rosmarin befindet sich im saisonalen Warenkorb diesmal auch Schweizer Käse. Ich habe mich für Tomme entschieden. Das ist eigentlich nichts anderes als ein Camembert. Wir kaufen den Tomme immer im Hofladen vom Hof Schlüsselmatte in Spiez, so wie auch die Eier von glücklichen Hühnern.

Herbstlicher Flammkuchen mit Kürbis und Feigen
Das Rezept für die Apfelflammkuchen mit Rosmarinzucker gibt es nachfolgend zu lesen und bitte nicht wundern, auf dem Foto sind auch noch Speckwürfel zu sehen, die sind meinem Mann zuliebe auch noch drauf gelandet.
- Den Backofen auf 220°C Ober und Unterhitze vorheizen.
- Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen, danach in dünne Scheiben schneiden.
- Vanillezucker, Rosmarin und Zimt in einen Mörser geben und leicht vermörsern.
- Die Crème fraîche je zur Hälfte auf den Flammkuchen verteilen, mit den Apfelscheiben und den Tommescheiben belegen und mit dem Rosmarinzucker bestreuen.
- Die Flammkuchen auf der mittleren Schiene ca. 8-10 Minuten backen bis zum gewünschten Bräunungsgrad. Am besten backt man die Flammkuchen nacheinander so erhält man das beste Ergebnis in Sachen Knusprigkeit.
Weitere Rezeptideen und Tipps
- Lege den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und bestreiche ihn mit Schmand (Creme Fraiche). Lass dabei an einer Längsseite einen etwa 1 cm breiten Rand.
- Lege die Röllchen auf das Backpapier und verquirle das Eigelb mit 1 EL Wasser.
Du hast selbst Flammkuchen gemacht?
Bitte lasse uns wissen, wie sie gekommen sind!
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