Italienische Küche ist bekannt für ihre Vielfalt, ihre lebendigen Aromen und die Kombination aus Einfachheit und Qualität. Die Rezepte des deutschen Kochs Tim Mälzer spiegeln diese Philosophie wider. In seiner Arbeit verbindet er italienische Tradition mit modernen Anpassungen und bringt so Gerichte ins Spiel, die sowohl authentisch als auch praktisch sind.
Mit Rezepten wie Ofentomatensauce, Gnocchi mit Pesto Genovese aus dem Mörser oder Cacio e Pepe in der Schweinsblase zeigt Mälzer, wie man italienische Klassiker neu interpretieren kann. Seine Rezepte sind oft inspiriert von Italien und seinen Regionen, wobei er dabei auch auf regionale Zutaten und Zubereitungsweisen achtet.
Ofentomatensauce nach Tim Mälzer
Die Ofentomatensauce nach Tim Mälzer ist ein Beispiel für eine moderne, aber dennoch traditionelle italienische Soße. Im Gegensatz zur klassischen Herstellung auf dem Herd, bei der Tomaten oft mit Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen gekocht werden, wird bei dieser Variante die Sauce durch Rösten im Ofen zubereitet.
Zubereitung:
- Die Tomaten halbieren oder vierteln, abhängig von ihrer Größe.
- In einer großen Schüssel die Tomaten, Zwiebel, Knoblauch und Olivenöl vermengen.
- Alles auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und im Ofen ca.
- Die Masse mit einem Pürierstab oder durch ein Sieb fein pürieren.
- Falls nötig, noch etwas Salz oder Zucker nachwürzen.
Ein weiterer Vorteil der Ofenmethode ist die Intensität der Aromen. Das Rösten erzeugt einen leicht karamellisierten Geschmack, der bei klassischem Kochen auf dem Herd nur schwer zu erreichen ist. In der Emilia-Romagna werden oft Schalotten und Knoblauch verwendet, in Sizilien hingegen bevorzugt Kräuter wie Rosmarin oder Thymian. Diese Sauce eignet sich nicht nur als Begleitsoße zu Pasta, sondern auch als Basis für Lasagne, Pizza oder als Dip.

Gnocchi mit Pesto Genovese aus dem Mörser
Gnocchi sind ein weiteres ikonisches italienisches Gericht, das Tim Mälzer in seiner Küche aufgreift. In einer Episode von Kitchen Impossible hat er Gnocchi mit Pesto Genovese aus dem Mörser zubereitet.
Das Pesto Genovese gilt als das wichtigste Pesto Italiens und unterscheidet sich von anderen Pestovariationen durch die Verwendung von Pecorino-Käse statt nur Parmesan-Käse. Mälzer betont, dass das Pesto Genovese traditionell aus dem Mörser zubereitet wird, wodurch die Aromen besonders intensiv werden.
Er hat sich in der Episode von Kitchen Impossible an das Rezept aus dem Restaurant Osteria Baccicin orientiert, das seit über 130 Jahren besteht und von Gianni Bruzzone geführt wird. Gianni ist zudem in der Jury der Weltmeisterschaft für Pesto Genovese aus dem Mörser.
Zubereitung:
- In einer Schüssel Mehl und Salz vermengen.
- Die Eier hinzufügen und zu einem glatten Teig kneten.
- Den Teig in mehrere kleine Portionen teilen und zu dicken Streifen rollen.
- Ein großes Schmortopf mit Salzwasser zum Kochen bringen.
- Die Gnocchi portionsweise hineingeben und ca.
- In einem Mörser Pinienkerne und Knoblauch zu einer groben Masse mahlen.
- Dann Basilikum und Salz hinzufügen und weiter mahlen, bis eine feine Masse entsteht.
- Die Gnocchi in eine große Schüssel geben, das Pesto darauf verteilen und gut vermengen.

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Cacio e Pepe in der Schweinsblase
Ein weiteres Highlight in Mälzerns italienischen Rezepten ist das Cacio e Pepe in der Schweinsblase. Dieses Gericht wird in einer Episode von Kitchen Impossible vorgestellt, in der Tim Mälzer gegen Graciela Cucchiara kocht und dabei von Thomas Bühner nach Italien geschickt wird.
Zubereitung:
- Ein Schmortopf mit Salzwasser zum Kochen bringen.
- Die Rigatoni darin ca.
- Den geriebenen Käse und den frisch gemahlenen Pfeffer in den Topf geben.
Im Originalrezept wird das Cacio e Pepe in einer Schweinsblase zubereitet, wodurch die Sauce im Innern der Blase erhitzt und die Aromen intensiviert werden. Tim Mälzer gesteht in der Episode, dass er zunächst skeptisch war, da die Schweinsblasen, die er bestellt hatte, zu klein waren. Da er nur drei Rigatoni in eine Blase hätte stecken können, entschied er sich stattdessen, das Gericht als One-Pot-Pasta zu kochen.

Spaghetti Bolognese ohne Hackfleisch
Tim Mälzer hat sich in seinen italienischen Rezepten oft auf traditionelle Methoden und Zutaten konzentriert, wobei er gleichzeitig moderne Anpassungen einbringt. Ein weiteres Beispiel dafür ist sein Rezept für Spaghetti Bolognese.
In einer Interview mit Stern erklärt Mälzer, dass er sich vor etwa sieben bis acht Jahren in der Region der Marken aufgehalten hat, wo er eine andere Version der Bolognese-Sauce entdeckte. In dieser Variante wurde kein Hackfleisch verwendet, sondern ein Mischmasch aus verschiedenen Fleischsorten, wie Kaninchen, Lamm und sogar Singvogel, was die Sauce besonders aromatisch machte. Seitdem kocht er seine Bolognese ohne Hackfleisch.
Er betont, dass die italienische Küche oft von regionalen Besonderheiten geprägt wird und dass es sinnvoll ist, sich auf die lokalen Traditionen zu konzentrieren.
Diese Rezepte sind nicht nur für ihre Geschmackssensationen, sondern auch für ihre kreative Interpretation der italienischen Küche von Interesse.
Tim Mälzer bei Kitchen Impossible
Tim Mälzers italienische Rezepte sind ein Spiegelbild seiner kreativen Herangehensweise an die Küche. Er verbindet italienische Tradition mit modernen Techniken und betont dabei die Wichtigkeit von Qualität, Einfachheit und regionalen Einflüssen. Rezepte wie Ofentomatensauce, Gnocchi mit Pesto Genovese oder Cacio e Pepe in der Schweinsblase zeigen, wie man italienische Klassiker neu interpretieren kann, ohne dabei den Geschmack zu verlieren.
In einer Episode von «Kitchen Impossible» traten die Zürcher Gastronomen Elif Oskan und Markus Stöckle gegen Tim Mälzer an und sicherten sich den Sieg mit 12 zu 10,9 Punkten.
Die Sendung folgt dem Prinzip, dass Mälzer und seine Gegner sich gegenseitig in verschiedene Länder schicken, wo sie eine Spezialität nachkochen müssen. Die Zubereitung wird anschließend von einer Jury bewertet.
Ein besonderer Moment war in Singapur, wo Oskan und Stöckle Austernküchlein zubereiten mussten. Die Einfachheit des Gerichts und die lange Tradition der Köchin Jolene Hoon berührten die beiden Gastronomen sehr.
Mälzer selbst hatte im Allgäu mit der Zubereitung von Fleischpflanzerl und Dampfnudeln bei Markus Stöckles Mutter zu kämpfen. Trotzdem reichte es am Ende nicht für den Sieg.
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