Wenn in der Adventszeit der Duft von Zimt, Vanille und frisch gebackenem Mürbeteig durch Ihre Küche zieht, ist die Weihnachtsbäckerei in vollem Gange. Plätzchen backen gehört zu den schönsten Traditionen der Vorweihnachtszeit - ob allein, mit der Familie oder mit Freunden.
Lediglich vier Grundzutaten bilden die Basis der meisten Plätzchenteige: Eier, Butter, Zucker und Mehl. Achten Sie bei allen Zutaten - auch bei ergänzenden Beigaben wie gemahlenen Nüssen oder Gewürzen - auf Frische und Qualität. Verwenden Sie für Weihnachtsplätzchen, sofern im Rezept nicht anders angegeben, Weizenmehl Typ 405.
Für das Plätzchenbacken reicht eine kleine Grundausstattung: hochwertige, rutschsichere Rührschüsseln, Küchenwaage, Handmixer oder Küchenmaschine, Teigrolle und gegebenenfalls Ausstechformen. Praktisch zum Abwiegen kleiner Mengen ist eine Löffelwaage. Für besonders feine Teige empfiehlt sich ein Mehlsieb, um Mehl oder Puderzucker klümpchenfrei zu verarbeiten und Teige noch luftiger zu machen. Je nach Vorlieben lässt sich diese Basisausrüstung erweitern.
Ob Ausstechplätzchen oder Spekulatius: Bei den meisten Weihnachtsplätzchen führt kein Weg am Mürbeteig vorbei. Bekannt ist er auch als „1-2-3-Teig“ - das Verhältnis von Zucker, Butter und Mehl beträgt 1:2:3. Ein Grundrezept umfasst beispielsweise 100 g Zucker, 200 g Butter und 300 g Mehl. Für Varianten wie Schwarz-Weiß-Gebäck färbt man einen Teil des Teigs mit Backkakao ein; Vanillekipferl gelingen mit zusätzlich gemahlenen Mandeln.
Besonders fein wird der Teig, wenn das Mehl gesiebt und Puderzucker statt Haushaltszucker verwendet wird. Wichtig: Eier und Butter sollten direkt aus dem Kühlschrank kommen, damit der Teig fest bleibt. Nach der Zubereitung den Mürbeteig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde, idealerweise über Nacht, kaltstellen.
Ob Umluft oder Ober-/Unterhitze am besten geeignet ist, hängt von der Sorte und dem Rezept ab. Die meisten Backrezepte sind für Ober-/Unterhitze ausgelegt. Ist nur eine Temperatur angegeben, sind Sie mit dieser Einstellung meist richtig. Der Vorteil von Umluft liegt darin, dass Sie mehrere Bleche gleichzeitig backen können. Die Wärme wird über einen Ventilator gleichmäßig verteilt. Wenn im Rezept eine Temperatur für Ober-/Unterhitze angegeben ist, reduzieren Sie diese bei Umluft einfach um 20 °C.
Bei Umluft spielt die Position der Backbleche keine Rolle; bei Ober-/Unterhitze sollte das Blech mittig im Ofen platziert werden.
Werden Plätzchen zu hart, fehlte dem Teig oft Feuchtigkeit. Auf einem mehrstöckigen Backblechständer können mehrere Bleche gleichzeitig auskühlen. Das spart Fläche und sorgt für Luftzirkulation. Lassen Sie Plätzchen vollständig auskühlen, bevor sie in Dosen kommen - warme Plätzchen verursachen Kondenswasser und begünstigen Schimmel. Trennen Sie Sorten mit Lagen aus Butterbrotpapier, so bleibt die Form erhalten und Krümeln wird vorgebeugt.
Rezept: Spitzbuben
Hier ist ein Rezept für Spitzbuben, eine beliebte Plätzchensorte:
Zutaten:
- 250 g Butter
- 120 g Zucker
- 1 Eiweiss
- 1 Prise Salz
- 2 Teelöffel Bourbon Vanille-Zucker
- 350 g Mehl
- Wenig Aprikosenkonfitüre
- Wenig Himbeerkonfitüre
- Wenig Puderzucker
Zubereitung:
- Die Butter in einer Schüssel geschmeidig rühren. Den Zucker beifügen und schaumig schlagen.
- Eiweiss, Salz und Vanille-Zucker beifügen, daruntermischen und alles leicht zusammenkneten.
- Den Teig für etwa eine halbe Stunde kühl stellen.
- Den Garraum auf 200 °C mit Heissluft vorheizen.
- Den Teig ca. 2 mm dick auswallen und runde Plätzchen ausstechen. Die eine Hälfte der runden Plätzchen sind Deckel. Aus diesen 1 bis 3 kleine Löcher ausstechen. Auf die mit Backpapier belegten Kuchenbleche legen.
- Die Kuchenbleche in den vorgeheizten Garraum in die Auflagen 1 und 4 schieben und mit Heissluft bei 200 °C während 10 Minuten backen.
- Die Bleche aus dem Garraum nehmen und auskühlen lassen.
- Aprikosenkonfitüre und Himbeerkonfitüre auf die Böden streichen.
- Deckel aufsetzen und mit Puderzucker bestäuben.
Dieses Heidesand - Rezept habe ich von meiner Oma! 😘😊 Ich würde nie anders backen. Oma`s Heidesand
Weitere beliebte Plätzchensorten
Neben Spitzbuben gibt es viele weitere köstliche Weihnachtsplätzchen:
- Ausstechplätzchen: Ob pur, mit Zuckerguss verziert oder halb in Kuvertüre getaucht: Ausstechplätzchen (auch Ausstecher oder Butterplätzchen) sind ein köstlicher Klassiker, der vom Weihnachtsteller nicht wegzudenken ist.
- Vanillekipferl: In Deutschland, Österreich und Tschechien gehören Vanillekipferl zu den beliebtesten Weihnachtsplätzchen. Der Mürbeteig wird mit gerösteten Mandeln oder Nüssen verfeinert und zu Hörnchen geformt.
- Engelsaugen: Auch als Husarenkrapfen bekannt: Der Haselnuss-Mürbeteig mit fruchtiger Marmeladenfüllung macht Engelsaugen zu einem zeitlosen Klassiker der Weihnachtsbäckerei.
- Lebkuchen: Die Mischung aus Honig, Nüssen und weihnachtlichen Gewürzen macht Lebkuchen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Weihnachtsbäckerei.
- Springerle: Springerle - feine Anis-Plätzchen aus Eierschaumteig - sind vor allem in Süddeutschland, der Schweiz, dem Elsass und in Teilen Österreichs bekannt. Während des Backens „springen“ sie auf die doppelte Höhe, was ihnen ihren Namen verleiht.
Hier ist eine Tabelle mit den Backzeiten und Temperaturen für einige der beliebtesten Weihnachtsplätzchen:
| Plätzchensorte | Temperatur | Backzeit |
|---|---|---|
| Ausstechplätzchen | 180°C (Ober-/Unterhitze) | 8-12 Minuten |
| Vanillekipferl | 170°C (Ober-/Unterhitze) | 10-15 Minuten |
| Engelsaugen | 180°C (Ober-/Unterhitze) | 12-15 Minuten |
| Lebkuchen | 175°C (Ober-/Unterhitze) | 15-20 Minuten |
| Springerle | 130°C (Ober-/Unterhitze) | 20-25 Minuten |
Mit diesen Rezepten und Tipps gelingt Ihnen ein köstliches Weihnachtsfest mit selbstgebackenen Plätzchen!

Bild: Ausstechplätzchen sind ein Muss auf jedem Weihnachtsteller.
tags: #einfacher #platzchenteig #weihnachten