Eier sind vielseitig einsetzbar und ein wichtiger Bestandteil vieler Gerichte. Ob gekocht, als Spiegelei oder als Zutat in Backwaren - Eier sind immer eine gute Wahl. Doch manchmal kommt es vor, dass beim Kochen ein unschöner grüner Rand um das Eigelb entsteht. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie das verhindern und weitere Tipps und Tricks rund ums Eierkochen.

Warum entsteht ein grüner Rand ums Eigelb?
Der grüne Rand entsteht, wenn das Ei zu lange gekocht wurde - nämlich über 10 Minuten. Dann reagiert das Eisen im Eigelb mit den Schwefelverbindungen im Eiweiss. Du kannst das Ei aber immer noch bedenkenlos essen, diese chemische Reaktion beeinträchtigt auch den Geschmack nicht.
Wie verhindere ich den grünen Rand?
Um den grünen Rand zu vermeiden, solltest du die Eier nicht zu lange kochen. Die Kochzeit hängt von der gewünschten Härte des Eies ab:
- 5 Minuten: Das Eiweiss ist geronnen, das Eigelb noch flüssig.
- 8 Minuten: Das Eiweiss ist weich, das Eigelb hat einen wachsweichen, noch leicht flüssigen Kern.
- 12 Minuten: Das Eiweiss ist fest, das Eigelb cremig, das Ei ist mittelhart.
- 15 Minuten: Das Ei ist hart gekocht und komplett schnittfest.
Achtung: Das sind Richtwerte für Eier der Grösse M. Das sind Eier, die zwischen 53 und 63 Gramm wiegen.
Es ist besser, wenn sie Zimmertemperatur haben. Wenn die Eier direkt aus dem Kühlschrank kommen, musst du sie ein paar Sekunden länger kochen.
Weitere Tipps für perfekt gekochte Eier
Hier sind einige weitere Tipps, die Ihnen helfen, perfekt gekochte Eier zuzubereiten:
- Eier nicht anstechen: Die Eier vor dem Kochen nicht anstechen, denn durch das Loch können später Keime eindringen.
- Gleich grosse Eier verwenden: Wähle am besten gleich grosse Eier, weil die Kochzeit je nach Ei-Grösse variiert.
- Wasser nicht sprudelnd kochen: Eier im siedenden, aber nicht sprudelnden Wasser garen. Das Wasser zuerst aufkochen und danach die Hitze etwas reduzieren.
- Eier vorsichtig ins Wasser geben: Dann die Eier vorsichtig in die Pfanne geben. Am besten gelingt dies mit einer flachen Kelle (Schaumkelle) oder einem Löffel.
Wie schält man Eier leichter?
Diese vier Tricks helfen dabei:
- Nicht mehr ganz frische Eier nehmen. Diese lassen sich nach dem Kochen einfacher schälen.
- Einen Esslöffel Essig ins Kochwasser geben. Die Schale lässt sich dann einfacher lösen.
- Die Eier nach dem Kochen abschrecken.
- Vor dem Abschrecken solltest du mit einem Messer oder Löffel leicht auf die Schale schlagen, sodass sie eine Delle bekommt.
- Willst du die Eier erst später schälen, hältst du die leicht angeschlagenen Eier kurz vor dem Schälen am besten unter laufendes Wasser.
Wie lange kann ich hartgekochte Eier aufbewahren?
Wenn die Schale unbeschädigt ist, kannst du hartgekochte Eier bis zu zwei Wochen im Kühlschrank lagern. Willst du sie so lange aufbewahren, solltest du sie auf keinen Fall mit kaltem Wasser abschrecken, denn das verkürzt die Haltbarkeitsdauer. Haben die Eier beim Kochen kleine Risse bekommen, solltest du diese zuerst verwenden, weil Eier mit gerissener Schale weniger lange haltbar sind. Lagerst du Eier bei Zimmertemperatur, dann solltest du sie innerhalb von zwei Tagen essen.
Zu Hause werden Eier am besten an einem dunklen, kühlen Ort oder im Kühlschrank gelagert, mit der Spitze nach unten. Am runden Ende sitzt nämlich die Luftkammer. Wenn diese unten liegt, kann es passieren, dass sie nach oben wandert und so die Eihaut im Inneren ablöst, was das Ei anfälliger für Keime macht.
Wie verhindere ich das Aufplatzen der Eier?
Nimm die Eier 20 Minuten vor dem Kochen aus dem Kühlschrank. So reduzierst du den Temperaturunterschied zwischen Ei und kochendem Wasser. Ein sehr grosser Unterschied kann zum Aufplatzen führen. Zudem solltest du nicht zu viele Eier aufs Mal in die Pfanne geben, so prallen sie weniger aneinander. Das Wasser sollte nur leicht köcheln und nicht sprudeln; die Eier bewegen sich dann nicht so stark im Wasser.
Sind braune Eier besser als weisse?
Die Farbe der Eierschale hat erwiesenermassen keinen Einfluss auf das Aroma des Eis. Ob ein Ei weiss, braun oder grün ist, hängt nur von der Hühnerrasse ab: Reinrassige Hühner mit weissen Ohrscheiben legen weisse, solche mit roten Ohrscheiben legen braune Eier. Grüne Eier stammen von sogenannten Grünlegern: Hühnerrassen, die genetisch bedingt einen grünlichen Farbstoff in der Schale ablagern.
Wie viele Eier darf ich essen?
Inzwischen gelten zwei bis drei Eier pro Tag als gesund. Diese sollten unbedingt zur Proteinaufnahme dazugerechnet werden. Wenn also schon zwei Eier gegessen wurden, andere proteinreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, Käse oder Fisch nur noch dosiert geniessen. Eier sind nicht nur sehr nahrhaft aufgrund ihres hohen, wertvollen Eiweissgehalts, sie sind auch reich an Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure und Selen, Jod, Zink und Magnesium.
| Nährstoff | Bedeutung |
|---|---|
| Eiweiss | Wichtig für Muskelaufbau und -reparatur |
| Vitamin D | Unterstützt die Knochengesundheit |
| Vitamin B12 | Wichtig für die Nervenfunktion |
| Folsäure | Wichtig für die Zellteilung |
| Selen | Wirkt als Antioxidans |
| Jod | Wichtig für die Schilddrüsenfunktion |
| Zink | Unterstützt das Immunsystem |
| Magnesium | Wichtig für die Muskel- und Nervenfunktion |
Was bedeuten die Zahlen auf dem Ei?
Die erste Zahl gibt die Qualität an. 0 = Bio; 1 = Freilandhaltung; 2 = Bodenhaltung; 3 = Käfighaltung (in der Schweiz verboten). Danach folgt der Ländercode: CH = Schweiz. Nach dem Legedatum folgt eine mehrstellige Zahl, die den Produzenten identifiziert.
Wie kann ich Eier verwerten?
Omeletten oder auch Spätzli bzw. Knöpfli sind ein gutes und schnelles Menü, um Eier zu verwerten, wenn man mal zu viele gekauft hat. Alternativ können die Eier hart gekocht und in einem Salat genossen werden.
- Tipps für die Verwertung von Eiweiss-Resten: für Makrönli oder Meringues verwenden. Oder ganz einfach die Eiweisse verklopfen, würzen, in einer beschichteten Bratpfanne wie Rührei braten und über einen Salat streuen.
- Tipps für die Verwertung von Eigelb-Resten: Diese lassen sich zum Bestreichen von Gebäck, Guetzli oder Zopf verwenden. Oder in Omeletten-, Spätzli- oder Rührteigen verwenden - drei Eigelbe entsprechen einem ganzen Ei.
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