Italienische Desserts sind so vielfältig wie die Gänge davor. Jede Region punktet mit ihrer ganz eigenen Spezialität, die nicht selten auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Zwischen Turin und Palermo bleibt indes noch viel zu entdecken. Dessert-Träume im Piemont sehen anders aus als auf Sizilien, im Sommer sind sie anders als im Winter.

Panettone, ein Klassiker der italienischen Weihnachtsbäckerei
Klassiker neu interpretiert
Jeder kennt die weltberühmten Klassiker von der Dessertkarte seines Lieblingsitalieners. Da wären beispielsweise das beliebte Tiramisu oder Panna cotta. Beide Speisen bereitest du mit wenigen Zutaten relativ schnell und einfach selbst zu und triffst dabei garantiert den Geschmacksnerv deiner Gäste. Ausserdem kannst du den traditionellen Rezepten der italienische Dolci unkompliziert einen neuen Pfiff verleihen.
Das klassische Tiramisu passt nicht so recht zum warmen Wetter? Kein Problem! Die Königszutat des italienischen Dessert-Rezepts ist Mascarpone. Verrührt mit Eigelb, Zucker und Eischnee, entsteht eine wunderbare Crème, die sich mit schmackhaften Zutaten flexibel erweitern lässt. So kannst du beispielsweise mit Amaretto, Zimt und Lebkuchengewürz ein raffiniertes Winterdessert herstellen oder die Crème mit Beeren und frischer Minze in einen erfrischend-süssen Menüausklang für die wärmere Jahreszeit verwandeln.
Allseits bekannte Klassiker wie Tiramisu sind dir zu langweilig? Dann solltest du dich vielleicht an weniger bekannte Rezepte für Desserts wagen, denn auch da hat die vielfältige Küche Italiens jede Menge zu bieten.
Sizilianische Spezialitäten: Cannoli und Cassata
Während Tiramisu und Panna cotta ihren Ursprung in Norditalien haben, bieten auch die Küchen Mittel- und Süditaliens unwiderstehliche Dolci an, die dein italienisches Menü auf interessante Weise abrunden können. Wie wäre es beispielsweise mit Cannoli oder Cassata, zwei bekannten Spezialitäten aus Sizilien?
Cannoli, die frittierten Teigrollen mit der cremigen Ricotta-Füllung, sind typisch sizilianisch. Man findet sie dort in jeder Pasticceria. Eine üppige Köstlichkeit mit Biskuit, Ricottacrème mit Schokolade, Pistazien und gezuckerten Zitrusfrüchten ist Cassata siciliana, eigentlich ein Kuchen und keine Glacetorte.

Cannoli, ein Muss auf Sizilien
Weitere regionale Köstlichkeiten
Ein vor allem in der Toskana und in Emilia-Romagna sehr beliebter Dessert ist „Zuppa Inglese“. Hinter der „englischen Suppe“ verbirgt sich ein Schichtpudding mit kandierten Früchten, der - ähnlich wie das Tiramisu - eine Basis aus Löffelbiskuits besitzt, die in Likör getränkt werden. Wer gerne teigige Süssspeisen verzehrt, sollte sich an einem saftigen Napfkuchen namens „Babà“ versuchen, der in Läuterzucker und Rum getränkt wird und aus dem süditalienischen Neapel stammt.
Die frittierten Fritole sind venezianisch und nur während des Carnevale zu geniessen. Panforte heisst der würzige Weihnachtsbote aus der Toskana.
Weihnachten auf Sizilianisch
Das Weihnachtsessen ist auch auf Sizilien eine richtige Institution. Weihnachten ist ein Termin, den die Frauen schon Monate vorher planen. Zum traditionellen Weihnachtessen fährt er bis heute jedes Jahr nach Sizilien, um mit der ganzen Familie zu feiern. Teigtaschen dürfen an Weihnachten auf Sizilien nicht fehlen! Was genau in die Füllung kommt, ist zwischen Catania und Ragusa, Trapani und Modica von Region zu Region verschieden.
Zu Weihnachten zieht der süße Duft der Crispelle di riso col miele durch die Straßen und Häuser Siziliens. Diese Crispelle sind fingerdicke, süße Röllchen, die aus einer Art dickem Milchreis mit viel Honig geformt und dann in einer großen Pfanne mit Öl schwebend ausgebacken werden.
Kühle Erfrischungen: Gelato und Granita
Keine Italien-Ferien ohne Gelati! Im Strassenkaffee Leute beobachten oder im lauen Abendwind über die Piazza spazieren und dazu ein Gelato geniessen, das ist der Inbegriff von unbeschwerten Italien-Ferien! In Roms Fussgängerzone genauso wie im kleinen Bergdorf findet man frische Glace in allen möglichen Aromen - von cremig-rahmiger Fior di latte, markigem Caffè bis zur Kugel in Schlumpf-Blau («Puffo»): Italien hat eine lebendige Gelateria-Kultur.
In kleinen Betrieben täglich frisch hergestellte Glace schmeckt herrlich und ist weit häufiger anzutreffen als in der Schweiz. Rahm, Milch, Eier und Zucker sind die Grundzutaten. Dazu kommt eine grosse Auswahl an Aromagebern wie Kakao, allerlei Früchte oder Pistazien. Herstellungsverfahren und genaue Zusammensetzung sind meist ausgetüftelte Geheimsache jeder einzelnen Gelateria. Denn jede will das beste Gelato anbieten!
Wo es heiss ist, liebt man Kühles und Kaltes. Das weiss man nirgends besser als auf Sizilien, wo einst die Granita (Mehrzahl: Granite) erfunden wurde. Anders als beim Sorbet sind die Eispartikel dieses halbgefrorenen Desserts etwas gröber. Die berühmteste ist die Granita al limone, bei der der Saft von Zitronen zusammen mit Wasser und Zucker eingefroren wird. Die Granita ist spritzig-leicht und goldrichtig zum Entspannen und Abkühlen; manche mögen sie gern schon zum Frühstück löffeln.

Granita al limone, eine erfrischende Spezialität aus Sizilien
Fast genauso berühmt sind auf Sizilien die Granite aus Mandeln oder aus Gelsi neri. Die süsslich-säuerlichen schwarzen Maulbeeren sind unseren Brombeeren ähnlich. Granite gibts in Italien überall über die Gasse, oft hergestellt aus Frucht- oder Kräutersirup (z.B. Minze) oder mit Kaffeearoma.
Macedonia di frutta: Fruchtsalat mit Schuss
Unter der Sonne Italiens gedeihen Früchte prächtig. Marktfrisch, gewürfelt und bunt gemischt ergibt das die Macedonia, den Fruchtsalat. Die Italiener essen ihn ohne Schlagrahm, dafür gern mit einem Schuss Orangenlikör. Macedonia lässt sich in der Schweiz problemlos adaptieren. Im Süden gehören weiss- und gelbfleischige Pfirsiche oder Melonenwürfel mit in die Macedonia, diesseits des Gotthards Birnen, Aprikosen, Heidelbeeren und Brombeeren. Wir blicken auch bereits Richtung Herbst: Ein Fruchtsalat mit unterschiedlichen Apfelsorten ist eine Entdeckung für den Gaumen. Nicht vergessen: Zitronensaft unterstreicht das Fruchtaroma und verhindert des Braunwerden von Obst. Etwas Zucker und einige Pfefferminzblättchen sind das aromatische i-Tüpfelchen.
Klein und fein: Biscotti
Was bei uns die Guetzli, sind in Italien die Biscotti. Es gibt eine Fülle an Sorten aus den Grundzutaten Butter, Mehl und Zucker. Viele sind lokal richtige Berühmtheiten, wie zum Beispiel die luftigen Mandel-Haselnussbällchen «brutti e buoni» (hässlich, aber gut) aus der Gegend um Varese (Lombardei).
Ricciarelli, Canestrelli & Co. sind vielseitig, praktisch und zum Naschen fein: Als hitzebeständiges Verwöhn-Zvieri am Strand oder als edel verpacktes Mirbringsel zum Sonntagsessen, wo man sie genüsslich in den Caffè tunkt - oder in Höherprozentiges: Die berühmten Cantucci aus der Toskana etwa in den «heiligen» Dessertwein Vin Santo. Mindestens so berühmt sind die Amaretti (aus Saronno), die auch im Tessin eine lange Tradition haben. Cantucci und Amaretti und viele andere italienische Dolci (z.B. Torrone) werden mit Mandeln zubereitet.
Bei Cantuccini handelt es sich um ein italienisches, traditionelles Mandelgebäck.
Weihnachtsmenüs von My Little Italy
Wie wäre es mit einem Weihnachtsfest auf italienische Art mit den festlichen italienischen Weihnachtsmenüs von My Little Italy ? Sie müssen nicht nach Italien fliegen, sondern können den Zauber auch in Ihrer Küche erleben. Typische italienische Produkte sind leicht erhältlich und machen Ihre Zubereitung zum Kinderspiel. Die antipasti, die in den festlichen italienischen Weihnachtsmenüs eine grundlegende Rolle spielen, sind in Italien eine Tradition. Dazu passen typische Wurstwaren wie Parmaschinken und Salami. Italienische Vorspeisen glänzen in unseren festlichen italienischen Menüs für Weihnachten. Ein Muss ist der berühmte "Caprese-Salat", der Tomaten, Basilikum, Olivenöl und Mozzarella vereint. Außerdem schätzen die Italiener Meeresfrüchte wie Gamba oder Tintenfisch für ihre Vorspeisen.
Während der Weihnachtsfeierlichkeiten ist der Kapaun der König auf den italienischen Tischen. Ein italienisches Festmahl ohne Nudeln ist unvorstellbar. Der Panettone ist der Star unter den Desserts in den festlichen italienischen Weihnachtsmenüs. Dieses mit kandierten Früchten belegte Brioche ist ein Wahrzeichen der italienischen Tradition. Genießen Sie es an Weihnachten nach dem Essen, zusammen mit einem sorgfältig ausgewählten italienischen Wein von My Little Italy.
Bei einem klassischen Weihnachtsmenü darf das Dessert auf keinen Fall fehlen. Damit ein Weihnachtsdessert noch lange in Erinnerung bleibt, sollte es unbedingt weihnachtliche Gewürze enthalten und optisch ein echter Hingucker sein. Ein Weihnachtsdessert im Glas wie beispielsweise ein leckeres Orangenmousse kannst du wunderbar anrichten und dekorieren und so dafür sorgen, dass deinen Gästen direkt das Wasser im Mund zusammenläuft.
Suchst du nach einem einfachen Weihnachtsdessert, das trotz allem raffiniert wirkt? Als Schokoladenfan könntest du ein dreifarbiges Tobleronenmousse ausprobieren, das du in einer halben Stunde zubereiten kannst und es danach nur noch zwei Stunden kühlen musst. Bist du schon etwas backaffiner oder auf der Suche nach einem anspruchsvolleren Weihnachtsdessert? Dann versuch dich doch mal an einem Vanille-Soufflé, das deine Gäste sicherlich beeindrucken wird.
Tiramisu-Rezept für Anfänger: So einfach gelingt dir das perfekte Dessert!
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