Einmachen, Einkochen, Einlegen und Fermentieren sind nicht nur etwas für Lebensmittelhersteller. Auch viele Privatpersonen nutzen diese Techniken, um Lebensmittel haltbar zu machen. Wer seine Lieblingslebensmittel selbst einkocht, weiß genau, was drin ist, und kann ungewollte Inhaltsstoffe vermeiden. Passend dazu gibt es eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Einmachgläsern und Marmeladengläsern zu kaufen.
Früher füllten Familien ihre Vorratskeller mit eingekochtem Obst und Gemüse, um auch in der kalten Jahreszeit Grundnahrungsmittel im Haus zu haben. Die Gefäße wurden über viele Jahre und Generationen hinweg wiederverwendet. Das ist natürlich auch heute noch möglich.
In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Auswahl der richtigen Gläser und deren Verwendung, um Ihre selbstgemachte Marmelade perfekt zu konservieren und stilvoll zu präsentieren.

Welche Einmachgläser eignen sich für welchen Zweck?
Abhängig von ihrer Form, ihrem Verschluss und ihrer Größe sind die Gläser für unterschiedliche Vorhaben geeignet. Es gibt Einmachgläser, die sich für verschiedene Methoden der Haltbarmachung eignen, zum Beispiel für die Heißabfüllung oder das Einkochen von Einmachgut. Auch für die simple Vorratshaltung von trockenen Lebensmitteln sowie zum Anrichten von Vorspeisen oder Desserts können Sie diese nutzen.
Wie man im Kochtopf einkocht - einfach, nachhaltig, flexibel! 😃
Wählen Sie zwischen verschiedenen Glastypen:
- Drahtbügelgläser: Sie eignen sich hervorragend zum Einmachen und Einkochen. Außerdem sind die Einmachgläser mit Bügelverschluss optimal als Gewürzgläser oder Vorratsgläser für Joghurt, Müsli und Früchte verwendbar.
- Rundgläser: Je nach Größe und Form bestens als Gelee- und Marmeladengläser oder als Honiggläser nutzbar. Kleine Rundgläser eignen sich besonders für Produktproben oder Feinkost.
- Sechskantgläser: Sie sind nicht nur dekorativ, sondern auch vielseitig einsetzbar - zum Beispiel für Marmeladen oder zum Konservieren besonderer Delikatessen.
- Sturzgläser: Sie eignen sich unter anderem für Kompott, Wurst oder zum Konservieren verschiedener Gemüsesorten. Die Glasform ist ideal, um den gesamten Inhalt durch Stürzen des Glases problemlos zu entnehmen.
Die richtige Größe des Einmachglases
Die Größe des Einmachglases sollten Sie abhängig vom Verwendungszweck und der geplanten Füllmenge auswählen. Es gibt eine große Auswahl an unterschiedlichen Größen:
- vom 30-ml-Miniglas
- über 500-ml-Konservengläser
- bis hin zum 5000-ml-Drahtbügelglas
Während Miniaturgläser vor allem für Kostproben und Delikatessen genutzt werden, eignen sich kleine Einmachgläser (ab 100 ml) unter anderem für Konfitüren und Chutneys. Von Vorteil sind hier Schraubgläser, da der Schraubdeckel ganz einfach wieder verschlossen werden kann.
Größere Einmachgläser sind generell ideal zum Einwecken von Gemüse oder aber zur Aufbewahrung von Nudeln und anderen trockenen Esswaren. Große Einmachgläser mit einem Fassungsvermögen zwischen 500 ml und 1000 ml werden unter anderem für das Einkochen von Suppen und Eintöpfen oder das Einlegen von Gurken genutzt.
Auf den Verschluss kommt es an
Wer Lebensmittel durch Einmachen oder Einkochen haltbarmachen will, benötigt ein Einmachglas mit einem Deckel, der perfekt abdichtet. Durch das Erhitzen des Einmachgutes entsteht zunächst ein Überdruck, weil sich die Luft im Glas ausdehnt und nach außen strömt. Wenn das Glas anschließend wieder abkühlt, zieht sich der Glasinhalt zusammen. Durch den besonderen Verschluss kann keine Luft zurück in das Glas strömen und es entsteht ein konservierendes Vakuum.
Darauf sollten Sie achten:
- Verwenden Sie ein hitzebeständiges Einmachglas.
- Reinigen und sterilisieren Sie das Glas vorab, damit keine Keime daran haften.
- Es sollte keine Luft durch den Verschluss in das Einmachglas gelangen.
Für jedes Verfahren zur Haltbarmachung gibt es das passende Einmachglas mit luftdichtem Verschluss:
- Für die Methode des Einkochens eignen sich Twist-off-Gläser, Schraubgläser, Einmachgläser mit Bügelverschluss sowie Weckgläser mit ihren klassischen Glasdeckeln und abdichtenden Gummiringen.
- Benötigen Sie ein Glas für das Heißabfüllen von Marmelade, sollten Sie auf Einmachgläser mit Schraubverschluss oder Twist-off-Deckel zurückgreifen.
- Wenn Sie Lebensmittel fermentieren oder einlegen möchten, benötigen Sie ein Einmachglas mit großer Mündung. Je nach Inhalt ist die Nutzung eines Weckglases oder eines Bügelglases sinnvoll.
Wissenswertes zum Einkochen von Marmelade
Wenn vom Marmeladekochen die Rede ist, meinen wir in der Regel die Heißabfüllung. Hierfür kochen Sie zunächst die Marmelade und füllen sie im noch heißen Zustand in ein Marmeladenglas mit Deckel ab. Dann schließen Sie das Glas, sodass sich ein Vakuum darin bildet. Dadurch wird das Einmachgut konserviert.
Wichtig ist auch, dass Sie die Gläser vorab gründlich reinigen und sterilisieren, damit keine Keime daran haften. Hierfür legen Sie die Gläser und Deckel in kaltes Wasser und bringen dieses langsam zum Kochen. Nach zehn Minuten in sprudelnd kochendem Wasser holen Sie die Marmeladengläser vorsichtig - beispielsweise mit einer Zange - heraus und befüllen sie direkt mit der Fruchtmasse.
Wie groß sollten Marmeladengläser sein?
Welche Größe Ihre Marmeladengläser haben müssen, hängt davon ab, welches Vorhaben Sie verfolgen.
- Mini-Marmeladengläser mit einem Fassungsvermögen von unter 100 ml sind beispielsweise für Probierportionen oder zum Servieren geeignet.
- Wählen Sie für den Hausgebrauch vorwiegend kleine Marmeladengläser mit 100 ml, 200ml oder 300 ml, da der Inhalt nach Anbruch verderblich ist.
- Für Marmeladenliebhaber oder vielköpfige Familien darf es auch ein großes Marmeladenglas sein.
Welcher Verschluss ist für Marmeladengläser geeignet?
Besonders praktisch für Marmeladen, Konfitüren und Gelees sind Gläser mit Schraubdeckel oder Twist-off-Verschluss, da Sie diese nach Anbruch einfach wieder verschließen und den Inhalt über längere Zeit hinweg verbrauchen können. Wählen Sie zwischen verschiedenen Deckelfarben.
Möchten Sie die Marmelade verschenken oder das Glas etwas ansprechender gestalten, können Sie es mit einem Stoffdeckchen dekorieren.Marmeladen kommen selten in Drahtbügelgläsern daher, grundsätzlich ist aber auch das eine Option. Schließlich dichtet auch der Bügelverschluss luftdicht ab. Eine weitere Möglichkeit ist ein klassisches WECK-Glas mit Glasdeckel und Gummiring. Bedenken Sie aber, dass der Deckel nicht luftdicht wiederverschließbar ist.
Einmachgläser etikettieren
Es gibt Etiketten in unterschiedlichen Farben und Formen, damit Sie Ihre Produkte beschriften und zu echten Hinguckern machen können. Bei uns finden Sie sowohl für den Verkauf als auch für den Privatgebrauch das richtige Etikett:
- selbstklebende Haushaltsetiketten mit Verzierungen
- Anhängeetiketten und Anhängerkärtchen
- Metalletiketten mit stilvollen thematischen und saisonalen Motiven
Darüber hinaus gibt es bereits ab einer geringen Stückzahl eine individuelle Bedruckung der Gläser an. So können Sie Ihren Einmach- und Marmeladengläsern mit Ihren eigenen Logos oder Motiven eine ganz persönliche Note verleihen.
Kreative Wiederverwendung und Dekoration von Marmeladengläsern
Die Marmelade ist leer und das Glas zu schade fürs Altglas? Nach einer gründlichen Reinigung können Sie es problemlos wiederverwenden oder zum Basteln und Dekorieren nutzen. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick, Geschenkband und Farbe lässt sich aus einem Marmeladenglas beispielsweise eine hübsche Blumenvase, ein Teelichthalter oder ein praktischer Stiftehalter gestalten.
Wer Marmelade selbst eingekocht hat und diese an seine Lieben verschenken möchte, der kann ein Einmach-Deko-Set kaufen. Denn dieses Set beinhaltet alles, um die Gläser liebevoll zu verzieren: Es besteht aus selbstklebenden Etiketten, Grußkärtchen und Baumwolldeckchen.

Nachhaltigkeit von Einmachgläsern
Bei der Produktion von Glaswaren verwenden Glashersteller aus der Natur stammende und in großen Mengen vorkommende Rohstoffe wie Sand, Soda und Kalk. Des Weiteren kann Altglas dem Glasherstellungsprozess wieder zugeführt werden. Somit besteht auch neues Glas zu einem großen Teil aus recyceltem Glas. Durch die Zugabe von Recyclingglas können die Temperaturen der Schmelzöfen bei industrieller Fertigung gesenkt werden. Dies spart Energie und schont die Umwelt. Entsorgen Sie deshalb Ihre Einkoch- und Einmachgläser in den entsprechenden Sammelbehältern, wenn Sie diese nicht mehr benötigen. Auch alte Deckel sollten Sie dem entsprechenden Recyclingsystem zuführen.
Gläser müssen allerdings nicht nach Erstgebrauch entsorgt werden, sondern sind ideal zur Wiederverwendung geeignet. In ihnen können Sie Lebensmittel über lange Zeit lagern und verringern dadurch sogar Ihre Lebensmittelabfälle. Wenn Sie Ihre alten Einmachgläser nicht mehr zur Aufbewahrung Ihrer Nahrungsmittel nutzen möchten, können Sie diese mit etwas Kreativität als Deko benutzen.