Ob im Sommer bei der Grillparty, auf dem Oktoberfest im Bierzelt oder während der Halbzeit im Fussballstadion - eines darf nicht fehlen: Die heissgeliebte Wurst! Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Bratwurst, Currywurst oder ein Wienerli handelt - ist doch alles Wurst!
Die Wurst hat eine lange Tradition. Bereits im Jahre 425 v. Chr. verwendete der Grieche Aristophanes diese in einer Komödie. Denn schon in der Antike ass man viel Wurst. Wenn die alten Schlachter und Metzger nicht wussten, was sie mit den Fleischresten anfangen sollten, haben sie diese einfach in eine Wurst verarbeitet.
In Deutschland sind Imbisse sehr beliebt, da die Deutschen sich nicht immer die Zeit nehmen, in einem Restaurant an einem Tisch mit Messer und Gabel zu essen. Oft suchen sie nur nach einem schnellen Gericht, das lecker schmeckt, sättigt und nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. In jeder deutschen Stadt, sogar in den kleinsten Dörfern, stehen Imbissstände, die mit schnell zubereiteten Leckereien locken, die nicht immer gesund sind, aber schnell satt machen und gut schmecken. Die Imbisskultur ist einerseits von traditionellen deutschen Imbissgerichten wie Bratwürsten und Grillhähnchen bestimmt.
An vielen Imbissständen gibt es Currywurst, Bratwurst im Brötchen, Pommes Frites mit Ketchup oder Sauce und oft auch Grillhähnchen. Auch Pizzaecken und kleine Nudelgerichte zum unterwegs essen, erfreuen sich großer Beliebtheit.
Neben den traditionellen Imbissen haben die Imbissketten den Markt in Deutschland erobert. McDonald's, Burger King, Subway und Kentucky Fried Chicken oder Pizza Hut sind nicht nur Fast Food Restaurants, sondern gleichzeitig auch Imbisse, an denen man eine Mahlzeit zum Mitnehmen kaufen kann.
Stets beliebt sind Würste. Dies haben die Inhaber der Frankfurter Imbissbude "best Worscht in Town" verstanden und sie bieten viele verschiedene Wurstgerichte von der Currywurst bis zur Bratwurst in allen möglichen Varianten an. Für etwa drei bis acht Euro kann man in den mittlerweile elf Filialen von "best Worscht in Town" in Frankfurt und Umgebung satt werden.
Berlin ist bekannt für seine Currywürste. Noch immer streiten sich die deutschen Städte untereinander, wer denn letztendlich die Currywurst erfunden hat. Fest steht, dass es in Berlin sehr viele gibt. (Es gibt sogar ein Currywurstmuseum). Bekannt und beliebt ist zum Beispiel Konnopke's Imbiss an der Schönhauser Allee. Dieser alteingesessene Imbiss ist schon seit 1930 aktiv und hat sich natürlich seither ein wenig verändert. Hier erhält man leckere Currywurst nach traditionellem Berliner Rezept. Auch Bratwürste mit Senf oder Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat stehen auf der Speisekarte. Für vier bis neun Euro kann man hier satt werden.
Durch die Fernsehserie "Dittsche" ist die Eppendorfer Grill Station in Hamburg berühmt geworden. Wo sich Oliver Dittrich in seiner improvisierten Fernsehserie bedienen ließ kommen immer mehr Touristen hin und auch sie wollen hier die echte Hamburger Hausmannskost genießen.
In Leipzig gibt es den Imbiss "Vleischerei". Es handelt sich um einen berühmten Imbissstand, an dem man vegetarische und vegane Imbissgerichte kaufen kann. Die Inhaber dieser alternativen Bude nennen ihre Kreationen Currywürst oder Vöner und bieten ausschließlich fleischfreie Spezialitäten an, die wirklich lecker schmecken. Die Gerichte kosten hier zwischen fünf und zehn Euro, je nachdem, wofür man sich entscheidet.
In Berlin ist Mustafas Gemüsedöner im Stadtteil Kreuzberg zu einer wahren Touristenattraktion geworden. Der steile Aufstieg dieser Dönerbude zu einem Kult-Imbiss, wo man oft Schlange stehen muss, ist zunächst den Bürgern von Kreuzberg zu verdanken, die gerne mal etwas Ausgefallenes probieren. Hier gibt es Fladenbrot mit gegrilltem oder frischem Gemüse, dazu hausgemachte Sauce. Fetakäse, frische Kräuter und Knoblauch machen den Gemüsedöner zu einem Geschmackserlebnis, für das viele Besucher bis zu einer Stunde lang in der Schlange warten. Die Preise sind moderat und man kann einen kleinen Döner schon ab 2,40 Euro bekommen.
Auf Fehmarn gibt es einen alten und interessanten Imbiss, der sich "die Aalkate" nennt. Seit über 30 Jahren wird hier in einem alten Bauernhaus im traditionellen Räucherofen Fisch zubereitet. Es gibt nicht nur Aal, sondern auch Lachs, Makrele und Sardine. Die Gerichte sind für einen Imbiss nicht eben günstig.
Ja, auch in Zürich gibt es DEN deutschen Imbiss-Klassiker. Denn auch die Schweizer haben Geschmack gefunden an der Currywurst. Andere Auslandsdeutsche und mich freut das natürlich.
Die Frage aller Fragen: Welche Wurst zur Currywurst gemacht wird, ist in Deutschland umstritten und je nach Region unterschiedlich. In meiner Heimat, im Ruhrgebiet, wird eine gebrühte Bratwurst aus Schweinefleisch verwendet. Auf dem Weg in die Sommerferien nach Dänemark wurden mir auf niedersächsischen Raststätten zu meiner Enttäuschung Bockwürstchen aufgetischt.
Die Berliner Currywurst ist ähnlich wie diejenige im Ruhrgebiet, mit dem Unterschied, dass man zwischen Würsten mit und ohne Darm wählen kann. Im Süden Deutschlands, in Oberbayern am Chiemsee, war die servierte Currywurst zwar riesig, aber auch eine Art Bockwurst. Nicht schlecht zur Abwechslung, aber auf Dauer bleib ich da meiner Ruhrpottcurrywurst treu. In der Schweiz wird meistens eine Kalbsbratwurst verwendet.

Currywurst in Zürich
Wo du bei dem doch recht grossen Angebot in Zürich die besten Currywürste erhältst, zeige ich dir in diesem Blogbeitrag.
Wurst und Moritz
Der Edelimbiss Wurst und Moritz liegt in der Nähe des Primetowers (höchstes Gebäude der Stadt) und ist sehr schön gestaltet. Die Menükarte ist in einer Art Mischung aus Wilhelm Busch (wie man anhand des Namens „Wurst und Moritz“ leicht ableiten kann) und Wilhelm Tell gestaltet. So hat jedes Gericht seinen eigenen Namen. Das Gericht „Geiziger Moritz“ besteht aus einer Currywurst, einem Stück Brot und einem Softdrink für 12.- sFr. (11,- €).
Die Sauce ist auch hier eine Gewürzketchupsauce, klassisch mit Currypulver garniert. Geschmacklich teile ich die Currywurst in der oberen Hälfte der Skala ein. Da sich über Geschmack bekanntlich streiten lässt, empfehle ich dir trotzdem einen Besuch. Gerne mit anschliessendem Feedback unter diesem Beitrag. Als Besonderheit gibt es das Menü „Goldiger Moritz“. Es kostet satte 35.- sFr. (32,- €) und besteht aus Prosecco, einer Portion Pommes und einer mit Blattgold dekorierten Currywurst.
Sternen Grill
Der Sternen Grill, gegründet 1963, ist der Zürcher Kultimbiss schlechthin. Der Hauptstandort befindet sich am Bellevue in der Nähe des Opernhauses. Hier kann es zu Stosszeiten und besonders bei schönem Wetter am Wochenende sein, dass du dich erstmal in einer ziemlich langen Schlange einreihen musst, denn der Sternen Grill und dessen Essen ist in aller Munde; vom Banker über die Hausfrau bis zum Handwerker: alle lieben ihn.
Die Currywurst des Sternen Grills ist mein Favorit in Zürich. Die Wurst ist eine St. Galler Kalbstbratwurst. (Manche St. Galler werden jetzt schockiert sein, denn alleine schon Senf zur St. Galler Bratwurst zu essen ist ein Sakrileg :D). Die Sauce ist eine pikante Gewürzketchupsauce mit Currypulver oben drauf. Kostenpunkt: 9.30 sFr. (8,50 €) inklusive Goldbürli. (Letzteres ist mir persönlich zwar ein bisschen zu knusprig/hart, aber es geht hier ja um die Wurst und nicht ums Brot… ;))

Currywurst vor dem Globus
Sogar im Bereich der Bahnhofstrasse, der berühmten Einkuaufsmeile Zürichs, findet sich am Haupteingang des Globus Warenhauses ein kleiner, aber feiner Imbisstand, der - frei nach einem Artikel in der NZZ - „die vom nördlichen Nachbarland infiltriere Currywurst anbietet“.
Geschmacklich befindet sich diese Currywurst im oberen Bereich, knapp hinter der des Sternen Grills. In harter Konkurrenz steht sie dort allerdings zum Wiediker Würstli, das ebenfalls an diesem Imbissstand angeboten wird. Das ist eine dünne Rostbratwurst aus Schweinefleisch. Sie ist von Geschmack und Aussehen her ähnlich wie die Nürnberger Rostbratwurst. Angeboten wird sie bei diesem Imbiss nicht nur so auf die Hand, sondern auch als Hotdog. Im Brötchen mit Saucen und Salat serviert schmeckt sie fantastisch.
Die beste Currywurst der Welt
Die beste Currywurst der Welt findet man leider nicht in Zürich. Wer in diesen Genuss kommen will, muss zu „Wurst Willi“ in die Dortmunder Innenstadt gehen. Gerade gegenüber des Saturn steht der Imbisswagen, der oft anhand der langen Menschenschlange unschwer auszumachen ist.
PS: Für Notfälle: Du kannst beruhigt sein, Curryking gibt es auch in der Schweiz! 😉
Im Wurstland Schweiz gibt es über 100 Wurstsorten. Es treffen französische, deutsche und italienische Einflüsse aufeinander. Die Romands nutzen fürs Wursten zudem Gemüse - vermutlich, weil Fleisch früher knapp und teuer war.
Stelle deine eigene Wurst her oder bereite deine Lieblingswurst auf verschiedene Arten zu. Das Herstellen eigener Würste ist eine lohnende Tätigkeit für alle Fleischliebhaber. Es gibt kaum etwas Besseres als den Duft von frisch grillierten Würsten, der durch die Sommerluft zieht. Der Cervelat wird auch als «Schweizer Nationalwurst« bezeichnet.

Hier geht es einfach nur um die Wurst. Um eine feine Kalbsbratwurst an Zwiebelsauce mit Weisswein und Thymian. Schade eigentlich. In der Metzgete-Zeit im Winter gibt es die frischen Blut- und Leberwürste.
Saucisson ist eine trocken gereifter Wurst, die ursprünglich aus Frankreich stammt. Die Currywurst ist eine der beliebtesten Fast-Food-Spezialitäten in Deutschland.
Längst gibts nicht nur Würste für Fleischesser. Diese dürfen so heissen, weil es lediglich um die Form des Produktes geht, nicht um den Inhalt. Um Wurst herzustellen, wird meist Fleisch, Speck, Fett und Gewürze zu einer gröberen Fleischmasse oder Brät verarbeitet. Danach wird die Masse in einen echten Darm oder Kunstdarm gefüllt. Nicht nur Darm wird als Hülle genutzt, sondern auch der Magen oder die Blase kann als Füllkörper dienen.
Woher kommt Wurst bzw. Woher die Wurst genau kommt und wie lange es sie tatsächlich schon gibt, ist nicht ganz klar. Sicher ist jedoch, dass man sie schon Tausende Jahre vor Christus kannte.
Der ungesunde Ruf der Wurst kommt von deren hohem Fettanteil. Damit eine Wurst schön saftig und geschmackvoll wird, braucht sie Fett. gesättigte Fettsäuren und sind somit ungünstig für unsere Blutfettwerte.
Wie bei anderen Lebensmitteln, sollte man während der Schwangerschaft auch bei Würsten auf Rohwürste verzichten. In der klassischen Wurst sind meist Fleischabschnitte, Speck, Fett, Gewürze, Salz oder Nitritpökelsalz drin. Je nach Deklaration können auch Innereien, Schwarte, Getreide, Gemüse usw. Eine ungepökelte, ungeräucherte und neutrale Wurst eignet sich am besten für Currywurst.
Ja, am besten werden die Würste luftdicht verschlossen bei minus 18 Grad tiefgekühlt. Würste werden idealerweise trocken und kühl gelagert. Selbstgemachte Würste sollten innerhalb 2-3 Tagen gegessen werden. Gekaufte Würste werden mit dem Haltbarkeitsdatum versehen. Rohwürste (Dauerwürste) können ungekühlt in einer Speisekammer oder im Keller aufbewahrt werden. Die Voraussetzung dafür ist ein trockener, gut belüfteter Raum mit einer Temperatur unter 18 Grad.
Bei zu viel Feuchtigkeit können Trockenwürste bei zu warmen Lagerbedingungen frische Würste und Brühwürste verderben. Die wohl bekannteste Rohwurst ist die Salami, sie wird durch die lange Trocknungs -und Reifungszeit geniessbar und vor allem lange haltbar. Die Brühwürste müssen nur aufgewärmt und nicht gekocht werden. Auch roh sind sie geniessbar wie zum Beispiel die Lyoner. Die Kochwürste sind Würste, die aus bereits vorgekochten Fleischerzeugnissen bestehen, z.B.
Am besten eignet sich eine Brühwurst wie Cervelat oder Lyoner. Ein Lieblingsgericht der Schweizer ist der Wurst-Käsesalat, der idealerweise Schweizer Käse, etwa Le Gruyère AOP und Cervelat enthält.
Für 4 Personen: 300 g Le Gruyère AOP und 300 g Cervelat in kleine Stücke schneiden und mit 1 roten Zwiebel in Ringen, 10 Cherrytomaten, 10 Radiesli und 10 Cornichon in Scheiben sowie 2 EL gehacktem Schnittlauch mischen.
Nachdem die Würste in die Hülle eingefüllt wurden, werden sie in einer Kammer kalt oder warm geräuchert. Das Kalträuchern erfolgt in der Regel bei unter 20 Grad, das Warmräuchern bei über 20 Grad. Die Temperatur beeinflusst das Endprodukt.
Tofufilets und Peperonispiesse auf dem Rost in Ehren. Trotzdem geht nichts über unsere Nationalwurst - weil sie kalt und heiss gegessen werden kann.
Ist beliebt bei Schweizerinnen und Schweizern mit mittlerem Einkommen: Der Cervelat.
Klöpfer, Stumpen, Arbeiterforelle ... Man sagt, die Eidgenossen hätten mehr Namen für die Spielarten des Cervelats als die Inuit Worte für Schnee. Und so liegt das rund 100 Gramm schwere Manifest der eidgenössischen Metzgerskunst immer dann auf dem Rost, wenn etwas gefeiert werden will.
Dafür braucht es hierzulande nämlich weder Alphörner noch Schweizerfahnen, keine Fünfliberschwinger, Jodler und Feuerwerk - sondern eigentlich bloss eine Garnitur Festbänke, ein paar kühl gestellte Hülsen Bier und einen Holzkohlegrill, auf dem Würste liegen. Wer in der Stadt lebt, denkt jetzt vielleicht, dass inzwischen herzhaft marinierte Tofuschnitten und farbige Spiesse mit Peperoni, Pilzen, Cherrytomaten und Grillkäse deutlich höher im Kurs stehen, sobald das allsommerliche «tsch, tsch, tsch» seinen Lauf nimmt.
Doch ist dies wohl zu sehr nach urbanen Massstäben beurteilt. Denn es existiert nicht nur ein Rösti-, sondern auch ein Cervelatgraben, und dies gar in zweierlei Ausrichtung, wie Zahlen aus dem Jahr 2017 belegen: Einerseits ist der Cervelat auf dem Land deutlich beliebter als in der Stadt, es werden pro ländlichem Haushalt 42,4 Stück respektive 35,1 Stück in Städten verzehrt. Und auch zwischen den Sprachregionen gibt es Unterschiede, da stehen 39,6 Cervelats in der Deutschschweiz bescheidenen 28,7 Cervelats in der Romandie gegenüber.
Die vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) erhobene Statistik zeigt noch einiges mehr: Besonders beliebt ist die Nationalwurst, von der in den letzten fünf Jahren unverändert jährlich rund 100 Millionen Stück verkauft wurden, gerade bei Geniesserinnen und Geniessern mittleren Alters; also denjenigen, die irgendwo zwischen dem 50. Altersjahr und der wohlverdienten Pensionierung stehen. Ferner: Besonders gern verspeist werden Cervelats in Haushalten mit mittlerem Einkommen, das sich irgendwo zwischen 50’000 und 70’000 Franken bewegt. Ist es vielleicht genau diese zahlenmässig belegte Mittelklassigkeit, diese Durchschnittlichkeit, die den Cervelat so beliebt macht?

Wohlgemerkt, schaut man auf das verkaufte Gewicht (statt auf die Stückzahl), hat die merklich schwerere Bratwurst bei den Absätzen gegenüber dem Cervelat ganz knapp die Nase respektive den Wurstzipfel vorn. Trotzdem darf man fragen, und jetzt kommen wir zurück auf die fleischbefreiten Grillröste der Städte, wieso eigentlich jede andere Wurst - ob Bratwurst, Currywurst oder Wienerli - inzwischen auch als fleischlose Alternative angeboten wird, nur unser Cervelat nicht?
Vielleicht liegt es daran, dass unser «Filet im Darm» (noch so eine schöne Bezeichnung) etwas kann, was die meisten anderen Würste eben nicht können: Er ist wettersicher! Und wer die letzten zwei, drei Wochen Ferien in der Schweiz gemacht hat, weiss genau, wovon die Rede ist. Was tun, wenn es schlichtweg zu nass ist für das Lagerfeuer oder den Grill? Dann isst man den Cervelat, wie praktisch, halt einfach roh.
Schliesslich wurde die Wurst aus vorwiegend Rindfleisch (eventuell ergänzt mit Schweinefleisch), Wurstspeck, Schwartenblock und Eiswasser samt einigen Gewürzen ja schon bei der Herstellung geräuchert und gebrüht, womit auch die längere Haltbarkeit einhergeht. Es ist doch so: Einfacher bekommt man das harmoniebedürftige Wesen der Schweiz nicht auf die Zunge.
Man geniesst den Cervelat mit einem knusprigen Bürli sowie mittelscharfem (!) Senf, spült das Ganze herunter mit einem grossen Schluck Bier. Und ob die Wurst dabei anmächelig braun geröstet (und mit kreuzweise angeschnittenen Enden) daherkommt oder noch unschuldig rosa - egal. Beides helvetisch wie himmlisch zugleich.
Oder denken Sie an den Wurstkäsesalat, wo sich unsere Lieblingswurst mit genauso schweizerischem Hartkäse, gehackten Zwiebeln und französischer Sauce vermählt. Welche Käsesorte man dazu idealerweise nehmen soll? Das ist Geschmackssache respektive von Kanton zu Kanton verschieden.
Noch ein Tipp: Auch eine schweizerische Version von Piccata milanese lässt sich mit Cervelats auf den Tisch zaubern. Dazu die gerädelte Wurst erst in Mehl, dann in einer Mischung aus verquirltem Ei und geriebenem Sbrinz wenden. In Bratbutter werden die Taler gebraten, bis sie goldbraun sind.
Schon der Ausdruck «Cervelatprominenz» deutet es an - die schweizerischste aller Würste kann problemlos auch so tun, als wäre sie mehr als bloss «das Kotelett des armen Mannes». Nehmen Sie einen Cervelat, schälen Sie ihn liebevoll und schneiden Sie ihn längs in hauchdünne Tranchen. Diese legen sie fächerartig auf einen passenden Teller. Drüber kommt eine Vinaigrette aus Olivenöl, Weinessig, Kapern, Peterli, Salzgurken und Schalotten, alles fein gehackt. Nennen wir dieses Gericht etwas protzig Carpaccio svizzero ... In dem Sinne: buon appetito, bun appétit, bon appétit und en Guete!
Vergleich von Currywurst und Cervelat
| Merkmal | Currywurst | Cervelat |
|---|---|---|
| Herkunft | Deutschland (Berlin) | Schweiz |
| Hauptzutaten | Bratwurst (verschiedene Sorten), Curry-Ketchup, Currypulver | Rindfleisch, Speck, Schwartenblock, Gewürze |
| Zubereitung | Gebratene oder gekochte Wurst, in Scheiben geschnitten und mit Sauce übergossen | Geräuchert und gebrüht |
| Servierweise | Oft mit Pommes Frites oder Brötchen | Roh, gegrillt oder im Wurst-Käsesalat |
| Beliebtheit | Sehr beliebt in Deutschland, besonders in Berlin und im Ruhrgebiet | Nationalwurst der Schweiz, beliebt in allen Regionen |
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