Die Sommerzeit ist die perfekte Gelegenheit, um sich an der frischen Luft mit Freunden oder Familie zu treffen und gemeinsam zu grillen. Ein unverzichtbarer Bestandteil eines gelungenen Grillabends sind leckere Grillsaucen, die dem Grillgut die letzte Note verleihen und die Geschmackserlebnisse bereichern. Ein beliebter Klassiker in der Grillsaucen-Vielfalt ist Curry-Ketchup. Dieses Rezept ist besonders bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt und kann leicht selbst zubereitet werden.
Im Folgenden wird ein Überblick über die Vielfalt der Grillsaucen gegeben. Dabei werden nicht nur Rezepte vorgestellt, sondern auch Tipps zur Zubereitung, Verfeinerung und Konservierung. Die Rezepte, die im Folgenden vorgestellt werden, sind aus verschiedenen Quellen abgeleitet und bieten eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen, von süß-säuerlich über würzig bis hin zu scharf.

Warum selbstgemachter Curry-Ketchup?
Ketchup aus frischen Tomaten lässt sich durch die Zugabe von Currypulver in leckeren Curry-Ketchup verwandeln. Diese Variante ist nicht nur einfach in der Herstellung, sondern auch äußerst vielseitig einsetzbar. Besonders bei häufigem Grillen lohnt sich die Herstellung, da die Kosten für selbstgemachte Saucen in der Regel niedriger sind als die für gekaufte Produkte. Zudem ist Curry-Ketchup ideal, um ihn in Kombination mit Fleisch, Fisch oder Gemüse zu servieren.
Die wichtigste Zutat für selbstgemachten Ketchup sind natürlich Tomaten. Diese sollten möglichst aromatisch sein, denn das ist ausschlaggebend für den Geschmack. Mit frischen, reifen Tomaten wird er wunderbar fruchtig. Eine gewisse Portion Zucker ist übrigens unverzichtbar für den Geschmack des Ketchups. Mit Paprikapulver, Chilipulver, Curry und/oder Ingwer kannst du den selbstgemachten Ketchup ganz nach Belieben würzen - je nachdem, wie du ihn am liebsten magst.
Ketchup selber machen geht fix und das Rezept funktioniert auch mit viel weniger Zucker. Wir zeigen unser liebstes Ketchup-Rezept, feine Varianten und wie du selbstgemachtes Ketchup haltbar machst. Du möchtest Ketchup selber machen? Das kannst du mit frischen Zutaten auf gesunde Weise. Ketchup selber machen ist kein grosser Aufwand und das hausgemachte Tomatenketchup schmeckt nicht nur sehr aromatisch, sondern enthält auch weniger Zucker als herkömmliche Ketchups.
Grundrezept für Curry-Ketchup mit frischen Tomaten
Die empfohlenen Zutaten und Gewürze, die in den Rezepten enthalten sind, sind bewusst ausgewählt, um die Aromen optimal zu unterstreichen und den Geschmack zu intensivieren.
Zutaten:
- 500 g reife Tomaten
- 0,125 L Apfel- oder weisser Balsamico-Essig
- 1/4 getrocknete oder frische Chilischote (nur leicht scharf; alternativ 1/2 TL Chilipulver)
- 1/2 - 1 EL Salz
- 1 mittelgrosse Zwiebeln
- 3 - 4 EL Tomatenmark
- 50 g Gelierzucker 2:1 (alternativ: andere Geliermittel wie Agar-Agar, plus z. B. braunen Zucker)
- Etwas Öl zum Andünsten der Zwiebel
- Currypulver nach Geschmack
Zubereitung:
- Zunächst sollten die Schraubgläser oder Flaschen gespült werden. Dann eine Schüssel bereitstellen und einen Wasserkocher, um Gläser und Deckel später mit heissem Wasser zu sterilisieren.
- Den grünen Stielansatz der Tomaten entfernen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Gegebenenfalls die Chilischote entkernen und ebenfalls in Ringe schneiden.
- Für dieses Ketchup-Rezept wird das Öl im Topf erhitzt und die Zwiebel langsam unter regelmässigem Umrühren glasig gedünstet. Sind die Zwiebel nahezu glasig, das Tomatenmark und Chili hinzugeben und zwei bis drei Minuten mitdünsten.
- Die geschnittenen Tomaten, den Gelierzucker, das Salz und anschliessend den Essig hinzugeben. Alles gut umrühren und einmal kurz kochen lassen.
- Den selbstgemachten Tomatenketchup bei kleiner Hitze und mit leicht gekipptem Deckel gut eine Stunde köcheln lassen, ab und zu umrühren.
- Anschliessen mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse pürieren und den Geliertest machen. Hierzu einfach ein bis zwei Teelöffel des selbstgemachten Ketchups in eine kleine Schale geben und erkalten lassen. Ist es zu dick oder zu dünnflüssig, entweder etwas Wasser oder Gelierzucker zugeben und erneut aufkochen bis dein Ketchup die gewünschte Konsistenz erreicht.
- Currypulver nach Geschmack hinzufügen und gut verrühren.
Tipp: Mit einem geraden Messerrücken oder dem Lineal, das auf den Deckel gelegt wird, sieht man, ob dieser etwas nach innen gewölbt ist.
Natürlich kannst du deinem Ketchup noch weitere Gewürze beimischen. Pfeffer oder Curry sowie Paprika eignen sich gut. Auch getrocknete Kräuter passen als Gewürze sehr gut und geben der Sauce einen mediterranen, leckeren Geschmack.
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Alternative Grillsaucen
Neben Curry-Ketchup gibt es noch viele weitere leckere Grillsaucen, die den Grillabend bereichern können:
- Cocktailsauce: Diese Sauce ist durch ihre leichte Konsistenz und milden Geschmack universell einsetzbar. Sie passt nicht nur zu Grillgut, sondern eignet sich auch hervorragend als Dip für Gemüsesticks oder als Begleitersauce zu Braten. Die Zubereitung ist einfach: Zwiebeln und Knoblauch werden fein gewürfelt und in die Mayonnaise eingearbeitet. Anschließend werden Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer nach Geschmack hinzugefügt.
- Tomatensaucen: Sie verleihen dem Grillgut eine würzige Note und passen hervorragend zu Fleisch, Fisch oder Gemüse. Die Zubereitung erfolgt in einem Topf, in dem alle Zutaten zusammen aufgekocht werden. Anschließend wird die Sauce abgekühlt und kann entweder direkt serviert oder im Kühlschrank aufbewahrt werden.
- Rote Grillsauce mit Honig und Kräutern: Diese Sauce ist besonders gut geeignet für Fleisch, Geflügel oder gegrilltes Gemüse. Die Zubereitung ist einfach: Alle Zutaten werden in eine Schüssel gegeben und gut vermengt. Anschließend kann die Sauce entweder direkt serviert oder im Kühlschrank aufbewahrt werden.
- Honig-Mustard BBQ-Sauce: Diese Sauce ist besonders gut geeignet für Steaks, Hähnchen oder Ribs. Die Zubereitung erfolgt in einem Topf, in dem alle Zutaten zusammen aufgekocht werden. Anschließend wird die Sauce abgekühlt und kann entweder direkt serviert oder im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Tipps zur Zubereitung und Verfeinerung von Grillsaucen
Die Zubereitung von Grillsaucen erfordert nicht nur die richtigen Zutaten, sondern auch einige Tipps, um die Aromen optimal zu entfalten:
- Grillsaucen durchziehen lassen: Aromen in Saucen, Marinaden und Co brauchen Zeit, um sich zu entfalten. Deshalb ist es empfehlenswert, die Saucen über Nacht im Kühlschrank zu lagern. So können sich die Aromen gut miteinander verbinden und sorgen beim Grillabend für ein intensives Geschmackserlebnis.
- Grillsaucen nicht kalt servieren: Saucen schmecken am intensivsten, wenn sie weder zu heiß noch zu kalt serviert werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Saucen etwa Zimmertemperatur haben, wenn sie serviert werden. Dazu ist es empfehlenswert, die Saucen rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen, damit sie sich auf Zimmertemperatur erwärmen können.
- Konsistenz anpassen: Grillsaucen sind meist dickflüssig sind und perfekt zum Bestreichen oder Marinieren während des Grillens geeignet sind. Im Gegensatz dazu sind Steaksaucen oft flüssiger oder cremiger und werden nach dem Grillen oder Braten verwendet. Deshalb ist es wichtig, die Konsistenz der Saucen entsprechend der Verwendung anzupassen.
- Aromen individuell anpassen: Es gibt zahlreiche Gewürze und Mischungen, die die Aromen der Saucen verfeinern können. Dazu zählen unter anderem Paprika (edelsüß und geräuchert), Chili, Cayennepfeffer, Knoblauch-Granulat, Sumach, Brathähnchen-Gewürz, BBQ-Rub, Fischgewürz, Chimichurri-Gewürz, Chakalaka-Gewürz, Café-de-Paris-Gewürz, Avocado-Dip, Steakpfeffer, Pommessalz, Tsatsiki-Gewürz, türkischer Allrounder, Gemüseallrounder, Zatar und italienische Kräuter.
- Reste kreativ weiterverwenden: Viele Saucen und Dips, wie z. B. Hummus, Baba Ganoush oder Chili Cheese Sauce, gut zweckentfremdet werden können. So können die Saucen z. B. zur kreativen Resteverwertung verwendet werden und kombiniert werden mit Pasta, Reis oder einem leckeren Auflauf.
- Auf die Haltbarkeit achten: Viele Saucen mehrere Tage haltbar sind, sodass sie nicht alles auf einmal aufbraucht werden muss. Zudem ist es empfehlenswert, die Saucen im Kühlschrank aufzubewahren, um sie frisch zu halten. Wenn die Saucen über mehrere Tage aufbewahrt werden sollen, ist es wichtig, sie in sterilisierten Gläsern oder Flaschen zu speichern.
Grillsaucen vielseitig einsetzen
Grillsaucen sind nicht nur eine leckere Ergänzung zu Grillgut, sondern auch vielseitig einsetzbar. Sie können nicht nur als Bestreichen oder Marinaden verwendet werden, sondern auch als Dip oder Begleitersauce. Zudem können sie in Kombination mit anderen Gerichten verwendet werden, um die Geschmackserlebnisse zu bereichern.
- Fleisch und Geflügel: Grillsaucen sind oft süß-säuerlich sind und sich hervorragend als Marinade oder Bestreichen während des Grillens eignen. Zudem ist es empfehlenswert, die Saucen nach dem Grillen auf das Fleisch zu streichen, um den Geschmack zu intensivieren.
- Gegrilltes Gemüse: Die rote Grillsauce mit Honig und Kräutern besonders gut zu gegrillten Kartoffeln oder Süßkartoffeln passt. Zudem ist es empfehlenswert, die Saucen auch als Dip für Gemüsesticks zu verwenden, um den Geschmack zu bereichern.
- Reis und Pasta: Viele Saucen und Dips, wie z. B. Hummus, Baba Ganoush oder Chili Cheese Sauce, gut zweckentfremdet werden können. So können die Saucen z. B. zur kreativen Resteverwertung verwendet werden und kombiniert werden mit Pasta, Reis oder einem leckeren Auflauf.
- Brot oder Brötchen: Die rote Grillsauce mit Honig und Kräutern besonders gut zu Dinkel Burgerbrötchen passt. Zudem ist es empfehlenswert, die Saucen auch als Aufstrich zu verwenden, um den Geschmack des Brots zu bereichern.
Selbstgemachtes Ketchup haltbar machen
Wichtig beim Einmachen ist die Sauberkeit. Ideal ist ein Einkochautomat, in den die gefüllten Gläser gestellt werden. Doch der ist gar nicht nötig, wenn man das Ketchup wie folgt abfüllt.
Zunächst nimmt man geeignete Schraubgläser oder auch Flaschen. Diese werden in das Waschbecken gestellt und mit siedend heissem Wasser aufgefüllt. Die Deckel kommen in eine Schüssel und werden ebenfalls mit dem heissen Wasser übergossen.
Vorsicht: In die Spüle jetzt kein kaltes Wasser mehr laufen lassen, denn die heiss gefüllten Gläser können dann springen!
Stehen die Gläser so parat, beginnt das Abfüllen. Hierzu einfach zwei bis drei Gläser entleeren - das klappt wunderbar, wenn man sie mit einem Thermohandschuh oder einer stabilen Grillzange greift - und neben dem noch leicht köchelnden, selbstgemachten Tomatenketchup platzieren. Mit einem Saucenlöffel bis einen Zentimeter unter den Rand auffüllen. Dies ist nötig, damit die Ketchupgläser ein Vakuum ziehen können. Wenn es geht, nicht den Rand verkleckern. Passiert es doch, unbedingt mit einem sauberen Tuch abwischen. Dann nur noch den Deckel fest aufschrauben und abkühlen lassen.
Gelegentlich hört man es klacken. Dann ist der Deckel eingezogen und das Ketchup kühl gelagert mehrere Monate haltbar. Spätestens am nächsten Tag sollten alle Deckel eingezogen sein.
Ketchup für ein Jahr haltbar machen: Es kann immer mal passieren, dass man das eine oder andere Glas hat, welches kein Vakuum zieht. In diesen Gläsern ist das selbstgemachte Ketchup nur ein paar Wochen im Kühlschrank haltbar. Oder man macht das Tomatenketchup gleich wie folgt für bis zu einem Jahr haltbar: Nach dem Abfüllen den Backofen auf 120 Grad vorheizen und das tiefe Blech mit etwas Wasser füllen. Hierin die Ketchupgläser für 40 Minuten sterilisieren. Jetzt lediglich den selbstgemachten Ketchup bei leicht geöffneter Backofentür abkühlen lassen.
Ketchup selber machen und aufpeppen
Anstatt einer eher milden Chilischote kann man mit einer besonders würzigen Schote einen scharfen Ketchup selber machen, das Rezept mit Rauchsalz im Barbecue-Stil verfeinern, mit Curry würzen, Knoblauch kann den Chili ersetzen oder ergänzen, mediterrane Kräuter das Ganze abrunden und so weiter. Es gibt viele Varianten für das Ketchup-Rezept.
Tipp: Für Curry-Ketchup besser Currypaste aus dem Glas nehmen, anstatt des üblichen Currypulvers. Ketchup selber machen ohne Zucker gelingt auch. Die Tomaten sollten dann wenn möglich nicht so viel Säure haben und das Ganze darf gerne noch etwas länger einkochen. Dann kommt der süsse Tomatengeschmack voll zur Geltung.