Die chinesische Küche ist reich an vielfältigen Vorspeisen, insbesondere Teigtaschen, die in verschiedenen Formen und Füllungen angeboten werden. Diese kleinen Köstlichkeiten sind nicht nur in China, sondern auch in vielen anderen Ländern beliebt und haben sich zu einer internationalen Delikatesse entwickelt. Tauchen wir ein in die Welt der chinesischen Teigtaschen und entdecken einige ihrer bekanntesten Varianten.

Jiaozi
Die Vielfalt der Teigtaschen
Jede Region hat ihre eigenen Nudelteigtäschchen und ihre eigene Kultur, diese zu kombinieren und zu servieren. Auch bei uns sind sie unter verschiedenen Bezeichnungen zu geniessen: Mal werden sie Wan Tan, mal Wonton oder Huntun genannt.
Jiaozi: Die chinesischen Wurzeln
Die japanischen Teigtaschen haben ihre Wurzeln in China, wo sie Jiaozi heissen. Gyoza enthalten oft mehr Ingwer und haben einen deutlich dünneren Teig, sodass sie knuspriger sind.
Wan Tan: Eine Spezialität Chinas
Wan Tan sind eine Spezialität Chinas. Wonton (Wan-Tan) ist einer der beliebtesten chinesischen Snacks, besonders im südlichen Teil Chinas. Wan-Tans werden ähnlich hergestellt wie Dumplings, aber beide schmecken ganz unterschiedlich.
Rezept: Wantan/Hun Tun
Momos: Gedämpfte Glücksbringer
Momos sind gedämpfte Teigtaschen und gelten in Nepal und Tibet als Festtagsmahl. An Schweizer Food Festivals erfreuen sich Momos mittlerweile grosser Beliebtheit. Fürs Zubereiten dieser Spezialität braucht es etwas Übung und Geschick. Der Teig besteht aus Wasser, Mehl und etwas Salz. Momos und Dumplings sind Happen voller Glück.

Momos
Rezept: Zubereitung von Dumplings
Hier ist ein einfaches Rezept, um Dumplings selbst zuzubereiten:
Zutaten für die Füllung:
- 220 gr Schweinshackfleisch (Fettreiches Fleisch, z.B. Schulter)
- Crevetten
- Karotten
- Frühlingszwiebel
- Ingwer
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Ei
- 1 EL Soy Sauce
- 1/2 TL weissen Pfeffer
- 1 EL Zucker
- 1/2 EL Salz
- 2 EL Wasser
- Maizena
- 2 TL Sesam Öl
Zutaten für den Teig:
- Dumplingblätter
Zubereitung:
- Die Hälfte der Crevetten fein hacken und die andere Hälfte in kleinere Stücke schneiden.
- Das Schweinshackfleisch mit dem Messer feinhacken oder bereits vom Metzger feinmahlen lassen.
- Karotten schälen, fein raspeln und das Wasser ausdrücken.
- Frühlingszwiebel fein schneiden.
- Ingwer schälen und fein reiben oder pressen. Knoblauchzehe durch eine Knoblauchpresse drücken.
- Alle Zutaten in einer grossen Schüssel vermischen und gut verkneten, bis eine homogene Masse entsteht.
- Die Masse im Kühlschrank für ca. 30 Minuten marinieren lassen.
- Ein Dumplingblatt auf die flache Hand legen, etwas Füllung in die Mitte geben, den Rand mit Wasser befeuchten und zusammenfalten. Gut anpressen.
- Die Dumplings in einer Pfanne mit Öl anbraten, dann Wasser hinzufügen und mit Deckel ca. 5 bis 6 Minuten dämpfen lassen.
- Den Deckel entfernen und die Dumplings braten, bis sie einen schönen braunen Boden haben und das restliche Wasser verdampft ist.
- Dumplings aus der Pfanne nehmen und anrichten.

Guotie
Tipps:
- Die ungekochten Teigtaschen lassen sich super einfrieren. Mit Abstand auf ein Backblech legen und einfrieren. Nach etwa zwei Stunden können sie in einen Beutel abgefüllt werden.
- Auch die Teigblätter lassen sich einfrieren. Die einzelnen Blätter gut mit Maisstärke bestäuben, damit sie beim aufeinanderlegen nicht zusammenkleben, danach in Frischhaltefolie einwickeln.
Weitere Teigtaschen-Variationen
Neben den bereits genannten chinesischen Teigtaschen gibt es auch viele andere Varianten aus verschiedenen Kulturen:
- Fatayer: Kommen aus dem Nahen Osten. Vor allem im Libanon und in Syrien sind die Teigtaschen in vielen Bäckereien zu finden, wo sie als Zmorge gelten. Diese vegetarische Spezialität aus dem mittleren Osten wird mit einer Spinat-Zwiebel-Mischung gefüllt.
- Manti: Die türkischen Teigtaschen Manti sind kleine Häppchen voller Glück. Manti sind sozusagen Ravioli auf Türkisch.
- Ravioli: Ravioli gelten als Urmutter der Pasta ripiena, den gefüllten Teigwaren all’italiana. Teigtaschen dienten früher hauptsächlich dazu, Übriggebliebenes zu verwerten. Selbst gemachte, gefüllte Pasta verschafft dir ordentlich Respekt und zufriedene Gäste.
- Tortellini: Wie die Ravioli gehören auch die Tortellini zur Familie der italienischen Pasta ripiena. Früher galten Tortellini in der Toskana als traditionelles Weihnachtsgericht. Die kompakte Füllung lässt sich prima portionieren und formen, und mit ein bisschen Übung klappt auch das Zopfmuster im Teig prima.
- Culurgiones: Sind eine sardische Version von Ravioli.
- Mezzelune: Sind Ravioli ähnlich und stammen aus dem Tirol. Während ihre italienischsprachige Bezeichnung fast schon poetisch die Halbmond-Form der Teigtasche anpreist, zielt der deutsche Name «Schlutzkrapfen» wohl auf den Fakt ab, dass sie mit reichlich Butter gekocht werden. Selbst gemachte Pasta-Halbmonde mit Zitronen-Ricotta-Füllung sind schnell gemacht.
- Empanadas: Werden in diversen spanisch sprechenden Ländern in allen möglichen Formen und unterschiedlich gefüllt gegessen. In Südamerika hingegen werden kleinere Empanadas in Form eines Halbmondes serviert.
- Krapfen, Berliner oder Puffel: Die traditionsreichen Teigtaschen haben im deutschsprachigen Raum verschiedene Namen. In Bayern und Österreich wird mit Krapfen der mit Konfitüre gefüllte Fastnachtsberliner bezeichnet.
- Maultasche: Der Legende nach geht das Wort Maultasche nicht auf Maul (Mund) zurück, sondern auf das Kloster Maulbronn im Schwabenland. Dort sollen die «Herrgottsbscheisserle» erfunden worden sein. Mönche, die während der Fastenzeit nicht auf Fleisch verzichten wollten, packten dieses in Nudelteigtaschen, sodass der Herrgott es nicht sah.
- Piroggen: Piroggen werden auch Pierogi genannt und stammen ursprünglich aus Osteuropa, bevor sie die Herzen der Welt eroberten. Piroggen sind Ravioli auf osteuropäische Art.
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