Kulinarische Entdeckungsreise: Von Pizza-Weltmeistern bis zu versteckten Restaurant-Juwelen

Die Welt der Gastronomie ist vielfältig und aufregend. Dieser Artikel nimmt Sie mit auf eine kulinarische Reise, die von den Geheimnissen der perfekten Pizza über exquisite Restaurantempfehlungen bis hin zu überraschenden Rezepten reicht. Tauchen Sie ein in die Welt der Aromen und lassen Sie sich inspirieren!

Die Kunst der Pizza: Mehr als nur ein Gericht

Pizza ist nicht gleich Pizza. Raffaele Tromiro, ein Pizzaweltmeister und Gründer der renommierten Pizzeriakette Napulé, hat mit seinem neuen Lokal «A Taverna e Pullicinella» in Zürich einen Ort geschaffen, der höchsten Ansprüchen genügt. Hier dreht sich alles um beste Zutaten und die perfekte Backtemperatur. Die Karte ist übersichtlich und fokussiert sich auf Pizza, von der einfachen Marinara bis zur Pizza Hawaii - wobei letztere mit einem Preis von 250 Franken eher als Hinweis darauf dient, was man von dieser Variante hält.

Die Pizze speciali überzeugen mit fluffigem Teig und ausgezeichneten Belägen. Besonders hervorzuheben ist die Pizza Nerano mit Zucchinicrème, frittierten Zucchini, Speck und Provola-Käse. Auch wenn die frittierten Zucchini einmal ausgehen sollten, bleibt die Qualität der Pizza Nerano unbeeinträchtigt.

Pizza Nerano in «A Taverna e Pullicinella» (Wolfgang Fassbender)

Das Geheimnis des perfekten Teigs

Ein wichtiger Faktor für eine gelungene Pizza ist der Teig. Chef Tomas Morazzini verwendet für seine Backerzeugnisse, darunter Brot, Pizza, Focacce und Panettoni, einen Sauerteig namens Eleonor. Diesen hat er von einem traditionellen Bäcker im Piemont bekommen, wo er vor über 65 Jahren mit Erde angesetzt wurde. Die Verwendung von gefrorener Erde im Winter verleiht dem Teig eine besondere Note.

Kartoffel-Focaccia: Ein Rezept zum Nachmachen

Wer Pizza selbst backen möchte, kann sich an diesem Rezept für Kartoffel-Focaccia orientieren:

  1. Schritt 1: Kartoffeln (300 g) schälen, in Würfel schneiden, weich kochen und auskühlen lassen.
  2. Schritt 2: Hefeteig aus Mehl (500 g), Wasser (300 ml), frischer Hefe (20 g) und Salz (2 Teelöffel) zubereiten. Ausgekühlte Kartoffelwürfel unterkneten.
  3. Schritt 3: Teig eine Stunde lang aufgehen lassen.
  4. Schritt 4: Backblech mit Olivenöl (50 g) einfetten, Teig darauflegen und ausziehen.
  5. Schritt 5: Rosmarin (5 Zweige) zupfen, Knoblauch (1/2 Zehe) schälen und zusammen mit Fleur de Sel (1 TL), Rosmarinnadeln, Wasser (2 Esslöffel) und Olivenöl (2 Esslöffel) pürieren. Mischung über den Teig giessen und mit den Fingerspitzen eindrücken.
  6. Schritt 6: Teig bei Raumtemperatur für ca. 30 Minuten gehen lassen und anschliessend backen.

Kartoffel-Focaccia

Kulinarische Roadtrips und Restaurant-Empfehlungen

Die Welt ist voller kulinarischer Schätze, die es zu entdecken gilt. Pascal Grob, der «Züri isst»-Blogger, hat seine Top-Gerichte des vergangenen Jahres zusammengestellt und gibt damit wertvolle Empfehlungen für Feinschmecker:

  • Heiss-kalte Jakobsmuschel, Vyn, Simrishamn (Schweden): Eine Jakobsmuschel, die auf einer Seite knusprig und auf der anderen roh und kalt ist.
  • Pizza mit Entenragout, Oobatz, Paris: Ein Sauerteig-Pizzateig, der neue Massstäbe setzt.
  • Brunnenkressesuppe mit Foie gras, 19 Saint Roch, Paris: Eine spannende Neueröffnung mit eigenwilligen Zutatenkombos.
  • Rotes Thai-Curry mit Schweinebauch und junger Durian, Akkee, Nonthaburi (Thailand): Ein tiefgründiges Curry mit überraschenden Aromen.

Auch in der Schweiz gibt es kulinarische Highlights zu entdecken. Das Restaurant Magdalena in Rickenbach SZ beeindruckt mit einer Croissant-Waffel mit Käsesauce, während das Restaurant Gamper in Zürich mit gepresstem Kabis nach «Cacio e pepe»-Art überrascht.

Italienische Esskultur: Mehr als nur Essen

In Italien ist das Essen ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens. Sonntagsessen im Restaurant fühlen sich oft an wie ein Familientreffen. Neugeborene, Kleinkinder, Jugendliche, Eltern und Grosseltern sitzen gelassen beisammen und lassen es sich gut gehen. Die Alten sitzen prominent in der Mitte, und das Tischgespräch versiegt nie in peinliches Schweigen.

Diese Esskultur steht im Kontrast zu der in unseren Breitengraden, wo oft ein Verbot für Babys und Kinder im Restaurant gefordert wird. Dabei gibt es einen Mittelweg des Miteinanders, bei dem Kinder von klein auf ungezwungenes Benehmen in der Gastronomie lernen können.

Italienische Familie beim Essen

Ein Besuch im Chalet Paradiso in Wollerau bietet eine einzigartige Genusswelt, in der sich traditionelle Schweizer Baukunst und moderne Eleganz vereinen. Hier können Sie die Aromen ganz Italiens geniessen, von knusprigen Bruschette über hausgemachte Pasta bis hin zu saftigen Fleisch- und Fischspezialitäten. Auch das Sankt Verena bietet kulinarische Meisterwerke, die italienische Tradition mit zeitgemäßer Raffinesse vereinen.

Pizzateig selber machen - Grundrezept 🍕

Nachhaltigkeit und Qualität: Im Fokus der modernen Küche

In der modernen Küche spielen Nachhaltigkeit und Qualität eine immer wichtigere Rolle. Tobias Funke zeigte Anfang der Woche virtuos, wie vielseitig sich Grünkohl zubereiten lässt. Von frittierten Blättern über gedämpfte Kohl-Wickel bis hin zu Kohlmelasse überraschte er mit ungewöhnlichen Kreationen.

Auch das Bewusstsein für die Herkunft der Zutaten wächst. «Ich finde es sehr schade, dass beim Gemüse wenig Sortenbewusstsein vorhanden ist. Rüebli ist Rüebli oder eben Federkohl ist Federkohl», so Funke. Dabei hat unsere Alpenwelt so viele Kraftorte, dass einem beim Anblick der Atem stockt.

Frisches Gemüse

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