Carbonara Fertigsauce unter der Lupe: Eine kritische Betrachtung

Italienische Nudelgerichte gehören zu den bekanntesten und am häufigsten nachgekochten Gerichten weltweit. Sie vereinen Geschmack, Eleganz und Kultur in sich und sind in unzähligen Varianten und Regionen Italiens zu finden. Von der einfachen Carbonara bis hin zu komplexeren Kreationen wie Tonnarelli Cacio e Pepe oder Pasta alla Norma ist die Vielfalt der italienischen Pasta-Kunst nahezu unerschöpflich.

Doch was passiert, wenn Tradition auf Fertigprodukte trifft? Dieser Frage widmen wir uns am Beispiel der Carbonara-Sauce.

Der Aufschrei in Italien: Carbonara als Politikum

Italien hat einmal mehr einen kulinarischen Eklat zu verkraften. Grund dafür sind zwei italienisch klingende Saucen in einem Supermarkt des Europaparlaments in Belgien. Besonders enerviert darüber zeigte sich der italienische Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida.

Francesco Lollobrigida, der wie Giorgia Meloni zur rechtsnationalen Partei Fratelli d’Italia gehört, veröffentlichte etwa ein Bild einer Carbonara-Sauce mit italienischem Pancetta. Weiter besteht die Fertig-Sauce zu 39 Prozent aus Rahm - eine Zutat, die in einer traditionellen Carbonara nicht vorkommt. Es sei «inakzeptabel», solche Produkte im Supermarkt des Europäischen Parlaments zu sehen. Weiter fordert Lollobrigida eine sofortige Untersuchung zu den Saucen.

Die beiden Saucen stammen von der Eigenmarke des belgischen Supermarkts Delhaize. Das angeblich italienische Produkt ist mit einer kleinen italienischen Flagge gekennzeichnet. Laut EU-Vorschriften kann ein Lebensmittel als irreführend für Verbraucher angesehen werden, wenn die Kennzeichnung nicht dem Herkunftsland entspricht.

Was genau die angeordnete Untersuchung von Francesco Lollobrigida beinhalten wird, ist nicht bekannt. Dies hat der Landwirtschaftsminister in seinem Post nicht mitgeteilt.

Die umstrittene Carbonara. Bild: Delhaize

Die traditionelle Carbonara: Ein Rezept, das polarisiert

Fallbeispiel Carbonara: Pecorino, Guanciale, Eigelb, schwarzer Pfeffer kommen da rein. Basta. Vielleicht ein wenig Salz zum Abschmecken. Kontinentale Versionen dieses eigentlich römischen Gerichts enthalten meist eine Reihe zusätzlicher Ingredienzien: Knoblauch, etwa. Manchmal Zwiebeln. Und natürlich Rahm.

Der Grund, weshalb die Römer auf ihre «einzig richtige» Version der Carbonara pochen, ist nicht Sturheit, sondern der Geschmack. Die vier Geschmacksrichtungen des Gerichts komplimentieren sich gegenseitig und sind perfekt ausbalanciert.

Die Vielfalt der italienischen Pasta-Küche

Italienische Nudelgerichte zeichnen sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus. Je nach Region und Tradition werden verschiedene Nudelformen, Soßen und Beilagen kombiniert. Die Nudeln selbst reichen von einfachen, handgemachten Teigwaren wie Tagliatelle bis hin zu füllbaren Nudeln wie Tortellini oder Lasagne.

Italien ist in zahlreiche klimatisch und kulturell unterschiedliche Regionen unterteilt, jede mit ihren eigenen Spezialitäten. So ist beispielsweise das in Rom beliebte Spaghetti Carbonara ein Klassiker, der aus Eigelb, Parmesan, Pfeffer und Pancetta besteht. Im Süden Italiens, insbesondere in Apulien und Sizilien, dominieren Meeresfrüchte und frische Kräuter. Gerichte wie Linguine vongole mit Miesmuscheln oder Arancini, panierte Reisbällchen mit Mozzarella und Tomatensoße, sind hier typisch.

Einige Gerichte sind so ikonisch, dass sie nicht nur in Italien, sondern weltweit beliebt sind. Diese Gerichte zeigen, wie einfach und gleichzeitig wie vielfältig italienische Nudelgerichte sein können.

Zutaten und Zubereitung: Das A und O für authentischen Geschmack

Ein authentisches italienisches Nudelgericht hängt nicht nur von der richtigen Nudelform, sondern auch von den Zutaten ab, die die Soße und das Aroma definieren.

  • Parmesan: Ein unverzichtbarer Bestandteil vieler italienischer Pastagerichte.
  • Tomaten: Eine der meist verwendeten Zutaten in Pastagerichten.

Eine gute italienische Pastasoße ist das A und O eines Gerichts. Sie sollte die Nudeln harmonisch ergänzen, nicht überdecken.

Die Zubereitung italienischer Nudelgerichte erfordert nicht nur die richtigen Zutaten, sondern auch die passenden Techniken.

  • Pasta al dente kochen: Die Garzeit ist entscheidend. Die Nudeln sollten bissfest bleiben, nicht zu weich werden.
  • Soße herstellen: Die Soße sollte in der richtigen Konsistenz sein - nicht zu flüssig, aber auch nicht zu dick.
  • Kombination von Nudeln und Soße: Je breiter die Nudeln, desto besser nehmen sie die Soße auf.
  • Würzen: Italienische Gerichte sind oft einfach gewürzt.

Alternativen für bewussten Genuss: Konjak-Nudeln

Du liebst Pasta? Nur die vielen Kohlenhydrate und Kalorien machen dir zu schaffen? Uns auch. Die Konjak-Nudeln mit wenig Kalorien eignen sich perfekt für deine Ernährungsweise - sei es fettarm oder zuckerfrei. Endlich Nudeln mit wenig Kalorien essen! Wenn du einen Blick auf die Nährwerte herkömmlicher Pasta und die der nu3 Fit Spaghetti oder Tagliatelle wirfst, wird dir schnell klar, warum die Nudeln so begehrt sind: wenig Kalorien.

In einer Portion (200 Gramm) unserer alternativen Nudeln stecken nur 18 Kilokalorien und damit 16-mal weniger Kalorien als in herkömmlichen Spaghetti. Deshalb sind die Konjak-Spaghetti dein idealer Begleiter, wenn du trotz Diät nicht auf Pasta verzichten möchtest. Für Fans der zuckerfreien oder kohlenhydratreduzierten Ernährung sind die Konjak-Nudeln ebenfalls eine hervorragende Alternative.

So einfach geht’s: Konjak-Pasta kaufen, Konjak-Nudeln zubereiten, Pasta-Kreation geniessen!

  1. Nudeln aus der Wasserlake nehmen und gründlich in einem Sieb abwaschen.
  2. In einen Topf mit kochendem Wasser geben und Konjak-Nudeln kochen.
  3. Nach 2 Minuten sind die Nudeln fertig und du kannst das Wasser abgiessen.
  4. Die Nudeln beispielsweise mit Gemüse und einer würzigen Tomatensauce servieren.

Übrigens: Der ungewöhnliche Geruch beim Öffnen der Shirataki-Nudeln kommt von der Wasserlösung und ist völlig normal. Spülst du die Konjak-Tagliatelle bzw.

Was macht Konjak-Nudeln besonders?

Das Besondere ist, dass sie nicht aus Weizen bestehen. Sie sind aus Konjakmehl gemacht. Quelle des Konjakmehls ist die japanische Konjak-Wurzel. Diese enthält den Ballaststoff Glucomannan, der die Nudeln in die feste, gelartige Konsistenz bringt. Diese Glucomannan-Nudeln sind im asiatischen Raum schon lange unter dem Namen Shirataki-Nudeln bekannt und finden in vielen asiatischen Gerichten auch schon ihre Verwendung im europäischen Raum. Nudeln aus Konjakmehl haben den Vorteil, dass sie nur sehr wenige Kalorien haben. Durch die Kalorienersparnis eignen sich die Konjak-Nudeln optimal zum Abnehmen.

Gesund ist vor allem eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung. In diesem Rahmen können die Shirataki-Nudeln deinen Speiseplan auf jeden Fall bereichern. Du möchtest mehr Abwechslung in deiner Pasta-Welt? Unsere Konjak-Noodles gibt es als Spaghetti und Tagliatelle. So kannst du in deinen Rezepten variieren - eben wie bei herkömmlicher Pasta auch. Die Nudel-Alternative ermöglicht es dir, all‘ deine Lieblingspasta-Rezepte kalorienarm zuzubereiten. Ob Bolognese, Carbonara oder Pomodoro - durch die Verwendung der Konjak-Version sparst du ordentlich Kalorien. Auch Asia-Fans kommen voll auf ihre Kosten: Mit Shirataki-Nudeln kannst du deine Wok- oder Currygerichte wunderbar ergänzen. Worauf wartest du noch? Probiere sie aus - jetzt Konjak-Pasta kaufen.

Vorteile von Konjak-Nudeln:

  • Kalorienarm mit nur 9 kcal pro 100 g
  • Enthalten weder Zucker noch Fett
  • Mit dem Ballaststoff Glucomannan
  • Innerhalb von 2 Minuten zubereitet

Konjak-Nudeln: Eine kalorienarme Alternative.

Tipps für die perfekte Pasta

Bloss ... Hand aufs Herz: Wie kochst du Pasta so? Tomatensauce - gewiss. Und auch Pesto oder «Bolo», oder? Und vielleicht noch eine Pilzrahmsauce oder Carbonara. Und? Kommen ab und an auch Fertigsaucen zum Einsatz? Wenn ja, ist da noch Luft nach oben. Mit diesen simplen Tipps kann auch dein Pasta-Alltag etwas abwechslungsreicher, frischer und leckerer werden. Los geht's!

  • Nimm genug Kochwasser! Circa ein Liter Wasser pro 100 Gramm Pasta. Mindestens. Ach, achte einfach darauf, dass die Pasta ordentlich Platz hat! Und das Wasser genügend salzen, okay? Wenn du unsicher bist, wie viel Salz rein muss, probierst du einfach einen Esslöffel des Wassers - es muss gehörig salzig schmecken.
  • Wärme die Teller! Ofen auf 90 Grad, Teller rein! Falls man dies vergessen hat und erst 30 Sekunden vor dem Pasta-Abgiessen bemerkt, gibt es noch folgende Cheat-Methode: Die Teller in den Spültrog, das Abtropfsieb darauf, die Pasta darin ableeren - die Teller werden durch das Kochwasser gewärmt. Vor dem Schöpfen die Teller schnell abtrocknen.
  • Nein, «Teigis» sind nicht gleich «Teigis» Gewisse Saucen erfordern die dazugehörende Pasta-Form. Pesto isst man zum Beispiel mit Trofie oder Trenette, die cima di rapa passen zu Orecchiette, die Penne zum Sugo all’arrabbiata usw.
  • Hört auf, Rahm über alles zu kippen! Stattdessen nimmst du ein paar Esslöffel Pastawasser. Kurz vor dem Ableeren nimmst du 2-3 Esslöffel des Pasta-Kochwassers und gibst sie der Sauce bei, die du am Zubereiten bist. Das Stärkehaltige dieses Wassers wird die Sauce binden.
  • Prezzemolo ist nie falsch Ein wenig fein geschnittene, flachblättrige italienische Petersilie passt eigentlich immer und haucht dem Menu im Nu etwas mehr Frische und - naja - Italianità ein.
  • Nehmt nicht zu viel Sauce, verdammt! Die Sauce soll die Pasta komplementieren, nicht überwältigen. Teigwaren haben einen Eigengeschmack. Dieser soll erkennbar bleiben.
  • Auch bei den Zutaten: Weniger ist mehr Achte darauf, dass deine Zutaten qualitativ hochwertig sind, so brauchst du nur wenige davon.
  • Vergiss Fertigsaucen! Selbst die besten haben jenen berüchtigten Gläsli-Geschmack. Und wer es nicht schafft, eine Büchse Pelati zu öffnen und mit Olivenöl, einer angedrückten Knoblauchzehe und etwas Salz und Pfeffer aufzuwärmen, sollte gleich Home Delivery bestellen.
  • Ohnehin muss es nicht immer eine «Sauce» sein Etwas Knoblauch in ein wenig gutem Olivenöl anbraten und danach steht dir Tür und Tor offen. Blanchierte cime di rapa mit etwas Sardellen beigeben, etwa. Oder knackige Brokkoli und ein wenig Chiliflocken. Vielleicht noch ein klitzekleinwenig Zitronensaft drüber. Oder schwarze Oliven. Oder ein paar grob geschnittene Datteltomaten. Und für solche Gerichte benötigst du erst noch keinen Parmesan.

Bei allen oben genannten, auf Olivenöl basierenden Gerichten kommt kein Parmesan. Ebenfalls nicht auf solche, die Fisch oder Meeresfrüchte enthalten: Spaghetti allo scoglio, alle vongole, alle cozze, con tonno etc. - kein Parmesan. In eine Carbonara oder Amatriciana gehört eigentlich Pecorino Romano. Und auf Pasta alla Norma und anderen sizilianischen Gerichten käme eigentlich ricotta salata. Aber auf alles andere geht Parmesan klar.

Und zum Schluss noch dies: Nimm dir Zeit beim Essen. Setz dich hin, mach es dir bequem, geniess das Essen. Trink dazu ein Glas Wein. Am besten mit guten Freunden. Mit viel Geschwätz. Und viel Gelächter.

Schnelles Spaghetti Carbonara-Rezept von Steffen Henssler

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