Braten aus dem Bräter: Rezepte für jeden Geschmack

Ein saftiger Braten aus dem Bräter ist ein Fest für die ganze Familie. Ob Rind, Schwein oder Wild - mit den richtigen Rezepten und Tipps gelingt Ihnen ein perfektes Schmorgericht. Hier finden Sie eine Auswahl köstlicher Bratenrezepte, die im Bräter zubereitet werden können.

Sauerbraten aus dem Bräter

Dieser Sauerbraten liegt drei Tage in einer aromatischen Beize aus Wein, Essig und Gewürzen, das macht das Fleisch wunderbar zart und saftig. Mit etwas Planung und einem guten Stück Fleisch steht dem Sonntagsbraten wie bei Grosi nichts mehr im Wege.

Zutaten und Zubereitung

Das Gemüse für die Beize putzen, grob würfeln und mit Rotwein, Essig, Kräutern und Gewürzen in einer Pfanne aufkochen. In eine Schüssel giessen und auskühlen lassen. Den Rindsbraten in die Beize legen (er sollte vollständig bedeckt sein). Zugedeckt 4-5 Tage kühl stellen und das Fleisch täglich wenden.

Braten und Gemüsewürfel aus der Beize nehmen und trockentupfen. Beize aufkochen und den dabei entstehenden Schaum abschöpfen. Dann durch ein feines Sieb giessen und beiseitestellen.

Braten salzen und pfeffern. Olivenöl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten. Braten herausnehmen, Gemüse in den Bräter geben und anbraten. Tomatenmark, Zucker und Mehl dazugeben, kurz anrösten. Die Hälfte der beiseitegestellten Beize unter Rühren dazugeben und aufkochen.

Braten wieder dazugeben (er sollte zur Hälfte mit Sauce bedeckt sein). Mit Salz und Pfeffer würzen. Deckel auf den Bräter setzen und bei milder Hitze ca. 2,5 Stunden schmoren. Öfter wenden.

Braten herausnehmen, 10 Minuten ruhen lassen, in Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren. Dazu passt Kartoffelselleriestock.

Tipp: Auf Vorbestellung beizt deine Metzgerei den Braten gerne für dich.

Nährwerte (pro Portion ohne Kartoffelselleriestock)

  • Kalorien: ca. 300 kcal
  • Eiweiss: 46 g
  • Kohlenhydrate: 6 g
  • Fett: 9 g

Schweinsnierstück aus dem Bräter

Das Nierstück gehört zu den Edelstücken des Schweins. Es ist ein relativ mageres Stück Fleisch, darum musst du aufpassen, dass der Braten beim Garen nicht trocken wird. Auch hier hilft dir unser Rezept mit genauen Angaben zur Ofen- und Kerntemperatur.

Zutaten und Zubereitung

Schweinsnierstück 1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Ofen mit der Ofenform auf 160 °C Umluft oder auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Pfanne mit dem Öl auf höchster Stufe erhitzen. Wenn das Öl heiss ist, d.h. flüssig wie Wasser, Schweinsnierstück hineinlegen. Während ca. 4 Minuten rundum anbraten, bis es schön goldbraun ist. Vorsicht: Beim Wenden nie ins Fleisch stechen, damit kein Fleischsaft austritt.

Fleisch und Gemüse in die vorgewärmte Form geben und mit Salz und Pfeffer würzen. An der dicksten Stelle Fleischthermometer hineinstecken, sodass die Spitze etwa in der Mitte des Bratens ist.

Butter und Thymianzweige auf das Fleisch legen und die Form in die Mitte des vorgeheizten Ofens schieben. Aufgepasst beim Einstellen des Thermometers: Zieltemperatur ist 63 °C, aber das Fleisch kommt schon bei 57 °C aus dem Ofen!

Fleisch im Ofen alle 15 Minuten mit zerflossener Butter aus der Form beträufeln.

Bei 57 °C, also nach ca. 40-50 Minuten, aus dem Ofen holen und mit Alufolie zugedeckt ruhen lassen, bis die Kerntemperatur 63 °C erreicht ist. Dadurch verteilt sich der Fleischsaft schön im ganzen Fleisch.

Bratenschnur entfernen, das Fleisch aufschneiden und sofort servieren.

Alfons Schuhbeck bereitet seinen berühmten Schweinebraten zu

Nährwerte (pro Portion ohne Bratkartoffeln und Ofengemüse)

  • Kalorien: ca. 150 kcal
  • Eiweiss: 16 g
  • Kohlenhydrate: 1 g
  • Fett: 8 g

Rindsschmorbraten in Rotwein-Jus

Hier zeigen wir die wichtigsten Schritte zum perfekten Schmorgericht. Auch wenn du etwas Zeit benötigst, du wirst mit zartem Fleisch und einer herzhaften Sauce belohnt.

Zutaten und Zubereitung

Überschüssiges Fett vom Fleisch entfernen. Das Fleisch mit Küchengarn fixieren, damit es beim Schmoren seine Form behält.

Etwas Olivenöl im Bräter erhitzen und das Fleisch von allen Seiten gut anbraten. Anschließend das Fleisch aus dem Bräter nehmen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Gemüse im selben Bräter vorsichtig anbraten. Gegebenenfalls zusätzlich Öl hinzugeben. Das Gemüse aus dem Bräter nehmen und den Bratensaft mit Wein ablöschen. Die Flüssigkeit nun um etwa die Hälfte reduzieren und den Rinderfond angießen.

Dann das Fleisch zurück in den Bräter legen. Bei geschlossenem Deckel ca. 1 1/2-2 Stunden im Ofen schmoren.

Dann das angebratene Gemüse zusammen mit dem Rosmarin in den Bräter geben, mit 250 ml Rinderbrühe und den restlichen 125 ml Wein aufgießen und den Deckel wieder schließen. Eine weitere Stunde lang schmoren. Dabei nach 15 Minuten den Deckel abnehmen.

Wenn das Fleisch und das Gemüse nach Ablauf der Zeit noch nicht ausreichend braun sind, die Ofentemperatur auf 220 °C erhöhen und warten, bis alles den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat.

Das Fleisch und 3/4 des Gemüses aus dem Bräter nehmen und auf eine große, vorgewärmte Platte legen. Mit Folie abdecken und ruhen lassen.

Die übrige Flüssigkeit zusammen mit dem restlichen Gemüse mit dem Stabmixer pürieren. Anschließend den Bräter wieder auf den Herd stellen, zum Kochen bringen und reduzieren, bis die Sauce eine schöne Konsistenz hat. Bei Bedarf mit Beurre Manié eindicken. Die Sauce abschmecken.

Anschließend das Fleisch und das Gemüse zurück in den Bräter geben. Mit frischem Rosmarin garnieren und zusammen mit frischem Baguette servieren.

Tipps für den perfekten Braten aus dem Bräter

Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, einen perfekten Braten im Bräter zuzubereiten:

  1. Fleisch richtig anbraten: Das Anbraten des Fleisches in heißem Öl oder Bratbutter ist entscheidend für den Geschmack. Es sorgt für eine schöne Kruste und intensive Röstaromen.
  2. Qualitativ hochwertigen Wein verwenden: Verwenden Sie einen Wein, den Sie auch gerne trinken würden. Finger weg vom Kochwein!
  3. Gemüse mitdünsten: Fein gewürfeltes Schmorgemüse (Lauch, Karotten, Knollensellerie) im Bräter unter stetigem Rühren anbraten. Tomatenpüree kann ebenfalls mit angeröstet werden.
  4. Die richtige Schmorzeit: Die Schmorzeit hängt von der Fleischart und -größe ab. Planen Sie genügend Zeit ein, damit das Fleisch zart und saftig wird.
  5. Sauce verfeinern: Den Sud vom gröbsten Fett, welches nun ölartig auf der Oberfläche schwimmt, vorsichtig mit einem Löffel abschöpfen. Den Rest durch ein Sieb geben und in einer Bratpfanne erhitzen und einreduzieren bis die Konsistenz etwas Sirupartig wird.

Mit diesen Rezepten und Tipps gelingt Ihnen garantiert ein köstlicher Braten aus dem Bräter. Guten Appetit!

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