Bifidus Joghurt ohne Zucker: Eine gesunde Wahl?

Joghurt ist ein beliebtes Nahrungsmittel, das oft als gesund wahrgenommen wird. Doch welche Sorte ist die beste Wahl, insbesondere wenn man auf Zucker verzichten möchte? Dieser Artikel beleuchtet die gesundheitlichen Aspekte von Bifidus Joghurt ohne Zucker und vergleicht ihn mit anderen Joghurtvarianten wie Naturejoghurt, griechischem Joghurt und Skyr.

Die Vielfalt der Joghurtwelt

Die Joghurtregale in den Supermärkten sind vielfältig bestückt. Neben dem klassischen Naturejoghurt finden sich Varianten wie griechischer Joghurt und Skyr, die sich in Bezug auf Protein-, Fett- und Zuckergehalt unterscheiden.

Was ist das Besondere an Bifidus Joghurt?

Ein Spezialfall sind Probiotika wie Bifidusjoghurts. Bei ihrer Herstellung werden der Milch zusätzlich Bifidusbakterien beigesetzt. Diese sind robust gegenüber der Magensäure - anders als bei anderen Joghurts erreichen dadurch nicht nur die Stoffwechselprodukte der Bakterien den Darm, sondern auch die Bakterien selber.

Für Barbara Walther ist Joghurt ganz grundsätzlich als fermentiertes Lebensmittel eine gesunde Sache: «Bakterien zu essen, hilft, unsere Darmflora vielfältig zu halten.»

Ganz allgemein haben die Bakterien im Joghurt einen weiteren Vorteil: Sie bauen einen beträchtlichen Teil der Laktose - also des Milchzuckers - ab. Deshalb ist Joghurt für laktoseintolerante Menschen besser verträglich als Milch.

Warum Zucker im Joghurt ein Problem sein kann

Aromatisierte Joghurts haben oft einen hohen Zuckeranteil und damit auch mehr Kalorien als Naturejoghurt. Detailhändler berichten von einer steigenden Nachfrage nach Joghurts ohne Zuckerzusatz. Ein cremiges Fruchtjoghurt enthalte aber bereits acht Würfelzucker, ein normales Fruchtjoghurt rund sechs, was bereits die Hälfte vom täglichen Bedarf ist. Ein Naturjoghurt bestehe wiederum aus zwei Würfelzucker - natürlichem Milchzucker - und ist damit die bessere Wahl.

Der Trend geht allerdings auch hier zu zuckerärmeren Varianten. Beim Joghurt ist bis Ende 2024 eine Senkung um zehn Prozent vorgesehen.

Auf den Zucker- und Fettanteil achten: Ein Tipp von Nadia Leuenberger lautet deshalb, sich den Zucker- und Fettgehalt auf der Verpackung anzuschauen.

Skyr, Soja oder Kokos: Wie gesund sind die Joghurt-Alternativen wirklich?

Die Vorteile von Joghurt für die Gesundheit

Joghurt enthält eine Reihe von wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, die dein Körper braucht: «Joghurts sind wertvoll, da sie Proteine, Kalzium, probiotische Kulturen, wertvolles Milcheiweiss, Vitamin A, D, E, B2, B12, Jod und Magnesium enthalten», so Nadia Leuenberger. Zudem seien sie vielseitig einsetzbar und können gut in die Ernährung integriert werden.

Milchsäurebakterien unterstützen zudem die natürliche Darmflora und helfen damit dem ganzen Körper, Krankheitserreger abzuwenden. Sie wirken stimulierend auf das Immunsystem und verringern das Wachstum von Darmbakterien, die krebsauslösende Substanzen produzieren könnten.

Ein gesunder Darm ist besser in der Lage, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen, etwa verschiedene B-Vitamine (Nervenvitamine). Sehr empfehlenswert ist Joghurtkonsum bei Verstopfung, Durchfallerkrankungen oder nach einer Antibiotikabehandlung.

Joghurt für Kinder: Was ist zu beachten?

Nach etwa sechs Monaten können Babys beginnen, 2. Milch zu trinken, aber auch feste Nahrung zu entdecken. Joghurt ist oft das, womit die Kinder beginnen. Er ist leicht zu schlucken und zu verdauen und stellt eine Brücke zwischen dem Milchfläschchen und dem Essen mit dem Löffel dar.

Wichtig: Im Klartext heißt das: Alles, was nicht "naturbelassen" ist, ist für Kleinkinder wirklich nicht zu empfehlen. Die damit verbundene Zuckeraufnahme ist viel zu hoch.

Es hat sogar einen perversen Effekt, diese Produkte zu früh einzuführen: Kinder lieben Süßes und es kann schwierig werden, ihnen etwas anderes anzubieten. Warten Sie also mit dem Angebot dieser Art von Desserts, bis Ihr Kind gewachsen ist.

Am Anfang ist es am besten, klassischen Naturjoghurt anzubieten. Wenn Ihr Kind erst einmal Naturjoghurt probiert hat, kann es bald auch kleine Schweizer Käse probieren. Sie sind zwar etwas saurer als Joghurt, haben aber eine andere Konsistenz. Außerdem müssen sie nicht unbedingt als Nachtisch serviert werden.

Hinweis: Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder gegen das Kuhmilcheiweiß Laktose allergisch sind. In diesem Fall ist es nicht ratsam, dem Baby Joghurt zu geben, wenn es allergisch ist.

Empfehlungen und Tipps

  • Naturejoghurt bevorzugen: «Als Ernährungsberaterin empfehle ich Naturjoghurt, da hier kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wird. Das Naturjoghurt mit Haferflocken, Früchten und wenigen Nüssen kombiniert, ergibt ein sättigendes Frühstück», so die Expertin.
  • Zuckergehalt im Auge behalten: «Rechne den Zucker auf die Portion aus und teile die Zahl durch vier, da ein Würfelzucker in der Schweiz vier Gramm schwer ist. Das Ergebnis ergibt die Anzahl Würfelzucker im Joghurt.»
  • Zutatenliste prüfen: Schau die Zutatenliste an: «Je kürzer die Zutatenliste ist, desto besser ist das Joghurt», so die Expertin.
  • Für Sportler: «Möchtest du beim Frühstück auf 20 bis 25 Gramm Proteine kommen (wichtig für Sportler und Sportlerinnen), ist ein Magerquark oder ein Skyr die beste Wahl.»

Joghurt selber machen

Joghurt selbermachen: 1 Liter Pastmilch auf 45 Grad erhitzen, ab und zu umrühren (Rohmilch auf 85 Grad, dann auf 45 Grad abkühlen lassen), zwei Esslöffel Joghurt nature unter Rühren zugeben, in Gläser oder Krug einfüllen, dann die Mischung während 4 bis 6 Stunden bei konstanter Wärme ( 40 Grad) z. B. im Wasserbad oder im Steamer ruhig stellen. Anschliessend kühl stellen. Das Joghurt kann nach Wunsch mit frischen Früchten gemischt werden. Für Schokoladen- oder Mokkajoghurt Schokoladenpulver oder Kaffeepulver.

Fazit

Als fermentiertes Lebensmittel mit lebenden Bakterien ist Joghurt ein gesundes Produkt, egal ob als gewöhnliches Naturejoghurt, als Joghurt griechischer Art oder als Skyr. Wer seiner Gesundheit Gutes tun will, vermeidet den höheren Zuckergehalt aromatisierter Joghurts.

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