Nachhaltigkeit und Innovation im Bauwesen: Projekte und Initiativen von EK Energiekonzepte

EK Energiekonzepte engagiert sich für eine nachhaltige Zukunft im Bauwesen. Unsere Arbeit geht über die klassischen Bereiche der Bauphysik weit hinaus und betrachtet bauphysikalische Optimierungen gemeinsam mit sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit.

Unsere Schwerpunkte

  • Sanierungen & Umnutzungen - teilweise unter Denkmalschutz
  • Potenzialanalysen
  • Holzbauten
  • Re-Use Projekte
  • Machbarkeitsstudien für Neubauten
  • Labelbegleitung und Zertifizierungen (SNBS, DGNB, LEED)

Leuchtturmprojekt Feuerfalter in Niederwangen

Am 19. September 2024 war Spatenstich für das Leuchtturmprojekt Feuerfalter in Niederwangen. Markus begleitete den Feuerfalter auf dem Weg zum zertifizierten Plusenergie-Quartier (PEQ). Ein Plusenergie-Quartier erzeugt über das Jahr hinweg mehr Energie als es verbraucht.

Der Feuerfalter ist nicht nur eines der ersten Plusenergie-Quartiere im Kanton Bern, sondern zudem zertifiziertes 2000-Watt Areal - auch diese Labelzertifizierung durften wir begleiten. Ganz im Sinn der 2000-Watt-Gesellschaft punktet das Quartier mit einer nachhaltigen Nutzung der Ressourcen und Energieträger während der Erstellung und dem Betrieb. Dazu gehört auch Mobilität.

Konzept der 2000-Watt-Gesellschaft

Geheizt wird mit Erdsonden-Wärmepumpen. Mit der hybriden Holzfassade wurde auf eine nachhaltige Materialisierung gesetzt. Ausserdem werden alle Parkplätze in der Tiefgarage mit einer Grundinstallation für E-Ladestationen ausgestattet.

240 gemischte Wohnungen für ganz unterschiedliche Ansprüche entstehen in dem nachhaltigen Quartier: Neben 154 gemeinnützigen Wohnungen wird es auch 22 Mietwohnungen und 64 Eigentumswohnungen im Baurecht geben.

JED Schlieren: Ressourcenschonender Arbeitsraum

Einer der wohl ressourcenschonendsten Arbeitsräume der Schweiz ist eröffnet: JED Schlieren, das neue Zentrum für Innovation & Wissenstransfer mit flexiblen Labor- und Büroflächen sowie einer öffentlichen Zone im Erdgeschoss.

Der Neubau wurde nach dem 2226-Prinzip von Baumschlager Eberle Architekten errichtet: Das Gebäude kommt ohne Heizung, Lüftung und Kühlung aus - bietet aber dennoch ganzjährig wohltemperierte Innenräumen zwischen 22-26 Grad Celcius.

2226 - diese Nummernfolge steht für Gebäude ohne Heizung, Lüftung und Kühlung - aber dennoch wohltemperierte Innenräumen (zwischen 22-26 Grad Celcius). Das Konzept von Baumschlager Eberle Architekten beweist, dass Energieeffizienz nicht nur mit komplexer Haustechnik möglich ist, sondern auch mit «einfachen» architektonischen Mitteln: dicke Wände und Decken (= Dämmung und Speichermasse), ausgeklügelte Fassaden- und Fensterflächen, Materialien und Licht.

Ein Beweis, dass Energieeffizienz nicht nur mit komplexer Haustechnik möglich ist, sondern auch mit «einfachen» architektonischen Mitteln: dicke Wände und Decken (= Dämmung und Speichermasse), ausgeklügelte Fassaden- und Fensterflächen, Materialien und Licht.

EK Energiekonzepte war seit 2018 für die Planung und Umsetzung der Bauphysik und der Nachhaltigkeit verantwortlich. Wir haben unter anderem die Simulationen betreffend Raumklima, Komfort und Tageslicht sowie eine Lebenszyklusbetrachtung und Ökobilanz erstellt.

Speziell an JED-Schlieren ist der grossflächige Einsatz von neuen, CO2-speichernden Produkten wie Zirkulit Beton oder einem Grundputz, der mit CO2 angereichert ist.

JED Schlieren - einer der wohl nachhaltigsten Arbeitsräume der Schweiz - hat die SNBS Gold-Zertifizierung erhalten! Das Gebäude wurde gleich nach zwei strengen Standards konstruiert, die EK Energiekonzepte begleiten durfte: dem 2226-Prinzip von Baumschlager Eberle Architekten und dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS - Gold).

SNBS garantiert Gebäude mit ökologischem und sozialem Mehrwert bei gleichzeitig optimierter Wirtschaftlichkeit über den Lebenszyklus.

Komfortabler & bezahlbarer Wohnraum - ist das möglich? Heimo Scheuch & Dietmar Eberle im Podcast🎙

Holzbau «Du Lac» in St. Moritz

Holzbauweise bei mehrgeschossigen Gebäuden - das ist nicht nur möglich, sondern auch besonders nachhaltig, gestalterisch ansprechend und komfortabel. In St. Moritz wird aktuell der 6-geschossige Holzwohnungsbau «Du Lac» umgesetzt, bei dem sich der Einsatz von Beton auf den Treppenkern sowie das Erd- und Untergeschoss beschränkt.

Die weiteren fünf Geschosse werden aus Holz errichtet - inklusive Holzfassade. Besonders erwähnenswert: Die Geschossdecken aus sichtbaren Brettsperrholzplatten sind komplett durchlaufend. Ausserdem werden alle Innenwände in Leichtbauweise errichtet.

EK Energiekonzepte darf bei diesem ökologischen Projekt, das bis 2026 fertig gestellt wird, die Bauphysik sowie Nachhaltigkeit über alle Phasen übernehmen. Bauherr ist die Gemeinde St. Moritz.

Klimaanpassung in Zürich

Bis zu 7 Grad Celsius können Sommernächte in Zürich heisser sein als im Umland. Dass Städte sich am Tag stärker aufheizen und nachts weniger abkühlen liegt zum einen am Wärmeinseleffekt (dicht bebaut, stark versiegelt, wenig Grünflächen und Wasser), zum anderen am globalen Klimawandel.

Ein Thema, das uns am Herzen liegt und mit dem wir uns täglich beschäftigen - und so haben wir unser gemeinsames EK z`Mittag diesmal mit einer privaten Führung durch die Ausstellung «Cool down Zürich» kombiniert.

Wie mit Klimaanpassungen durch höhere Temperaturen, Stürme, Starkregen und Trockenperioden umzugehen ist, hat die Stadt Zürich in der Fachplanung Hitzeminderung ausgearbeitet - zahlreiche praktische Beispiele der Umsetzungsagenda gab es bei der Ausstellung zu sehen und auszuprobieren.

Engagement für Nachhaltigkeit

Auch wir von EK haben für die bike to work challenge 2024 ein kleines Team zusammengestellt: Anna Scholz, Frank Spithoven, Markus Widmer und Florian Sutter haben im Juni ganze 1’565 km auf dem Weg zur Arbeit erradelt. In unserem Fall ist das eine CO2 Einsparung von 225kg.

Im grossen Ganzen macht das allerdings enorm viel aus: Schweizweit wurden 4’007 Tonnen CO2 eingespart durch die 109’100 Teilnehmer:innen, die es zusammen auf beinahe 28 Millionen Radkilometer in 2 Monaten brachten.

Energiegründach in Zürich

Ursprünglich sollte nur die Kühlanlage auf dem Dach des 6-stöckigen Bürogebäudes samt Attika in der Hohlstrasse in Zürich umgesetzt werden. Doch Kühlung ist immer energieintensiv, daher bietet sich die Kombination mit einem erneuerbaren Energieträger an.

Schlussendlich entwickelte sich daraus die Idee für ein tolles Projekt, das Solaranlage mit Dachbegrünung kombiniert - ein Energiegründach.

Die Begrünung mit heimischen Pflanzen und Totholzhaufen, Steinhaufen und Wildbienensand bietet Lebensraum für diverse Insekten. Darüber und dazwischen wurden 121 PV-Module mit einer Gesamtleistung von 52 kWp montiert, die knapp 40’000 kWh Strom pro Jahr liefern werden.

„Besonders gut finden wir, dass sich «unser» begrüntes Dach nahtlos in eine ganze Reihe an weiteren (Neu)Bauten mit Dachbegrünung und Totholz auf den Dächern einfügt.

SATO: EU Horizon Projekt

SATO ist ein EU Horizon Projekt, in dem Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Europa zusammenarbeiten - von Portugal über Dänemark bis Griechenland. Wir von EK sind seit Beginn (also seit Oktober 2020) als Projektpartner mit an Bord.

Gemeinsam entwickeln wir eine Cloudplattform für eine automatische energetische Bewertung und Optimierung von Anlagen und Geräten in Gebäuden.

Die SATO Plattform setzt auf künstliche Intelligenz in Kombination mit einer 3D-BIM-basierten Visualisierung, um eine genaue Vorstellung von der tatsächlichen Performance von Gebäuden und Geräten im realen Leben zu ermöglichen. Damit wird die Effizienz von Gebäuden im Betrieb optimiert und somit Energie, Co2 und Kosten eingespart.

Nachhaltige Quartiersentwicklung «Trift Horgen»

Diese Frage stand am Anfang der Quartiersentwicklung «Trift Horgen» im Kanton Zürich. Daraus entwickelt hat sich ein Quartier für Menschen, die eine nachhaltige Lebensform suchen: naturnah, mit geringem Ressourcen- und Energieverbrauch, weitgehend autofrei und mit der Möglichkeit zu regem sozialem Austausch.

Rund 120 Mietwohnungen samt Gemeinschaftsräumen und Gewerbeflächen werden in den nächsten Jahren auf den vier Arealen mit Blick auf den Zürichsee entstehen.

Auf die beinahe 80 Mieter:innen im Areal Kuppe kommen lediglich rund acht vermietete Parkplätze - ein legendärer Erfolg, an den vor zehn Jahren bei der Planung des Quartiers viele nicht geglaubt haben.

Schulhaus Zelgli in Schlieren

Wir gratulieren BGP Bob Gysin + Partner AG zum gewonnenen Wettbewerb für die Schulraumerweiterung Zelgli in Schlieren! «Besonders freut uns, dass die Bauherrschaft eine Zertifizierung anstrebt», erklärt Maheta. Aktuell ist die Bauphysikerin mitten in den entsprechenden Berechnungen - wird es ein Minergie-A ECO oder ein SNBS Standard- oder vielleicht doch beides?

OpenBIM Machbarkeitsstudie

Wie lassen sich Projekte nachhaltiger und transparenter planen? Wie können in frühen Projektphasen bessere Entscheidungen getroffen werden?

Um diese Fragen geht es in der «multidisziplinären Machbarkeitsstudie mit openBIM» von Vyzn, bei der auch EK-Projektleiter Frank Spithoven mitwirkte.

Für ein Überbauungsprojekt wurden zahlreiche Varianten mit Fokus auf Ökologie, Energieeffizienz, sommerlichen Wärmeschutz und Kosten simuliert und berechnet.

Lise & Lotte: Umnutzung in Könitz

Lise & Lotte waren einst zwei anonyme Bürohäuser und wurden nach einem längeren Leerstand zu zwei sehr charmanten, identitätsstarken Wohnhäusern umgewandelt. Aufgrund der grauen Energie des Altbaus und der Wirtschaftlichkeit entschied sich die Besitzerin AXA gegen einen Abriss samt Neubau und für den Erhalt des Bestandes in Könitz.

Die Architekt:innen legten Wert auf eine Integration wiederverwendeter Bauteile: Bestehende Waschbecken wurden ausgebaut, zwischengelagert und wieder eingebaut. In die vorhandenen Fensterrahmen aus Stahl wurden neue unbehandelte Holzflügel eingesetzt.

Kantonsschule in Zürich

Nach langer Planungsphase können wir es kaum erwarten: Die derzeit grösste Kantonsschule in Zürich (mit rund 2200 Schüler:innen) wird nach fast 50 Jahren Nutzung umfassend instandgesetzt - und wir sind mit Bauphysik und Begleitung der Nachhaltigkeit (Minergie-ECO) mit an Bord. 2022 fand bereits eine gründliche Schadstoffsanierung statt. Im Schuljahr 2024/25 zog der Schulbetrieb dann als Zwischenlösung während der Bauphase in zwei umgebaute Gebäude der UZH an den Campus Irchel. Zeitgleich erfolgte auch der Startschuss für die Gesamtinstandsetzung: Alle Schul- und Sporttrakte sowie die Mensa werden innen bis auf den Rohbau rückgebaut und saniert. Vollständig ersetzt werden u.a. 2027 ist dann der neuerliche Umzug - bzw.

Weitere Projekte und Aktivitäten

  • Ende Mai wurde das neue Resonanzzentrum Peter Roth gemeinsam mit dem Klanghaus von der Klangwelt Toggenburg feierlich eingeweiht. EK-Projektleiter und Mitglied der Geschäftsleitung Stefan Bürkli war vor Ort - immerhin durfte EK das Energiekonzept sowie die Bauphysik inklusive Akustik für den Holzbau planen.
  • Die ehemaligen SRF-Radiostudios in Zürich wurden von Spillmann Echsle Architekten zur Schulanlage Brunnenhof umgebaut - und wir durften die Bauphysik, Bauakustik und Nachhaltigkeit begleiten.

Unser Team

Anna Scholz ist unser «EK-Urgestein» - seit über 15 Jahren ist sie Projektleiterin in den Bereichen Bauphysik, Energie- und Wettbewerbsberatung. Zusammen mit Stefan Bürkli und Markus Widmer ist sie ausserdem in der EK-Geschäftsführung.

Warum die Arbeit Durchhaltevermögen fordert - aber auch besonders schön ist, wenn vermittelt werden kann, wie positiv sich Nachhaltigkeitswerte auf Projekte auswirken (auch wirtschaftlich!) - das und noch mehr erzählt Anna im Interview mit SNBS.

Gemeinschaft und Tradition

Sommerloch - das gibt es bei uns nicht. Zeit für ein gemütliches Zusammenkommen im Team nehmen wir uns trotzdem - bei unserem traditionellen Grillabend, diesmal im Quartierraum Viadukt. Auch unsere Kolleg:innen von spektrum Lichtplanung waren mit dabei. Lustig und lecker war´s!

Unser Herbstausflug hat uns diesmal in das grösste Naturwaldreservat im Schweizer Mittelland geführt: Den Sihlwald, einen ca. 970 Hektar grossen Buchenmischwald, der sich seit rund 25 Jahren wieder in eine Wildnis verwandeln darf und allmählich die charakteristischen Merkmale eines europäischen «Urwaldes» annimmt.

Lange war der Sihlwald DIE Energiequelle für die Stadt Zürich: Das im Wald geschlagene Holz wurde über die Sihl nach Zürich geschwemmt und dort als Brenn- und Bauholz genutzt.

Unsere diesjährige Weihnachtsfeier hat unsere Schwesterfirma Lenum aus Vaduz ausgerichtet - so ist unser Team Anfang Dezember gemeinsam nach Liechtenstein gereist und hat zusammen mit unseren Kolleg:innen der Lenum, der spektrum und der FE-Partner einen sehr unterhaltsamen und geselligen Abend verbracht.

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