Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen empfiehlt, ab Beginn des 5. und spätestens ab Beginn des 7. Monats mit Beikost zu beginnen. Unter Beikost versteht man alle Lebensmittel, die Säuglinge neben Muttermilch oder Säuglingsmilch im ersten Lebensjahr essen. Ob mit Gemüse, Getreide oder Fleisch: Babybrei kann man ganz einfach selbst zubereiten. Wir zeigen, worauf du achten musst bei der Zubereitung und stellen die besten Rezepte für jedes Entwicklungsstadium vor.

Warum Fleisch in der Beikost wichtig ist
Fleisch ist ein guter Eisen- und Eiweisslieferant. Das tierische Eiweiss wird vom Körper besser aufgenommen als das pflanzliche. Dennoch empfiehlt es sich, die Eiweiss zu 2/3 aus pflanzlicher Kost und zu 1/3 von tierischen Produkten aufzunehmen.
Tipps zur Eisenaufnahme
Um die Eisenaufnahme zu begünstigen, lohnt es sich, dem Fleischbrei jeweils eine gute Portion Vitamin C hinzuzugeben. Dies kann durch die Beigabe von Apfelmus, etwas Zitrone oder frisch gepressten Orangensaft gewährleistet werden. Bitte nicht zu grosse Mengen Zitronen- oder Orangensaft verwenden, denn einige Babys reagieren mit Durchfall und wunden Popos.
Allgemeine Hinweise zur Zubereitung
- Ab welchem Alter: Schrittweise Einführung nach dem 4. Lebensmonat; ab dem 7. Monat 10 g Fleisch oder Fisch oder 1/4 Ei pro Tag, ab dem 9.-10. Monat 20 g Fleisch oder Fisch.
- Brei auf Vorrat: Aus 1 kg Fleisch ergeben sich ca. 50 Eiswürfelportionen à je 20g.
Fleisch für Babybrei zubereiten - Babybrei mit Fleisch ab 5 Monaten - Beikosteinführung
Rezepte für Fleisch-Beikost
Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei (ab 5. Monat)
Dieses und zwei weitere Breirezepte ab dem 5. Monat.
Zutaten:
- ca. 100 g Gemüse (z. B. Karotten oder ein anderes Gemüse)
- ca. 120 g Kartoffeln
- 10 g mageres Fleisch
- TL Rapsöl
Zubereitung:
- Gemüse und Kartoffeln waschen, rüsten und in Stücke schneiden.
- Fleisch abwaschen, trocken tupfen.
- Alles in kleine Stücke schneiden und zusammen in wenig Wasser ohne Gewürze, Salz und Bouillon etwa 10 Minuten garen.
- Anschliessend pürieren und Rapsöl unterrühren.
- Das Fleisch kann durch die gleiche Menge an Fisch, z.B. Lachs, ersetzt werden.
Gemüse-Fleisch-Tätschli (Baby, ab 7. Monat)
Zutaten:
- Gemüse nach Saison, z.B. Zucchetti, Karotten, Broccoli, Fenchel
- TL Paprika
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung:
- Alle Zutaten mischen und gut verkneten.
- Babyportion: Etwas weniger als ein Viertel der Masse verwenden.
- Esslöffelgrosse Portionen zu fingerdicken Tätschli formen.
- Familienportion: Restliche Masse kräftig würzen.
- Beliebig grosse Tätschli formen.
- Auf das mit Backpapier belegte Blech legen.
- Bei 180°C Heissluft/Umluft (Ober-/Unterhitze 200°C) in der Mitte des Ofens 10-15 Minuten backen.
Curry-Joghurtsauce:
Alle Zutaten mischen, abschmecken.
Aufbewahrung und Haltbarkeit:
Die Tätschli halten sich gut verschlossen im Kühlschrank 3 Tage. Tiefgekühlt sind sie ca. 2 Monate haltbar. Die Tätschli eignen sich auch gut zum Kaltessen, z.B.
Weitere Rezeptideen
Wenn Ihr Kind grössere Portionen verlangt, erhöhen Sie die Menge an Gemüse und Stärkeprodukten. Ab dem 8. Monat müssen Sie den Brei nicht mehr so fein pürieren.
Wichtige Tipps
- Das Fleisch muss komplett durchgegart sein.
- Wenn Sie eine Mahlzeit pro Tag mit Rapsöl ergänzen, liefert dies Ihrem Kind wertvolle Fettsäuren. Anfangs reichen 1 bis 2 Teelöffel pro 100 Gramm am Tag.
Erfahrungen von Müttern
Von wem lernt man besser als von erfahrenen Müttern.
"Ich koche die Breie für Luana eigentlich immer selber: Mittlerweile habe ich so meine Kniffs draussen und weiss, wie ich mir das Leben einfach mache. So fülle ich zum Beispiel die nötige Menge weichgekochtes Gemüse in eine Teetasse. Der Pürierstab passt von der Grösse her perfekt da rein und ich kann den Brei der Kleinen auch gleich daraus verfüttern und brauche kein extra Gefäss. Ausserdem koche ich immer zwei bis drei Portionen: Eine Portion kriegt Luana gleich, die anderen beiden bewahre ich im Kühlschrank auf."
"Mir war klar, dass ich das Essen für die Zwillinge selbst kochen will. Für zwei Babys zu kochen und zwei Babys gleichzeitig zu füttern, ist eine ganz schöne Herausforderung. Es kam vor, dass die Kleinen zwar gegessen hatten, aber ich nicht. Ich habe darum immer in grossen Mengen Brei vorgekocht und den Tiefkühler damit gefüllt. Das hat mir viel Zeit und Aufwand gespart und ich hatte trotzdem immer frisches Essen für Ava und Youri zur Hand. Ich bin froh, sind wir nun von Brei auf feste Kost umgestiegen. So kann ich ihnen einfach das zu essen geben, was es für mich gibt. Ich probiere viel aus: Teigwaren, Quinoa und Linsen, unterschiedliches Gemüse , Fleisch, Fisch…. Da ich sehr vielseitig koche, hat es meistens irgendetwas auf dem Tisch, das sie auch mögen. Und wenn das eine Kind etwas nicht mag, isst es bestimmt das andere."
"Wir kochen Auroras Essen eigentlich immer selbst. Die Ernährung ist ein wichtiger Grundstein der Gesundheit. Darum möchten wir so ausgewogen wie möglich kochen und saisonale und lokale Produkte verwenden. Um Zeit und Nerven zu sparen, haben wir darum einen Wochenplan fürs Essen erstellt. Die Grundzutaten - Gemüse, Getreide und Proteinquellen - bereiten wir vor und frieren sie wenn nötig portionenweise ein. Auroras Essen wird dann jeweils am Vorabend oder Morgen frisch zubereitet. Wir haben drei Ratschläge an alle Eltern ist: Macht eine Essensplanung und kauft einen grossen Gefrierschrank!"
