Bärlauch Gnocchi Beilage Ideen: Ein Fest für den Gaumen

Sobald die ersten Blätter sprießen, ist unser Kopf voller Ideen für feine Bärlauch Rezepte. Kein Wunder, schließlich lieben wir den knoblauchartigen Geschmack! Bärlauch lässt den Frühling so richtig aufleben! Jedes Jahr feiern wir die ersten Blättchen der Wildpflanze und verarbeiten sie in unterschiedlichster Form.

Hier kommen 15 Ideen, wie du Bärlauch verarbeiten kannst und was es alles für Möglichkeiten mit dem Frühlingskraut gibt. Für alle, die Bärlauch lieben, ist dieses Rezept ein Muss.

Bärlauch Gnocchi selber machen: So geht's

Das Rezept für die Bärlauch Gnocchi ist super einfach und kommt mit wenigen Zutaten aus. Wie beim Knoblauch ist es auch bei diesem Bärlauchrezept so, dass du die Menge deinem Geschmack anpassen kannst. Mit mehr Bärlauch werden die Gnocchi grüner und aromatischer. Doch bereits mit wenigen Blättchen gibt es eine leckere Geschmacksnote.

Wenn wir Bärlauch-Gnocchi machen, und keine gegarten Kartoffeln haben, kochen wir diese zuerst. Dann zerstampfen wir sie. Anschliessend mischen wir das Mehl und den fein gehackten Bärlauch unter und kneten die Masse zu einem gleichmässigen Teig. Den Teig formen wir dann in etwa 1 cm dicke Stränge, die wir mit einem Messer in kleine Stücke schneiden. Mit einer Gabel oder einem Gnocchi-Brettchen geben wir den Gnocchi dann die typische Form. Wie bereits erwähnt kannst du das Eindrücken mit der Gabel auch überspringen und die Stückchen so weiterverarbeiten.

Beim Formen der Gnocchi mit Bärlauch kannst du dir so viel Zeit nehmen, wie du möchtest. Im Prinzip kannst du das Formen der Rillen sogar weglassen. Wir mögen sie damit aber besonders, da dann Sauce besser an ihnen haften bleibt. In unserem Rezept braten wir die Bärlauch Gnocchi nach dem Kochen zusätzlich, da wir sie mit ein paar krossen Stellen am liebsten mögen.

Möchtest du uns sehen, wie wir Gnocchi mit einem Brettchen formen? Dann findest du hier ein Video.

Kartoffelgnocchi mit Bärlauchpesto | Gnocchi selber machen

Die Zubereitung Schritt für Schritt:

  1. Die gekochten Kartoffeln zerstampfen und mit dem Bärlauch, Mehl, Salz und Muskatnuss vermengen.
  2. Zu einem gleichmässigen Teig kneten.
  3. Mit einem Messer nach und nach die Rollen in ca. 0.5-1cm dicke Stückchen schneiden. Je nachdem, wie gross und dick du deine Gnocchi haben möchtest. Wir bevorzugen eher kleine, da sie mehr Fläche zum Anbraten bieten.
  4. Dann die Stückchen berillen: Entweder mit einem Gnocchi-Brett oder - ganz einfach - mit der Gabel auf die Oberseite drücken.
  5. In einem Topf Wasser aufkochen. Wenn das Wasser richtig kocht die Gnocchi hinzugeben.
  6. Die Gnocchi sind gar sobald sie an die Oberfläche treiben. Am besten rührst du nicht zu sehr um, da sie sehr empfindlich sind und schnell zerdrücken.
  7. Die Gnocchi abgiessen und noch im Sieb mit Öl beträufeln.
  8. Optional: Währenddessen eine grosse Bratpfanne mit reichlich Öl erhitzen. Jetzt braten wir die Gnocchi in der Bratpfanne unter gelegentlichem Schwenken der Pfanne an.

Bärlauch richtig sammeln und verarbeiten

In unserem Klima wächst Bärlauch im Frühling an vielen Stellen. Er ist klar zu erkennen - wenn du die Merkmale zur Unterscheidung von giftigen Pflanzen kennst. Der knoblauchartige Geruch ist typisch aber reicht leider nicht als Bestimmungsmerkmal aus. An unserer Sammelecke wächst beispielsweise der Aronstab zwischen den Bärlauchblättern.

In diesem Beitrag möchten wir dir die wichtigsten Grundlagen für das Sammeln von Wildkräutern mitgeben. Gestern verbrachten wir einen wunderschönen Tag im Wald beim Wildkräuter sammeln. Die folgenden sechs Wildkräuter haben wir bereits in diesem noch jungen Frühling gefunden. Dazu sind wir durch Wald- und Wiesen gestreift und haben sie bestimmt. Du möchtest andere Wildpflanzen im Frühling kennenlernen?

Bärlauch haltbar machen: Tipps und Tricks

Die Bärlauchzeit ist jedes Jahr zu kurz. Dazu kannst du die Gnocchi nebeneinander auf ein bemehltes Brett legen und für zwei Stunden in das Tiefkühlfach geben. So kleben sie nachher nicht aneinander. Verpacke die Gnocchi nach zwei Stunden in eine Tüte. Gut verschlossen halten sie sich so mindestens drei Monate bei uns, aber gerne auch mal sechs. Für die Bärlauch-Zeit haben wir noch viele tolle Rezepte für dich!

Hier sind einige Ideen, wie du Bärlauch haltbar machen kannst:

  • Bärlauchpesto: Mixe Bärlauch mit Rapsöl und Baumnüssen oder Sonnenblumenkernen - fertig ist ein Pesto, das zu Pasta, auf Brot oder sogar als Topping für Ofengemüse passt. Und es hält sich im Kühlschrank eine Weile, wenn du es gut mit Öl bedeckst.
  • Bärlauchöl: Die schnelle Variante für aromatisches Öl: Frische Bärlauchblätter in eine Flasche mit hochwertigem Öl geben und einige Tage ziehen lassen. So hast du ein Würzöl, das perfekt für Salate oder zum Beträufeln von Suppen ist.
  • Bärlauchsalz: Man kann frischen, gehackten Bärlauch einfach mit Salz mischen und das ganze trocknen lassen. In einem hübschen Glas abgefüllt, macht es sich auch gut als kleines Geschenk.
  • Bärlauchbutter: Dazu weiche Butter (oder Margarine) mit gehacktem Bärlauch und einer Prise Salz vermengen.
  • Bärlauch Essig: Eine Flasche Apfelessig, eine handvoll Bärlauchblätter - das mischen wir und lassen es ein paar Wochen im Dunkeln ziehen. Das gibt einen wunderbaren, aromatischen und knoblauchigen Essig für Salatsaucen.
  • Einfrieren: Bärlauch verarbeiten geht auch einfach mit einfrieren: Waschen, trocknen, hacken - und ab damit ins Gefrierfach. Du kannst ihn auch pürieren und in Eiswürfelformen* einfrieren.
  • Bärlauchpaste: Ganz einfach: Bärlauch klein hacken, mit Salz und Öl mischen, in ein Glas füllen, mit Öl bedecken - fertig. Hält im Kühlschrank mehrere Monate und ist super als Gewürzbasis für alles Mögliche. Beachte dabei das Salz-Kräuter Verhältnis. Wir nehmen auf 100g Bärlauch etwa 20-25g Salz. Das macht die Paste zwar sehr salzig, so aber haben wir lange was davon. Wir nutzen zum Hacken und mischen mit Salz immer den Kräuterhäcksler*, so haben wir die Paste im Nu zubereitet.
  • Süss-sauer eingelegte Bärlauchknospen als „falsche“ Kapern: Die allerfeinste Köstlichkeit aus der Bärlauchzeit! Wir legen die noch geschlossenen Blütenknospen in einen süss-sauren Sud ein und geniessen sie als „falsche“ Kapern.

Weitere leckere Bärlauch-Rezept-Ideen

Neben den Gnocchi gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, Bärlauch in köstliche Gerichte zu verwandeln:

  • Bärlauch-Zupfbrot: Das gedrehte Bärlauchbrot sieht nicht nur fantastisch aus, es schmeckt auch soo gut. Wie ein Knoblauchbrot 2.0. Perfekt für einen gemütlichen Brunch.
  • Bärlauch-Dip: Mit Joghurt oder Frischkäse wird Bärlauch zum perfekten Dip für Gemüse und Cracker. Den Dip machen wir in jeder Bärlauchsaison!
  • Bärlauchsuppe: Eine cremige Bärlauchsuppe mit Kartoffeln - klingt gut, oder? Perfekt, wenn es draussen noch ein bisschen frisch ist. Wir machen jeweils ein bisschen mehr und frieren die Suppe portionsweise ein. Dann haben wir auch gleich ein wenig was fürs Meal-Prep vorgearbeitet.
  • Bärlauchrisotto: Risotto geht immer. Wenn dann noch frischer Bärlauch und vielleicht ein bisschen Käse (oder Hefeflocken) reinkommt, wird’s zum echten Wohlfühlgericht.
  • Kartoffelgratin mit Bärlauch: Kartoffelgratin, aber mit einer ordentlichen Portion Bärlauch? Unbedingt ausprobieren.
  • Bärlauch Cracker: Knusprige Cracker mit Bärlauch und grobem Salz - ein perfekter Snack für zwischendurch. Bärlauch ist einfach so, so gut.

Wir hoffen, dass wir dir ein paar Ideen geben konnten, um deine Bärlauchernte zu verarbeiten und vielleicht sogar haltbar zu machen. Aber wusstest du, dass es auch noch ganz viele andere Wildpflanzen gibt, die unser Jahr kulinarisch bereichern können? Du findest ganz viele Rezepte dazu in unserer Kategorie „Wildpflanzen-Rezepte“. Viel Spass beim Entdecken!

Rezept: Fettuccine mit Bärlauchpesto und knusprig paniertem Poulet

Aromatisch, schnell und proteinreich. Sag Hallo zu unserer Gewinnkombination für alle Genießer: zarte Pouletfilets mit leckeren Beilagen. Ein echt einfaches und schnell gemachtes Gericht, das Dir heute den Tag verschönert. Wir wünschen Dir en Guete!

Zutaten:

  • 250 g Fettuccine
  • 240 g Pouletbrustfilet aus Staad
  • 34 ml Mayonnaise
  • 2 g Gewürzmischung "Hello Paprika"
  • 50 g Semmelbrösel
  • 10 g Cashewkerne
  • 20 g geriebener Hartkäse

Zubereitung:

  1. Erhitze reichlich Wasser im Wasserkocher. Einen großen Topf mit heißem Wasser füllen, salzen und aufkochen lassen. Knoblauch abziehen. Cherry-Tomaten halbieren. Blätter von Bärlauch abzupfen.
  2. In einem hohen Rührgefäß Bärlauch, Hartkäse, Cashewkerne, 1 EL [2 EL] Olivenöl und 40 ml [80 ml] kaltes Wasser mit einem Stabmixer zu einem feinen Pesto mixen. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Semmelbrösel in eine große Schüssel geben. Pouletfilets längs in je 3 Streifen schneiden und in einer zweiten großen Schüssel gründlich mit Mayonnaise und der "Hello Paprika" Gewürzmischung vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen. Anschliessend mit Semmelbröseln panieren. Dabei Panade leicht andrücken.
  4. Fettuccine in das kochende Wasser geben und ca. 12 Min. oder nach Geschmack bissfest garen. Sonnenblumenkerne in einer grossen Bratpfanne ca. 2 - 3 Min. rösten und aus der Bratpfanne nehmen. In derselben grossen Bratpfanne 1 EL [2 EL] Öl* erhitzen und panierte Pouletstreifen darin 3 - 4 Min. auf jeder Seite bei mittlerer Hitze braten, bis sie knusprig und innen nicht mehr rosa sind.
  5. Nach Ende der Pasta-Kochzeit diese durch ein Sieb abgießen, dabei ca. 50 ml [100 ml] Kochwasser auffangen. Pasta wieder zurück in den Topf geben, Pesto, Cherry-Tomaten und die 50 ml [100 ml] Kochwasser hinzugeben und alles gründlich vermengen.
  6. Fettuccine mit Pesto auf tiefe Teller verteilen, gebratene Pouletfilets darauf anrichten, mit Sonnenblumenkernen toppen und genießen.

Wenn die ersten Bärlauch-Blätter erscheinen, ist der Frühling schon sooo nah! Juhuu… Das würzige Kraut lockt uns mit seinem knoblauchigen Duft in den Wald und löst eine grosse Sammelfreude aus. Die Saison ist kurz, aber Bärlauch lässt sich wunderbar haltbar machen - perfekt, um auch später all die Rezepte zu geniessen, zu denen wir noch nicht gekommen sind!

Nährwertangaben:

Nährwert Wert
Energie (kJ) 4126 kJ
Energie (kcal) 986 kcal
Fett 34 g
davon gesättigt 6 g
Kohlenhydrate 114 g
davon Zucker 8 g
Eiweiss 53 g
Salz 2 g

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