Kochen auf kleiner Flamme: Tipps und Tricks für die Campingküche

Wer behauptet, dass sich Camper nur von Fertiggerichten ernähren und man unterwegs nicht frisch und lecker kochen kann, der liegt komplett falsch! Zwar sind die Möglichkeiten etwas eingeschränkt, doch mit den richtigen Tipps kann man tolle Gerichte zaubern. Die Campingküche hat so viel mehr zu bieten als Bratwurst oder Ravioli aus der Dose.

Wir haben drei einfache, schnelle und köstliche Rezepte zusammengestellt, die auch Ungeübte mit wenigen Zutaten und einem einfachen Campinggrill oder -kocher zubereiten können. In diesem Artikel finden Sie Tipps und Tricks, wie Sie mit nur einer Flamme köstliche Gerichte zubereiten können.

Die richtige Ausrüstung wählen

Gas oder Benzin? Mit dieser Entscheidung ist es bei der Wahl des richtigen Kochers heute nicht mehr getan. Es gibt verschiedene Arten für die Outdoor-Küche. Je nach Reiseart und Länder wo du unterwegs bist, empfehlen sich unterschiedliche Modelle. Hast du ein Reisefahrzeug und somit etwas mehr Platz stehen Gas, Benzin, Diesel und Spiritus zur Wahl. Alle haben sie ihre Vor- und Nachteile. Wir haben während mehr als zwei Jahren, meist dreimal täglich mit unserem Coleman-Benzinkocher gekocht und waren damit sehr zufrieden.

Hier sind einige Fragen, die man sich bei der Wahl eines Kochers stellen sollte:

  • Was soll gekocht werden? Wird «richtiges» Essen in mehreren Töpfen zubereitet oder lediglich Wasser für Tee und gefriergetrocknetes Essen erhitzt?
  • Wie lange will oder muss ich autark unterwegs sein?

Stellt man diese Fragen einem Bergsportler oder einem Kletterer, wird man in vielen Fällen bei einem Gaskocher landen. Szenarien für Benzinkocher könnten etwa eine Flugreise zu einem langen Trekking in abgelegenen Regionen oder Expeditionen mit längerem Basecamp-Aufenthalt und grosser Kälte am Berg sein. Ansonsten überwiegen fast immer die Vorteile von Gaskochern.

Gaskocher: Die Vielfalt der Systeme

Innerhalb dieser Kategorie steht dann die Systemfrage an: Aufschraubkocher, Standkocher mit externer Zuleitung oder Komplettsystem samt integriertem Topf? Letztere sind vor allem dann sinnvoll, wenn lediglich Wasser erhitzt werden soll, die äusseren Bedingungen widrig sind und die Handhabung erschwert ist, etwa im Portaledge.

Topf, Windschutz und Wärmetauscher, oft auch eine Aufhängung, sind bei Kochsystemen bereits integriert und perfekt aufeinander abgestimmt, was die Energieverluste gering hält. Das erste Produkt dieser Art war der Jetboil mit dem integrierten Wärmetauscher.

Die derzeitige Speerspitze in Sachen Gaskocher stellen die Strahlungsbrenner dar, zu denen die Modelle Reactor und Windburner von MSR und neuerdings der Ulti von Primus gehören. Diese sehr kraftvollen und effizienten Gaskocher erzeugen keine offene Flamme, sondern eine flächige Hitzeausstrahlung. Das ist effizienter, weniger windanfällig und leiser als ein Gaskocher mit offener Flamme. Zudem ist die Verwendung im (belüfteten!) Zeltinneren weniger gefährlich.

Klettertouren in grossen Wänden oder Expeditionen im Alpinstil sind die typischen Szenarien für diese Kocher, die sehr effizient im Schneeschmelzen und Wasserkochen sind. Ein Nachteil der integrierten Systeme ist die mangelnde Flexibilität - sie funktionieren nur mit dem passenden Topf, der oft auch nur ein Liter Volumen hat.

Kälte als Achillesferse

Wenn das Kochen also nicht nur der unvermeidbaren Kalorienzufuhr dient, sondern auch als Teil der Tour begriffen wird - etwa beim Trekking und weniger extremem Bergsteigen - ist ein «klassischer» Gaskocher, der in puncto Kochgeschirr die freie Wahl lässt, möglicherweise die bessere Wahl. Empfehlenswert ist hier der Vorzug eines Kochers mit Zuleitung gegenüber den (geringfügig leichteren und kompakteren) Aufschraubkochern, denn sie sind deutlich standfester und die Kartusche kann bei Bedarf gedreht werden.

Spürbar leistungsfördernd wirken sich bei diesen Kochern ein Windschutz und auch Töpfe mit Wärmetauscher aus, also mit wärmerückhaltenden Lamellen am Topfboden. Kochen mit Gas ist simpel, sauber, gut regulierbar und rückstandsfrei. Zudem hat Gas den höchsten Brennnwert unter den verfügbaren Brennstoffen (Verhältnis von Heizleistung zu Gewicht).

Nachteile von Gaskochern

Gibt es überhaupt Nachteile? Wesentlich sind vor allem zwei:

  1. Gaskartuschen dürfen nicht im Flugzeug transportiert werden. Die Beschaffung (mit dem richtigen Anschluss!) vor Ort kann bei manchen Reisezielen schwierig bis unmöglich sein.
  2. Kälte ist die Achillesferse von Gaskochern. Bei Minusgraden funktionieren Gaskocher nur noch eingeschränkt.

Durch sinkenden Druck des Gasgemisches in der Kartusche strömt dieses weniger gut in den Kocher. Derselbe Effekt tritt auch ein, wenn die Kartusche fast leer ist. Gegensteuern lässt sich mit dem Einsatz von sogenanntem «Wintergas», das ein anderes Mischverhältnis von Propan zu Butan aufweist und teils auch in speziell konstruierte Kartuschen gefüllt wird. Hilfreich ist es auch, die Gaskartuschen warmzuhalten, etwa im Schlafsack.

Bei Gaskochern mit Vorheizfunktion strömt das Gas durch ein Kupferröhrchen im Bereich der Flamme und wird dadurch gewärmt, bevor es entzündet wird. Und nicht zuletzt hilft auch das Umdrehen der Gaskartusche, sodass das Gas nach unten austritt - das geht allerdings nur bei Kochern mit externer Zuleitung.

Dank solcher Weiterentwicklungen ist Kälte heutzutage kein Ausschlusskriterium mehr für die Verwendung eines Gaskochers.

Faustregeln für den Gasverbrauch

In Sachen Anschluss haben sich die Schraubkartuschen gegen die Stechkartuschen weitestgehend durchgesetzt. Vorsicht ist trotzdem geboten: Obwohl Schraubventile normiert sind, kann es durch unterschiedliche Einschraubtiefen oder Ventilpositionen verschiedener Hersteller zu (seltenen) Komplikationen kommen. Wer ganz sichergehen will, probiert eine Kocher-Kartuschen-Kombi also vor einer grossen Tour aus.

Pauschal nur schwierig zu beziffern ist der Gasverbrauch - zu einflussreich sind hier die Variablen Wind, Höhe und Temperatur. In der Regel genügen die kleinen 100-g-Kartuschen für ein bis zwei Nächte einer hochalpinen Kletterei, bei der auch Schnee geschmolzen werden muss. Unter günstigen Bedingungen lässt sich mit 10 Gramm Gas rund ein Liter Wasser zum Kochen bringen.

Angebrochene Kartuschen kann man übrigens wiegen, um den Verbrauch zu ermitteln - oder man stellt die Kartusche ins Wasser: Der «Tiefgang » der Kartusche zeigt den Füllstand des Gases im Inneren an.

Benzinkocher: Die robuste Alternative

Sind Gaskocher also das Mass aller Dinge, wenn es um Berg- und Outdoorsport geht? Nicht unbedingt. Die nahezu weltweit problemlose Verfügbarkeit von Flüssigbrennstoffen und die klaglose Leistung von Benzinkochern bei tiefen Temperaturen sind gewichtige Argumente. Das Handling allerdings gestaltet sich etwas komplexer als beim Gaskocher.

Zunächst muss das Benzin in der Flasche mittels Pumpe unter Druck gesetzt und anschliessend vorgeheizt werden, bis es vergast. Hierzu lässt man etwas Benzin in den Kocher austreten, verschliesst das Ventil aber direkt wieder. Dieses Benzin wird angezündet und brennt mit offener Flamme. Sobald die Flammen bläulich erscheinen, nicht mehr russen und der Kocher «faucht», ist diese Phase abgeschlossen. Nun kann das Ventil geöffnet werden.

Viele Benzinkocher haben nur ein Ventil, wodurch der Sweet Spot zwischen «Aus» und «Vollgas» recht schwierig zu finden ist. Andere Kocher, wie z. B. der Primus Omnifuel, haben zwei Ventile in Serie, wodurch die Justierung der Brennstärke deutlich feiner möglich ist. Allerdings sind die Regulierung und der Ausbrennprozess bei diesen Kochern träge, vorausschauendes Kochen ist also angesagt.

Nach dem Kochen sollte man Benzinkocher ausbrennen lassen. Dazu wird bei laufender Flamme die Benzinflasche umgedreht, sodass die Zuleitung der Pumpe in der Benzinflasche nicht mehr im Benzin, sondern in der Luft hängt. Der Kocher brennt nun so lange weiter, bis Luft durch die Leitung strömt und der Kocher von alleine ausgeht. Nicht vergessen, das Ventil im Anschluss zu verschliessen!

Mit diesem Ausbrennen wird ein Verrussen relativ gut verhindert, zudem säubert die am Ende durch das Ventil strömende Druckluft die Düse und bläst eventuelle Rückstände aus.

Multifuelkocher: Die Allesbrenner

Das typische lautstarke «Fauchen» älterer Benzinkocher haben die führenden Hersteller MSR («Whisperlite») und Primus («OmniLite Ti Silencer») mit Spezialdüsen inzwischen eliminiert. Aufgrund der offenen Flamme beim Vorheizen dürfen Benzinkocher nicht in geschlossenen Räumen und schon gar nicht im Inneren eines Zeltes betrieben werden.

Besser als Tankstellenbenzin ist im Betrieb übrigens das etwas teurere, sogenannte «white gas», das gereinigt ist, nicht zur Russbildung neigt und etwas mehr Brennwert hat. Für Brennstoffe wie Diesel oder Kerosin muss oft eine spezielle Düse verwendet werden.

Den Bogen zum Gaskocher schlagen moderne «Multifuelkocher», die durch wechselbare Düsen wahlweise mit Gas oder mit Flüssigbrennstoffen funktionieren. Tatsächlich gibt es heutzutage fast keine reinen Benzinkocher mehr, sondern hauptsächlich Multifuelkocher (z. B. Primus Omnifuel, Optimus Polaris).

Weitere Kocherarten

Im Bergsport nur noch selten in Gebrauch sind Spirituskocher («Esbit Cookset Compact») und Feststoffkocher («Esbit Taschenkocher»), welche mit einer Brennpaste oder Trockenbrennstoff arbeiten. Sie bieten Vorteile in puncto Grösse, Gewicht und Transport - Spiritus ist leicht abzufüllen und einzuteilen, Trockenbrennstoff ist nicht explosiv.

Wind, Watt und Wärme

So verlockend das Gewicht «nackter» Aufschraubkocher auch sein mag - beim Bergsport zählt nur das Gesamtgewicht eines Kochersystems samt Kartusche und Topf, gegebenenfalls auch Windschutz. Integrierte Systeme wie zum Beispiel ein JetBoil wirken etwas schwerer und grösser, sind in Summe aber oft am effizientesten.

Mit Vorsicht zu geniessen sind auch die Angaben von Heizleistungen. Die stärksten Kocher liegen hier bei Leistungen um die 3000 Watt. Auf die tatsächliche Leistung, also etwa einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, haben ein Windschutz, effiziente Wärmetauscher am Topf und dessen Material und Wandstärke einen grossen Einfluss. Oft bewirkt ein intelligentes System zur Wärmeübertragung mehr als eine hohe Heizleistung.

Sicherheitshinweise

Egal, ob Gas oder Benzin: Um die Vor- und Nachteile der Systeme, vor allem aber ihr Handling kennenzulernen, empfehlen wir im wahrsten Sinne des Wortes wärmstens, die Kocher in unseren Filialen auszuprobieren.

  1. Beim Trennen von Brennstoff und Kocher aufpassen und auf mögliche Quellen für eine Entzündung achten (Zigarette, Kerze, …). Hier passieren die meisten Unfälle, da gern etwas Brennstoff aus dem Ventil austritt. Besonders Stechkartuschen sind hier recht gefährlich.
  2. Bei Kälte die Gaskartuschen wenn möglich vorwärmen, beispielsweise im Schlafsack.
  3. Kocht man mit Tankstellenbenzin, sollte man den Kocher nach dem Kochen immer sauber ausbrennen lassen und erst, wenn nur noch Luft strömt, die Benzinflasche verschliessen.
  4. Kochen mit Benzin nie in geschlossener Umgebung (Zelt, Bus, Zimmer, …)
  5. Wenn man länger unterwegs ist, immer ein kleines Reparatur-Kit mitnehmen. Kocher sind mechanische Baugruppen, an denen mit etwas technischem Verständnis sehr schnell eine Kleinigkeit repariert werden kann.
  6. Zum Entzünden eines Kochers bewährt sich ein Feuerstahl als Backup, z. B. Swedish Firesteel von Light my Fire. Der beste Kocher bringt nichts, wenn er wegen eines defekten oder verlorenen Feuerzeugs nicht zum Laufen gebracht werden kann. Auch in Kochern integrierte Piezo-Zünder sind oft das Erste, was an einem Kocher kaputtgeht.

Rezepte für die Campingküche

Hier sind drei einfache Rezepte, die Sie auf einem Gaskocher oder Hockerkocher mit nur einer Flamme ganz einfach kochen können:

Chili con Carne

Dieses Campinggericht ist ein Klassiker am Lagerfeuer und kann problemlos auf dem Hockerkocher zubereitet werden. Für die Vegetarier unter den Outdoorfreunden kann das Fleisch ganz einfach ersetzt werden. Die Vegetarier beginnen damit, das Sojagranulat nach Anleitung auf der Packung zuzubereiten. In der Regel muss das Granulat in Wasser oder Brühe eingeweicht werden. Für alle Köche gilt es dann, die Chilis klein zu schneiden. Wenn es nicht sehr scharf werden soll, entfernen Sie dabei die Kerne. Stellen Sie einen weiten Topf auf den Hockerkocher. Geben Sie 2 EL Öl hinein und braten bei kleiner Flamme das Hackfleisch bzw. das eingeweichte Sojagranulat an. Das Hackfleisch ist fertig, wenn es auseinander krümelt. Geben Sie die Zwiebel und Chili hinzu und lassen diese kurz mit braten. Schliesslich rühren Sie das Tomatenmark ein und würzen mit Salz und Pfeffer. Nun giessen Sie die Brühe bzw. Brühe und Bier in den Topf. Das Bier sorgt für kräftigeren Geschmack und Farbe. Es kommen die Bohnen und die Tomaten aus der Dose hinzu. Alles zusammen darf nun eine halbe Stunde köcheln. Rühren Sie am Ende der Kochzeit ordentlich durch und zerdrücken dabei die übrigen Tomatenstücke. Als Letztes schmecken Sie das Chili mit Salz und Pfeffer ab. (Wild)Kräuter sorgen für eine hübsche Garnitur.

Linsen-Curry

Das Currygericht kommt ursprünglich aus Fernasien. Gerade in Indien steht den Leuten oft nicht mehr als eine einfache Kochstelle zur Verfügung. Daher stammen hier besonders findige Gerichte mit nur einer Herdplatte her. Was wäre nahe liegender, als diese auch beim Camping vom Gaskocher zu geniessen? Bei diesem Linsencurry verwenden Sie idealerweise einen Wok. Lassen Sie die Linsen in ½ Liter Wasser ca. 10 Minuten lang kochen. Inzwischen schneiden Sie die Frühlingszwiebeln in Ringe und hacken den Knoblauch klein. Entfernen Sie die Kerne bei den Chilischoten und schneiden Sie sie in feine Streifen. Ehe die Linsen ganz weich sind, nehmen Sie sie vom Hockerkocher. Stellen Sie stattdessen den Wok oder den Topf auf die Flamme und erhitzen das Öl. Geben Sie Frühlingszwiebeln, den Knoblauch, die Paprika und die Chili zusammen mit dem Garam Masala hinein. Lassen Sie alles kurz anbraten. Rühren Sie alles kräftig um und lassen es weiter köcheln bis die Konsistenz breiig wird (circa 5 Minuten). Dann schmecken Sie das Linsencurry mit Salz und Pfeffer ab.

Kürbis-Eintopf

Wenn Sie Campingrezepte durchstöbern, werden Sie immer wieder auf den guten, alten Eintopf stossen. Er ist in der Zubereitung wahnsinnig vielfältig und dabei - wie der Name schon sagt - eines der prädestinierten Gerichte mit einer Herdplatte. Entkernen Sie den Kürbis und schälen die Kartoffeln. Schneiden Sie alles in kleine Würfel. Schneiden Sie ausserdem den Lauch in Ringe und das Hähnchenbrustfilet in Streifen. Würzen Sie das Fleisch mit Salz, Pfeffer und Paprika. Stellen Sie einen weiten Topf auf den Hockerkocher und geben etwas Öl hinein. Vegetarier können das Hähnchenbrustfilet einfach weglassen und gleich mit dem nächsten Schritt anfangen: Lauch andünsten. Schliesslich geben Sie die Kartoffel- und Kürbisstücke hinzu. Füllen Sie Wasser in den Topf, bis der Inhalt ganz knapp bedeckt ist. Am Ende der Kochzeit schmecken Sie den Eintopf mit den Gewürzen ab. Rühren Sie als Letztes die Sahne ein. Minimalistische Camper verzehren den Eintopf direkt vom Hockerkocher.

Weitere Tipps für die Outdoor-Küche

Hier sind einige weitere Tipps, die Ihnen das Kochen auf kleiner Flamme erleichtern:

  • Vorräte anlegen: Wenn du ein eigenes Reisefahrzeug und somit etwas Platz hast, lohnt es sich, einen guten Vorrat für die Outdoor-Küche anzulegen - das zahlt sich beim Kochen aus.
  • Resten verwerten: Resten in der Outdoor-Küche sind sehr gut geeignet, um schnell etwas Neues, Köstliches zu kochen. Aus übrig gebliebenem Reis: Fried Rice! Altes Brot: French Toast oder Apfel-Rösti.
  • Vorbereitung ist alles: Toll für die Outdoor-Küche auch alles, das du am Nachmittag bei Sonnenschein vorbereiten kannst und abends nur noch hervor zunehmen brauchst. Etwa Guacamole, Hummus oder frisches Pesto.
  • Regionale Produkte: Hier findest du das frischeste Gemüse, entdeckst lokale Spezialitäten, kannst Einblicke in den Alltag der Bewohner nehmen - und meist ist es auch günstiger, als im Supermarkt. Wenn du in Meeresnähe bist, ergänze deinen Speiseplan mit Fisch und Crevetten.

Feuerkochen: Kochen mit offenem Feuer

Feuerkochen liegt momentan im Trend. Ob auf Social Media oder in Bücherläden, Tipps rund ums Kochen mit Flammen sind begehrt. Hier sind drei einfache Rezepte aus dem Kochbuch «Feuerkochen» von Monika Di Muro und Chris Bay, die zu Hause nachgemacht werden können.

Grillpfanne auf offenem Feuer🔥 | Ein letztes Mal gemeinsam Kochen!

Feuergeröstete Tomatensauce

Zutaten: 2 kg reife Sommertomaten, Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Olivenöl

Utensilien: Grillgitter, Feuerkochtopf, Feuerkochzange, grosser Löffel

Feuer: Kleines Feuer

Zubereitung: Die Tomaten mitsamt dem Grün auf dem Grillgitter verteilen und langsam anschmoren lassen. Von Zeit zu Zeit mit dem grossen Löffel oder einer Feuerkochzange wenden, bis alle Tomaten möglichst gleichmässig angeschmort sind. Die Tomaten vom Rost nehmen und etwas abkühlen lassen. Das Grün entfernen und die Schale abziehen. Die geschälten Tomaten in einen Feuerkochtopf geben und dabei mit der Hand zerdrücken. Alles auf dem Feuer langsam zu einer Sauce auf die gewünschte Konsistenz einkochen. Gut salzen, pfeffern und genügend Olivenöl dazugeben.

Spanische Tortilla

Zutaten: 4 grosse Kartoffeln, 1 grosse Zwiebel oder 4 Frühlingszwiebeln, ca. 100 ml Olivenöl, Salz, 8 Eier

Utensilien: Eisenpfanne mit Deckel, Spachtel, Messer, Schüssel, Gabel

Feuer: Kleines Feuer

Zubereitung: Reichlich Olivenöl in die Pfanne geben und die Kartoffeln direkt in die Pfanne hinein in beliebig dicke Scheiben schneiden und gründlich im Öl wenden. Hier soll man am Olivenöl nicht sparen, die Kartoffeln dürfen sogar mit Öl bedeckt sein. Langsam auf kleinem Feuer garen. Sobald die Kartoffeln halb durch sind und etwas Farbe annehmen, die Zwiebel direkt zu den Kartoffeln in die Pfanne schneiden und unterrühren. So lange ab und zu leicht wenden, bis die Kartoffeln und die Zwiebel durchgegart sind. Gut salzen. Die Eier nach Belieben zuerst in eine Schüssel oder direkt in die Pfanne schlagen und sofort mit dem Spachtel oder einer Gabel verschlagen und unterrühren. Die Pfanne mit einem feuerfesten Deckel zudecken und Glut auf den Deckel geben. Das Ganze auf kleinstem Feuer ruhen lassen, bis die Eier gestockt sind und die Oberfläche verlockend angebräunt ist.

Gespiesste Felchen

Zutaten: Fangfrische Felchen, filetiert mit Haut oder ein anderer Fisch, Meersalzflocken

Utensilien: Sprissen, Messer, Schneidebrett

Feuer: Mittleres Feuer

Zubereitung: Die Fischfilets in etwa 5 cm grosse Stücke schneiden. Damit das Aufspiessen des zarten Fleischs kraftlos gelingt, mit einem scharfen Messer die Haut an zwei fingerbreit entfernten Stellen etwa 1 cm einschneiden. Hier werden dann die Holzsprisse durchgesteckt. Jeweils zwei bis drei Fischstücke auf die Sprisse stecken und leicht salzen. Die Sprisse ans Feuer stellen. Der Fisch kann durch Variation der Feuergrösse, der Distanz zum Feuer und der Zeitdauer am Feuer nach eigenen Vorlieben punktgenau gebraten werden.

Feuer machen: 5 Tipps

Seit Jahrtausenden nutzt der Mensch Glut und Flammen, um zu kochen. Über die Zeit sind ein paar gute Ideen entstanden, wie man es machen kann. Wir zeigen Ihnen unsere Top Fünf.

Tipp 1: Finnenkerze aus Ästen - Der wahre Holzherd

Dieses Feuer ist perfekt, um bei einem kleinen Zwischenhalt rasch Suppe, Tee oder Kaffee zu kochen: Die Finnenkerze ist Herd und Feuer in einem, braucht nur wenig Holz und entwickelt zielgerichtet Hitze, sodass das Wasser im Nu kocht.

Tipp 2: Der Klassiker - Pyramidenfeuer

Die Ikone, der Klassiker: das Lagerfeuer an sich. Über einem Häufchen Kleinzeug wie Ästen, Rinden und Tannzapfen werden die grösseren Äste aneinandergelehnt. Das Pyramidenfeuer wird möglichst weit innen und unten angezündet.

Tipp 3: Die Ungewohnte - Pagodenfeuer

Das Pagodenfeuer eignet sich perfekt als Kochfeuer: Beim ersten Mal kostet es Überwindung, ein Feuer wider alle Grundsätze zu bauen, die man sich in Jahren herkömmlichen Feuerns angeeignet hat: Zuunterst legen Sie die gröbsten Hölzer; dann Schicht für Schicht etwas dünnere, quer zu vorherigen Lage. Das Kleinzeug kommt zuoberst, wo das Feuer dann auch angesteckt wird.

Tipp 4: Bei nassem Holz - Vogelnest

Im verregneten Wald ein solides Feuer zu machen, ist anspruchsvoll. Der Clou: Die anfängliche Hitze muss reichen, um das Wasser in den umliegenden Holzstücken zu verdampfen - dann fangen auch diese zu brennen an. Je kräftiger das Feuer wird, desto besser und schneller trocknen weitere und immer gröbere Äste.

Tipp 5: Wider aller Stürme - Dakota-Feuerloch

Das Feuer im Erdloch ist eine gute Variante für stürmische Tage: In der Grube sind die Flammen geschützt, sodass die Hitze nicht vom Wind verblasen werden kann. Über das zweite Loch bekommt das Feuer trotzdem genügend Sauerstoff. Durch die aufsteigende Hitze entsteht ein Luftzug, der das wachsende Feuer weiter anfacht.

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