Die Aubergine, auch bekannt als Eierfrucht oder Melanzani, ist eine beliebte Zutat in der mediterranen und orientalischen Küche. Sie eignet sich hervorragend für den Grill und kann in verschiedenen Varianten zubereitet werden. Gegrillte Auberginen sind eine leckere und gesunde Variante, die in der mediterranen und orientalischen Küche sehr beliebt ist. Dieser Artikel stellt Ihnen Rezepte, Zubereitungstipps und nützliche Empfehlungen für die Zubereitung von gegrillten Auberginen vor.

Warum Aubergine grillen?
Gemüse vom Grill schmeckt meistens besonders gut. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen erhält es durch die hohen Temperaturen Röstaromen, die für geschmackliche Intensität sorgen. Zum anderen hat es viel Oberfläche im Verhältnis zum Volumen, wenn es in Scheiben geschnitten wird. Die Aubergine ist ein kalorienarmes Gemüse, das reich an Kalium ist, was für das Herz und die Nervenfunktion wichtig ist. Sie kann in verschiedenen Formen auf dem Grill zubereitet werden - als ganze Frucht, in Scheiben oder als Teil einer Marinade.
Vorbereitung ist alles
Die Zubereitung von Auberginen auf dem Grill erfordert einige Vorbereitungen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Hier sind einige Tipps:
- Auberginen verfärben sich schnell, wenn sie mit Luft in Kontakt kommen. Beträufle die Auberginenscheiben mit etwas Zitronensaft, damit sie nicht braun werden.
- Die Aubergine kann wie eine Mohrrübe mit dem Messer oder dem Kartoffelschäler gehäutet werden.
- Auberginen sollten nicht zu lange gekocht oder gegrillt werden, da sie sonst sehr weich werden.
Heutzutage werden die meisten Sorten jedoch mit nur wenigen Bitterstoffen gezüchtet, sodass dieser Vorgang zu diesem Zweck nicht notwendig ist. Im Gegenteil entzieht das Salz dem Gemüse sogar Aromen. Beim Braten und Fritieren kann vorheriges Salzen sinnvoll sein, da der Aubergine dadurch Wasser entzogen wird. Sie kocht in der Pfanne daher nicht im ausgetretenen eigenen Saft, nimmt weniger Fett auf und erhält ein milderes Aroma sowie eine weichere Konsistenz.
Die Aubergine hat Saison von Juni bis Oktober, ist aber ganzjährig im Handel erhältlich. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass die Frucht auf Fingerdruck leicht nachgibt.
Auberginen richtig marinieren
Wichtig ist, sie ein wenig zu marinieren. Sonst wird das Gemüse zäh und trocken. Die einfachste Marinade besteht aus Olivenöl und Salz. Dazu die Scheiben dünn einpinseln und dann salzen. Wenn du mehr Aromen wünschst, eignen sich Knoblauch, mediterrane Kräuter, Chiliflocken, Kreuzkümmel und weitere Gewürze.
Achte beim direkten Grillen von Kräutern und Gewürzen darauf, dass sie nicht verbrennen. Daher entweder vorab eine Marinade aus Gewürzen und Öl herstellen und Gemüse darin mehrere Stunden einlegen, diese vor dem Grillieren dann abstreifen.
Marinade zubereiten:
- Die Knoblauchzehen schälen. Zusammen mit dem Thymian, Estragon, Salz und Pfeffer in einen Mörser geben und zu einer Masse verarbeiten.
- In der Zwischenzeit Knoblauch abziehen und fein hacken. Chilischote halbieren, Kerne und Stielansatz entfernen, waschen und fein würfeln.
Auberginenscheiben marinieren:
- Die Auberginenscheiben in die Marinade drehen und auf einen Teller legen. Abgedeckt für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
- Auberginenscheiben abwaschen und trockentupfen. Die Marinade zu den Auberginenscheiben geben, gut vermengen und etwa 2 Stunden ziehen lassen.
- Die Auberginenscheiben in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Ankerkraut Alter Grieche, Ankerkraut Aioli-Salz und einer Prise Paprikapulver vermengen.
Verschiedene Zubereitungsarten
Es gibt viele Möglichkeiten, Grillgemüse zuzubereiten. Je nach Variante ergeben sich unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Hier sind einige Optionen:
Direkte Hitze
Für schnelles Grillgemüse bietet sich direkte Hitze an, dann kannst du nach zehn Minuten servieren. Dafür schneidest du Zucchini, Aubergine und Co. in gleichmässig dicke Scheiben.

Indirekte Hitze
Früher war es verbreitet, das Grillgemüse in Alufolie zu wickeln, Kräuterbutter zuzugeben und dann zu garen. Vorteil: Das Gemüse bleibt saftig und nimmt die Aromen der Gewürze sehr gut auf. Für die moderne Interpretation von Grillgemüse aus der Folie verwendest du daher einen Grillschale aus Edelstahl, den man auch speziell Gemüse Grillkorb nennt. Grill dafür auf 160 °C indirekte Hitze vorheizen und Grillgemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Mit Butter, Kräutern deiner Wahl und etwas Salz gut vermengen, alles in die Grillschale geben. Gemüse dann etwa 30 Minuten indirekt grillieren.
Rotisserie
Dritte Möglichkeit ist Grillgemüse von der Rotisserie. Vorteil: Durch die langsame Drehung gart das Gemüse gleichmässig von allen Seiten. Zudem ist es im Korb, wie dem Grillfürst Drehspiesskorb, gut gesichert und fällt nicht durch den Rost. Grundsätzlich gehst du so vor: Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden, mit etwas Öl gut durchmischen, Salz und Gewürze zugeben. Achte bei der Befüllung nur darauf, dass die die Gemüsesorten die gleiche Garzeit haben und etwa gleich dick sind. Zucchini, Aubergine und andere mediterrane Gemüsesorten brauchen etwa 30 Minuten.
Weitere Tipps und Tricks
- Wer sein Grillgemüse so knusprig wie vom Rost haben möchte, aber dennoch Angst hat, dass Gemüse durch den Rost fällt, der nimmt sich einfach eine Grillplatte aus Gusseisen.
- Zwiebeln und Lauch bringen ihre schützende Schicht selbst mit. Du kannst sie wie sie sind auf den Grill legen und indirekt etwa 20 bis 30 Minuten garen lasen.
Rezeptideen für gegrillte Aubergine
Hier sind einige Rezeptideen, um Ihre gegrillte Aubergine zu genießen:
1. Gegrillte Aubergine pur
Wasche und schneide die Auberginen in ca. 0,5 cm dicke Scheiben und verteile sie auf einem BAckbelch oder dem Tisch. Beträufle sie mit dem Zitronensaft, damit sie nicht braun werden. Nun mit Salz bestreuen und gut 15 Minuten ziehen lassen. Mit einem Küchentuch oder Küchenpapier trocken tupfen. Nun die Scheiben beidseitig mit Olivenöl bepinseln und mit Salz, Pfeffer und den Kräutern würzen. Die marinierten Auberginen auf dem heissen Grill oder in einer Teflonpfanne gut 5 Minuten von beiden Seiten grillieren.
2. Gegrillte Aubergine mit Frischkäse
Die Aubergine kurz vor dem Grillieren in etwa halbe Zentimeter dicke Scheiben schneiden und in eine feuerfeste Form legen. Beträufle die runden Scheiben mit etwas Zitronensaft, damit sie nicht braun werden. Nun die Auberginenscheiben mit dem Olivenöl bepinseln. Würze das Gemüse mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer. Nun die marinierten Auberginen auf dem Grill oder in der Pfanne golbraun grillen. Abkühlen lassen. Verteil den Frischkäse auf den Scheiben und streu die frischen Kräuter darüber. Einrollen und fertig.
Als Variante kannst du die Aubergine einfach in zwei Hälften schneiden, aushöhlen und mit Frischkäse und Sojahack füllen. In einer feuerfesten Form ca. 40 min. grillen.
3. Auberginen-Gemüsepfanne vom Grill
Schneide Aubergine und Zucchetti in fingerdicke Scheiben, die Tomaten in Spalten, Peperoni in Streifen und die Frühlingszwiebel in dünne Scheiben. Gib alles in eine feuerfeste Form. Das Gemüse würzen. Olivenöl und Essig dazugeben. Das Gemüse bei mittlerer Hitze im Grill für etwa 10 bis 15 Minuten grillen.
Als Variante grillierst du das Gemüse einfach am Spiess! Das Gemüse am Spiess mit Gewürzen, Olivenöl, Essig und Zitronensaft marinieren und ein paar Stunden ziehen lassen. Dann bei indirekte Hitze auf dem Grill durchgaren.
4. Raffinierter Dip aus grillierten Auberginen
Zunächst die trockenen Häute der Knoblauchknolle entfernen und unter dem Stielansatz quer aufschneiden, sodass alle Zehen angeschnitten sind. Die Knolle für etwa 40 bis 50 Minuten grillen, bis die Zehen ganz weich sind. Parallel die beiden Auberginen jeweils mehrmals einstechen und bei direkter Hitze so lange grillieren, bis das Fruchtfleisch durch und durch weich ist. Die Aubergine beim Grillen ab und zu zu drehen. Nach etwa 20 Minuten ist sie gar. Beide Zutaten nun etwas abkühlen lassen. Das weiche Fruchtfleisch der Knoblauchzehen ausdrücken und in eine Schale geben. Die grillierte Aubergine halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel entnehmen und zum Knoblauch geben. Sind viele Kerne enthalten, diese zuvor entfernen. Alles zu einer Paste mixen. Oregano und Zitronensaft untermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
5. Gegrillte Aubergine am Stück
Die Auberginen durch den Stielansatz längs halbieren. Die Schnittflächen der Hälften mit einem spitzen, scharfen Messer kreuzweise etwa 1 cm tief einschneiden, dabei darauf achten, dass man die Schale nicht verletzt. Die Schnittflächen kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit dem Zitronensaft bestreichen. Nebeneinander in eine feuerfeste Gratinschale legen. Den Peperoncino längs halbieren, entkernen und fein hacken. Die Thymianblättchen von den Zweigen zupfen. Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Alle Zutaten mit dem Olivenöl mischen. Die Schnittflächen der Auberginenhälften grosszügig mit der Ölmischung bestreichen, am besten biegt man sie dabei leicht auf, damit das Öl auch in die Einschnitte fliesst. Wichtig: das Öl muss vollständig aufgebraucht werden. Dann die Auberginenhälften bei Zimmertemperatur mindestens ½ Stunde, besser aber länger marinieren lassen. Die Auberginen in der Form auf den Grillrost stellen und den Grilldeckel schliessen oder auf einem offenen Grill mit Alufolie einen Deckel über der Schale bilden.
Beilagen und Variationen
Als typische Beilagen zu leckerem Grillgut sind meistens Salate oder Kartoffeln. Doch auch Grillgemüse schmeckt hervorragend als Beilage zu deinem grilliertem Fleisch. Frischkäse und vor allem Feta ist ein idealer Partner für die Aubergine. Für 1 Aubergine rechnet man 100g Frischkäse: Die Aubergine kurz vor dem Grillieren in etwa halbe Zentimeter dicke Scheiben schneiden und mit etwas Zitronensaft gegen das Braunwerden beträufeln. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Cayenne würzen. Etwas vom Frischkäse darauf und ein wenig gehackte mediterrane Kräuter.
Die Griechen essen die Frucht gerne im Moussaka, einem Auflauf mit Kartoffeln, Tomaten und Hackfleisch.
Hier ist eine Tabelle mit Garzeiten für verschiedene Gemüsesorten auf dem Grill:
| Gemüse | Garzeit |
|---|---|
| Zucchini | 10-15 Minuten |
| Aubergine | 20-30 Minuten |
| Paprika | 15-20 Minuten |
| Zwiebeln | 20-30 Minuten |