Arabisches Brot frittiert: Ein kulinarischer Genuss aus dem Nahen Osten

Die arabische Küche ist reich an vielfältigen Aromen und traditionellen Gerichten. Ein besonderes Highlight ist das arabische Brot, das in verschiedenen Variationen zubereitet wird. Ob als Beilage zu Mezze, als Basis für köstliche Sandwiches oder einfach pur - arabisches Brot ist ein Genuss für jeden Gaumen. In diesem Artikel tauchen wir ein in die Welt des arabischen Brotes und stellen Ihnen ein köstliches Rezept für frittiertes Fladenbrot vor.

Die Geschichte des Fladenbrotes

Fladenbrot ist das erste Brot, das die Menschen gekannt haben. Es wurde 5000 Jahre vor Christus von den alten Ägyptern und den Sumerern erfunden. Damals war es auf Stein gebackener Getreidebrei und noch nicht das luftige Fladenbrot wie wir es heute kennen.

Es waren auch die Ägypter die angefangen haben Hefekulturen zu kultivieren und damit das Fladenbrot dahin zu entwickeln, wie wir es heute kennen. Nach Europa kam das Fladenbrot übrigens erst 2000 Jahre später.

Tatsächlich ist es aber so, dass Fladenbrot weltweit die am weitesten verbreitete Brotform ist.

Fladenbrot gibt es überall, vom italienischen Focaccia und Piadina, über das griechische Pita, das Pide in der Türkei, das arabische Chubz bis zum indischen Naan oder mexikanischen Tortilla. Sogar das schwedische Knäckebrot ist eine Art Fladenbrot.

Fladenbrot selber machen

Bei diesem Rezept handelt es sich um die Urform des Fladenbrotes, wie es in Ägypten und im Mittelmeerraum hergestellt wurde. Ursprünglich wurde das Brot auf einem heissen Stein gebacken, Feuerholz war rar und deshalb musste es schnell gehen. Auch heute soll es schnell gehen, statt dem Stein nehmen wir aber die Pfanne.

Das Basisrezept aus Mehl und Wasser ist etwas zu minimalistisch. Mit etwas Salz und Olivenöl erhält das Brot mehr Geschmack. Damit das Fladenbrot luftiger wird, kommt ein bisschen Backpulver dazu. Zutaten zu einem Teig verkneten. Kurz stehen lassen. In die Pfanne. Fertig. So schnell geht Fladenbrot ohne Hefe!

Fladenbrot passt zu Mezze wie unserem Hummus oder Muhammara. Natürlich könnt ihr Fladenbrot auch zu indischen Currys wie dem superleckeren Aloo Gobi servieren. Manchmal mag ich es ganz einfach, übergiesse etwas Harissa* mit gutem Olivenöl und tunke dann das Fladenbrot darin. Dazu ein paar Oliven und ich bin glücklich. Eine besondere Art des Fladenbrotes ist Manakish, diese belegte Variante wird auch als libanesische Pizza bezeichnet (nicht zu verwechseln mit Lahmacun, der türkischen Pizza).

Rezept für Fladenbrot

Hier ist ein einfaches Rezept, um Fladenbrot ohne Hefe selbst zu machen:

Zutaten:

  • 330 g Weissmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 ml Wasser (lauwarm)

Zubereitung:

  1. Trockene Zutaten in eine Schüssel geben und mischen.
  2. Wasser und Olivenöl dazugeben und von Hand oder mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten, dann 10 Minuten ruhen lassen.
  3. Dann den Teig in 6 Portionen teilen, zu Kugeln rollen und mit der Hand flachdrücken.
  4. Wenig Öl in einer Bratpfanne erhitzen und die Brote nacheinander 2-3 Min pro Seite goldbraun backen.

Der Teig ist klebriger als Hefeteig.

Tipp: Servieren Sie das Fladenbrot warm mit Hummus, Olivenöl und Za'atar.

Die ägyptische Küche: Mehr als nur Pyramiden

Ägypten ist ein beliebtes Reiseland wegen dem immer schönen Wetter, der alten Kultur und einer traumhaften Unterwasserwelt. Die kulinarische Seite jedoch kennen nicht viele. Eigentlich schade, denn Ägypten bietet eine grosse Vielfalt an «typischen», leckeren Gerichten.

Für die Ägypter ist das miteinander essen sehr wichtig und ich durfte schon bei vielen Familien und natürlich der Crew mit an den Tisch. Moment; nix mit Tisch… 😉 auf den Boden.

Das ägyptische Volk liebt das Essen und noch fast mehr es zu servieren, zu teilen und es zusammen zu geniessen. Gerade wenn man auf Besuch zu den Familien geht, wird immer sehr viel aufgetischt. Denn es erfüllt sie mit Stolz viele verschiedene Gerichte anzubieten. Man sitzt im Kreis und in der Mitte das Essen.

Wer von Hand isst, was die Mehrheit natürlich immer noch tut, reisst ein Stück vom Brot ab, formt es zu einem Trichter und nimmt das anstelle eines Löffels. So kann man dann auch die leckeren Suppen und Saucen aufnehmen. Sie lieben Zwiebeln und in Essig eingelegtes Gemüse. Auch an Öl wird nicht gespart und Frittieren scheint ein gängiges Hobby in der Bevölkerung zu sein.

Fleisch ist in der ägyptischen Küche eine ziemlich teure Beilage und daher nicht weit verbreitet. Es wird eher in den Städten als auf dem Land verzehrt. In den Küstengebieten sind jedoch Fischgerichte sehr beliebt.

Die Entwicklung der ägyptischen Küche bleibt natürlich auch nicht stehen. So ist es unter den Ägyptern sehr beliebt, Köstlichkeiten anderer Länder mit den eigenen Mitteln zumindest nachzuahmen. So sind aus der ägyptischen Küche Nudeln, Pizzas, Pommes frites u.v.m. nicht mehr wegzudenken.

Gerade unsere Köche an Bord haben riesig «de Plausch» Rezepte von uns zu machen. Es erfüllt sie mit Stolz. Deshalb versuchen wir auch einen Spagat zu machen zwischen traditionellen und europäischen Gerichten.

Beliebte Gerichte aus Ägypten

Einige beliebte Gerichte aus Ägypten sind:

  • Koshary (Kushari): Reis, Makkaroni, Linsen und Kichererbsen mit karamellisierten Zwiebeln, dicker roter Sauce und Knoblauch / Chili / Essig / Sauce.
  • Mahshi: Gemüse gefüllt mit einer Reisfüllung - wie Zucchini, Auberginen, Paprika, Tomaten, Kohlblättern oder Weinblättern.
  • Mulukhiyah: Eine dicke, etwas schleimige, grüne Brühe aus der Langkapseligen Jute.

Getränke in Ägypten

Tee ist das bevorzugte Getränk in Ägypten. Der wohl am häufigsten getrunkene Tee trägt den Namen Karkaděh und wird aus den Blüten des Hibiskus hergestellt. Diesen kann man heiss, aber auch eisgekühlt geniessen.

Viele Ägypter trinken auch gerne «Shai-Tee», ein Schwarztee mit Minze, den man extrem stark süsst.

Ebenfalls typisch für Ägypten sind die zahlreichen frischen Fruchtsäfte.

Wer etwas Wärmendes, leckeres trinken möchte bestellt einen «Sahlab». Dieses Getränk hat ein einzigartiges Aroma, und besteht aus heisser Milch und Stärke. Die Stärke besteht aus Salep (Orchideenmehl). Dazu wird es mit viel Nüssen und Kokossplittern warm serviert.

Arabisches Grillen: Ein Fest für die Sinne

Arabisches Grillen ist nicht nur ein kulinarisches Erlebnis, sondern auch ein Fest für die Sinne. In vielen Ländern im Nahen Osten und Nordafrika hat sich das Grillen zu einer tief verwurzelten Tradition entwickelt, die bis in die heutigen Tage andauert. In diesem Artikel werden wir uns ausführlich mit verschiedenen Rezepten und Zubereitungsmöglichkeiten aus der arabischen Grillküche beschäftigen. Basierend auf den bereitgestellten Materialien werden wir Rezepte wie Shish Tawouk, Kabab, Dajaj Mashwi, Halloumi und Köfte unter die Lupe nehmen.

Die arabischen Grillgerichte sind in der Regel von einfachen, aber durchdachten Zutaten geprägt. Zentrale Bestandteile sind meist Geflügel, Lammfleisch oder Käse, die mit einer Vielzahl von Gewürzen und Aromen veredelt werden. In der arabischen Kultur spielt das Teilen des Essens eine große Rolle. Gerichte werden oft in der Gruppe serviert, wodurch sich ein warmes und gastfreundliches Ambiente schafft.

Shish Tawouk: Gegrilltes Hähnchen auf arabische Art

Ein besonders beliebtes Gericht im arabischen Raum ist Shish Tawouk, eine Art gegrilltes Hähnchen, das oft mit Joghurt, Knoblauch und einer Vielzahl von Gewürzen mariniert wird.

In einer Schüssel Joghurt mit fein gehacktem Knoblauch, Zitronensaft, Essig, Thymian, Salz, Pfeffer und Paprikapulver vermischen. Die Hähnchenbrust in mundgerechte Stücke schneiden und gut mit der Marinade einreiben. Pilze mit Olivenöl, Knoblauch, Oregano, Thymian, Salz und einem Spritzer Zitronensaft marinieren. Die Spieße auf einem Holzkohlegrill bei mittlerer Hitze garen lassen, bis das Fleisch goldbraun und saftig ist.

Shish Tawouk wird traditionell mit Toum (Knoblauch-Cream), Hummus, arabischem Fladenbrot und Pommes serviert.

Dajaj Mashwi: Gegrilltes Hähnchen aus Saudi-Arabien

Ein weiteres bekanntes Gericht ist Dajaj Mashwi, das in Saudi-Arabien als Nationalgericht gilt. Dajaj Mashwi hat seine Wurzeln in der arabischen Kultur, in der das Teilen von Essen eine große Bedeutung hat.

Dajaj Mashwi wird in der Regel mit Knoblauch, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Olivenöl mariniert. Danach werden die Hähnchenstücke auf Holzspieße gesteckt und auf einem Holzkohlegrill gegrillt, bis sie goldbraun und saftig sind.

Dajaj Mashwi passt hervorragend zu Hummus, Falafel, Taboule und Pita-Brot. Diese Beilagen sind in der arabischen Küche unverzichtbar und tragen zum harmonischen Geschmackserlebnis bei.

Halloumi: Gegrillter Käse aus Zypern

Ein weiteres beliebtes Element im arabischen Grillmenü ist Halloumi, ein Käse aus Zypern, der sich hervorragend zum Grillen eignet.

Halloumi aus der Verpackung nehmen und abtropfen lassen. In fingerdicke Scheiben schneiden (ca. 1 cm dick). In einer heißen Grillpfanne (oder Bratpfanne mit Olivenöl) bei mittlerer Hitze für 3-4 Minuten pro Seite grillen, bis die Käsescheiben goldbraun sind.

Halloumi kann auch als vegetarische Alternative in Gerichten wie Burgern, Wraps oder Salaten eingesetzt werden. Ein besonderes Rezept ist der Halloumi Wassermelonen Salat, bei dem Halloumistücke mit frischer Wassermelone und Minze kombiniert werden.

Gegrillter Halloumi schmeckt am besten frisch aus der Pfanne. Übrig gebliebene Stücke können in einem luftdichten Behältnis im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Köfte: Gegrillte Hackfleischspieße

Zwiebeln, Petersilie und Knoblauch klein hacken und mit dem Lammhackfleisch vermischen. Ein Ei schlagen und ebenfalls zur Masse geben. Anschließend die Gewürze (Kreuzkümmel, Koriander, Chiliflocken, Salz, Pfeffer) untermischen. Die Masse gründlich durchkneten, bis eine homogene Masse entsteht.

Die Spieße auf einem Holzkohlegrill oder einer Grillpfanne garen lassen, bis das Hackfleisch goldbraun und gar ist.

Köfte werden in der Regel mit arabischen Beilagen wie Hummus, Taboule oder Pita-Brot serviert.

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Beilagen und Salate für den arabischen Grillabend

Neben den Hauptgerichten sind auch die Beilagen und Salate ein wichtiger Bestandteil eines arabischen Grillabends.

Taboule: Frischer Bulgursalat

Taboule ist ein frischer Salat, der aus Bulgur, Petersilie, Minze, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Olivenöl und Zitronensaft besteht.

Bulgur mit kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten quellen lassen. Petersilie, Minze, Tomaten, Gurken und Zwiebeln klein schneiden und in eine Schüssel geben. Den Bulgur abgießen und ebenfalls unterheben. Mit Olivenöl und Zitronensaft würzen.

Hummus: Cremiger Kichererbsendip

Hummus ist eine cremige Paste aus Kichererbsen, die in der arabischen Küche als Dip oder Beilage serviert wird.

Kichererbsen in Salzwasser kochen, bis sie weich sind. In einer Küchenmaschine mit Knoblauch, Zitronensaft, Tahini, Olivenöl und Salz pürieren.

Falafel: Frittierte Kichererbsenbällchen

Ein weiteres typisches Gericht ist Falafel, frittierte oder gebackene Kichererbsenbällchen.

Kichererbsen (getrocknet) in Salzwasser über Nacht einweichen. Mit Petersilie, Knoblauch, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Paniermehl zu einer Masse vermengen. Die Masse in kleine Bällchen formen. Die Bällchen in kochendem Öl frittieren, bis sie goldbraun sind.

Tipp: Wählen Sie ein paar Hauptgerichte wie Shish Tawouk, Dajaj Mashwi, Köfte oder Halloumi, die sich gut zum Grillen eignen. Viele der Gerichte erfordern eine Marinade, die vor der Zubereitung zubereitet werden sollte. Ein Holzkohlegrill ist ideal für die Zubereitung arabischer Gerichte, da er eine intensive, aromatische Bräunung verursacht. Servieren Sie die Gerichte warm und in einer Weise, die den arabischen Traditionen entspricht. Kombinieren Sie die Gerichte mit erfrischenden Getränken wie Zitronenwasser, Limonaden oder frischen Fruchtsäften.

Fazit

Arabisches Grillen ist mehr als nur das Zubereiten von Fleisch oder Käse - es ist ein kulinarisches und kulturelles Erlebnis, das Einblicke in die reiche Tradition der arabischen Küche bietet. Mit Gerichten wie Shish Tawouk, Dajaj Mashwi, Köfte oder Halloumi können Sie zu Hause ein authentisches Menü kreieren, das nicht nur lecker, sondern auch informativ ist. Durch die einfache Zubereitung und die Vielfalt der Gerichte eignet sich arabisches Grillen hervorragend für gesellige Zusammenkünfte, Familienabende oder auch für Gäste, die etwas Neues entdecken möchten.

Lassen Sie sich von der Vielfalt der arabischen Küche inspirieren und genießen Sie die köstlichen Aromen des Orients!

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