Apfel, Kiwi, Banane: Köstliche Marmelade selber machen

Selbstgemachte Marmelade ist etwas Besonderes. Sie ist nicht nur lecker, sondern auch ein Ausdruck von Kreativität und Wertschätzung für natürliche Zutaten. Ob als süßer Aufstrich zum Frühstück oder als besonderes Geschenk - selbstgemachte Marmelade ist immer eine gute Idee. Hier finden Sie einige inspirierende Rezepte, um Ihre eigene Apfel-, Kiwi- und Bananenmarmelade zu kreieren.

Grundlagen der Marmeladenherstellung

Bevor wir zu den spezifischen Rezepten kommen, ist es wichtig, einige Grundlagen der Marmeladenherstellung zu verstehen:

  • Hygiene: Saubere Gläser sind das A und O. Spülen Sie die Marmeladengläser immer mit heißem Wasser aus und desinfizieren Sie die Deckel, beispielsweise mit Rum.
  • Gelierprobe: Um zu prüfen, ob die Marmelade die richtige Konsistenz hat, geben Sie einen kleinen Löffel voll auf einen kalten Teller. Wenn sie fest wird, ist die Marmelade fertig.
  • Haltbarkeit: Richtig eingekochte Marmelade ist in der Regel mehrere Monate haltbar. Achten Sie darauf, die Gläser gut zu verschließen und kühl und dunkel zu lagern.

Rezept: Apfel-Bananen-Marmelade

Diese Marmelade ist eine köstliche Kombination aus süßen Äpfeln und cremigen Bananen. Hier ist ein einfaches Rezept:

Zutaten:

  • Äpfel (am besten verschiedene Sorten)
  • Bananen (reif, aber nicht überreif)
  • 1 kg Gelierzucker (Menge anpassen, da beide Früchte stärkehaltig sind)

Zubereitung:

  1. Die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in feine Stücke schneiden.
  2. Die Bananen schälen und ebenfalls in feine Stücke schneiden.
  3. Apfel- und Bananenstücke mit dem Gelierzucker in einem Topf vermischen.
  4. Die Mischung langsam auf dem Herd zergehen lassen und unter ständigem Rühren aufkochen.
  5. Die Marmelade so lange kochen lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat (Gelierprobe machen!).
  6. Die heiße Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen und sofort verschließen.

Die Apfel-Bananen-Marmelade kann man mit beliebigen Äpfeln machen.

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Weitere Marmeladenrezepte und Variationen

Neben der Apfel-Bananen-Marmelade gibt es noch viele andere köstliche Marmeladenrezepte, die Sie ausprobieren können. Hier sind einige Beispiele:

Orangenmarmelade

Orangen mit einem Tuch abreiben und dünn schälen. Die weisse Schale darf dabei nicht verwendet werden, wenn man den bitteren Geschmack nicht will. Die Schale dann in feine Streifen schneiden und mit dem Wasser gut weich kochen. In der Zwischenzeit den Orangen die weisse Haut abziehen und die Früchte in Schnitze zerteilen. Fasern und Kerne entfernen. Die weichgekochte Schale durchpassieren und zusammen mit 1 dl der vorher erhaltenen Brühe sowie zusätzlichen 2 dl Wasser und dem Zucker erhitzen. Die Orangenschnitze zugeben und unter regelmässigem Rühren zu einer dicklichen Konfitüre kochen. Die Konfitüre dann in geeignete, vorgewärmte und saubere Gefässe abfüllen.

Quittenmarmelade

Quitten waschen, mit einem Tuch abreiben, in jeweils 4 Teile schneiden und mit Wasser bedeckt weich kochen. Die Masse danach durch ein Haarsieb streichen und über Nacht in einem zugedeckten Gefäss an einem kühlen Ort stehen lassen. Dann mit dem Zucker vermischen, 15 min stehen lassen, die Zitronenschale zufügen und unter ständigem Rühren zu einer dicken, breiartigen Masse kochen. Diese in geeignete, vorgewärmte und saubere Gefässe abfüllen. Die abgeriebenen Quitten können auch geschält werden. Schalen und Kerngehäuse verwendet man zur Herstellung von Quittengelee.

Rhabarbermarmelade

Rhabarberstängel waschen, abtropfen und ungeschält in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit Zucker, Zitronenschale und Wasser kochen, bis die Masse beim Rühren sehr dick wirkt. Die Konfitüre dann in geeignete, vorgewärmte und saubere Gefässe abfüllen. Diese Konfitüre ist aus Erfahrung etwas kritisch hinsichtlich einer Gärung. Die Kochdauer sollte deshalb nicht zu kurz gewählt werden. Allenfalls könne die Gläser im Sinne einer Stufenerhitzung nach dem Abkühlen und einer etwa vierstündigen Lagerdauer noch einmal im Wasserbad auf etwa 70 °C erhitzt werden. Diese Technik erlaubt oft eine Verbesserung der mikrobiologischen Lagerstabilität.

Sanddornmarmelade

Sanddorn-Beeren mit Wasser bedeckt kochen, bis sie platzen. Die Masse dann durch das Passe-vite treiben oder durch ein Sieb streichen, um die Schalenteile und Kerne abzutrennen. Das Mark wägen und anschliessend mit der nötigen Menge Gelierpulver mischen. Unter Rühren aufkochen und den Zucker einrieseln lassen. Sobald die Masse kocht für weitere 3 min sprudelnd kochen. Dann vom Herd nehmen und noch für etwa 1 min rühren, damit der Schaum zerfällt. Die Konfitüre in die vorbereiteten und vorher heiss gemachten Gläser füllen.

Tomatenmarmelade

Tomaten abreiben, in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. 2-3 handvoll Zucker und 3-4 Esslöffel Essig zugeben, gut durchmischen und zugedeckt über Nacht an einen kühlen Ort stellen. Die Tomatenscheiben dann mit dem Zucker und den restlichen Zutaten erhitzen und zu einer dicken Masse kochen. Die Tomatenkonfitüre dann in geeignete, vorgewärmte und saubere Gefässe abfüllen. Grüne Tomaten enthalten nicht zu vernachlässigende Mengen an Solanin. Die Konfitüre sollte deshalb nicht aus ganz grünen Tomaten hergestellt werden. Die Erhitzung der Konfitüre inaktiviert das Solanin nicht. Die konsumierten Mengen an Tomatenkonfitüre sollten deshalb auch in einem vernünftigen Rahmen bleiben.

Traubenmarmelade

Traubenbeeren abwechselnd mit Zucker lagenweise in eine Schüssel geben und zugedeckt über Nacht an einem kühlen Ort ziehen lassen. Die Trauben dann unter wiederholtem Rühren zu einer dicken Masse kochen. Die Konfitüre anschliessend in geeignete, vorgewärmte und saubere Gefässe abfüllen.

Zwetschgenmarmelade

Zwetschgen entsteinen und dann alternierend mit dem Zucker lagenweise in eine Schüssel schichten. Über Nacht an einen kühlen Ort stellen. Den Saft abgiessen und aufkochen, bis eine dickliche Masse entsteht. Saft abschäumen und die Zwetschgen darin weitere 20 min kochen. In geeignete, vorgewärmte saubere Gefässe abfüllen. Zu reife Zwetschgen ergeben eine farblich weniger befriedigende Konfitüre. Wer die Haut der Zwetschgen in der Konfitüre nicht schätzt, übergiesst die Zwetschgen zunächst mit siedendem Wasser und lässt diese einige Minuten zugedeckt stehen.

Tipps und Tricks

Hier noch einige zusätzliche Tipps, die Ihnen bei der Marmeladenherstellung helfen können:

  • Weniger Zucker: Wenn Sie weniger Zucker verwenden möchten, können Sie spezielle Gelierzucker-Sorten mit reduziertem Zuckergehalt verwenden oder natürliche Süßungsmittel wie Stevia oder Erythrit hinzufügen.
  • Säure: Ein Schuss Zitronensaft verstärkt nicht nur den Geschmack, sondern hilft auch beim Gelieren der Marmelade.
  • Kreative Zutaten: Experimentieren Sie mit verschiedenen Gewürzen wie Zimt, Vanille oder Ingwer, um Ihrer Marmelade eine besondere Note zu verleihen.

Mit diesen Rezepten und Tipps können Sie Ihre eigene köstliche Apfel-, Kiwi- und Bananenmarmelade kreieren und Ihre Lieben damit verwöhnen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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