Annaberger Stollen: Tradition, Handwerkskunst und Verkauf im Erzgebirge

Der Annaberger Stollen, auch bekannt als Butter- oder Christstollen, ist ein traditionelles Weihnachtsgebäck mit einer über 600-jährigen Geschichte. Seine Form und Zuckerkruste versinnbildlichen das in Windeln gewickelte Christkind. Die Legende erzählt, dass Hirtenfrauen, die eilends zur Krippe gingen, um Jesus zu sehen, an ihre im Ofen vergessenen Brote dachten, woraus diese besondere Gebäckform entstand.

Der Stollen ist nicht nur ein kulinarisches Produkt, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der erzgebirgischen Kultur und Tradition. Er wird oft auf Weihnachtsmärkten angeboten und ist ein beliebtes Geschenk in der Adventszeit.

Die Tradition der Weihnachtsberge im Erzgebirge ist eng mit dem Bergbau verbunden. Im 18. Jahrhundert schnitzten invalid gewordene Bergleute sogenannte Buckelbergwerke, kleine Kästen, die Szenen aus dem Leben unter und über Tage darstellten. Diese dienten als Vorläufer der späteren Weihnachtsberge.

Die Bedeutung des Bergbaus für die Region

Am Anfang war der Bergbau. Ohne ihn gäbe es im Erzgebirge keine Weihnachtsberge. Holzbildhauer Frank Salzer aus Zwönitz kennt die Gründe. «Im 18. Jahrhundert schnitzten invalid gewordene Bergleute Buckelbergwerke. Die heissen so, weil sie auf dem Rücken getragen wurden.» Salzer zeigt einen dieser historischen Kästen, in denen vom Leben unter und über Tag erzählt wird. «Gegen ein kleines Entgelt drehte der Bergmann an der Kurbel und die Szenen, die Arbeit im Stollen oder das Schmieden von Werkzeug, wurden lebendig», so Salzer. Dies waren die Vorläufer der Weihnachtsberge.

Wer in der Weihnachtszeit durch das Erzgebirge fährt, wird sich über die unzähligen beleuchteten Hausfassaden, Fenster und Gärten freuen. Ein Lichtermeer. «Licht war die grosse Sehnsucht der Bergleute. Deshalb stellten ihre Frauen Kerzen in die Fenster, um ihnen den Weg nach Hause zu weisen», erzählt Salzer. Die Zeit der traditionellen Weihnachtsbeleuchtung dauert hier daher immer etwas länger - bis Mariä Lichtmess.

Die Annaberger Manufaktur der Träume und Gelenau

Wer sich einen Überblick über die weihnachtliche Volkskunst des Erzgebirges verschaffen möchte, ist in der Annaberger Manufaktur der Träume und im wenige Kilometer entfernten Gelenau richtig. Dort kann man sich in die Geheimnisse eines Weihnachtsberges einführen lassen. Eckart Holler ist sozusagen der Chefmechaniker des Depots Pohl-Ströher.

Die verstorbene Schweizerin Erika Pohl-Ströher, deren Familie aus dem Erzgebirge stammt, hat als Reminiszenz an ihre Heimat die grösste private Volkskunstsammlung im deutschsprachigen Raum aufgebaut. Heute ist die Sammlung im Annaberger Museum und im Depot wissenschaftlich aufbereitet ausgestellt.

Der Volkskunstexperte erzählt, dass er die gefundenen oder angebotenen Weihnachtsberge fast immer in Einzelteile zerlegt angetroffen habe. «Und eine Aufbauanleitung gab es natürlich nicht.» Wenn man vor dem mit knapp sechseinhalb Meter Breite grössten mechanischen Wunderwerk im Gelenauer Depot steht, kann man ermessen, wie viel Arbeit im Wiederaufbau steckt. «So etwas macht heute keiner mehr», sagt Holler.

Verkaufszeitraum und Verfügbarkeit

Erhältlich in unseren Fachgeschäften vom 15.11. - 26.12. so lange Vorrat. Bestellbar ab einem Stück vom 15.11. - 20.12. Ausserhalb der Saison nicht erhältlich.

Der Butter- oder Christstollen ist ein typisches Weihnachtsgebäck, dessen Geschichte sich über 600 Jahre zurückverfolgen lässt. In seinem Ursprung weist der Christstollen auf eine christliche Bedeutung hin.

Reise ins Erzgebirge

Es ist noch dunkel als die ersten Gäste frühmorgens in Thun in unserem komfortablen Car einsteigen. Es wird ein langer Tag bis wir im Bundesland Sachsen in unserem modernen Hotel in Meerane ankommen. Aber in der Zwischenzeit gibt es Geschichte über Deutschland, die Bundesländer und die Wende zu hören und auch ein Rezept wie man einen Striezel selber backen kann.

Am nächsten Tag begleitet uns mit viel Charme die einheimische Reiseleiterin Christine durch ihre Heimat. Sie spricht ein sehr gut verständliches Hochdeutsch und verrät uns, dass sie daheim angehalten wurde nicht sächsisch zu sprechen, damit man sie in ganz Deutschland verstehen kann. Dass sie ihre Heimat liebt spüren wir sofort, denn sie kann wunderbar erzählen vom Bergbau mit Halden, Stauanlagen und Gräben und dessen Niedergang.

Von den Gepflogenheiten der Bergleute und wie es heute noch Treffen in der Adventszeit gibt, um die alten Zeiten aufleben lassen. Geradezu schwärmen konnte sie von der Holzwerkskunst im Erzgebirge, von Räuchermännchen und den Schwibbogen/Lichterbogen die immer eine ungerade Anzahl Kerzen aufweisen müssen. Auch Geschichten über den Trabant/Trabbi haben wir gehört, das Kult-Auto der DDR.

Wir hatten Gelegenheit in Annaberg-Buchholz das Wahrzeichen der Stadt zu bewundern, die St. Annenkirche und auch ein Besuch in der Bergkirche Sankt Marien war faszinierend. Da standen wunderbar geschnitzte und bemalte Holzfiguren, fast lebensgross.

Wer nun doch die Handschuhe im Hotel liegen liess, musste es auf dem Marktplatz bitter büssen, ein kalter Wind fegte durch die Stadt. Aber dafür gibt es ja Glühwein um sich zu wärmen, was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne den köstlichen Duft nach Zimt, Äpfel und Nelken?

Einige Mutige fuhren anschliessend ab Oberwiesenthal mit der altmodischen Schwebebahn auf den Fichtelberg hinauf, stolze 1215 Meter hoch! Dann aber wurde es Nacht auf der Heimfahrt - wunderbar hat sich das Erzgebirge in eine vorweihnachtliche Landschaft verwandelt. Überall brannten die Lichterbögen an den Fenstern, kein Dorf das nicht auch einen riesengrossen Lichterbogen aus Metall vorweisen konnte.

Der nächste Tag stand im Zeichen der Eisenbahnromantik und der grossen Städte Leipzig und Dresden mit ihrer geschichtsträchtigen Vergangenheit.

Viele Gäste kauften Dresdener Weihnachtsstollen, der die Vollendung eines einfachen Striezelgebäcks von früher ist. Tatsächlich konnten aber auch noch Marktstände von Bäckereien gefunden werden, die den Mohnstriezel angeboten haben.

Rezept für einen Striezel mit Mohn (Germteig/Hefeteig)

  • 150 gr. Butter
  • 1 Ei
  • 500 gr. Mehl
  • 250 ml warme Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 50 gr. Zucker
  • 1 Handvoll Mohnsamen
  • 1 Esslöffel Hagelzucker zum Bestreuen

Mit den Zutaten einen Hefeteig zubereiten und an der Wärme zugedeckt gehen lassen. Danach 3 Stränge formen und einen Zopf flechten, mit Wasser bepinseln, mit Hagelzucker bestreuen und backen.

Weihnachtszeit ist Stollenzeit - Annaberger Stollenmädchen 2019

Kundenbewertungen zum Annaberger Stollen

Trotz der langen Tradition und der hohen Qualität des Annaberger Stollens gibt es auch kritische Stimmen von Kunden. Einige bemängeln die Trockenheit des Stollens und den geringen Butteranteil. Andere sind jedoch sehr zufrieden mit der Bestellung, Lieferung und dem Geschmack des Stollens.

Es ist wichtig zu beachten, dass Geschmäcker verschieden sind und die Qualität von Stollensorten variieren kann. Beim Kauf sollte man auf die Zutaten und die Herkunft des Stollens achten, um sicherzustellen, dass man ein hochwertiges Produkt erhält.

Weitere aktuelle Ereignisse in Annaberg-Buchholz

Neben der Stollen-Tradition gibt es auch andere interessante Ereignisse in Annaberg-Buchholz. So wurde beispielsweise bei Bauarbeiten für einen neuen Supermarkt ein historischer Bergbaustollen entdeckt, was zu Verzögerungen führte. Auch die tragische Geschichte eines vermissten Schatzsuchers, der in einem alten Stollen ums Leben kam, sorgte für Aufsehen.

Diese Ereignisse zeigen, dass Annaberg-Buchholz eine Stadt mit einer reichen Geschichte und einer lebendigen Gegenwart ist.

Bücher und weitere Informationen

Für weitere Informationen über das Erzgebirge und seine Traditionen empfiehlt sich das Buch "Die Reise durch das Erzgebirge", das neben Beschreibungen der Landschaften auch zahlreiche Rezepte regionaler Spezialitäten enthält. Zudem gibt es historische Dokumente wie die Bergk-Ordnung von 1775, die Einblicke in die Bergbaugeschichte der Region geben.

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