Die Welt der Lebensmittel ist vielfältig und oft schwer zu durchschauen. Gerade bei Fertigprodukten wie Mayonnaise ist es wichtig, einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen. Dieser Artikel widmet sich den Inhaltsstoffen von ALDI Mayonnaise, beleuchtet aber auch allgemeine Aspekte wie Nachhaltigkeit, Labels und gesunde Alternativen.

Hummus: Eine gesunde Alternative
Hummus erfreut sich hierzulande immer grösserer Beliebtheit und ist längst nicht mehr nur als Mezzeteller im libanesischen Restaurant zu finden. Jeder Schweizer Supermarkt führt heute mindestens ein Kichererbsenpüree als Fertigprodukt. Doch so einfach das Rezept klingt: Kichererbsen, Sesampaste, Öl, Zitronensaft und Salz - es braucht nur wenige Zutaten für einen leckeren Hummus.
Die «Kassensturz»-Schwestersendung «A Bon Entendeur» liess neun der meistverkauften Hummus von fünf Kulinarikexperten degustieren. Sieben Produkte aus dem Kühlregal und zwei länger haltbare aus dem normalen Lebensmittelregal, davon ein Kichererbsenpüree aus der Büchse. Die billigsten gibt es für einen Franken pro 100 Gramm, das teuerste Produkt kostet drei Franken pro 100 Gramm.
Das ernüchternde Fazit: «Nur zwei bis drei schmeckten wirklich nach Hummus, der Rest enttäuschte», so Raya Elhajhasan, Expertin für nahöstliche Speisen. Am besten abgeschnitten hat der Hummus «Hummus Nature von Père Olive» aus dem Manor mit 75 von 100 möglichen Punkten. Bei diesem Produkt schmecke man die Kichererbsen, und auch visuell sehe er aus wie ein frischer Hummus. «Man kann sagen, das ist Hummus», sagt Jeannette Malek, Konditorin aus Syrien.
Rang zwei ging an den «Hummus Nature von Signor Cempo» aus dem Denner mit 74 von 100 möglichen Punkten. Jurymitglied Joseph Moubayed lobte seine cremige und zugleich körnige Textur. Auch die Geschmacksnoten des Zitronensafts und des Öls seien schön ausgewogen. Am anderen Ende der Skala befindet sich der Hummus von «Al Fez» aus dem Lebensmittelregal der Migros. Er erhielt lediglich 23 von 100 Punkten. Das Gaumenerlebnis sei sehr speziell, der Geschmack sei zu sauer und zu bitter. Auch visuell konnte er nicht überzeugen. «Er sah grau aus wie eine Mayonnaise», so Anita Lalubie, Ernährungsberaterin.
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Stellungnahmen der Hersteller
- Migros: Hummus «Al Fez» (23/100): «Die Marke ‹Al Fez› ist eine Fremdmarke und in der Migros gelistet für Produkte mit authentisch Orientalisch-/Nordafrikanischen Rezepturen. Das Produkt ‹Al Fez Hummus-Dip› ist ein langhaltbarer Artikel, welcher durch Sterilisation (Erhitzung) konserviert wurde. Im Vergleich zu anderen Hummus-Produkten, welche im frischen Angebot vorzufinden sind, verfügt der ‹Al Fez›-Artikel produktionsbedingt über einen etwas anderen Geschmack und kann daher nicht direkt verglichen werden (Der Vergleich ist ähnlich wie zwischen Ravioli aus der Frische und Ravioli aus der Dose). Der Vorteil dieses Artikels liegt in der Möglichkeit, ihn relativ lange ungekühlt halten zu können.»
- Aldi: «Hummus Naturel» (38/100): «Wir verzichten in diesem Fall auf eine detaillierte Stellungnahme. Dennoch nehmen wir die Testresultate gerne zum Anlass, um mit unseren Lieferanten Rücksprache zu halten und gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie wir unsere hohe Produktqualität noch weiter optimieren können.»
- Coop: «Hummus Naturaplan Betty Bossi» (43/100): «Die Beurteilung unseres ‹Naturaplan-Bio-Betty-Bossi-Hummus› überrascht uns sehr. Der Bio-Hummus findet bei unseren Kunden sehr guten Anklang. Die Rezeptur entspricht einem traditionellen Hummusrezept mit Olivenöl.»
Auch drei Fertigprodukte aus dem Kühlregal erhielten weniger als die Hälfte der möglichen Punktzahl. 38 von 100 Punkten gingen an den «Hummus Naturel» aus dem Aldi. Die Jury stört sich an den atypischen Geschmacksnoten des Hummus. Er sei «zu würzig», «Knoblauch überdecke den Hummus-Geschmack» und es habe einen süssen, «störenden Zuckergeschmack». Tatsächlich: Ein Blick auf die Produkteinformationen zeigt: Dem «Hummus Naturel» von Aldi, aber auch dem «Hummus Select» von Lidl wurde Zucker hinzugefügt.

Fertig-Salatsaucen im Test
In den Regalen der Grossverteiler findet man nicht nur Fertigsalate en masse, sondern auch ein ungeheuer breites Sortiment an Fertig-Salatsaucen. Die Auswahl war deshalb schwierig. Wir haben unsere Einkaufskörbe mit neun gekühlten Flaschen französischer Salatsauce gefüllt und diese blind verkostet.
Auffällig beim Lesen der Etiketten: Alle Saucen (mit einer Ausnahme) sind mit Verdickungsmitteln angereichert. Und trotzdem stellt Wasser bei vielen Produkten die Hauptzutat dar. Bei welchen Salatsaucen dies nicht der Fall ist und wie uns die Saucen geschmeckt haben - das lesen Sie im Folgenden.
Testergebnisse im Überblick
| Produkt | Note | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Saladinettes French Dressing - Die Cremige (Lidl) | 5 | Cremig, frischer Säure, Zwiebeln und Senf auszumachen, Preis-Leistungs-Sieger |
| Naturaplan French Dressing - Die Hübsche (Coop) | 5 | Schönste im Wettbewerb, angenehme Dicke, Hauch von Industrie |
| Biofrench Salatsauce - Die Dünne (Migros) | 2 | Viele Grünzeug, geschmacklich nicht «hausgemacht», seltsames Fehlaroma |
| Bruno’s - Die «Undicke» (Coop) | 6 | Lieblich, Säure perfekt eingebaut, ohne Verdickungsmittel, Wasser nicht die Hauptzutat |
| Le Gusto French Dressing - Die Strittige (Aldi) | 4 | Sehr hell, kräuterfrei, runder Geschmack, Zusatzstoffe auszumachen, angenehme merkliche Säure |
| Primatessa Mama’s Salatsauce (Landi) | 3 | Intensiv und geschmackvoll, Senf deutlich herausschmecken, Kräuteraromen zu kurz kommen, nasses Styropor im Abgang |
| Thomy French (Lidl, Denner) | 4 | Cremig, ölig, harmlos |
| «mmmh» (Denner) | 1 | Unangenehmes mitschwingt: «Sardinen», «fischiger Geschmack», Salz- oder Säurespitzen fehlen |
| M Classic French Dressing - Die für den Kartoffelsalat (Migros) | 4 | Pointierte Bouillonnote, grösste Kräuterdichte, sehr dickflüssig, mit Säure und Salz wird allzu sparsam umgegangen |
Nachhaltigkeit und Labels
Die landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung hat unmittelbare Auswirkungen auf die umliegende Bevölkerung. Weltweit werden immer mehr Produkte in Monokultur angebaut, was einen hohen Einsatz an Dünger und Pflanzenschutzmittel erfordert. Diese häufig eingesetzten Mittel vergiften Böden, das Grundwasser und schädigen die Gesundheit der Beschäftigten und der lokalen Bevölkerung.
Es gibt zahlreiche Labels, die Konsumenten bei der Auswahl nachhaltiger Produkte helfen sollen. Wichtig ist, dass die Einhaltung der Richtlinien von einer unabhängigen Kontrollstelle geprüft wird. Firmeneigene Label sind deshalb oft heikel.

Die Stiftung Biovision ist seit Herbst 2017 Partnerin von labelinfo.ch, einer Informationsseite für Umwelt- und Soziallabels. Der Dienst bietet Bewertungen und Informationen zu über 120 Gütesiegeln in deutscher und französischer Sprache und ist damit in der Schweiz die mit Abstand umfassendste Label-Datenbank. labelinfo.ch trägt dazu bei, dass Konsumentinnen und Konsumenten objektiv über Labels informiert sind und dadurch ihren Konsum verantwortungsbewusster gestalten können.
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