Wenn Weihnachten ein Gewürz wäre, dann ja wohl Zimt. Zimt ist in der Weihnachtszeit überall - gut für unseren Körper. Schliesslich wirkt sich das Gewürz positiv auf unseren Körper aus.
Zimt ist reich an Antioxidantien. Diese schützen vor freien Radikalen wie Rauch, UV-Strahlen oder Umweltgiften, die wiederum die Zellen schädigen und so beispielsweise den Hautalterungsprozess beschleunigen.
Zimt ist antioxidativ und senkt den Blutzuckerspiegel. Das tolle an Zimt ist zudem seine flexible Einsetzbarkeit.
Das Gewürz enthält ätherische Öle und Scharfstoffe, welche moderat den Stoffwechsel anregen und die Verdauung unterstützen. Zimt enthält Zimtaldehyd, das für Aroma und Geschmack verantwortlich ist, sowie Polyphenole, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Zimt ist nicht nur süss ein Genuss, sondern lässt sich auch herzhaft verwenden. Probiere es aus.
Im Müsli, im Guetsli, im Tee: Zimt verleiht allem einen weihnachtlichen Touch.

Zimt und Blutzuckerspiegel
Zimt enthält den sekundären Pflanzenstoff Methylhydroxy-Chalcone-Polymer (kurz: MHCP). Verschiedenen Studien sagen, dass der Pflanzenstoff den Blutzuckerspiegel senke. MHCP hat Ähnlichkeiten zu Insulin. Und das hilft den Zellen in Organen und Muskeln, Glukose (also Zucker) im Blut aufzunehmen.
Haferflocken sind eine gute Quelle für Ballaststoffe, die den Blutzucker konstant halten. Zimt ist antioxidativ und senkt den Blutzuckerspiegel.
Seit einigen Jahren wird darüber hinaus an der blutzuckersenkenden Wirkung von Zimt geforscht. «Es gibt Hinweise, dass Zimtextrakte die Glukoseaufnahme ins Fett- und Muskelgewebe erhöhen können», sagt Robin Teufel. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel.
Zimt fördert die Fettverbrennung
Ist der Blutzuckerspiegel tief, schüttet die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin aus. Das kurbelt die Fettverbrennung an. Zusätzlich erhöht Zimt die Körpertemperatur, was der Fettverbrennung ebenfalls zugutekommt.
Bei einer Einnahme von täglich 1 Gramm Zimt während 40 Tagen sank der Blutzuckerspiegel der ProbandInnen um rund 30 Prozent. Verantwortlich hierfür sind sekundäre Pflanzenstoffe, die die Insulinwirkung an den Zellen optimieren. Durch den konstanten Blutzuckerspiegel werden Heisshungerattacken minimiert und damit die Fettverbrennung angekurbelt bzw. das Bauchfett bekämpft.
Zimt enthält den Wirkstoff MHCP (Methylhydroxy-Chalcone-Polymer), der positiv auf den Blutzucker wirkt. Ausserdem ist Zimt ein Appetithemmer: Das Gewürz verringert die Insulinausschüttung, der Blutzucker bleibt gleichmässig und wir verspüren keine Heisshungerattacken.
Zimt beschleunigt das Sättigungsgefühl. In Zimt befinden sich Ballaststoffe, womit der Körper ein langanhaltendes Sättigungsgefühl erzeugt. Ballaststoffe binden nämlich Wasser und vergrössern so das Volumen einer Mahlzeit.
Weitere gesundheitliche Vorteile von Zimt
Zimt regt die Verdauung an. Ballaststoffe machen aber noch mehr! Auch im Darm binden sie Wasser und lassen den Speisebrei aufquellen.
Zimt, Anis, Gewürznelke, Kardamom und Muskatnuss: Fünf Gewürze, die Weihnachten verheissen. Ihr Geruch und Geschmack sind typisch für die Winterzeit - und ihre ätherischen Öle haben positive Auswirkungen auf die Gesundheit.
Das Flimmerepithel kann man sich wie einen Teppich aus beweglichen Härchen vorstellen. Mit wellenförmigen Bewegungen transportiert es Bakterien, Staubpartikel und andere Eindringlinge in Richtung Rachen und damit nach aussen.
Ein Forscherteam der «Birjand University of Medical Sciences» hat 40 wissenschaftliche Studien ausgewertet, die sich mit der Wirkung von Zimt auf die Gehirnleistung befassen, und kam zum Schluss, dass Zimt sich auch positiv auf die Gehirnleistung auswirkt und seine Inhaltsstoffe das Gedächtnis und die Lernfähigkeit sigifikant verbessern. Einige Studien legen zudem nahe, dass Zimt auch vor Demenz schützen kann. Die Verbindungen im braunen Gewürz hemmen den Aufbau von Tau-Proteinen, die mit der Entwicklung von Alzheimer-Erkrankungen zusammenhängen.

Weihnachtsgebäck, Glühwein und Punsch wären nur halb so wohlschmeckend, wenn Zimt fehlen würde. Sein Duft kommt insbesondere vom Zimtaldehyd, dem Hauptbestandteil des Zimtöls, das in dem Gewürz enthalten ist. Und dieses Zimtaldehyd wird in der Fachliteratur auch ständig genannt, wenn es um die positiven gesundheitlichen Auswirkungen von Zimt geht.
Zimtaldehyd hemmt bestimmte Enzyme, die an der Produktion entzündungsfördernder Stoffe beteiligt sind und wirkt so antientzündlich. Forscher haben zudem beobachtet, dass Zimtaldehyd die Zellwände und Membranen verschiedener Bakterienarten schädigt. Es zerstört auch Pilze und schränkt das Wachstum von Viren ein, zum Beispiel vom Influenzavirus. Sogar das Wachstum von Krebszellen kann Zimtaldehyd hemmen.
«Was ich aber durchaus unterschreiben würde: Zimt kann dazu beitragen, Krankheitserreger im Mund- und Halsbereich zu reduzieren», sagt der pharmazeutische Biologe. Aber die Wirkung sei eingeschränkt, Wunder dürfe man nicht erwarten.
Auch für seine lindernde Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden ist Zimt bekannt. «Das ätherische Öl entspannt die glatte Muskulatur im Dünndarm. Dadurch werden krampfartige Beschwerden gemildert», erklärt Robin Teufel.
Ceylon-Zimt versus Cassia-Zimt
Das Problem am Zimt: Der Inhaltsstoff Cumarin kann dem Menschen gefährlich werden. Nimmt man zu viel davon auf, kann es zu Leberschäden kommen. Besonders viel Cumarin enthält Cassia-Zimt, der üblicherweise im Handel erhältlich ist.
Fachleute empfehlen, den teureren Ceylon-Zimt zum Würzen zu verwenden. Er enthält kaum Cumarin. Ceylon-Zimtstangen sind daran zu erkennen, dass sie aussehen wie aufgerollter Blätterteig.
Die beiden bekanntesten Sorten sind Cassia und Ceylon. Ceylon-Zimt, auch als «echter» Zimt bekannt, stammt aus Sri Lanka (früher Ceylon), Bangladesch, Burma und Indien. Er hat einen milderen, süßeren Geschmack als Cassia-Zimt und kommt meist in hochwertigeren Produkten zum Einsatz. Cassia-Zimt hingegen wächst in China und macht den Großteil des zu uns importierten Zimts aus. Er ist meist günstiger, hat einen kräftigen, herben Geschmack und wird oft in der industriellen Lebensmittelproduktion verwendet.
Obwohl beide Zimtarten gesundheitliche Vorteile bieten, gibt es einen wichtigen Unterschied: den Cumaringehalt. Cumarin ist ein natürlicher Aromastoff, der in hohen Dosen gesundheitsschädlich sein kann. Cassia-Zimt enthält deutlich mehr Cumarin als Ceylon-Zimt. Deshalb empfehlen die Forschenden vor allem Menschen, die viel Zimt essen, Ceylon-Zimt zu wählen. Denn: Bei regelmäßigem Konsum kann der hohe Cumaringehalt von Cassia-Zimt potenziell die Leber schädigen.
Die Zimtstangen der beiden Arten lassen sich auf einen Blick unterscheiden: die feineren Rindenschichten des hochwertigen Ceylon-Zimt links, dickere einschichtige Cassia-Zimtstangen rechts.

Aufgrund der einfacheren und kostengünstigeren Produktion ist Cassia-Zimt in der Regel preiswerter und daher weit verbreitet in der Lebensmittelindustrie. Oft ist Zimt nicht speziell gekennzeichnet, was darauf schließen lässt, dass es sich um den günstigeren Cassia-Zimt handelt. Wird der hochwertigere Ceylon-Zimt verwendet, ist dies in der Regel ausdrücklich auf der Verpackung vermerkt. Wenn du also Wert auf Ceylon-Zimt legst, solltest du gezielt auf die Kennzeichnung achten.
Zimt im Müsli: So integrieren Sie es optimal
Hier sind einige Ideen, wie Sie Zimt optimal in Ihr Müsli integrieren können:- Direkt ins Müsli mischen: Geben Sie einen halben bis einen gestrichenen Teelöffel Zimt zu Ihren Haferflocken, Nüssen und Früchten.
- In Smoothies verwenden: Fügen Sie Zimt Ihren Frucht-Smoothies hinzu, um den Geschmack zu verbessern und die gesundheitlichen Vorteile zu nutzen.
- In selbstgemachten Müsliriegeln: Backen Sie Ihre eigenen Müsliriegel und fügen Sie Zimt hinzu, um einen köstlichen und gesunden Snack zu erhalten.
- In Porridge einrühren: Verfeinern Sie Ihren Porridge mit einer Prise Zimt für ein wärmendes und wohltuendes Frühstück.
Damit der Abnehm- und Gesundheits-Effekt mit Zimt zum Tragen kommt, musst du am Tag einen halben, gestrichenen Teelöffel des Gewürzes zu dir nehmen. Das klingt erst einmal nach viel, ist aber nur halb so wild, denn du musst den Zimt nicht pur essen. Schliesslich lassen sich ganz viele Mahlzeiten mit Zimt verfeinern. So passt es ideal zu vielen leichten Süssspeisen wie Müsli, Obstsalat, Quark, Joghurt, Milchreis und Früchtesmoothies (hier findest du ein leckeres Rezept). Auch viele orientalische Gerichte, Pastasaucen (z.B.
Da sich bei Zimt das Aroma sehr rasch verflüchtigt, kaufst du das Gewürz am besten jeweils nur in kleinen Mengen. Achte auch darauf, dass es sich um ein Produkt aus kontrolliertem Bio-Anbau handelt, denn nur der echte Ceylon-Zimt hat bei diversen Untersuchungen bezüglich des giftigen Inhaltsstoffes Cumarin gut abgeschnitten. Aufgrund der toxischen Wirkung und des Allergierisikos (für PollenallergikerInnen) solltest du auch nicht mehr als 1 Gramm Zimt pro Tag zu dir nehmen.
Die geheime Technik für cremigen Haferbrei ENTHÜLLT
Tabelle: Vergleich von Ceylon- und Cassia-Zimt
| Merkmal | Ceylon-Zimt | Cassia-Zimt |
|---|---|---|
| Herkunft | Sri Lanka, Indien, Bangladesch, Burma | China |
| Geschmack | Mild, süß | Kräftig, herb |
| Cumaringehalt | Niedrig | Hoch |
| Verwendung | Hochwertige Produkte | Industrielle Lebensmittelproduktion |
| Aussehen der Stangen | Feine, mehrschichtige Rinde | Dicke, einschichtige Rinde |