Brot ist seit 30.000 Jahren ein fester Bestandteil unserer Ernährung. Es liefert Energie in Form von Kohlenhydraten sowie wichtige Nährstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Trotzdem halten sich viele Irrtümer über Brot und seine Wirkungen.
Ein wichtiger Aspekt beim Verzehr von Brot ist der Belag. Käse ist eine beliebte Wahl, aber wie viel Käse gehört idealerweise auf ein Brötchen? Diese Frage ist natürlich subjektiv und hängt von persönlichen Vorlieben ab. Es gibt jedoch einige Richtlinien, die man beachten kann.
Bei der Wahl des Käses sollte man auf Qualität achten. Ein guter Käse zeichnet sich durch seinen Geschmack und seine Inhaltsstoffe aus. Regionale Käsesorten sind oft eine gute Wahl, da sie frisch und von hoher Qualität sind. Wenn Sie schon mal bei uns Aschwandens Käse bestellt oder im Lädeli gekauft haben, kennen Sie bestimmt die kleine Schwester von unserem Käselaib - das Käsemutschli. Im Gegensatz zum grossen Käselaib, hat das Käsemutschli die ideale Grösse, um in einem Schweizer Mehrpersonen-Haushalt innerhalb des Haltbarkeitszeitraums genossen zu werden.
Das Wort «Laib» steht für eine rund oder oval geformte Masse. Daher spielt es keine Rolle, wie gross oder schwer ein Käse ist, damit er als Laib bezeichnet werden darf. Welche Masse der Käse hat, entscheidet jeder Käser selbst.
Wie man Käse macht | SWR Handwerkskunst
Irrtümer und Fakten über Brot
Die Annahme, dass stärkehaltige Nahrungsmittel, einschliesslich Brot, zu einer Gewichtszunahme führen, ist weit verbreitet. In Wirklichkeit ist aber nicht die Vermeidung der Kohlenhydrate, sondern die insgesamt niedrigere Energiezufuhr Auslöser des Gewichtsverlustes. Eine kürzlich durchgeführte umfassende Untersuchung hat gezeigt, dass der Verzehr von Brot aus Vollkorngetreide keine Gewichtszunahme verursacht.
Auch die Überzeugung, dass Brot Blähungen verursacht, ist weit verbreitet. Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die diese Folge bei gesunden Menschen bestätigen. Bei Menschen, die unter Zöliakie oder Weizenallergie leiden, kann der Brotverzehr allerdings zu Magen-Darmbeschwerden führen. Wenn ein Verdacht auf eine Allergie oder Intoleranz besteht, sollte ärztlicher Rat eingeholt und ein Nahrungsmittelallergie- bzw. Nahrungsmittelintoleranztest durchgeführt werden.
Aufgrund des Geschmacks sowie verschiedener funktionaler Eigenschaften wird im Brotbackprozess Salz hinzugefügt. Als Grundnahrungsmittel der meisten europäischen Länder trägt Brot deshalb wesentlich zur täglichen Salzzufuhr bei.
Nährwert von Brot
Der Nährstoffgehalt des Brotes hängt im Wesentlichen von den im Getreide enthaltenen Nährstoffen ab. Die Nährwertzusammensetzung hängt davon ab, ob weisses Mehl oder Vollkornmehl für die Herstellung verwendet wurde und welche weiteren Zutaten, z.B. Samen oder Fett, hinzugefügt werden. Getreidekörner enthalten eine grosse Menge an Ballaststoffen und liefern essentielle Mikronährstoffe wie B-Vitamine und Mineralien, welche vor allem in der Kleie, der äusseren Kornschicht, enthalten sind. Vollkornbrote enthalten nicht nur mehr Ballaststoffe, sondern auch mehr Vitamine und Mineralstoffe.
Ballaststoffe haben verschiedene gesundheitliche Wirkungen: Sie wirken sich vor allem positiv auf die Darmgesundheit und die Verdauung aus, verringern aber auch das Risiko, an koronaren Herzkrankheiten und Diabetes Typ 2 zu erkranken, und tragen zur Beibehaltung des optimalen Körpergewichts bei.
Ungefähr die Hälfte unseres täglichen Energiebedarfs sollte durch Kohlenhydrate, insbesondere durch Stärke, gedeckt werden. Deshalb gilt Brot, zusammen mit Kartoffeln, Teigwaren und Reis, als wesentlicher Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Brot enthält zudem Proteine und nur geringe Mengen Fett.
Durchschnittlich verzehren die europäischen Bürger 50 kg Brot pro Person pro Jahr, d.h. 137 Gramm pro Tag (3-4 Scheiben Weissbrot). Tatsächlich unterscheidet sich die durchschnittliche Verzehrsmenge von Land zu Land: Deutsche und Österreicher verzehren die grössten Mengen Brot (80 kg pro Person pro Jahr), während in Irland und dem Vereinigten Königreich am wenigsten Brot (weniger als 50 kg) konsumiert wird.
Tabelle: Brotverbrauch in Europa (ungefähre Werte)
| Land | Brotverbrauch pro Person pro Jahr |
|---|---|
| Deutschland | 80 kg |
| Österreich | 80 kg |
| Europäischer Durchschnitt | 50 kg |
| Irland | Weniger als 50 kg |
| Vereinigtes Königreich | Weniger als 50 kg |

Verschiedene Brotsorten.
Käsevielfalt und Verwendung
Der Käselaib ist der ganze Stolz eines jeden Käsemeisters. Ein Laib kann ganz schön schwer sein - sogar ganze 75 bis 120 Kilogramm, wie der Emmentaler. Der Rekordhalter aus den Niederlanden wiegt 567 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 160 Zentimetern. Unsere Käselaibe sind mit ihren 500 bis 4500 Gramm zwar nicht die grössten, dafür aber aus bester Rohmilch.
Nicht jeder Käse eignet sich für alle Gerichte. Während sich ein Gomser-Käserad aus dem Wallis ausgezeichnet für ein gluschtigs Schweizer Raclette eignet, ist der Schweizer Sbrinz perfekt für die Italienische Küche. Mit unserem Bergchäs gelingt Ihnen ein schmackhaftes Cordon Bleu, ein würziges Fondue oder fantastische Älplermagronen.
Die Briten haben auch ein paar Ideen, was mit einem ganzen Käselaib gemacht werden kann - von kurios bis festlich. Der Käselaib wird auch Käserad genannt - dank seiner radförmigen Beschaffenheit, wodurch er genau so schön rollt. So messen sich jährlich in Gloucester mutige Männer und Frauen beim Cooper’s Hill Cheese Rolling mit einem Käserad. Die spinnen, die Briten!

Eine vielfältige Käseauswahl.
Die Käse-Torte
Der neuste Trend aus Grossbritannien ist die salzige Alternative zur süssen mehrstöckigen Hochzeitstorte. Sie besteht anders als der Klassiker nicht aus Rahm, Quark und Schokolade, sondern aus einem Stapel verschiedener Käselaibe, welche wie ein Turm aufgeschichtet werden. Mit Trauben und Nüssen oder anderen Leckereien verziert, sieht das nicht nur wahnsinnig lecker sondern auch spektakulär aus. Eine Käsetorte eignet sich übrigens nicht nur für das Hochzeitsfest, sondern kann auch bei der Geburtstagfeier oder beim Firmenanlass aufgetischt werden.