Wie lange kann man Koteletts im Kühlschrank aufbewahren?

Ein saftiges Kotelett vom Grill oder aus der Pfanne ist eine Delikatesse für viele. Doch was tun, wenn etwas übrig bleibt? Wie lange ist ein Kotelett im Kühlschrank haltbar und wie gelingt die perfekte Zubereitung?

Was ist ein Kotelett?

Ein Kotelett ist eine Scheibe Fleisch aus dem Rippenstück, das sich auf beiden Seiten der Wirbelsäule hinter dem Nacken befindet. In der Regel werden Koteletts aus Schweinefleisch, Kalbfleisch oder Lammfleisch hergestellt, seltener aus Rindfleisch oder Wild. Es gibt auch Fischkotelett, was aber noch weit weniger geläufig ist. Ein Steak ist die ausgelöste, also knochenfreie Version vom Kotelett.

Die richtige Vorbereitung

Ist dein Kotlett nicht gerade geschnitten, kann mit Fleischklopfen etwas nachgeholfen werden. Das Klopfen hat nämlich das Ziel das Fleisch gleichmäßig dick zu bekommen, damit es im Umkehrschluss auch gleichmäßig garen kann. Du kannst alternativ auch einfach eine leere Flasche oder einen Stieltopf und zwei Lagen Frischhaltefolie zur Hilfe nehmen. Das Klopfen bewirkt aber, dass die Faserstruktur des Fleisches teilweise zerstört wird.

Es kann mehrere Gründe geben, warum ein Kotelett zäh wird. So kann es sein, dass du dir noch so sehr Mühe gibst und auch alles richtig machst, aber das Fleisch einfach zu dünn geschnitten ist und dadurch beim Garen austrocknet. Oder, dass die Fleischstücke zu lange offen auslagen und dadurch ausgetrocknet sind.

Zubereitung in der Pfanne und auf dem Grill

Damit dir die Koteletts tadellos gelingen, hier noch ein paar konkrete Anweisungen zur Zubereitung in der Pfanne und auf dem Grill.

* Pfanne: Brate das Fleischstück von beiden Seiten scharf an. Dann reduziere die Hitze deutlich und lege einen Deckel auf, wodurch das Fleisch bei geringer Hitze langsam ziehen kann und nicht verbrennt.* Grill: Dafür einfach das Fleisch einige Stunden vor dem Grillen mit einer Marinade nach Geschmack einstreichen und diese dann einziehen lassen.

Wie lange ist ein Kotelett im Kühlschrank haltbar?

Was tun, wenn das Kotelett nicht ganz gegessen wird und etwas überbleibt? Wie lange hält sich Kotelette im Kühlschrank? Grillfleisch welches bereits grilliert ist sollte man, sobald es abgekühlt ist, in den Kühlschrank stellen und ist dann ca. 3-4 Tage haltbar.

Fleisch richtig einfrieren

Zunächst möchten sagen, dass Einfrieren erst ab einer bestimmten Dauer notwendig ist. So halten sich die meisten Fleischsorten und -stücke problemlos über einige Tage im Kühlschrank. Das ist zum Beispiel bei Braten, Steaks und ganzen Stücken der Fall, denn diese sind auch nach 3-4 Tagen noch gut. Möchtest du dein Fleisch jedoch erst nächste Woche oder sogar nächsten Monat genießen, dann solltest du es unbedingt einfrieren. Dadurch lässt sich die Haltbarkeit beträchtlich steigern und im besten Fall kann man das Fleisch auch noch in einem Jahr bedenkenlos essen.

Fleisch richtig einzufrieren ist auf den ersten Blick relativ einfach, nur bei den verschiedenen Stücken kommt Komplexität hinzu. Generell ist der Vorgang aber erst mal immer gleich. Die Verpackung des Supermarktes ist meistens nicht luftdicht und es kommt oft zu Gefrierbrand. Deswegen solltest du es unbedingt in einen Gefrierbeutel packen, der das Fleisch luftdicht umschließen kann. Noch besser ist nur der Einsatz eines Vakuumgeräts. Danach kann es auch bereits ins Tiefkühlfach.

Bevor wir auf die verschiedenen Stücke und deren Haltbarkeit eingehen, möchten wir zunächst eine generelle Aussage treffen. Fleisch, das im TK-Fach bei unter 18 Grad gelagert wird, hat eine Haltbarkeit von mehreren Monaten. Wenn möglich, solltest du Fleisch im natürlichen oder rohen Zustand einfrieren. Denn Marinaden, Saucen und Gewürze wirken sich nicht nur schlecht auf die Haltbarkeit aus, sondern sie verfälschen auch Konsistenz und Geschmack des Fleisches.

Hier eine Übersicht zur Haltbarkeit verschiedener Fleischsorten im Gefrierfach:

Gefrorenes Fleisch schnell auftauen | Die beste Methode

Fleischsorte Haltbarkeit Hinweise
Rindfleisch 10 bis 12 Monate Auf Saucen und Marinaden verzichten
Kalb 9 bis 10 Monate Junges Rind
Geflügel 10 bis 12 Monate Frisch einfrieren wegen Salmonellengefahr
Schweinefleisch 4 bis 8 Monate Je fettiger, desto kürzer
Hackfleisch Monate Bei hohem Fettanteil kürzer
Schinken 4 bis 6 Monate Am Stück oder geschnitten
Steak Bis zu 6 Monate Geschmack verändert sich nach einem Monat
Lammfleisch Nicht länger als 9 Monate Problemlos tiefgefroren

Wichtige Hinweise zum Einfrieren und Auftauen

  • In der Regel ist es nicht empfehlenswert, bereits aufgetautes Fleisch wieder einzufrieren.
  • Am besten ist es, das Fleisch im Kühlschrank auftauen zu lassen.
  • Im Kühlschrank dauert es zwar etwas länger, aber dafür ist wesentlich sicherer.
  • Zudem verliert das Fleisch beim langsamen Auftauen weniger Flüssigkeit und bleibt damit extra saftig.

Marinieren für mehr Geschmack

Wer gerne Fleisch isst, hat sicher schon mit Marinaden hantiert. Damals, als es noch keine Kühlschränke gab, hat man Fleisch mariniert, um es haltbar zu machen. Heute marinieren wir mit dem Ziel, den Geschmack des Fleisches zu verstärken und es zarter zu machen.

Eine Marinade ist eine säure- und fetthaltige, gewürzte Flüssigkeit oder Paste. Ein rohes Stück Fleisch wird über längere Zeit mit der Marinade in Kontakt gebracht. Diese Aufgabe übernehmen die drei Grundzutaten, die es in jeder Marinade hat:

  • Säure: Essig, Wein, Zitronensaft, Bier, Buttermilch etc. Die Säure lockert Muskelfasern und Bindegwebe. Das Fleisch wird zarter.
  • Aromen: Kräuter, Gewürze, Zwiebeln, Knoblauch, Gemüse etc. Verschiedene Aromen aromatisieren das Fleisch. Der Eigengeschmack des Fleisches wird unterstrichen.
  • Fett: Verschiedene flüssige Öle. Das Öl löst Aromen. Fettlösliche Aromen werden wahrnehmbar.

Salz kann mehr! Salz in einer Marinade ist also nicht von vornherein verboten. Vor allem bei grossen Fleischstücken, die du über mehrere Stunden marinierst, zeigt nur eine Marinade mit Salz die gewünschte Wirkung: Das Fleisch wird bis ins Innerste gewürzt, sein Eigenaroma wird verstärkt. Das Fleisch wird saftiger, da Salz die Proteine im Fleisch verändert, sodass diese Wasser anziehen und speichern. Das Fleisch wird zarter, da Salz die Muskelfasern im Fleisch lockert, sie lassen sich dadurch leichter zerkauen.

Wie lange das Marinieren dauert, hängt vom Rezept und von der Fleischsorte ab. Poulet braucht weniger lang als ein Kotelett, während es andere Stücke gibt, die sogar mehrere Tage in der Marinade vertragen. Es gilt, länger ist nicht immer besser. Vor allem die Säure kann die Fleischoberfläche unangenehm breiig machen.

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