Das weltbeste Pizzateig Rezept: Ein umfassender Leitfaden

Pizza ist eine der beliebtesten Speisen weltweit. Der Schlüssel zu einer wirklich guten Pizza liegt im Teig. Jeder Pizzaiolo hat sein eigenes Pizzateig-Rezept, das oft streng geheim bleibt und wie ein wertvoller Schatz gehütet wird. Hier finden Sie ein umfassendes Rezept, mit dem Sie zu Hause einen Pizzateig zubereiten können, der dem aus der Pizzeria in nichts nachsteht.

Die Zutaten für den perfekten Pizzateig

Es braucht nur wenige Zutaten für das perfekte Pizza-Glück: Mehl, Hefe, Wasser, Salz, Olivenöl.

Zutaten:

  • 500 g Wasser
  • 700 g Pizzamehl
  • Hefe (frisch oder trocken)
  • Salz
  • Olivenöl

Das A und O ist die Wahl des Mehls: Es muss sehr fein gemahlen sein, so wie Zopfmehl. Gewöhnliches weisses Haushaltmehl ist zu grob. Wichtig ist auch, dass man ein hochwertiges Olivenöl (extra vergine) verwendet. Auf die in den meisten Rezepten empfohlene Prise Zucker kann man hingegen getrost verzichten.

Wie man Pizza macht | SWR Handwerkskunst

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Zubereitung

Hier ist eine detaillierte Anleitung, wie Sie den perfekten Pizzateig zubereiten:

Schritt 1: Vorbereitung der Zutaten

Das Wasser abwiegen und in die Rührschüssel geben. Das Salz hinzufügen und die Küchenmaschine auf der kleinsten Stufe laufen lassen bis sich das Salz aufgelöst hat.

Schritt 2: Mischen der Zutaten

Dann 400 g Mehl und oben drauf die gesamte Trockenhefe (oder zerbröselte frische Hefe) in die Schüssel geben.

Schritt 3: Kneten des Teigs

Alles nun für 15-20 Minuten auf kleinster Stufe zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Dabei Schritt für Schritt das restliche Mehl einarbeiten. Der Teig ist fertig, wenn er sich ohne Rückstände von der Schüssel löst.

Schritt 4: Ruhephase des Teigs

Den Teig am Ende des Knetvorgangs unbedingt noch 15 Minuten in der Schüssel ruhen lassen, damit er sich entspannt. Danach eine letzte, kräftige Runde in der Maschine kneten und wenn der Teig sich schön vom Rand löst, die Küchenmaschine ausschalten.

Schritt 5: Stockgare

Den durchgekneteten Teig dann herausnehmen, auf der Arbeitsfläche noch einmal nachformen und auf Spannung bringen. Dann für 12 Stunden Stockgare bei Zimmertemperatur in eine verschließbare Teigschüssel (oder Madia) geben. Der Teig wird sein Volumen darin verdoppeln bis verdreifachen.

Schritt 6: Stückgare

Jetzt den aufgegangenen Teig in Portionen zu 250 g (entspricht einer Pizza) teilen und Teigballen daraus formen. Die Ballen dann 12 Stunden bei Zimmertemperatur in einer Ballenbox oder einem anderen luftdicht verschlossenen Gefäß lagern.

Wichtige Tipps und Tricks

  • Temperatur: Die Zutaten sollten temperiert sein. Im Sommer empfiehlt es sich, mit Wasser von 4 °C zu arbeiten, im Winter mit lauwarmem Wasser von etwa 15 °C. Auch das Mehl sollte Zimmertemperatur haben.
  • Küchenmaschine: Wähle die kleinste Stufe deiner Küchenmaschine. Gibst du Vollgas, entwickelt sich Wärme. Bei Temperaturen ab 27 Grad kann die Glutenstruktur kaputt gehen.
  • Mehlmenge: Die ideale Mehlmenge lässt sich aber nicht auf das Gramm genau festlegen. Da Mehl ein Naturprodukt ist und je nach Lagerungsort unterschiedliche Feuchtigkeitsgrade aufweist, sind die genauen Mengen individuell anzupassen.
  • Abdeckung: Während des gesamten Herstellungs- und Verarbeitungsprozesses sollte der Teig niemals unnötig lange unbedeckt stehen bleiben. Frisch gekneteter Teig sollte für die Stockgare in einem luftdicht verschlossenen Gefäß lagern.

Die Bedeutung der Zeit

Das wahre Geheimnis für einen schön luftigen Teig heisst Geduld: Der Teig muss zunächst einmal sehr gut geknetet werden. Marcella Hazan empfiehlt in ihrem Buch «Die klassische italienische Küche», den Teig mindestens zehn Minuten lang von Hand zu kneten.

Nach dem Kneten braucht der Teig ausreichend Zeit zum Aufgehen. Es ist im Prinzip wie beim Champagner: Der Hefe muss man Zeit lassen, um ihre Arbeit zu verrichten. Beim Pizzateig sollte man ihr gut einen Tag gönnen, damit der Teig schön aufgehen kann: zuerst drei Stunden bei Raumtemperatur, bis er sein Volumen verdoppelt hat, dann 24 Stunden im Kühlschrank.

Häufige Fehler vermeiden

Damit die selbst gebackene Pizza gelingt, sind die passenden Zutaten, Geduld und die richtige Technik bei der Zubereitung notwendig. Wenn man diese 10 typischen Fehler vermeidet, gelingt das beliebte Gericht aus Italien auch daheim.

Die 10 häufigsten Fehler:

  1. Falsche Mehlsorte
  2. Zu wenig Zeit zum Kneten
  3. Zu wenig Zeit zum Aufgehen
  4. Zu viel Hefe
  5. Falsche Temperatur
  6. Teig wird nicht abgedeckt
  7. Falsche Backtemperatur
  8. Zu viel Belag
  9. Falsche Reihenfolge beim Belegen
  10. Ungeduld

Pizzateig vorbereiten und aufbewahren

Frisch gekneteter Teig sollte für die Stockgare in einem luftdicht verschlossenen Gefäß lagern. Die Teiglinge, die Du später daraus formst, reifen während der Stückgare idealerweise in einer luftdicht verschließbaren Ballenbox. Wenn Du keine hast, empfiehlt es sich, den Teig auf einem Tablett oder Küchenbrett mit einem feuchten Küchentuch abzudecken.

Weitere Rezeptideen mit Pizzateig

Die Pizza selbst ist und bleibt natürlich die primäre Bestimmung des Pizzateigs. Aber eigentlich könnte man daraus noch ganz andere Dinge herstellen. Schlangenbrot zum Beispiel, das man um einen Stecken wickelt und ins lodernde Feuer hält. Oder Apéro-Gebäck, bei dem man dem Pizzateig frische Kräuter wie Oregano, Rosmarin, Thymian oder Speckwürfelchen untermischt.

Weitere Rezeptideen:

  • Calzone
  • Pizza Margherita
  • Pesto-Pizza mit Cherrytomaten
  • Spargelpizza
  • Low-Carb-Pizza

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