Weiche Plätzchen wieder knusprig machen: Tipps und Tricks für die Weihnachtsbäckerei

Wenn in der Adventszeit der Duft von Zimt, Vanille und frisch gebackenem Mürbeteig durch Ihre Küche zieht, ist die Weihnachtsbäckerei in vollem Gange. Plätzchen backen gehört zu den schönsten Traditionen der Vorweihnachtszeit - ob allein, mit der Familie oder mit Freunden.

Doch was tun, wenn die liebevoll gebackenen Plätzchen ihre Konsistenz verlieren und entweder zu hart oder zu weich werden? Keine Sorge, es gibt einfache Tricks, um Ihre Plätzchen wieder in den optimalen Zustand zu versetzen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie weiche Plätzchen wieder knusprig machen können und gibt Ihnen wertvolle Tipps für die perfekte Weihnachtsbäckerei.

Warum werden Plätzchen weich?

Frisch nach dem Backen tragen die Kekse mehr Feuchtigkeit in sich, als die Luft in der Umgebung. Mit der Zeit verdunstet diese Feuchtigkeit, was dazu führt, dass die Plätzchen hart werden. Bei harten Guetzli funktioniert das Prinzip genau andersrum: Diese enthalten weniger Feuchtigkeit als ihre Umgebung. Bei der Feuchtigkeitsaufnahme werden die harten Backsorten dementsprechend weich.

Weiche Plätzchen wieder knusprig machen

Es gibt verschiedene Methoden, um weiche Plätzchen wieder knusprig zu machen:

  1. Backofen-Methode: Verteilen Sie die weichen Chips auf einem Backblech und schieben Sie das Blech in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen. Backen Sie die Chips circa drei Minuten - schon sind sie wieder knusprig.
  2. Pfannen-Trick: Erhitzen Sie etwas Öl in einer Pfanne und braten Sie die Pizza an, bis der Boden wieder knusprig wird. Decken Sie die Pfanne mit einem Deckel ab. Das spart nicht nur Energie, sondern die Pizza wird auch von oben heiss und der Käse schmilzt besser.

Tipps zur Vermeidung von Guetzli-Fails

Um von vornherein zu vermeiden, dass Ihre Plätzchen zu hart oder zu weich werden, beachten Sie folgende Tipps:

  • Teig richtig kühlen: Da hilft nur eins: Noch mal ab mit dem Teig in den Kühlschrank (ausser, er backt bereits im Ofen …).
  • Teig nicht zu lange kneten: Beim Guetzliteig gilt: zügig verarbeiten und nicht zu lang kneten.
  • Zutaten richtig abmessen: Hast du sicher alle Zutaten richtig abgemessen? Tja, dann können fast nur noch die Eier schuld sein: Eventuell waren sie zu klein.
  • Backzeit beachten: Immer wichtig beim Guetzlibacken: mit Timer arbeiten.
  • Ofentür geschlossen halten: Warst du zu neugierig und hast die Ofentür öfters aufgemacht? Dabei entweicht immer Wärme und das Backergebnis wird ungleichmässig.
  • Abstand zwischen den Guetzli: Der Abstand zwischen den Guetzli war zu klein. Das Blech also nicht überladen, sondern genug Abstand zwischen den Guetzli lassen und lieber mit zwei Blechen arbeiten.

Rezepte für gelingsichere Plätzchen

Ein Plätzchenteig, der nicht klebt, erleichtert die Zubereitung von Ausstechplätzchen erheblich und eignet sich besonders für Situationen mit wenig Zeit oder in Gruppen wie Familien, Kindergärten oder Schulen. Solche Teige basieren auf einfachen Zutaten und bewährten Techniken, die eine weiche, aber stabile Konsistenz gewährleisten.

Grundrezept für Plätzchenteig

Ein bewährtes Grundrezept für Plätzchenteig verwendet fünf einfache Zutaten und ergibt etwa drei Bleche Plätzchen:

  1. Butter-Zucker-Mischung vorbereiten: Die weiche Butter zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker in eine Rührschüssel geben. Mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine cremig rühren, bis eine homogene Masse entsteht.
  2. Eier einarbeiten: Die Eier einzeln unterrühren, bis die Masse vollständig homogen ist.
  3. Mehl und Salz hinzufügen: Mehl und Salz vermischen und nach und nach in die Butter-Ei-Mischung einrühren. Den Teig anschließend kurz mit den Händen zu einer Kugel formen.
  4. Kühlung: Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank lagern.

Variante mit kalter Butter und Backpulver

Eine weitere Variante verwendet kalte Butter und Backpulver für zusätzliche Lockerheit:

  1. Butter und Ei hinzufügen: Kalte Butter in kleinen Würfeln und das Ei dazugeben.
  2. Ausarbeiten: Hälfte des Teigs nehmen, auf bemehlter Fläche 2-3 mm dick ausrollen, Plätzchen ausstechen. Teigreste zusammenkneten und weiterverarbeiten.

Dieses Rezept ist schnell und eignet sich zum Einfrieren. Die kalte Butter sorgt für eine mürbe Textur, während das Backpulver für Auftrieb sorgt. Der Teig eignet sich für dekorative Plätzchen.

Spezielle Plätzchensorten und ihre Besonderheiten

Amaretti

Die besten italienischen Amaretti kannst du dir ganz einfach und schnell selber machen! Amaretti sind unglaublich leckere Mandel Kekse. Aussen knusprig und innen weich, ummantelt mit Staubzucker. Die Zutatenliste für die Erstellung der italienischen Biscuits ist sehr überschaubar und das Rezept absolut geling sicher wie auch einfach.

  1. In einer Schüssel mischst du die gemahlenen Mandeln, den Zucker und den Vanillezucker.
  2. In einer separaten Schüssel schlägst du das Eiweiss leicht auf bis sich Bläschen bilden. Das Eiweiss nicht steif schlagen. Dann kommt das Bittermandelaroma hinzu und wird nochmals kurz untergeschlagen.
  3. Anschliessend kommt das Mandelgemisch hinzu und wird zu einem feuchten, eher klebrigen Teig vermengt.
  4. Den Teig in kleine Kugeln formen und direkt im Puderzucker wälzen. Dann aufs Backblech legen und bei 180 Grad für ca. 10 Minuten im Ofen backen.

Schwedische Haferkekse

Ich dachte ja nicht, dass es so einfach ist meine heiss geliebten Haferkekse vom Schweden exakt nachzubacken. Dieses Rezept hat mich jedoch selber überrascht. Die Haferkekse sind easypeasy in 10 Minuten zusammen gerührt und die ersten Exemplare kommen bereits nach weiteren 10 Minuten aus dem Backofen. Sie schmecken nicht nur genauso wie beim Schweden sondern noch viel besser.

  1. Den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Den Zucker zusammen mit dem Ei in einer Schüssel sehr cremig schlagen. Die weiche Butter, das Rapsöl und den Vanilleextrakt hinzugeben.
  3. In einer weiteren Schüssel Haferflocken, Mehl, Meersalz, Backpulver und Zimt vermischen.
  4. Die trockenen Zutaten zur Eimischung geben und kurz unterrühren. Sollte der Teig zu fest sein ein wenig Milch (wirklich nur ein ganz klein wenig, ca. 20 g) dazu geben.
  5. Mit einem Teelöffel kleine Nocken vom Teig abstechen und 12 Nocken auf das Backblech geben. Die Kekse auf die mittlere Schiene des Backofens schieben und ca. 9-10 Minuten backen.

Dänische Butterkekse

Die klassischen Dänischen Butterkekse gehören zur Weihnachtszeit wie der Duft von Zimt und Tannennadeln. Dieses traditionelle Rezept für Dänische Butterkekse überzeugt durch seine Einfachheit, den herrlich buttrigen Geschmack und die feine Vanillenote. Diese Dänischen Butterkekse sind nicht nur unfassbar aromatisch und zart, sondern auch wunderbar einfach zuzubereiten. Sie verlaufen beim Backen nicht, behalten ihre Form und werden außen herrlich knusprig, während sie innen mürbe bleiben.

Für knusprige Kekse empfiehlt sich ein luftdichter Behälter. Dänische Butterkekse sind mehr als nur ein Keks - sie sind ein Stück Hygge. Besonders in der Adventszeit symbolisieren sie Gemütlichkeit, Familie und den Duft frisch gebackener Plätzchen.

Tabelle: Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit von Plätzchen

Plätzchensorte Haltbarkeit Aufbewahrung
Makronen ca. 3 Wochen Luftdichte Dose
Zimtsterne ca. 3 Wochen Luftdichte Dose (nach 4 Tagen am aromatischsten)
Dänische Butterkekse ca. 4 Wochen Luftdichter Behälter

6 Plätzchen-FEHLER, die ich als KONDITORIN sofort sehe! Kekse werden nie wieder ZERLAUFEN oder HART

Fazit

Mit diesen Tipps und Tricks können Sie sicherstellen, dass Ihre Weihnachtsplätzchen immer perfekt gelingen. Ob Sie weiche Plätzchen wieder knusprig machen oder von vornherein die häufigsten Fehler vermeiden - mit der richtigen Vorbereitung und den passenden Rezepten steht einer gelungenen Weihnachtsbäckerei nichts mehr im Wege. Viel Spass beim Backen und Geniessen!

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