Vegane Mayonnaise ohne Öl: Ein einfaches Rezept

Wir können uns noch gut an die Zeit erinnern, als wir uns mit pflanzlicher Ernährung begonnen haben auseinanderzusetzen. Da waren alle pflanzlichen Imitationsprodukte auf dem Markt richtig spannend. Vegane Mayonnaise war dann auch so ziemlich das erste, was Pascale in der Küche immer verfügbar hatte. Die Eltern waren skeptisch gegenüber Veränderungen in den Essgewohnheiten und da kam die vegane Mayonnaise gerade recht. Seitdem ist einige Zeit vergangen. Das vegane Kochen Zuhause ist zur Selbstverständlichkeit geworden und der Anteil an „Ersatzprodukten“ in unseren Küchen ziemlich zurückgegangen. Vegane Mayonnaise ist aber immer noch etwas Feines!

Mayonnaise gehört zu den wichtigsten Basics in jeder Küche. Die vegane Variante ohne Ei ist keine Hexerei und doch gehört ein bisschen Magie dazu. Wir zeigen euch wie das geht!

Ist Mayonnaise die meistunterschätzte Sauce seit es Saucen gibt? Irgendwie steht Mayo immer ein bisschen im Schatten des allgegenwärtigen Ketchups. Dabei gehört sie doch zu den fünf klassischen Grundsaucen.

Die Geschichte der Mayonnaise

Der Legende nach geht die Erfindung auf die Eroberung der Festung San Felipe in Mahón auf der Baleareninsel Menorca im 18. Jahrhundert zurück. Um den Sieg zu feiern wurde damals mit dem was eben da war - also Öl und Eier - eine kaltgerührte Sauce kreiert: Die Mayonnaise! Ketchup kann mit dieser glorreichen Erzählung definitiv nicht mithalten.

Eine andere Theorie besagt, dass die Mayonnaise eine französische «Interpretation» von Aioli sei. Diese mediterrane Knoblauchsauce wurde bereits im Jahr 1024 schriftlich erwähnt.

Unabhängig von der französischen Eroberung von San Felipe, ist Eigelb als Emulgator bei Apothekern schon lange bekannt. Sie haben diese schon vor Jahrhunderten für die Herstellung von Salben verwendet.

Vegane Mayonnaise: Warum selber machen?

Soweit so gut. Aber wieso sollte man die vegane Mayonnaise denn nun selber machen? Und dann erst noch ohne Soja?

  • Die selbstgemachte Mayonnaise ist viel günstiger!
  • Du weisst genau, was für Zutaten enthalten sind.
  • Es ist einfach beeindruckender, selbstgemachte Mayonnaise im Kühlschrank zu haben.

Als Grundsaucen der klassischen Küche kann und darf die Mayonnaise auch in der veganen Küche nicht ignoriert werden. Sie ist rein pflanzlich ganz einfach herzustellen, da die Basis aus Öl und Essig ohnehin keine tierischen Produkte enthält.

Wir wissen ja, dass Öl und Wasser sich normalerweise nicht mischen lassen. Bei Mayonnaise müssen wir aber genau dieses Kunststück irgendwie bewerkstelligen. Das heisst wir brauchen etwas das verbindet, einen sogenannten Emulgator. In der klassischen Mayonnaise sorgt Eigelb dafür, dass sich die Emulsion aus Öl und Essig oder Zitronensaft nicht wieder in seine Bestandteile auftrennt. Allerdings hat Eiweiss in Milch die gleiche Wirkung. Für unsere vegane Mayo verwenden wir also ganz einfach Sojamilch um das Ganze zusammenzuhalten.

Allerdings geht es bei Mayonnaise nicht nur darum, die Konsistenz der Sauce hinzukriegen, auch der Geschmack muss stimmen. Hier kommt die eingangs erwähnte Magie ins Spiel. Wir verwenden einfach etwas Kala Namak. Dieses besondere Salz sorgt für den typischen Ei-Geschmack in unserer pflanzlichen Mayonnaise.

Vayo - Vegane mayonnaise - schnell und einfach

Euch hat die pflanzliche Mayonnaise zu wenig Pep? Kein Problem, eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Rezept für vegane Mayonnaise ohne Soja

Es ist wirklich ganz einfach, versprochen! Die vegane Mayonnaise ohne Soja ist ruckzuck gemacht und besteht nur aus regionalen Zutaten.

Für das Rezept brauchst du Sonnenblumenkerne, Rapsöl, Apfelessig und etwas Zucker und Salz. Uns freut am meisten, dass wir diese Zutaten alle aus Schweizer Anbau bekommen. Und nicht einmal kompliziert! Eigentlich findest du die Lebensmittel in jedem Supermarkt.

Im Kühlschrank hält sich die fertige vegane Mayonnaise circa eine Woche.

Zutaten:

  • Sonnenblumenkerne
  • Rapsöl
  • Apfelessig
  • Zucker
  • Salz

Zubereitung:

  1. Sonnenblumenkerne ganz fein mahlen. Dazu eignet sich ein kraftvoller Standmixer sehr gut.
  2. Dann das Wasser hinzugeben und vermixen.
  3. Dann während dem Mixen langsam das Rapsöl hinzugeben. Für die Mayonnaise schmeckt uns hocherhitzbares Rapsöl besser wie kaltgepresstes.

Die vegane Mayonnaise ohne Soja hält sich im Kühlschranke etwa eine Woche.

Vegane Cashew Mayonnaise (ohne Soja)

Diese Cashew Mayo ist der Hammer! Cremig-fein, leicht eierig im Geschmack und erst noch fantastisch luftig in der Konsistenz. Diese vegane Mayonnaise ist der Überflieger auf unserem Esstisch. Sei es zu Spargeln, für Salatsaucen oder mit veganem Rührei. - Einfach vom Feinsten. MmmhUnd ja - es geht ohne Zusatz von Verdicker.

Joel & Muriel zeigen dir einfache und günstige Alltagsrezepte. Inspirieren lässt sich das Paar gerne auf Reisen und auf Street Food Märkten überall auf der Welt.

Zutaten:

  • Cashews, unbehandelt, ungesalzen
  • Senf
  • Zitronen, entsaftet
  • Salz
  • Wasser
  • Pfeffer, schwarz, gemahlen

Zubereitung:

  1. Die Cashews (100 g) für 10 Minuten in kochendem Wasser sieden oder mehrere Stunden in kaltem Wasser einlegen.
  2. Als nächstes die Cashews zusammen mit Senf (2 Teelöffel), Zitronensaft (2 Esslöffel), Salz (1/4 TL), Wasser (4 Esslöffel) und Pfeffer (wenig) im Mixer zu einer cremigen Konsistenz pürieren. Wenn die Masse zu fest ist und sich nicht gut mixen lässt, einfach Wasser dazugeben.

Tipp: Wir empfehlen keine grössere Menge zu machen, weil die Mayo nur einige Tage im Kühlschrank haltbar ist. Wenn die Cashews zuvor nicht in Wasser eingelegt oder gekocht werden, schmecken sie etwas nach "Gorgonzola". In Kombination mit Tomatensauce erinnert die Mayo etwas an Käse - passt also auch zu Pizza und Pasta. Sie schmeckt auch hervorragend als Basis für Saucen oder in Salatsaucen.

Rohköstliche Variante

Und nun wie versprochen die Rohköstliche Variante. Das Gemüsebrühepulver, der Senf, sowie pasteurisierter Essig sind keine Rohkost.

  • Gemüsebrühepulver: Fein gehacktes Wurzelgemüse lässt sich im Dehydrator trocknen, um ein Rohköstliches Gemüsepulver herzustellen.
  • Essig: Darauf achten, dass der Essig bei der Herstellung nicht erhitzt wurde.

Zubereitung mit Hochleistungsmixer:

  1. Alle Zutaten außer dem Öl in den Mixer geben und auf hoher Stufe für ca. 1 Minute mixen- Darauf achten, dass sich die Masse nicht erwärmt, bei Bedarf einen weiteren Eiswürfel hinzufügen.
  2. ca. 1/8 des Öls in den Mixer geben und 10 Sekunden auf mittlerer Stufe mixen
  3. ca. 1/3 des Öls in den Mixer geben und 10 Sekunden auf mittlerer Stufe mixen
  4. Den Rest des Öls in den Mixer geben und 20 Sekunden auf mittlerer Stufe mixen
  5. Hat die Masse eine feste Konsistenz erreicht, kann sie nun in Einmachgläser abgefüllt werden.

Apfelessig gibt etwas mehr Säure, ist für ein gutes gelingen aber nicht unbedingt notwendig. Statt Kala Namak kann auch etwas mehr Salz oder Gemüsebrühepulver verwendet werden.

Falls du andere Rezepte mit Sonnenblumenkerne suchst, findest du sie hier.

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