Für Deine Katze ist ein Wespen- oder Bienenstich meist schmerzhaft und kann manchmal sogar gefährlich werden. Doch woran erkennst Du, ob ein Stich tierärztlich behandelt werden muss?
Warum ist es wichtig, Insektenstiche bei Katzen ernst zu nehmen?
Katzen sind von Natur aus neugierig - da kann es schon mal passieren, dass sie nach einer Wespe schnappen oder mit einer Biene spielen. Kommt es dabei zu einem Stich, kann das schmerzhaft und schlimmstenfalls sogar gefährlich werden: Besonders riskant ist ein Bienen- oder Wespenstich im Maul oder Rachen Deiner Katze, weil eine Schwellung dort die Atmung behindern kann.
Die gute Nachricht: Die meisten Insektenstiche bei Katzen verlaufen harmlos und heilen von selbst wieder ab. Trotzdem ist Vorsicht geboten - etwa bei Stichen an empfindlichen Stellen oder bei allergischen Reaktionen.
Fliegende Insekten wecken oft den Spieltrieb unserer Samtpfoten.
Wird Deine Katze im Maul, an der Zunge oder im Rachen gestochen, kann das zu plötzlicher Atemnot führen. Auch wenn Du keinen Stich siehst - beobachte genau, ob sie hechelt, würgt, vermehrt speichelt oder unruhig atmet.
Bienenstiche führen meist zu einer lokalen Reaktion: Die Einstichstelle schwillt an, ist gerötet und schmerzhaft. Da Bienen ihren Stachel verlieren, bleibt dieser oft mit Giftblase in der Haut stecken. Wespenstiche sind meist schmerzhafter, weil Wespen öfter zustechen können. Insekten wie Mücken oder Bremsen lösen normalerweise nur milde Reaktionen wie kleine Quaddeln oder Juckreiz aus.
Wurde Deine Katze von einer Biene gestochen, steckt der Stachel möglicherweise noch in der Haut - inklusive Giftblase. Um die Schwellung und den Schmerz zu lindern, kannst Du die Einstichstelle vorsichtig kühlen - mit einem feuchten Waschlappen oder einem Kühlkissen, das in ein Tuch gewickelt ist.
Beruhige Deine Katze und achte in den nächsten Stunden auf Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Atemnot, starkes Speicheln, Erbrechen oder Unruhe. Schau Dir die Einstichstelle in den nächsten Tagen an. Bleibt die Schwellung bestehen, wirkt die Haut gerötet, nässt oder eitert sie sogar, könnte sich eine Infektion entwickeln.
Wenn Deine Katze draußen spielt, achte darauf, ob sie auffällig oft nach fliegenden Insekten schnappt. In solchen Momenten kannst Du sie vorsichtig ablenken, z. B. mit einem Spielzeug oder Leckerli.
Mit dem Frühling kehrt auch das Summen, Surren und Brummen von Bienen, Wespen und Hornissen zurück. Alle drei Insekten spielen eine wichtige Rolle in der Natur - etwa bei der Bestäubung von Blüten - und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
Doch auch wer alle Sicherheitstipps gewissenhaft befolgt, ruhig bleibt, hektische Bewegungen vermeidet und in der Badi nur mit Badeschuhen unterwegs ist, ist nicht völlig vor Stichen gefeit.
Wichtig ist: Ruhe bewahren. Das gilt vor allem dann, wenn das Insekt, das Sie gestochen hat, noch in der Nähe ist oder Artgenossen herumschwirren. Entfernen Sie sich langsam und ohne fuchtelnde Bewegungen von den Tieren.
Schauen Sie sich die Einstichstelle an. Fassen Sie sie möglichst nicht mit ungewaschenen Händen an und kratzen Sie nicht, auch wenn es juckt. Wenn Sie nach 30 Minuten keine starken Beschwerden oder ein starkes Krankheitsgefühl verspüren, ist ein Arztbesuch meist nicht notwendig.
Machen sich Atemnot, Fieber oder eine grosse Schwellung von mehr als zehn Zentimetern bemerkbar, ist ein Notruf oder der schnelle Weg zum Arzt ratsam.
Bei einem Bienenstich bleibt der Giftstachel meist in der Haut stecken. Da sich an dem Stachel noch ein Giftsack befindet, sollte man den Stachel schnellstmöglich aus der Haut ziehen. Drücken Sie die Einstichstelle nicht mit den Fingern zusammen, sondern greifen Sie den Stachel vorsichtig mit den (sauberen) Fingernägeln.

Bei einem Wespenstich bleibt der Stachel zwar meist nicht in der Haut stecken - Wespen können damit aber mehrmals zustechen (im Gegensatz zu Bienen).
Der Juckreiz verleitet oft zum Kratzen - was Sie aber vermeiden sollten. Dadurch kann sich die Stichstelle entzünden und weitere Beschwerden hervorrufen. Hilfe gibt es in der Apotheke: Spezielle Stifte, Cremes oder Gele mit Wirkstoffen wie Tripelennamin oder Dimetinden (Antihistaminika) lindern den bisweilen unerträglichen Juckreiz durch Insektenstiche. Behandeln Sie damit die Einstichstelle, wie es in der Packungsbeilage angegeben ist.
Pflanzliche Mittel gegen Juckreiz bei Insektenstichen sind zum Beispiel Lavendelöl und Johanniskrautöl (Rotöl). Die beiden Inhaltsstoffe Linalool und Linalylacetat von Lavendel wirken beruhigend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Hyperforin, ein Wirkstoff aus Johanniskraut, hilft besonders bei Entzündungen, die durch aufgekratzte Mückenstiche entstehen. Anders als bei innerlich angewandtem Johanniskraut verursacht das auf die Haut aufgetragene Öl nach aktueller Studienlage keine gesteigerte Lichtempfindlichkeit. In der Apotheke kann man Sie zur richtigen Anwendung beraten.
Mit Kälte lassen sich schmerzende Insektenstiche gut behandeln: Eiswürfel, Kältekompressen oder gefrorene Lebensmittel aus der Kühltruhe lindern die Schmerzen. Legen Sie sie aber nicht direkt auf die Haut, um Erfrierungen zu vermeiden. Wickeln Sie die Eiswürfel oder Ähnliches in ein Tuch, bevor Sie diese für maximal zehn Minuten auf die Einstichstelle legen. Bei starken Schmerzen kann man notfalls auch ein Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen anwenden.
Rufen Sie den Notarzt, wenn ein Insektenstich eine starke allergische Reaktion verursacht. Sie erkennen das an schnell eintretenden und starken Beschwerden wie Atemnot, Schwindel, Herzrasen oder auch Schluck- oder Sprechbeschwerden. Die Betroffenen brauchen schnell ärztliche Hilfe, um Komplikationen zu vermeiden und eine Lebensgefahr abzuwenden.
Wer eine Insektengiftallergie hat, sollte entsprechende Medikamente für den Notfall immer dabeihaben und wissen, wie man sie richtig anwendet.
Bei Insektenstichen in Mund, Rachen oder Hals ist ebenfalls sofortige ärztliche Hilfe nötig. Die Schwellung der Schleimhaut kann Atemnot verursachen!
Lassen Sie Bienen- oder Mückenstiche in der Hausarztpraxis behandeln, wenn die Beschwerden mehrere Tage anhalten oder schlimmer werden. Ist die Schwellung auf der Haut grösser als zehn Zentimeter, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll.
Sind Insektenstiche besonders gespannt oder geschwollen, tritt Eiter an der Einstichstelle aus, fühlen Sie sich krank oder tasten Sie geschwollene Lymphknoten, sollte ein Arzt oder eine Ärztin die Insektenstiche behandeln. Möglicherweise hat sich der Stich entzündet.
Es ist wichtig, zunächst die Frage zu klären: Sind Sie allergisch oder nicht? Diese Angelegenheit ist ernst, da es um die Gefahr für Ihr Leben und Ihre Gesundheit gehen kann.
Grundsätzlich sind Stiche von Wespen, Hornissen oder Bienen in der Regel kein Grund zur Sorge.
Bitte beachten Sie Folgendes: Eine Schwellung oder Schmerzen an der Stichstelle bedeuten nicht automatisch, dass Sie allergisch sind.
Ein Hornissenstich ist nicht schlimmer als ein Bienenstich.
Maßnahmen für Nicht-Allergiker:
- Kühlen Sie die Stichstelle so gut wie möglich.
- Behandeln Sie den Stich mit Alkohol.
- Tragen Sie ein spezielles Gel wie Fenistil oder Helpics auf.
- Ziehen Sie bei einem Bienenstich den stecken gebliebenen Stachel mit einer Pinzette am unteren Ende heraus oder streifen Sie ihn mit dem Fingernagel von innen nach außen ab.
Pflücken Sie ein paar Blätter, reiben und quetschen Sie sie, bis der Saft austritt, und bestreichen Sie damit die Wunde. Aus eigener Erfahrung nach einem Hornissenstich kann ich sagen, dass dies bisher das beste Mittel gegen Stiche jeder Art ist. Hornissen, Wespen, Mücken, Bremsen, Wadenstecher und sogar Hautreaktionen auf Brennnesseln werden innerhalb weniger Minuten durch die Säfte gelindert!
Maßnahmen für Allergiker:
- Halten Sie Ihr Notfallset und Ihren Allergiepass jederzeit griffbereit - dies kann Ihr Leben retten.
- Aktualisieren Sie Ihr Notfallset regelmäßig und achten Sie auf das Verfallsdatum der Medikamente und Spritzen.
- Geben Sie fremden Personen bei Ausflügen in die Natur ruhig Bescheid über Ihre allergische Reaktion.
- Versuchen Sie, Orte zu meiden, an denen Sie auf Wespen und Bienen treffen könnten, wie Streuobstwiesen oder Bereiche mit Fallobst.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Möglichkeit einer Hypersensibilisierungstherapie.
Beachten Sie: Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie sich testen. Es ist möglich, dass Sie allergisch sind, ohne es zu wissen. Beobachten Sie Ihren Körper aufmerksam.
Ein Insektenstich kann allergische Reaktionen auslösen. Meistens erscheinen sie nur in Form von juckenden oder schmerzhaften Schwellungen (Quaddeln).
Überblick: Was ist eine Insektengiftallergie?
Ähnlich wie Medikamente, Katzenhaare, Blütenpollen oder Nahrungsmittel können auch Stiche von Insekten eine Allergie auslösen. In der Schweiz und im übrigen Mitteleuropa sind die Verursacher meistens Bienen, Wespen oder Hornissen.
Wenn Insekten ihr Gift über einen Stachel unter die menschliche Haut spritzen (injizieren), wirkt es im Blut der Betroffenen als Substanz, die vom menschlichen Immunsystem als fremd erkannt und bekämpft wird. Diese Abwehrreaktion (Immunreaktion) kann so heftig sein, dass sie allergische Symptome, also eine Allergie erzeugt.
Diese Reaktion Ihres Körpers zeigt sich noch nicht beim ersten Stich eines Insekts, gegen dessen Gift Sie allergisch sind: Erst beim zweiten Kontakt mit dem Insektengift (und bei allen folgenden Kontakten) reagiert Ihr Immunsystem, weil es jetzt das Allergen wiedererkennt und bekämpft.
Möglicherweise hatten Sie, ohne es zu wissen oder sich daran zu erinnern, früher schon einmal einen Stichkontakt mit diesem Gift, zum Beispiel als Kleinkind.
Allergien gegen Insektengifte sind nicht allzu selten; die überwiegende Mehrzahl erlebt nach einem Insektenstich allerdings nur eine starke örtliche Reaktion: Der Körper reagiert nur am Ort des Einstichs, also auf der Hautoberfläche und darunter. In selteneren Fällen löst der Stich eine systemische Reaktion aus, die den allgemeinen Organismus betrifft und ihn schwer belasten kann.
Die sogenannte systemische Reaktion nach Insektenstichen tritt bei etwa 1.2 bis 3.5 Prozent der Bevölkerung auf. In der Schweiz sterben daran jährlich etwa drei bis vier Menschen.
Wenn die Giftstoffe von Insekten in Ihr Blut gelangen, sind sie für Ihren Organismus Fremdkörper (Antigene). Abwehrzellen im Blut (Antikörper) erkennen diese Eindringlinge und versuchen, sie zu bekämpfen. In diesem Fall sind es Antikörper vom Typ IgE (Immunglobulin E).
Erkennen die IgE-Antikörper bei einem zweiten oder folgenden Stich derselben Insektenart das Allergen wieder, ist der Körper vorbereitet (sensibilisiert) und kann sofort auf den Insektenstich reagieren.
Beim Kontakt von Antigenen (Allergenen) und Antikörpern werden im Gewebe bestimmte Substanzen freigesetzt. Das sind Hormone oder Botenstoffe, die sich über das Blut im ganzen Körper verteilen. Sie lösen die allergischen Symptome aus.
Das Gift von Bienen und Wespen enthält eine Reihe verschiedener Allergene, die zum Teil dieselben sind. Das Gift von Hornissen entspricht weitgehend dem der Wespen; die Zusammensetzung des Gifts von Bienen ist ähnlich dem von Hummeln. Zwischen Bienen - und Wespengift besteht auch eine gewisse, wenn auch geringere Kreuzreaktivität.
Manchmal dauert es nur wenige Minuten, bis sich nach einem Insektenstich die ersten Symptome auf der Haut zeigen. Nicht-lokale Reaktionen (die über die Haut hinausgehen) können noch nach 30 Minuten auftreten. Nicht jede Reaktion ist zwangsläufig eine allergische: Es gibt Menschen, die nach einem Insektenstich an einem stark angeschwollenen Arm leiden, aber keine Insektengiftallergie haben.
- Örtliche Reaktion (lokale Reaktion): Das Insektengift ruft im Bereich der Einstichstelle eine Rötung oder Schwellung der Haut hervor. Weitere häufige Symptome sind Juckreiz und Brennen. Der Bereich der Schwellung umfasst weniger als zehn Zentimeter im Durchmesser und klingt nach spätestens 24 Stunden ab. Auch diese äusserlich auf die Haut beschränkte Reaktion kann bereits mit unangenehmen Empfindungen begleitet sein.
- Schwere örtliche Reaktion (gesteigerte lokale Reaktion): Die Schwellung ist meistens größer als zehn Zentimeter, schmerzhaft und besteht länger als einen Tag. Als Faustregel kann gelten: Eine Schwellung, die die Handfläche des Gestochenen übertrifft, ist als übermässig anzusehen.
- Systemische Reaktion (allgemeine Reaktion): Neben den oben erwähnten Begleiterscheinungen können Symptome wie beim Heuschnupfen auftreten (tränende Augen, geschwollene Nasenschleimhaut).
- Allergischer Schock (anaphylaktischer Schock): Dies ist die schwerstmögliche Reaktion auf Insektengift - sie kann tödlich enden.

Sollten Sie nach einem Insektenstich (oder Insektenbiss) zunächst ein Kribbeln oder Brennen auf der Zunge oder im Rachen verspüren, kann dies das erste Anzeichen für einen anaphylaktischen Schock sein.
Falls Sie wissen, dass Sie zu den Menschen gehören, die auf Insektengift allergisch und mit schweren Symptomen reagieren, sollten Sie ein Notfallset mit sich führen.
Am bekanntesten ist der Hauttest: Bei diesem Verfahren werden Insektengifte, die im Verdacht stehen, eine Allergie auszulösen, stark verdünnt und in geringer Dosierung in direkten Kontakt mit der Haut gebracht. Allergische Reaktionen zeigen sich dann meist in Form von Rötungen und Schwellungen (Quaddeln). Dieser Hauttest kann auch zeigen, ob Sie nicht nur gegen ein bestimmtes Gift allergisch sind, sondern gegen mehrere. Wenn Sie zum Beispiel nach einem Bienenstich eine Allergie gegen Bienengift entwickelt haben, könnte unbemerkt auch eine zweite Allergie gegen ein weiteres Insektengift auftreten.
Vermeiden Sie bunte Kleidung, weil Bienen sie mit Blüten verwechseln können. Beachten Sie, dass bestimmte Gerüche auf Insekten anziehend wirken.
Sollten Sie an einer Mastozytose leiden (das ist eine seltene Haut- oder Bluterkrankung mit zum Teil auch Beteiligung anderer Organe), weisen Sie uns unbedingt darauf hin.
Eine Methode der Vorbeugung besteht darin, Ihr Immunsystem gegen die Folgen von Insektenstichen oder -bissen unempfindlicher zu machen, es zu desensibilisieren. Das geschieht, indem Ihrem Körper zunächst sehr kleine und dann langsam ansteigende Mengen von stark verdünntem Insektengift verabreicht werden. So soll sich Ihr Organismus an das Gift gewöhnen. Diese Therapie wird Desensibilisierung, Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie genannt. Sie erstreckt sich meist über drei bis fünf Jahre.
Bevor wir bei Ihnen eine Hyposensibilisierung vornehmen, müssen wir sicherstellen, dass bei Ihnen tatsächlich eine Allergie vorliegt und dass das auslösende Allergen (das Insektengift) genau bekannt ist.
Wenn Sie von einem Insekt gestochen werden, gegen dessen Gift Sie allergisch sind, dann hängen der Verlauf Ihrer allergischen Reaktion und die Folgen vor allem davon ab, ob und wie schnell eine Behandlung stattfindet. Unbehandelte Symptome können harmlos, aber auch lebensbedrohlich sein; sie können Minuten, aber auch Stunden andauern.
Je schneller sich nach einem Stich die Symptome der Insektengiftallergie zeigen, desto schwerwiegender sind meist die Komplikationen - und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, einen anaphylaktischen Schock zu erleiden.
Wenn Sie wissen, dass Sie an einer Insektengiftallergie leiden, kann die erwähnte Hyposensibilisierung zu einer günstigen Prognose führen. Nach einer sorgfältig erfolgten Therapie stehen Ihre Chancen gut, dass sich in Zukunft lästige oder bedrohliche Insektenstich-Symptome nur noch in abgeschwächter Form zeigen. Vielleicht bleiben sie sogar ganz aus.
Ohne Hyposensibilisierung bleibt eine Allergie gegen Bienen, Wespen oder andere Insekten oft ein Leben lang bestehen. Doch Allergien können mit zunehmendem Alter auch schwächer werden.
Wenn Sie allergisch auf Insektenstiche reagieren und gestochen worden sind, versuchen Sie möglichst schnell, aber vorsichtig, den Stachel aus der Haut zu ziehen. Falls an ihm eine Giftdrüse hängt, zerquetschen Sie sie nicht, sondern hebeln diesen zum Beispiel mit dem Fingernagel von unten aus - sonst könnte noch mehr Gift in Ihre Blutbahn gelangen.
Insektengiftallergie: Symptome und Gefahren
Bei einer Insektengiftallergie reagieren Betroffene auf den Einstich der Insekten. Schwellungen, Rötungen und Juckreiz sind meist die ersten Symptome und klingen im Normalfall innerhalb von 24 Stunden ab. Gefährlicher sind allergische Reaktionen im Kreislaufsystem und in den Atemwegen.
Welche Insekten lösen allergische Reaktionen aus?
Bei einer Insektengiftallergie ist es für den behandelnden Arzt wichtig, das auslösende Insekt zu identifizieren. Meist handelt es sich um Bienen- und Wespenstiche, da diese Tiere am häufigsten anzutreffen sind. Weniger selten sind allergische Reaktionen nach Hummel- und Hornissenstichen.
Der Unterschied zwischen einem Wespenstich und einem Bienenstich lässt sich an einem einfachen Merkmal erkennen: Nach einem Bienenstich bleibt normalerweise der Stachel zurück, den die Biene beim Stechen verliert. Wespen hingegen ziehen den Stachel wieder zurück.
Bienengiftallergie und Wespengiftallergie treten meist nicht zusammen auf. Betroffene sollten daher möglichst versuchen, das stechende Insekt zu erkennen. Wer bei einer Bienengiftallergie starke Symptome entwickelt, übersteht vielleicht einen Wespenstich ohne Allergie-Symptome und Beschwerden.
Soforthilfe nach Insektenstichen
Treten deutliche Symptome für eine Insektengiftallergie auf, müssen Betroffene und Begleitpersonen sofort handeln.
Wichtig sind vor allem folgende Schritte:
- Stachel suchen und entfernen
- Medikamente einnehmen: Wurde der Betroffene bereits wegen einer Bienen- oder Wespenstichallergie behandelt, sollte er umgehend die verschriebenen Medikamente aus dem Notfall-Set einnehmen. Bei einer bestehenden Insektengiftallergie müssen die Medikamente in den Sommermonaten immer mitgeführt werden.
- Notarzt alarmieren, falls in den ersten 15 Minuten Insektengiftallergie-Symptome auftreten
- Atemwege freihalten: Bei Atembeschwerden enge Kleidungsstücke lockern, den Betroffenen in eine sitzende Position bringen
- Schocklage bei Anzeichen für einen Kreislaufschock (auf dem Rücken liegend, Beine hoch). Stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit.
- Wiederbelebungsmassnahmen: als letzte Massnahme, falls keine Lebenszeichen mehr vorhanden sind
Für die medikamentöse Behandlung werden Kortison und Antihistaminika eingesetzt. Da beide Medikamente aber nicht sofort wirken, enthält das Notfall-Set für Insektengiftallergiker auch eine Adrenalin-Fertigspritze. Die Spritze wird bei deutlichen Insektengift Symptomen sofort angewandt, um Blutdruck und Kreislauf zu stabilisieren.
Eine Insektengiftallergie kann zwar gefährlich werden, doch wer die Symptome kennt und richtig reagieren kann, senkt das Risiko schwerwiegender Komplikationen.

| Merkmal | Bienenstich | Wespenstich |
|---|---|---|
| Stachel | Bleibt in der Haut stecken | Wird wieder herausgezogen |
| Giftabgabe | Einmalig | Mehrfach möglich |
| Aggressivität | Weniger aggressiv | Kann aggressiver sein |
| Allergiepotential | Bienengiftallergie | Wespengiftallergie |
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