Stollen mit Haube Backen: Ein Traditionsrezept für die Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit ist die Zeit des Backens, und was wäre Weihnachten ohne einen traditionellen Stollen? Hier finden Sie ein detailliertes Rezept, um einen köstlichen Stollen mit Haube zu backen, der Ihre Familie und Freunde begeistern wird. Dieses Rezept kombiniert traditionelle Elemente mit einfachen Anweisungen, um ein perfektes Ergebnis zu gewährleisten.

Zutaten und Vorbereitung

Für diesen Stollen benötigen Sie folgende Zutaten:

  • Mehl
  • Zimt, gemahlen
  • Backpulver
  • Salz
  • Butter, weich
  • 1 Vanilleschote, ausgekratzt oder Vanillepaste
  • 1 Bio-Orange, Abrieb oder Mandarine
  • Rohzucker
  • Rahmquark
  • Butter, geschmolzen zum Bestreichen
  • Wenig Haushaltszucker und Staubzucker zum Wälzen und Veredeln

Diese Zutaten bilden die Grundlage für einen saftigen und aromatischen Stollen. Traditionelle Plätzchen-Rezepte aus den 1930er-Jahren und älteren Familienbüchern bilden die Grundlage für viele klassische Kekse, die in der Advents- und Weihnachtszeit gebacken werden.

Christstollen formen ohne Backform | Dresdner Stollen

Die Zubereitung: Schritt für Schritt

Schritt 1: Vorbereitung des Teigs

Zuerst wird ein Dampfl hergestellt. Alle Ingredienzien dafür gut miteinander zusammenkneten, dann den Teig abgedeckt 30 Min. ruhen lassen. Profi-Tipp: Zum Abdecken eignen sich ebenso die Ingredienzien des folgenden Teiges, die in der Rastzeit zugewogen werden können. Danach alle Ingredienzien mit dem Dampfl gemächlich zusammenkneten, bis der Teig gut glatt ist. Als nächstes kurz im Schnellgang laufen. Die Teigruhezeit beträgt 10 Minuten.

Schritt 2: Mandel-Schokomischung

Mit dem Teig glatt arbeiten. Anschliessend den Teig formen, in eine ausgebutterte Stollenhaube legen (auch frei auf dem Backblech) und in etwa 55 bis 60 min bei 190 °C im aufgeheizten Herd backen.

Schritt 3: Backen des Stollens

Den Ofen auf 200 °C mit Ober- und Unterhitze vorheizen. Vermische Mehl (280 g), Zimt (1 TL), Backpulver (2 Teelöffel) und Salz (1 Pr.) in einer Schüssel. Stelle die Schüssel zur Seite. In einer weiteren Schüssel Butter (100 g) zusammen mit Orangenabrieb (1), Vanille (1) und Rohzucker (70 g) für etwa 2 Minuten cremig schlagen. Dann den Quark (150 g) kurz, aber gründlich unterrühren. Nach und nach das Mehl beigeben und alles zu einem geschmeidigen Teig zusammenfügen.

Schritt 4: Formen und Backen

Danach den Teig auf ca. 1 cm dicke ausrollen, dann in 1 cm breite Streifen und dann in Quadrate schneiden. Die Viereck(ch)en mit ein wenig Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Das Blech in der Mitte des vorgeheizten Ofen geben und bei 200 °C, mit Ober- und Unterhitze für 10 Minuten backen. Die Wölkchen bleiben hell - nur der Boden wird leicht braun.

Schritt 5: Veredelung

Nach dem Backen den noch warmen Stollen mit geschmolzener Butter einstreichen und in Haushaltszucker vorsichtig wälzen. Einen Tag später wird der fertige Stollen mit Staubzucker veredelt und ggf. Verpackt.

Weitere Tipps und Varianten

  • Einweichen der Früchte: Die Früchte mindestens 12 Stunden zugedeckt einweichen.
  • Mehl und Butter: Mehl und Butter kurz aufgreifen, also zusammen verreiben.
  • Gewürze und Hefe: Gewürze hinzufügen. Hefe in der Milch auflösen und mit dem Ei zum Mehl geben.
  • Kneten: Alles zu einem Teig verarbeiten. Das Kneten kann durchaus 10 Minuten dauern. Mit der Küchenmaschine 5-6 Minuten.
  • Teigruhe: Den Teig 10 Minuten entspannen lassen, danach die eingelegten Früchte und die Mandeln dazu geben und unterkneten.
  • Gären: Den Teig in einer Schüssel zudecken und im Kühlschrank mindestens vier Stunden gären lassen. Weitere vier Stunden bei Raumtemperatur akklimatisieren und danach zu einem Stollen formen.
  • Marzipan: Falls gewünscht die Marzipanrolle leicht flach drücken (mit Vorsicht und viel Liebe) und in die Mitte des flachgedrückten Stollens legen. Beidseitig die Teigenden zur Mitte legen und gut andrücken. Die Marzipanrolle muss komplet eingepackt sein.

Backen mit Haube

Mit oder ohne bebutterte Form auf Blech legen und 30 Minuten gären lassen. Jetzt den Backofen auf 210 ° C aufheizen. Mit Form: Teig leicht in die Form drücken, auf Grösse der Form achten. Der Stollen geht nicht vielmehr auf. Form muss beim Backen oben auf dem Gebäck liegen (wie eine Haube). Nach halber Backzeit die Form wegnehmen. Den Christstollen auf mittlerer Rille in den Ofen schieben. Temperatur auf 180 ° C einstellen. Backzeit 18-22 Minuten.

Butter ca. 200 g im Topf auflösen. Dieser muss nur flüssig sein. Nach dem Backen den Christstollen in Intervallen 2-3 Mal mit Butter bestreichen und mit Vanillezucker groszügig bestreuen.

Zusätzliche Tipps für den perfekten Stollen

  • Germ mit Zucker (1) 1/5 der Milch und wenig Mehl zu einem Teiglein rühren. Warm stellen (max.
  • Mehl mit Salz in eine vorgewärmte Backschüssel sieben. Eine Ausbuchtung anbringen, Dampfl, Zucker (2), lauwarme Milch, verquirltes Gewürze, Ei, Zitronenschale, Mandelessenz und flüssige, aber nur lauwarme Butter einfüllen.
  • Gewaschene Rosinen und Zitronat, Orangeat, Rosinen, Mandelkerne und Pistazien unter den Teig durchkneten.
  • Stollenteig zu einer Kugel formen und bei geschlossenem Deckel ca. 30-40 Min.
  • Nochmals herzhaft kneten und wiederholt 30-40 min gehen. Den Teig mit dem Teigroller ein wenig flachdrücken.
  • Bei Verwendung einer Stollen-Backhaube den Teig in die bebutterte geben drücken und mit der offenen Seite auf das Backblech legen.
  • Stollen auf dem Blech 10 Min. abgekühlt ruhen. Im aufgeheizten Herd bei 200 °C 50-70 Min. backen.
  • Nach dem Backen den noch heissen Stollen zweimal mit flüssiger Butter bestreichen.

Die Adventswölkchen leicht abkühlen lassen. Die angegebene Menge ergibt ca. 50 Stück - je nach Grösse.

Traditionelle Plätzchen-Rezepte als Ergänzung

Traditionelle Plätzchen-Rezepte aus den 1930er-Jahren und älteren Familienbüchern bilden die Grundlage für viele klassische Kekse, die in der Advents- und Weihnachtszeit gebacken werden. Diese Rezepte zeichnen sich durch einfache Zutaten wie Butter, Puderzucker, Mehl, Eier und Aromen aus, die einen zarten Mürbeteig ergeben. Sie eignen sich für die Kaffeetafel, als Teegebäck oder als Nascherei und vermitteln eine Atmosphäre von Nostalgie und Gemütlichkeit. Besonders hervorgehoben werden Varianten wie Zitronenfalter, Walnussplätzchen, Ischler Taler und weitere Klassiker aus Omas Keksdose.

Die Zubereitung ist in der Regel unkompliziert, mit kurzen Arbeitszeiten und oft einer Kühlphase für den Teig. Diese Kekse basieren auf bewährten Techniken des Ausstechens, Füllens oder Modellierens und integrieren Füllungen wie Marmelade, Guss oder Nüsse.

Zitronenfalter

Die Zitronenfalter zählen zu den Plätzchen-Klassikern aus den 1930er-Jahren und basieren auf einem klassischen Plätzchenteig zum Ausstechen. Dieser Teig wird mit süß-säuerlichem Zuckerguss verfeinert, was den Keksen eine faltenartige Optik und einen ausgewogenen Geschmack verleiht.

Die Zutaten umfassen 200 g Butter, 100 g Puderzucker, 1 Eigelb, 1 Prise Salz, die Mark einer halben Vanilleschote, 300 g Mehl sowie für den Guss 1 Eiweiß, 5 Esslöffel Zitronensaft und 200 g Puderzucker. Die Zubereitung beginnt damit, dass der Puderzucker gesiebt und mit der Butter zu einer glatten Masse verknetet wird. Anschließend werden Vanillemark, Salz und Eigelb hinzugefügt und weitergeknetet. Zuletzt wird das gesiebte Mehl in den Teig eingearbeitet. Dieser Mürbeteig ergibt knusprige, buttrige Plätzchen, die mit einer Prise Nostalgie assoziiert werden.

Walnussplätzchen

Omas Walnussplätzchen sind Doppelkekse, die zarten Mürbeteig mit intensiven Weihnachtsaromen kombinieren. Der Teig enthält Walnüsse und wird mit Kardamom sowie Bittermandel gewürzt. Eine feine Füllung aus Johannisbeergelee verbindet die beiden Hälften, während eine Schokowalnusshaube die Oberseite krönt.

Ischler Taler

Die Ischler Taler sind Doppeldecker-Kekse mit Nüssen im Teig, die im Kern mit Ribiselmarmelade bestrichen werden. Sie stammen aus der Tradition klassischer Kekse aus Omas Dose und gelten als beliebtes Weihnachtsgebäck. Ähnlich werden Ischler Kekse in österreichischen Rezepten als typisch beschrieben. Die feine Marmeladenfüllung macht sie besonders begehrt. Der Nussanteil sorgt für Aroma und Knackigkeit, während der Mürbeteig die Zartheit gewährleistet.

Weitere Plätzchenvarianten

  • Wiener Spitzbuben: Werden mit klassischem Mürbeteig gebacken, ähnlich der Linzeraugen-Variante.
  • Linzeraugen: Zählen zu den Kindern besonders beliebten Keksen und werden mit Marmelade gefüllt.
  • Mohnstangerl: Im Waldviertel sind Mohnstangerl mit Powidl-Füllung typisch.
  • Springerle: Kleine Kunstwerke, bei denen eine Modelle in den Teig gedrückt und ausgerollt wird.
  • Dotterbusserl: Haben ihren Ursprung in Kärnten und werden in feine Schokolade getunkt.
  • Windbäckerei: So leicht wie der Wind. Ein Band wird drumherum gewickelt, was sie zur Weihnachtsdekoration macht.
  • Schwarz-Weiß-Gebäck: Zeigt ein Schachbrettmuster und ist ein Eyecatcher in der Weihnachtszeit.
  • Kokosmakronen: Ein Klassiker wie Tannenbaum und Stollen.
  • Zimtkekse: Begeistern durch einfache Zubereitung und Geschmack.
  • Vanillekipferl: Dürfen zu Weihnachten nicht fehlen und stammen aus der österreichischen Mehlspeisenküche.
  • Schokoprinten: Enthalten Grümmelkandis für Knacken und Mandeln.
  • Eisenbahner: Mit Marmelade als Hingucker.
  • Ausstechplätzchen: Knusprige, bunt verzierte Ausstechplätzchen bieten Spaß für Kinder.

Fazit

Die Vielfalt dieser Rezepte zeigt, wie traditionelle Techniken wie Mürbeteigzubereitung, Füllen und Verzieren in der Weihnachtsbäckerei angewendet werden. Viele teilen Zutaten wie Butter, Zucker und Mehl, variieren aber durch Nüsse, Gewürze oder Früchte. Kühlzeiten verbessern die Handhabung, und Backen bei richtiger Temperatur erhält Knusprigkeit. Regionale Einflüsse, wie aus Kärnten oder Waldviertel, bereichern die Palette. Die Integration von Aromen wie Vanille, Zimt oder Kardamom schafft weihnachtliche Noten. Optische Effekte durch Muster oder Guss erhöhen den Reiz.

Mit diesem Rezept und den zusätzlichen Tipps können Sie einen perfekten Stollen mit Haube backen und die Weihnachtszeit in vollen Zügen genießen. Viel Spaß beim Backen!

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