Sperma, die männliche Keimflüssigkeit, ist oft Gegenstand von Mythen und Halbwahrheiten. Dieser Artikel soll Licht ins Dunkel bringen und fundierte Informationen über Sperma liefern.

Aufbau eines Spermiums
Was ist Sperma und wie wird es produziert?
Spermien werden in den Keimdrüsen des Mannes, den Hoden, aus Stammzellen durch Teilungs- und Reifeprozesse produziert. Bereits bei der Geburt sind bei Jungen Milliarden von „Vorläufern“ männlicher Keimzellen vorhanden. Diese werden auch als Urspermienzellen oder Spermienmutterzellen bezeichnet. Ab der Pubertät beginnen die Zellen, sich zu teilen. Dabei werden zwei Reifeteilungen durchgeführt. Die Reifungsdauer der männlichen Keimzelle beträgt etwa zehn Wochen. Bei normaler Funktionsfähigkeit der Keimdrüsen beträgt die Anzahl männlicher Keimzellen, die an einem Tag produziert wird, etwa 104 Millionen. Ab der Pubertät findet die Produktion von Spermien das gesamte Leben lang statt. Sobald die Spermien reif sind, werden sie in den Nebenhoden gelagert. Dort kann das Spermium bis zu vier Wochen überdauern. Die Hoden und die Nebenhoden liegen im Hodensack. Dieser sorgt für die passende Umgebungstemperatur von $32 °C$ für die Spermien. Innerhalb des Körpers ist es mit etwa $37 °C$ für die Spermien zu warm.
Die Zusammensetzung von Sperma
Beim Geschlechtsverkehr, während der Ejakulation, werden etwa fünf Milliliter - das entspricht etwa einem Teelöffel - Sperma abgegeben.
Ein reifes Spermium sieht einer Kaulquappe sehr ähnlich. Im Folgenden wird der Aufbau der männlichen Keimzelle erläutert. Allgemein ist die Keimzelle wie eine Tierzelle aufgebaut. Er enthält den Zellkern, das Akrosom und die Zentriole. Er enthält die Erbinformationen - also die Hälfte der Erbinformationen des zukünftigen Embryos. Es enthält Enzyme, die dabei helfen, die Schutzhülle der Eizelle aufzulösen, damit das Spermium problemlos eindringen kann. Es enthält viele Mitochondrien, die die Energie für den Geißelapparat bereitstellen. Er wird auch als Flagellum bezeichnet und dient der Fortbewegung des Spermiums.
Mythen rund um Sperma
Es gibt viele unbegründete Annahmen über Sperma. Hier sind einige Beispiele:
- Mythos: Sperma kann durch Berührung übertragen werden.
Fakt: HIV wird nicht ausschliesslich über feine Verletzungen am Penis des Mannes übertragen. Es kann durch den Kontakt infizierter Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalflüssigkeit übertragen werden, wenn diese in den Blutkreislauf einer anderen Person gelangen.
- Mythos: HIV kann durch Küssen übertragen werden.
Fakt: Der Speichel enthält Substanzen, die den Virus zerstören.
- Mythos: Man spürt, wenn man sich mit HIV infiziert.
Fakt: Nein, nach einer Ansteckung mit HIV gibt es keine spezifischen Anzeichen wie Husten oder Hautausschläge. Nur ein HIV-Test kann zeigen, ob eine HIV-Infektion vorliegt.
Die männlichen Keinzellen | Biologie | Mensch
Hoden: Mehr als nur Samenproduzenten
Die Hoden sind nicht nur für die Spermienproduktion zuständig, sondern auch für die Produktion von Testosteron, dem wichtigsten männlichen Sexualhormon. Testosteron ist dafür bekannt, das Risiko von Herzkrankheiten zu erhöhen und das Immunsystem zu schwächen.
Interessante Fakten über Hoden
- Hoden sind temperaturempfindlich. Bei Kälte ziehen sie sich zusammen und bei Hitze wachsen sie über sich hinaus.
- Bei den meisten Männern ist der rechte Hoden etwas größer als der linke.
- Hoden erreichen bei Männern um die 40 ihre Maximalgröße und schrumpfen dann aufgrund sinkender Fruchtbarkeit im Alter wieder.
- Hoden haben tatsächlich Geschmacksrezeptoren. Obwohl sie im Gegensatz zur Zunge keine Aromen schmecken können, spielen diese Rezeptoren eine Rolle bei der Fruchtbarkeit.

Sicherheit und Schutz
Beim Sex ist es wichtig, sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs) zu schützen. Kondome sind ein wirksames Mittel, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern.
- Wichtig: Es kann durch den Kontakt infizierter Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalflüssigkeit übertragen werden, wenn diese in den Blutkreislauf einer anderen Person gelangen.
Sperma und Fruchtbarkeit
Die Hauptfunktion der Spermien besteht in der Befruchtung der weiblichen Eizelle. Aus einer befruchteten Eizelle kann dann ein Embryo entstehen.
Männliche Keimzellen gehören zu den kleinsten Zellen des menschlichen Körpers. Sie sind fadenförmig, besitzen einen charakteristischen Aufbau und dienen der Befruchtung von Eizellen.
Die Spermien können sich mit einer Geschwindigkeit von drei Millimetern pro Sekunde fortbewegen. Dabei gelangen nur wenige 100 Spermien bis zur Eizelle.