Viele Menschen beschäftigen sich mit der Frage, ob bestimmte Lebensmittel basisch oder sauer wirken, um ihre Ernährung entsprechend anzupassen. Dieser Artikel beleuchtet, wie sich gekochte Eier in Bezug auf den Säure-Basen-Haushalt verhalten und gibt Ihnen wertvolle Informationen für eine ausgewogene Ernährung.
Der PRAL-Wert: Was bedeutet er?
Der PRAL-Wert (Potential Renal Acid Load) gibt an, wie stark ein Lebensmittel säurebildend oder basisch auf den Körper wirkt. Ein negativer Wert deutet auf eine basische Wirkung hin, während ein positiver Wert eine säurebildende Wirkung anzeigt. Diese Information kann Ihnen helfen, Ihre Ernährung so auszurichten, dass Sie ein gesundes Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen im Körper aufrechterhalten.
Sind Eier basisch oder sauer?
Auch Eier sind nicht basisch. Hühnereier haben zum Beispiel einen PRAL-Wert von 8,2. Somit gehören Eier zu den säurebildenden Lebensmitteln.
Es ist wichtig zu beachten, dass Reis nicht basisch ist. Geschält und gekocht beträgt sein PRAL-Wert 1,7. Allerdings gehört Reis zu den sogenannten guten Säurebildnern: Diese bilden beim Stoffwechsel zwar Säuren, sind jedoch auch reich an Eiweissen und vielen lebensnotwendigen Nährstoffen.
Basische und Säurebildende Lebensmittel im Überblick
Um ein besseres Verständnis für eine ausgewogene Ernährung zu bekommen, hier eine Übersicht einiger basischer und säurebildender Lebensmittel:
Basische Lebensmittel (Beispiele)
- Zitronen (PRAL-Wert: -2,6)
- Äpfel (PRAL-Wert: -2,2)
- Bananen (PRAL-Wert: -7)
- Avocados (liefern auch Folsäure und Vitamin D)
Säurebildende Lebensmittel (Beispiele)
- Hüttenkäse (PRAL-Wert: 8,7)
- Haferflocken (PRAL-Wert: 10) - gehören aber zu den guten Säurebildnern
- Grüne und braune Linsen (wie Hülsenfrüchte allgemein)
- Joghurt (leicht säuerlich)
Diese Liste ist nicht vollständig, bietet aber eine gute Orientierung für eine ausgewogene Ernährung. Essen Sie vielseitig und achten Sie auf eine gute Balance: Essen Sie 70% bis 80% basische Lebensmittel und 20% bis 30% gute Säurebildner.
Die Bedeutung einer Ausgewogenen Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Es ist wichtig, eine Balance zwischen basischen und säurebildenden Lebensmitteln zu finden, um den Körper optimal zu unterstützen. Hier sind einige Tipps, wie Sie dies erreichen können:
- Vielseitigkeit: Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, Vollkornprodukten und gesunden Proteinquellen.
- Balance: Integrieren Sie mehr basische Lebensmittel in Ihre Ernährung, um den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen.
- Gute Säurebildner: Vernachlässigen Sie nicht die "guten" Säurebildner wie Reis und Haferflocken, da sie wichtige Nährstoffe liefern.
Diese Tabelle bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Lebensmittel und ihre PRAL-Werte, um Ihnen bei der Gestaltung einer ausgewogenen Ernährung zu helfen:
| Lebensmittel | PRAL-Wert | Bemerkung |
|---|---|---|
| Zitronen | -2,6 | Basisch |
| Äpfel | -2,2 | Basisch |
| Bananen | -7 | Stark basisch |
| Reis (gekocht) | 1,7 | Guter Säurebildner |
| Eier | 8,2 | Sauer |
| Haferflocken | 10 | Guter Säurebildner |
| Hüttenkäse | 8,7 | Sauer |
Diese Tabelle kann als nützlicher Leitfaden dienen, um Ihre tägliche Ernährung besser zu planen und anzupassen.
Basische Lebensmittel – Die 8 besten Nahrungsmittel einer basischen Ernährung
Ernährung bei Krebs
Die Ernährung spielt auch und gerade bei Krebs eine wichtige Rolle. Vielfältig und ausgewogen zusammengesetzt, kann sie die Lebensqualität verbessern und Nebenwirkungen wie Wundheilungsstörungen oder Infektionen verringern. Darüber hinaus beeinflusst sie die Heilungsaussichten (Prognose) der Krebserkrankung.
Ernähren sich Krebspatienten unzureichend, baut der Körper schneller und stärker ab. Therapiebedingte Nebenwirkungen können zunehmen und die Krebsbehandlung schlechter wirken.
Deshalb lohnt sich eine gute Ernährung bei Krebs in jeder Phase! Das Ziel ist es, den Körper mit genügend Energie und Nährstoffen zu versorgen, damit das Wohlbefinden gesteigert wird, das Immunsystem besser arbeiten und die Krebsbehandlung erfolgreicher wirken kann.
Eine gesunde Ernährung unterstützt den Körper im Kampf gegen den Krebs, kann den Tumor aber allein nicht besiegen. Eine medizinische Krebstherapie ist unabdingbar!

Die 10 Regeln für eine gesunde Ernährung bei Krebs
- Essen Sie täglich drei Portionen Gemüse (ca. 400 g) und zwei Portionen Obst (ca. 250 g).
- Bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Mehl sollten Sie die Vollkornvariante essen.
- Essen Sie täglich Milch bzw. Milchprodukte.
- Fisch sollte ein- bis zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.
- An Fleisch und Wurst sollten Erwachsene pro Woche maximal 300 g (bei niedrigem Kalorienbedarf) bis 600 g (bei hohem Kalorienbedarf) verzehren.
- Greifen Sie bevorzugt zu pflanzlichen Ölen wie Rapsöl und daraus hergestellten Streichfetten.
- Meiden Sie zu viel Zucker - nicht nur in Form von Süssigkeiten, Süssspeisen und zuckerhaltigen Getränken (Fruchtsaft, Cola etc.).
- Sparen Sie auch mit dem Salz, nehmen Sie stattdessen Kräuter und Gewürze.
- Wasser und andere kalorienfreie Getränke wie ungesüsster Tee sind am besten geeignet, um den Durst zu löschen.
- Bereiten Sie Lebensmittel schonend zu.
Regelmässiger Sport, Bewegung im Alltag und ausreichend Schlaf ergänzen die positiven Effekte einer vollwertigen, gesunden Ernährung.
Individuelle Anpassungen
Manchmal ist für Menschen mit Krebs eine gesunde Ernährung nach den genannten 10 Regeln nicht so einfach umzusetzen - etwa aufgrund bestimmter Krebstherapien.
Zusätzlich können die von Ärzten und Ernährungstherapeuten aufgestellten Ernährungsziele für Patienten von den allgemeinen Empfehlungen abweichen: So müssen einige Betroffene besonders darauf achten, ihr Gewicht zu halten, während andere abnehmen sollten.
Erstellen Sie am besten gemeinsam mit einem Ernährungsberater oder einem Diätassistenten an einem zertifizierten Tumorzentrum Ihren persönlichen Ernährungsplan.

Nahrungsergänzungsmittel nur bei nachgewiesenem Mangel
Der Körper braucht alle Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe im richtigen Mass. Ein Mangel schwächt den Körper, eine zu hohe Konzentration schädigt ihn.
Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein.
Was essen bei Krebs-Beschwerden?
Appetitmangel, Übelkeit, Durchfall, Gewichtsverlust - bei Krebs können verschiedenste krankheits- oder therapiebedingte Beschwerden Patienten den Alltag erschweren. Neben anderen Massnahmen - wie vom Arzt verordnete Medikamente (z.B. gegen Übelkeit) kann dann auch eine Anpassung der Ernährung hilfreich sein.
Was tun bei Appetitlosigkeit?
Appetitverlust (Anorexie oder Inappetenz) plagt viele Krebspatienten, vor allem in weiter fortgeschrittenen Stadien. Er kann auf die Krebserkrankung selbst, die Tumortherapie und/oder Stress und psychische Belastung zurückzuführen sein. Um einer Mangelernährung vorzubeugen, ist es aber trotz fehlenden Appetits wichtig, regelmässig zu essen.
Besprechen Sie Appetitlosigkeit mit Ihrem Arzt beziehungsweise Ernährungsberater! Gegebenenfalls empfiehlt man Ihnen spezielle hochkalorische Getränke oder andere Nahrungszusätze.
Hier wichtige Tipps für die Ernährung bei Appetitmangel:
- Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, statt zu versuchen, bei einer einzigen Mahlzeit eine grosse Portion zu verzehren.
- Um den Körper trotz kleiner Essensmengen mit ausreichend Energie zu versorgen, sollten Sie Ihre Speisen mit kalt gepressten Pflanzenölen (wie Raps- oder Leinöl), Butter, Sahne, fettreichem Käse oder Ähnlichem anreichern.
- Gönnen Sie sich öfters Ihre Lieblingsspeisen (allerdings nicht dann, wenn Ihnen gerade übel ist, sonst entwickeln Sie möglicherweise eine Abneigung dagegen).
Was essen bei Kau- und Schluckbeschwerden?
Aufgrund der Lage Ihres Tumors oder infolge Ihrer Krebsbehandlung fällt es Ihnen schwer, zu kauen oder zu schlucken? Dann können folgende Tipps helfen:
- Setzen Sie sich beim Essen und Trinken aufrecht hin, um das Schlucken zu erleichtern.
- Essen und trinken Sie langsam. Lassen Sie sich dabei nicht ablenken und konzentrieren Sie sich auf das Kauen und Schlucken.
- Verzichten Sie auf harte, trockene, krümelige und bröselnde Lebensmittel (z.B. Salzstangen, Cracker, Zwieback, Toast, trockene Flakes, Rohkost).
Was trinken bei trockenem Mund?
Viele Krebspatienten leiden unter Mundtrockenheit (Xerostomie) - entweder aufgrund ihrer Krebserkrankung (z.B. Speicheldrüsenkrebs) oder der Krebstherapie (Strahlentherapie oder Operation Mund-Rachen-Bereich, Chemotherapie etc.).
Dann ist es ratsam, häufig kleine Mengen zu trinken. So halten Sie die Mundschleimhaut feucht. Viele Betroffene greifen einfach zu Wasser. Andere trinken auch gerne Tee.
Anregend auf den Speichelfluss wirken auch säuerliche Getränke wie Zitronenlimonade - ebenso wie saure Lebensmittel und saure Bonbons.