Haltbarkeit von Schweinefleisch in Dosen und Tipps zur optimalen Lagerung

Die Haltbarkeit von Lebensmitteln ist ein wichtiges Thema, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und die Gesundheit zu schützen. Besonders bei Fleischprodukten, wie Schweinefleisch, gibt es einiges zu beachten. Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über die Haltbarkeit von Dosenfleisch, die richtige Lagerung von frischem Fleisch im Kühlschrank und die Möglichkeiten des Einfrierens.

Haltbarkeit von Dosenfleisch

Auf der Verpackung von Dosenfleisch ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) aufgedruckt. Dieses Datum gibt an, bis wann das Produkt bei korrekter Lagerung seine spezifischen Eigenschaften, wie Geschmack und Konsistenz, behält. Es bedeutet jedoch nicht, dass das Produkt nach diesem Datum zwangsläufig verdorben ist.

Verlängerte Haltbarkeit! Bei korrekter Lagerung können Sie Dosenfleisch grundsätzlich mindestens 120 Tage über das MHD hinaus bedenkenlos geniessen. Diese Dauer bezieht sich auf verschlossene, originalverpackte Produkte. Danach und wenn das Produkt geöffnet ist, orientieren Sie sich an der Sinnes-Ampel und vertrauen auf Ihre Sinne!

Die Sinnes-Ampel zur Beurteilung von Dosenfleisch:

  • Einwandfrei: produkttypische Farbe, kompakte Konsistenz, intakte, nicht bombierte Dose
  • Gut: sehr stabil, keine sensorischen Veränderungen feststellbar
  • Verdorben: bombierte oder beschädigte Dose

Lagerung: Trocken lagern. Hinweise auf der Verpackung beachten.

Hintergrundinfos: Die Konserve wird hitzebehandelt. Dadurch sterben vegetative Keime ab. In der luftdichten Verpackung ist das Produkt daher sehr lange haltbar.

Lagerung von frischem Fleisch im Kühlschrank

Frischfleisch ist im Kühlschrank nur begrenzt haltbar. Um die Haltbarkeit zu maximieren, ist es wichtig, das Fleisch am richtigen Ort im Kühlschrank zu lagern.

Der optimale Platz für Fleisch im Kühlschrank:

Frischfleisch, Würste und Charcuterie gehören an den kühlsten Ort im Kühlschrank. Das ist immer die Etage direkt über dem Gemüsefach. Die ideale Lagertemperatur für Fleisch liegt bei maximal 5 °C. Diese gilt für den mittleren Bereich des Kühlschranks. Da kalte Luft sinkt, erreichen Sie auf der Ablage auf dem Gemüsefach so genau die richtige Temperatur.

So sieht ein optimal eingeräumter Kühlschrank aus:

Die Sache mit dem Hackfleisch

Grundsätzlich gilt: Je kleiner das Fleisch geschnitten ist, desto kürzer lässt es sich aufbewahren. Hackfleisch, Geschnetzeltes und Ragout aus dem Offenverkauf sollten Sie also relativ schnell verbrauchen.

Abgepacktes Fleisch aus dem Kühlregal können Sie länger im Kühlschrank aufbewahren, da es entweder vakuumverpackt ist oder durch Schutzgase in der Packung konserviert wird. Bei solchem Fleisch verrät das Haltbarkeitsdatum, bis zu welchem Datum es verbraucht werden muss. In der Metzgerei gibt Ihnen das Verkaufspersonal Auskunft über die Haltbarkeit.

Gut verpackt

Auch die Verpackung hat einen Einfluss auf die optimale Lagerung von rohem Fleisch. Abgepacktes Fleisch aus dem Kühlregal ist am besten in der verschlossenen Originalverpackung aufgehoben. Ist diese einmal geöffnet, sollte das Fleisch umgehend verkocht werden.

Fleisch, das in der Metzgerei in Metzgerpapier gewickelt wird, sollten Sie zu Hause auspacken und in ein sauberes Behältnis geben, das Sie mit Klarsichtfolie abdecken.

Wissen Sie bereits im Voraus, dass Sie das Fleisch noch im Kühlschrank lagern werden, lassen Sie es in der Metzgerei vakuumieren. Das ist die beste Verpackung für rohes Fleisch. Zudem ist das Fleisch so auch vor fremden Gerüchen und dem Austrocknen geschützt.

Umgang mit Fleischsaft

Beim Lagern verliert Fleisch meist etwas rötlichen Saft. Das ist nicht Blut, wie viele meinen. Fleischsaft ist eine Mischung aus Wasser - und Myoglobin, einem Muskelprotein, das dem Fleisch die rote Farbe gibt. Diese Flüssigkeit sollten Sie immer entsorgen. Sie ist eine mögliche Bakterienquelle.

Auch sollten Sie das Fleisch vor dem Zubereiten nicht abspülen. Durch das Wasser verteilen sich eventuelle Mikroorganismen zusätzlich auf dem Fleisch und in der Küche. Es reicht, das Fleisch mit Haushaltspapier trockenzutupfen.

Einfrieren von Schweinefleisch

Tiefgefrieren ist eine sichere Konservierungsart, die auch für Fleisch geeignet ist. Die Qualität wird allerdings beeinträchtigt, da beim Prozess meist etwas Wasser und Struktur verloren gehen. Hat man kein gutes Tiefgefriergerät oder nur das Tiefgefrierfach im Kühlschrank, sollte man Fleisch nur für kurze Zeit einfrieren.

Bei fachgerechter Behandlung und optimalen Tiefgefrierbedingungen lässt sich Fleisch aber drei bis zwölf Monate lagern. Rotes Fleisch, wie Rindfleisch, ist aufgrund der Struktur und Zusammensetzung generell länger haltbar als weisses. Je kleiner die Stücke, desto kürzer die Lagerzeit.

Fettarme Stücke sind länger haltbar als fettreiche - das Fett kann ranzig werden, da die fettspaltenden Enzyme auch bei Temperaturen von -18 °C wirksam sind. Diese Veränderungen treten leichter bei Geflügel- und Schweinefleisch ein. Entsprechend Fleisch von diesen Tierarten nicht länger als drei bis vier Monate im Tiefkühler lagern.

Wird Fleisch zu lange tiefgefroren, verliert es an Qualität (Aussehen, Aroma, wird trocken-«spänig»), gesundheitsschädigend ist es aber nicht, vorausgesetzt, die vorgeschriebene Lagertemperatur von -18 °C ist nie überschritten worden.

Geflügelfleisch richtig lagern? - ZART&SAFTIG Folge 10

Wichtige Hinweise zum Einfrieren:

  • Fragen Sie beim Einkauf nach, wenn Sie das Fleisch einfrieren möchten. Verwenden Sie dazu frisches Fleisch. Die Qualität wird durch das Lagern nicht besser.
  • Je nach späterem Verwendungszweck in pfannenfertige Stücke schneiden oder erst beim Gebrauch noch halbgefroren schneiden (für Geschnetzeltes). Bei Letzterem ist der Saftverlust beim Auftauen kleiner.
  • Steaks und Plätzli: Vor dem Verpacken eine doppelte Frischhaltefolie zwischen die einzelnen Portionen legen, so können Sie die Stücke auch im gefrorenen Zustand voneinander trennen.
  • Knochen (ausser bei Kotelettes) herauslösen und separat einfrieren. Sie könnten die Verpackung verletzen.
  • Nur luftdichte, reissfeste Verpackung verwenden (Tiefkühlbeutel, -dosen), sie schützt die Produkte vor Austrocknung (= Gefrierbrand).
  • Die Menge pro Verpackung der Verwendung anpassen, Beutel mit Inhalt und Datum beschriften.
  • Flache Pakete machen und möglichst luftdicht verschliessen.
  • Nebeneinander in die Tiefkühltruhe möglichst an die kühlenden Wände legen, damit der Inhalt schnell bis in den Kern gefriert. Erst nach dem Durchfrieren stapeln. Rasches Einfrieren ist wichtig, damit sich nur kleine Eiskristalle bilden.

Auftauen von Fleisch

Vorsicht ist aber beim Auftauen geboten. Bakterien und Pilze sind gegenüber Kälte sehr widerstandsfähig. Sie vermehren sich in der Wärme schnell. Am besten taut man Fleisch im Kühlschrank auf. Eilt es, kann das Paket gut verschlossen in kaltes Wasser gelegt werden. Schockmethoden sind nicht geeignet, da sonst das Fleisch viel Saft verliert. Gefrieren Sie Fleisch aus hygienischen und qualitativen Gründen nicht zweimal ein.

Tabelle: Haltbarkeit von Fleisch im Überblick

Fleischsorte Lagerung im Kühlschrank Lagerung im Gefrierschrank
Rindfleisch 3-5 Tage 6-12 Monate
Schweinefleisch 2-4 Tage 3-6 Monate
Geflügel 1-2 Tage 3-4 Monate

Haltbarkeit von gekochten Lebensmitteln im Kühlschrank

Oft kocht man zu viel und muss das Essen für die nächsten Tage im Kühlschrank lagern. Dort bleiben Speisen länger haltbar. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten, ansonsten können die gekochten Lebensmittel verderben.

Wichtig ist es, solche Gerichte beim erneuten Aufwärmen für zwei bis drei Minuten auf mindestens 70 Grad zu erhitzen. Dies sollte möglichst auf die Weise geschehen, wie sie zubereitet wurden - also in der Pfanne oder im Topf. Gekochte Süssspeisen, die man kalt verzehrt, sind davon ausgenommen.

Am besten lässt man gekochte Speisen erst auf Zimmertemperatur abkühlen. Anschliessend werden sie luftdicht in saubere und flache Behälter, wie Tupperdosen, verpackt und in den Kühlschrank gestellt.

Die Ausnahmen sind Reis, Spinat und Kartoffeln, die spezielle Bakterien enthalten können und daher noch leicht warm verpackt werden sollten, um Abbauvorgänge und die Vermehrung der Kleinstlebewesen einzugrenzen.

Haltbarkeit verschiedener gekochter Lebensmittel im Kühlschrank:

  • Kartoffeln oder Reis: Kartoffelgerichte, die gut durchgekocht oder -gebraten sind, bleiben richtig gelagert bis zu drei Tagen im Kühlschrank haltbar. Reis sollte schon nach höchstens zwei Tagen verzehrt werden, da er leichter verderblich ist.
  • Teigwaren: Teigwaren sind bis zu vier Tage lang zum Verzehr geeignet, nachdem man sie gekocht und gut verpackt in den Kühlschrank gestellt hat. Danach sollte man sie nicht mehr essen, auch wenn sie noch normal riechen oder schmecken, da sich in der Zeit Bakterien gebildet haben können, die auch durch grosse Hitze beim Aufwärmen nicht abgetötet werden.
  • Eintöpfe und Suppen: Wegen des hohen Feuchtigkeitsgehalts von Suppen und Eintöpfen, der ein idealer Nährboden für Bakterien ist, sollten solche Speisen nie länger als zwei Tage im Kühlschrank bleiben, bevor man sie verzehrt.
  • Gemüse und Pilze: Gemüse, das erhitzt wurde, hält sich meist zwei Tage lang im Kühlschrank. Bei Spinat muss man wegen des enthaltenen Nitrats Acht geben, da es sich durch Bakterien rasch in gesundheitsschädliches Nitrit umwandelt: Nach dem Kochen muss Spinat sehr schnell heruntergekühlt werden, wenn man ihn im Kühlschrank lagern möchte. Er darf dann nur noch einmal aufgewärmt werden. Kinder sollten zur Sicherheit ausschliesslich frisch gekochten Spinat essen. Bei Pilzgerichten aller Art gilt, dass man sie spätestens am nächsten Tag essen sollte.
  • Fleisch: Gekocht oder gebraten hält sich Fleisch rund drei Tage im Kühlschrank, paniert sogar bis zu vier Tage lang. Besondere Vorsicht ist bei Poulet geboten, da sich die Eiweissstrukturen beim erneuten Aufwärmen verändern: Es sollte unbedingt noch einmal hoch erhitzt werden und das nicht in einer Mikrowelle. Ein zweites Mal sollte es danach nicht erwärmt werden. Das Gleiche gilt auch für Eier.
  • Fisch: Gebratener oder gekochter Fisch ist je nach Frische im Kühlschrank bis zu zwei Tage lang haltbar. Am besten verzehrt man ihn jedoch direkt am Tag der Zubereitung oder am Folgetag, da er leicht verdirbt. Meist ist in Kühlschränken die Fläche über dem Gemüsefach am kältesten, weshalb sie sich am besten zum Lagern von leicht verderblichen Speisen, wie Fisch, Fleisch oder Eiern, eignet.
  • Eier und Eiergerichte: Hartgekochte Eier benötigen im Kühlschrank keine Dose, wenn ihre Schale unversehrt ist, und sind etwa 14 Tage haltbar. Dies variiert je nach Alter der Eier, zu dem Zeitpunkt, als sie erhitzt wurden. Man sollte sie nach dem Kochen nicht abschrecken, sondern an der Luft auskühlen lassen, bevor man sie in den Kühlschrank stellt. Geschälte Eier, die hartgekocht wurden, können in Klarsichtfolie verpackt noch ein bis zwei Tage im Kühlschrank gelagert werden. Pfannkuchen sind gut verpackt und durchgängig gekühlt rund drei Tage lang im Kühlschrank haltbar. Da Spiegelei, Omelette und Rührei meistens noch etwas weich auf den Teller kommen und beim erneuten Aufwärmen nicht unproblematisch sind, sollte man sie lieber sofort verzehren und nicht im Kühlschrank lagern.
  • Süssspeisen: Gekochte Desserts, wie Pudding, Apfelmus, Milchreis, Griess oder süsse Knödel, können für etwa zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt und bedenkenlos verzehrt werden. Beim Milchreis gilt erneut die Regel, dass man den Reis noch leicht warm einlagern sollte, um ihn länger haltbar zu machen.

Lebensmittel genau prüfen

Vor dem Verzehr von Speisen, die im Kühlschrank gelagert wurden, sollte man immer genau prüfen, ob sie keinen Schimmel aufweisen. Auch den Geruch sollte man zur Sicherheit kontrollieren, da er meist ein klares Indiz für verdorbene Lebensmittel darstellt. Das dauert nur wenige Sekunden und schützt im Zweifelsfall vor einem verdorbenen Magen, den nicht mehr haltbare Nahrung unter anderem verursachen kann.

Sind Lebensmittel schon länger als oben genannt im Kühlschrank, sollten sie nicht mehr verzehrt werden, selbst wenn sie keinen Schimmel oder veränderten Geruch aufweisen. Sie können dennoch Bakterien und Sporen enthalten, die zu Erbrechen und Durchfall führen können.

Haltbarkeit von eingefrorenem Brot

Wie bei Fleisch gilt auch für Brot, dass es eingefroren nicht ewig hält. Ganze Brotlaibe sind etwa sechs Monate, Scheiben rund drei Monate haltbar. Denn auch bei minus 18 Grad Celsius trocknet Brot noch nach.

Setzen sich während der Zeit im Gefrierfach im Brotinnern weisse Flecken an, ist das kein Grund zur Sorge. Das ist ganz normal. Es handelt sich nicht etwa um Schimmel, sondern um Kristalle, die sich beim Einfrieren gebildet haben. Beim Auftauen verschwinden diese Stellen wieder.

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