Sauerkraut aus der Dose: Gesundheitliche Vorteile und mehr

Sauerkraut, ein traditionelles fermentiertes Gemüse, erfreut sich weltweit grosser Beliebtheit. Besonders Sauerkraut aus der Dose ist eine praktische Option, die jedoch oft in Bezug auf ihre gesundheitlichen Vorteile in Frage gestellt wird. Dieser Artikel beleuchtet die gesundheitlichen Vorteile von Sauerkraut, insbesondere in Bezug auf die Variante aus der Dose.

Die Verbindung zwischen Darm und Hirn

Darm und Hirn sind eng miteinander verbunden. Es hat sich herausgestellt, dass Darm und Hirn den genau gleichen Zellen des menschlichen Embryos entstammen. Sie formen zwar individuelle Organe aus, sind aber weiterhin direkt miteinander verbunden über den sogenannten Vagus-Nerv. Und über diesen werden chemische Nachrichten hin- und hergeschickt.

Ein weiteres Beispiel der engen Verbindung von Darm und Hirn sei das Glückshormon Serotonin. Dieses habe einen grossen Einfluss auf unsere Gemütslage. Aber: «90 bis 95 Prozent der Rezeptoren für dieses Hormon befinden sich im Darm. Und 90 bis 95 Prozent des Serotonins wird im Darm produziert», sagt Naidoo.

Als ungesunde Lebensmittel bezeichnet Uma Naidoo Junkfood, hochverarbeitete Produkte wie Hamburger oder industriell produzierte Pommes Frites mit viel Zucker, Salz und Zusatzstoffen, um sie optisch schön und geschmacklich intensiv zu machen. «Diese Produkte können die Abermillionen Bakterien im Darm schädigen und diesen entzünden», hält die Psychiaterin fest. Und weil die beiden Organe Darm und Hirn so eng verknüpft sind, könne das auch eine Reizung oder Entzündung im Hirn verursachen.

Die Bedeutung einer gesunden Ernährung

Die US-Forscherin ist überzeugt: Die richtigen Lebensmittel können sich positiv auf unsere Psyche auswirken. Eine gute Ernährung könne aber die Dosierung beeinflussen und allenfalls auch dafür sorgen, dass man gar keine Medikamente brauche. Die Basis einer gesunden Ernährung ist für die Ernährungspsychiaterin Wasser. Genug zu trinken sei wichtig, um Dehydrierung, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme zu vermeiden. Dabei soll man auf gezuckerte Getränke oder Fruchtsäfte verzichten und vor allem Wasser trinken.

Bei den Esswaren gibt es für die Profiköchin eine ganze Reihe von guten Produkten: Bananen, Hafer, Knoblauch oder Zwiebeln empfiehlt Uma Naidoo wegen der Nahrungsfasern. Diese sind gut für die Darmbakterien. Ideal sei auch grünes Blattgemüse: «Das ist reich an Vitamin B9, an Folsäure, und die hat direkte Auswirkungen auf unsere Gefühlslage.» Wichtig seien auch Omega3-Fettsäuren von Fisch, Meeresfrüchten oder pflanzlichen Alternativen wie Baumnüssen oder Samen sowie Avocado- oder Olivenöl.

Darmflora aufbauen?! Die Wahrheit über Probiotika | Dr. Julia Fischer | ARD Gesund

Fermentiertes Gemüse: Eine Wohltat für den Darm

Besonders gut für die Darmflora, die Bakterien im Darm, sei fermentiertes Gemüse. «Solch gesunde Lebensmittel haben in ganz verschiedenen Kulturen eine Tradition», stellt Uma Naidoo fest. Bei uns in Europa ist es zum Beispiel Sauerkraut, in Asien indes Kimchi, Miso oder Tempeh.

Gesunde Nahrungsmittel sind ein wichtiger Schlüssel, um gegen psychische Erkrankungen vorzugehen, hält Uma Naidoo in ihrer Forschungsarbeit fest. Doch mit Blick auf die wachsende Zahl übergewichtiger oder gar adipöser Menschen und den Folgen auf deren Körper und Psyche ist sie auch überzeugt, dass die Art des Essens genauso wichtig ist.

«Wir müssen wieder lernen, bewusst zu essen und mit Genuss», sagt Naidoo. Eine wichtige Rolle käme da den Gewürzen zu. Sie machten einerseits das Essen schmackhafter und ermöglichten oft eine Reduktion von Salz im Essen. Gleichzeitig hätten sie positive Auswirkungen auf die Verdauung. Mittlerweile seien auch viele Gewürze aus anderen Kulturkreisen erhältlich, der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt.

«Und wer bewusst und mit Genuss isst, isst auch automatisch weniger», sagt Uma Naidoo. Wer im Gegenzug gestresst beim Autofahren oder vor dem Bildschirm Nahrung in sich hineinstopfe, nehme in der Regel zu viel Nahrung zu sich. Und das hat direkt einen Einfluss aufs Körpergewicht.

Probiotika: Nützliche Bakterien für den Darm

Rund 2.500 verschiedene Arten von Darmbakterien besiedeln unseren Darm und bilden die Darmflora. Darunter sehr viele nützliche Mikroorganismen wie Bakterien, die eine besondere Rolle für unsere Darmgesundheit und unser Immunsystem spielen. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge in aktiver Form in den Darm gelangen und dort positive Wirkungen erzielen können. Zu den Probiotika zählen für die Darmgesundheit nützliche Hefepilze und Bakterien, darunter Milchsäurebakterien wie z. B. Laktobazillen und Bifidobakterien.

Probiotika spielen eine wichtige Rolle für das natürliche Gleichgewicht der Darmflora, indem sie die Anzahl guter Darmbakterien fördern. Somit unterstützen sie die Hemmung des Wachstums schädlicher Bakterien und fördern gleichzeitig die Ansiedlung weiterer nützlicher Bakterien. Indem sie sich von Ballaststoffen (wie Präbiotika) ernähren, produzieren Probiotika wie die anderen Darmbakterien kurzkettige Fettsäuren.

Diese Fettsäuren, unter anderem Butyrat und Propionat, versorgen die Zellen der Darmschleimhaut mit der notwendigen Energie, um ihre schützende Barrierefunktion aufrechtzuerhalten und den Körper vor Krankheitserregern und Giftstoffen zu schützen. Auf diese Weise tragen Probiotika nicht nur zu einer ausgeglichenen Darmflora bei, sondern können auch unser Immunsystem unterstützen.

Lebensmittel mit Milchsäurebakterien

Fermentierte Lebensmittel sind eine hervorragende Quelle für natürliche Milchsäurebakterien, die die Darmgesundheit unterstützen können. Fermentierung ist eine Methode, bestimmte Lebensmittel durch Baktieren und Hefepilze haltbarer zu machen - ganz ohne Erhitzung. Milchsäurebakterien sorgen dabei für ein saures Milieu, in dem Keime, die das Lebensmittel verderben würden, nicht gedeihen können. Dieser Prozess bringt auch neue Aromen hervor und macht Freude an einer abwechslungsreichen Ernährung, die für unsere Darmgesundheit wichtig ist.

Einige der bekanntesten Lebensmittel mit Milchsäurebakterien und/oder Hefen sind:

  • Naturjoghurt
  • Kefir
  • Käse
  • Apfelessig
  • Sauerkraut
  • Kimchi
  • Tempeh
  • Pickles
  • Miso
  • Kombucha

Sauerkraut: Ein traditionelles fermentiertes Gemüse

Sauerkraut entsteht durch die Fermentation von Weiss- oder Spitzkohl. Dabei wird der Kohl in Bottiche geschnitten, gestampft, gesalzen und luftdicht verschlossen gelagert. Die Milchsäurebakterien, die meist schon an dem Kohl haften, wandeln den ebenfalls im Kohl enthaltenen Fruchtzucker in Milch- und Essigsäure um. Nach 10 bis 14 Tagen ist der Kohl angegoren, dann spricht man von Frischkraut.

Wichtig: Nur frisches Sauerkraut enthält die Milchsäurebakterien und Vitamine. Pasteurisiertes Sauerkraut aus der Dose oder dem Glas enthält durch die Erhitzung weder Vitamine noch probiotische Bakterien.

Die gesundheitlichen Vorteile von Sauerkraut

Sauerkraut ist nicht nur lange haltbar, sondern enthält auch einen Stoff gegen Entzündungen. So fanden sie ein Abbauprodukt von Milchsäurebakterien namens D-Phenylmilchsäure. Diese ist laut Forscherteam vor allem in Sauerkraut reichlich vorhanden und aktiviert einen bestimmten Rezeptor - also eine Art Antenne - der nur bei Menschen und Menschenaffen vorkommt.

Das Team geht davon aus, dass dieser Rezeptor unter anderem eine entzündungshemmende Wirkung von Milchsäurebakterien beim Menschen auslöst. «Deshalb glauben wir, dass D-Phenylmilchsäure als Medikament zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen dienen könnte», sagt die Studienautorin Claudia Stäubert in einer Mitteilung.

Sauerkraut und Arteriosklerose

Rohes Sauerkraut oder auch dessen koreanische Variante «Kimchi» scheinen ebenfalls eine gewisse Schutzfunktion gegen Arteriosklerose zu haben. Beim Gärungsprozess bilden die Milchsäurebakterien unter anderem Propionsäure. Diese soll gemäss einer Studie von koreanischen Wissenschaftlern eine antioxidative Wirkung haben und die Entwicklung von Arteriosklerose hemmen - unter anderem, indem sie dabei hilft, das schlechte LDL-Cholesterin zu senken.

Hingegen hat konserviertes und erhitztes Sauerkraut - das viele Menschen dank seinem milderen Geschmack lieber mögen - kaum gesundheitlichen Nutzen. Denn das pasteurisierte Sauerkraut enthält im Gegensatz zum rohen, unerhitzten Sauerkraut keine lebendigen Milchsäurebakterien mehr.

Vitamine im Winter: Sauerkraut als Vitaminquelle

Sauerkraut oder Kabis zum Beispiel sind regelrechte Vitamin-C-Bomben. Bereits 150 Gramm Sauerkraut decken den Tagesbedarf an Vitamin C.

Mikronährstoffe und Immunsystem

Mikronährstoffe sind essentielle Werkzeuge für unsere Zellen. Ein Mangel in einem von ihnen schwächt unsere Immunität. Unser Immunsystem ist unser Bollwerk gegen Infektionen!

  1. Sie spielen eine Schlüsselrolle in der zellulären Mechanik.
  2. Sie nähren unsere gute Darmflora.
  3. Es gibt eine direkte Verbindung zwischen dem ordnungsgemässen Funktionieren der intestinalen Mikrobiota und unserem Immunsystem.
  4. Sie wirken als Entzündungsbekämpfer.
  5. Im Gegensatz zu Omega-6 kümmern sie sich um die Darmmikrobiota.
  6. Diese vielseitige Aminosäure ist essentiell für die Proteinsynthese im Gehirn, Darm und der gesamten Immunität.

Wie man eine gute Aufnahme von Mikronährstoffen sicherstellt

  • Qualitätsproteine: Stellen Sie sicher, dass Sie genügend tierisches und/oder pflanzliches Protein konsumieren. Eine Aufnahme von 1 bis 1,2 g Protein pro kg Körpergewicht pro Tag ist essentiell für eine gute Immunität.
  • Antioxidantien: Essen Sie viel frisches, saisonales Obst und Gemüse. Wenn sie biologisch sind, noch besser. Sie sollten 50% unserer Ernährung ausmachen.
  • Vitamin C: Vitamin C hält Glutathion aktiv und hilft bei der Herstellung von Kollagen. Lebensmittel, die am reichsten an Vitamin C sind: Kohl, Broccoli, Paprika, schwarze Johannisbeeren, Erdbeeren, Zitrusfrüchte, rohes Sauerkraut.
  • Vitamin D: Es ist ein starker Immunmodulator und Regulator der Entzündung. Quellen: Butter, Eigelb, Meeresfrüchte, Dorschlebertran, Innereien, Shiitake, öliger Fisch (Hering, Lachs, Makrele).
  • Vitamin A: Es wirkt als Antioxidans und ist notwendig für die Synthese von Vitamin D. Quellen: Innereien, rohe Butter, Eier, Karotten, Süsskartoffeln, Kürbis, Aprikosen.
  • Vitamin B6: Essentiell für die Produktion von Antikörpern. Quellen: Bierhefe, getrocknete Banane, Buchweizen, Kichererbsen, Lachs, Kabeljau, Geflügel, ungesalzene Pistazien.
  • Zink: Essentiell für die Produktion von Antikörpern und die Vermehrung von weissen Blutkörperchen. Quellen: Meeresfrüchte, Eigelb, Austern, Kürbiskerne, Cashewnüsse, Linsen, reiner Kakao, Shiitake, Geflügel, hochwertiges rotes Fleisch.
  • Selen: Es wirkt in Synergie mit Vitamin C für die Regeneration von Immunzellen. Quellen: Fisch, Eier, Paranüsse.
  • Rohes Sauerkraut: Es ist reich an Probiotika, Vitamin C, Calcium, Kalium und Magnesium.

Neben einer ausgewogenen Ernährung sind auch ein guter Schlaf, regelmässige körperliche Aktivität und eine gute Atmung wichtig für ein starkes Immunsystem.

Dosenlebensmittel: Eine praktische Option?

Lebensmittel aus der Dose haben einen schlechten Ruf, dennoch scheinen sie die erste Wahl zu sein, wenn es um die Haltbarkeit geht. In der Dose sind Vitamine zwar vor Sauerstoff und Licht geschützt, bei der Konservierung gehen jedoch hitzeempfindliche und wasserlösliche Vitamine, wie beispielsweise Vitamin C, in grossen Teilen verloren.

Ansonsten lässt sich der Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Dosengemüse aber mit den frischen Alternativen vergleichen. Andere Stoffe werden durch das Verfahren der Konservierung sogar wirksamer und somit für den menschlichen Körper besser verfügbar: So ist zum Beispiel der Lycopin-Gehalt (ein sekundärer Pflanzenstoff, der unter anderem Tomaten ihre rote Farbe verleiht) in Pelati höher, als der in frischen Tomaten. Diesem Stoff werden antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. Das bedeutet, dass er Zellen vor dem Angriff freier Radikale schützt und das Krebs-Risiko senkt.

Die kurzzeitig hohen Temperaturen haben keinen Einfluss auf den Eiweissgehalt und die Nahrungsfasern, wie sie auch in Dosen-Hülsenfrüchten in relevanten Mengen zu finden sind. Zudem enthalten diese Mineralstoffe wie Eisen und Calcium, welche durch die hohen Temperaturen keinen Schaden nehmen.

Biotta Vital Sauerkraut

Biotta Vital Sauerkraut ist ein traditionelles Produkt, das aus sorgfältig ausgewähltem Weisskohl hergestellt wird. Durch die natürliche Fermentation entsteht ein Produkt, das seit Jahrtausenden für seine positiven Eigenschaften geschätzt wird. Die Fermentation, ein Prozess, bei dem der in Weisskohl enthaltene Zucker in Milchsäure umgewandelt wird, verleiht dem Sauerkraut seinen charakteristischen sauren Geschmack und Geruch.

Durch diesen Prozess erhält das Biotta Vital Sauerkraut eine besondere Bekömmlichkeit, die es zu einer wertvollen Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung macht. Die Bekömmlichkeit des Produkts wird durch die enthaltene Milchsäure unterstützt, die eine positive Wirkung auf das Verdauungssystem haben kann. Zudem ist Biotta Vital Sauerkraut eine natürliche Quelle für Vitamin C, das zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt.

Die Herstellung von Biotta Vital Sauerkraut erfolgt nach traditionellen Methoden, die durch moderne Standards ergänzt werden, um höchste Qualität zu gewährleisten. Der Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe und die ausschliessliche Verwendung von hochwertigen Rohstoffen unterstreichen den Anspruch an ein naturreines Produkt.

Sauerkraut: Herkunft und Inhaltsstoffe

Sauerkraut ist auch als Sauerkohl bekannt und wird meistens aus eingelegtem Weisskabis gewonnen. Manchmal wird zur Herstellung des Sauerkrauts auch Spitzkabis verwendet. Bei der Herstellung von Sauerkraut werden dem Kabis keine chemischen Zusätze beigegeben. So reicht die Milchsäuregärung unter Zusatz von Kochsalz aus. Erst wenn durch den Gärungsprozess der gewünschte Säuregrad erreicht wurde, werden dem Gemüse weitere Zutaten zugegeben.

Die Herkunft des Sauerkrauts ist nicht vollständig belegt. Den ersten Nachweis für Sauerkraut ist in China zu finden. So wurde das Kraut dort bereits im Jahre 221 vor Christus erwähnt. Von China aus gelangte das saure Kraut in die Mongolei und schliesslich auch nach Europa. In vielen Regionen war Sauerkraut lange Zeit ein fester Bestandteil der Ernährung, denn das Gemüse ist gesund und kann auch im Winter gegessen werden, wenn keine frischen Gemüsesorten erhältlich sind.

Mittlerweile ist das Kraut in der ganzen Welt bekannt. Das Schweizer Sauerkraut kommt vorwiegend aus Regionen wie dem Züricher Oberland, Gürbental und aus dem Seeland. Aber auch in anderen Regionen wie im Waadtland, in der Ostschweiz und im Baselland wird der Kabis zur Sauerkrautproduktion angebaut.

Der Brennwert liegt bei Sauerkraut bei durchschnittlich 15 Kilokalorien, bei einem Fettgehalt von 0,3 Gramm. Daneben sind im Sauerkraut viele Ballaststoffe enthalten. Dadurch wird die Verdauung angeregt. Frisches Sauerkraut gärt im unpasteurisierten Zustand nach.

Sauerkraut kann frisch oder auch in Konserven fertig eingelegt gekauft werden. Dabei passt Sauerkraut geschmacklich zu vielen Gerichten. Dabei eignet sich das Gemüse auch besonders gut zum Wiederaufwärmen.

Nährwertangaben pro 100g Wert
Brennwert 15 kcal
Fettgehalt 0,3 g
Ballaststoffe reichlich

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