Eine ausreichende Bewässerung ist entscheidend für das Wachstum und die Qualität von Salat. Hier erfahren Sie, wie oft und wie viel Sie gießen sollten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Die Bedeutung der richtigen Bewässerung
Häufiges Gießen ist entscheidend, damit die Blätter zart werden und schneller wachsen. Eine gute Wasserversorgung hemmt zudem die Entwicklung von Schädlingen wie der Salatwurzellaus.
Salatwurzellaus: Eine Gefahr für den Salat
Die Salatwurzellaus kann in den Monaten Juli bis August Kopfsalat, Endivie, Chicorée und einige Unkräuter aus der Familie der Korbblütler befallen. Ab Mitte Juni und im Juli suchen geflügelte Läuse die Sommerwirtspflanzen auf und legen dort ihre Eier ab. Der Nachwuchs wandert in den Wurzelbereich, wo die gelblichen, meist von einer weisslichen Wachsmasse umgebenen, bis zu drei Millimeter grossen Tiere an den Wurzeln saugen. Das führt zu einer Wachstumsbeeinträchtigung der Wirtspflanzen, die sich in Form mangelhafter Kopfbildung zeigt. Bei sehr starkem Befall führt die Saugtätigkeit zu raschem Welken und nachfolgendem Absterben der Pflanzen.
Warme und trockene Witterung im Sommer begünstigt die Entwicklung der Läuse, jetzt sind die zu diesem Zeitpunkt heranwachsenden Salatsätze besonders gefährdet. Da die Wurzelläuse es gerne warm und trocken haben, lassen sie sich in ihrer Entwicklung durch gute Bewässerung hemmen; Rainfarnbrühe ist dafür besonders gut geeignet. Auch frisch gehackter Boden sagt ihnen nicht zu.
Das oft gleichzeitige Auftreten von Roten Wiesenameisen rührt daher, dass sie den von den Läusen ausgeschiedenen Honigtau als Nahrungsquelle nutzen. Die Ameisen sind also Folge, nicht Ursache des Wurzellausbefalls.
Bewässerungstechniken für Salat
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Pflanzen zu bewässern.
- Giesskanne: Am Meisten verbreitet ist sicher die altbekannte Giesskanne.
- Regner: Für flächige Bewässerungen eignen sich Regner («Wassersprenger»).
- Rieselschläuche: Auch Rieselschläuche sind im Einsatz.
- Tröpfchenbewässerung: Eine sehr wassersparende Einrichtung ist die Tröpfchenbewässerung, welche das Wasser gezielt direkt an die gewünschten Stellen abgibt.
Alle diese Hilfsmittel finden Sie in den Hauenstein Gartencentern. Dort erhalten Sie auch eine gezielte Beratung, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Der richtige Zeitpunkt zum Gießen
Für die Pflanzen ist der Abend die bessere Zeit, weil das Wasser während der kühlen Nacht aufgenommen werden kann. Ungünstig ist das Giessen bei heisser Sonne, weil sogleich viel verdunstet und empfindliche Kulturen wie Gurken, Melonen und Paprika den Temperaturunterschied schlecht vertragen. Nachteilig ist, dass bei einer Abendbewässerung auch die Schnecken besser leben.
Abends oder morgens, wann ist die beste Zeit zum Giessen?
Wie oft und wie viel gießen?
Sinnvoll ist es, weniger häufig zu giessen, dafür aber jeweils ausgiebig. Giessen Sie lieber ein- bis zweimal pro Woche gründlich mit 20 Litern Wasser pro Quadratmeter als täglich und nur oberflächlich. Wichtig ist, dass das ganze Erdreich nass wird. Damit können alle Wurzeln Wasser aufnehmen und nicht nur die in den obersten Schichten. Als angenehmer Nebeneffekt bei dieser «Taktik» sind die Wurzeln gezwungen, tiefer ins Erdreich hinein zu wachsen, weil sie die Feuchtigkeit nicht nur in den obersten Schichten finden. Damit werden sie widerstandsfähiger und halten Trockenheiten besser aus. Eine Ausnahme gilt bei frisch gepflanzten Setzlingen oder Ansaaten. Dort sind die Wurzeln erst in den obersten paar Zentimetern der Erde und diese Zone trocknet selbstverständlich schnell aus.
Weitere Tipps zur Bewässerung
- Gezieltes Gießen: Giessen Sie das Wasser mit einer weichen Brause gezielt an die Basis der einzelnen Pflanzen und überbrausen Sie nicht alles flächig. Das spart Wasser, hält das Unkraut zurück, erschwert den Schnecken das Leben und der Boden bleibt locker, weil er nicht verschlämmt.
- Blumentopf-Methode: Das Gleiche kann erreicht werden, wenn ein Blumentopf (Durchmesser ca. 15 cm oder mehr) aufrecht neben der Pflanze eingegraben wird. Das Wasser giessen Sie dann direkt in den leeren Topf. Durch die Löcher im Boden versickert es langsam in den Wurzelraum der Pflanze. Bewährt hat sich diese Methode besonders bei Tomaten, Gurken und Paprika.
- Regenwasser nutzen: Wasser sparen lässt sich auch mit einer Regentonne oder einem Regenfass, welche das Regenwasser vom Dach auffängt. Regenwasser ist nicht kalkhaltig und damit besser für viele Pflanzen. Auch ist es in der Regel wärmer als Wasser aus der Leitung.
- Haushaltswasser wiederverwenden: Auch im Haushalt kann Wasser gespart werden. Wenig verschmutztes Wasser, z.B. beim Salat waschen, kann aufgefangen werden und später im Garten verwendet werden. Auch ungebrauchtes Wasser, z.B. bis das warme Wasser kommt in der Dusche und Küche, kann aufgefangen werden und sinnvoll gebraucht werden.
Besondere Hinweise für Tomaten
Auch die Aufzucht von Tomaten ist die richtige Menge beim Gießen, sowie die Regelmäßigkeit dabei sehr wichtig. Wer sich unsicher ist, ob mehr als einmal gegossen werden muss, der sollte mit einem Finger etwa 2 bis 3 cm tief in die Erde fassen. Grundsätzlich bleibt der genaue Zeitpunkt jedem Hobbygärtner selbst überlassen. Gerade bei großer Hitze ist es wichtig die Tomaten regelmäßig zu gießen. Da Tomaten jedoch auch in der Lage sind Wasser über längere Zeit in den Wurzeln zu speichern, sollte nicht von der üblichen Wassermenge abgewichen werden.
Wer eine Regentonne im Garten hat, der sollte dieses Wasser in jedem Fall nutzen, um seine Tomaten damit zu gießen. Zwar kann auch Leitungswasser verwendet werden, jedoch muss immer darauf geachtet werden, dass dieses nicht zu viel Kalk enthält.
Wer ein Gewächshaus besitzt, der sollte seine Tomaten in jedem Fall darin wachsen lassen. Denn da Tomaten keinen Regen mögen, bietet es sich an diese gut geschützt wachsen zu lassen. In einem Gewächshaus kann dies je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur etwas länger dauern, sodass hier eventuell nicht täglich, sondern nur alle zwei Tage gegossen werden muss. Um den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, sollte auch hier immer die Erde gefühlt werden.
In einem Kübel oder Blumentopf muss vor allem darauf geachtet werden, dass sich keine Staunässe bildet, denn faulende Wurzeln sind wie bei allen Pflanzen der Anfang vom Ende. Besser ist es, eine kleine, verschließbare Öffnung an der Seite des Kübels zu haben. Diese kann im unteren Bereich selbst gemacht werden. Darüber kann dann stets geprüft werden, ob die Wurzel nicht ausreichend versorgt sind oder ob sich bereits Staunässe gebildet hat.
Das Gemüse im Freiland sollten wie bereits oben beschrieben gewässert werden. Jedoch müssen dabei stets eventuelle Regenschauer mit einbezogen werden. Da Tomaten jedoch nicht gut auf Wasser, welches von oben auf die Blätter und Triebe kommt reagieren, sollte insofern möglich, ein Regenschutz für die Pflanzen gebaut werden. Hier kommt es sowohl auf die Tomatenart, als auch die Außentemperaturen an. Bei große Hitze kann es schnell dazu kommen, dass die Pflanzen vertrocknen während es bei normalen Temperaturen auch mal für bis zu eine Woche ohne Wasser geht.
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Vorbeugende Maßnahmen gegen Trockenheit
Es gibt verschieden Möglichkeiten, die das Bewässern auch während Trockenperioden nicht nötig machen oder zumindest stark reduzieren können.
- Bodenbeschaffenheit verbessern: Sandige, leichte Böden können das Regenwasser schlecht speichern. Mit lehmhaltiger Erde kann eine Verbesserung erzielt werden. Auch regelmässige Kompostgaben verbessern solche Böden langsam aber stetig.
- Bewachsene Erdoberfläche: Eine bewachsene Erdoberfläche erhöht das Wasserspeichervermögen, reduziert die Verdunstung, verbessert die Bodenstruktur und sieht erst noch besser aus. Das Gleiche kann mit dem Mulchen der Beete und Rabatten erreicht werden.
- Regelmässiges Hacken: Nach einem starken Regen verliert die Erdoberfläche die krümelige Struktur. Darum ist ein regelmässiges Hacken der obersten Bodenschicht sehr wichtig. Damit erreichen Sie zwei Ziele auf einmal: Die Verdunstung wird stark eingeschränkt und die Bodenkapillarität funktioniert wieder.
- Trockenheitsliebende Pflanzen: Verwenden Sie einfach trockenheitsliebende Pflanzen. Besonders für sonnige Lagen gibt es eine grosse Auswahl an winterharten Pflanzen, die dekorativ sind und vielmals auch intensiv blühen.
Salat Anbau
Salat gedeiht auf allen Gartenböden gut. Alle 2-3 Wochen flach und dünn aussäen, dann kann man das ganze Jahr über Salat ernten. Wenn die Pflänzchen etwa 5 cm hoch sind, nicht zu tief verpflanzen. Salat gedeiht besonders gut bei viel Licht und gemäßigten Temperaturen.
Aussaattermin: März, April, Mai, Juni, Juli, August
Pflanzabstand: ca. 25 x 25 cm
Keimdauer: 5 bis 7 Tage
Ernte: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
Aussaatort: Freiland
Pflanztiefe: 1 cm
Standort: Sonnige Lage
Gemüseart: Blattgemüse
Schnitt- und Pflücksalate
Schnitt- und Pflücksalate brauchen viel Licht und lieben einen durchlässigen, humosen Boden. Wichtig ist, dass du die Blätter erst erntest, wenn sie Blätter etwa 8 bis 10 cm lang sind.
Der Pflücksalat ist eine neue Züchtung. Er bildet keinen geschlossenen Kopf. Es werden über mehrere Wochen nur die äußeren, ausgereiften Blätter gepflückt. Dadurch bildet die Pflanze einen kleinen Stängel, an dessen Spitze ständig neue Blätter nachwachsen. Bei der Ernte müssen die Herzblätter stehen bleiben, damit neue Blätter nachwachsen können. Bereits bei ganz jungen Pflanzen können die ersten Blätter geschnitten werden. Er ist ideal im Topf vor dem Küchenfenster zu pflegen und ermöglicht eine ständig frische Ernte von Salatblättern. Pflücksalat eignet sich auch zur Pflanzung in Kübeln, in Balkonkästen oder im Kräuterbeet.
Regelmäßig gießen. Nach 6 Wochen mit einem flüssigen Bio-Dünger gießen. Pflücksalat bevorzugt einen halbschattigen Standort.
Rezept Marinade für Pflücksalat:
Bereiten Sie aus gutem Pflanzenöl, Weinessig, einer Prise Salz, Pfeffer und etwas Knobi-Gras eine Marinade zu. Süße oder saure Sahne untermischen (muss aber nicht sein).
| Salatart | Bewässerungshäufigkeit | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Kopfsalat | 1-2 Mal pro Woche | Gründlich gießen, Staunässe vermeiden |
| Pflücksalat | Regelmäßig | Halbschattiger Standort bevorzugt |
| Tomaten | Regelmäßig, bei Hitze öfter | Regenwasser bevorzugen, Kalk vermeiden |