Romana Salat Informationen: Anbau, Pflege und Wissenswertes

Der Romana Salat, auch bekannt als Lattich oder Römischer Salat, ist eine beliebte und vielseitige Salatsorte. Seine knackigen Blätter und der leicht herbe Geschmack machen ihn zu einer idealen Zutat für Salate und andere Gerichte. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über den Anbau, die Pflege und die Besonderheiten des Romana Salats.

Botanische Einordnung und Herkunft

Lattich, wie auch Kopf- und Eissalat, gehört zur Art Lactuca sativa. Die botanische Stammform ist mit grosser Wahrscheinlichkeit der Zaunlattich (Lactuca serriola), der auch als Kompass-Lattich oder Stachel-Lattich bezeichnet wird. Man findet diese Pflanze oft auf trockenen oder steinigen Standorten. Früher wurden in Südeuropa in erster Linie Lattichsorten angebaut, die keinen deutlichen Kopf bildeten.

Um möglichst helle und nicht so bittere Blätter zu erhalten, wurden die Blätter zusammengebunden. Daher kommt auch die Bezeichnung Bindesalat. Lattich bildet weissen Milchsaft, woher auch die Gattungsbezeichnung Lactuca (lat. lactis = Milch) kommt.

Wachstum und Entwicklung

Im Laufe der Pflanzenentwicklung bildet sich zuerst eine Blattrosette. Später treibt aus dieser heraus ein Stängel, an dem die gelben Blüten entstehen. Dieser Vorgang wird auch als das Schossen oder Schiessen des Salats bezeichnet.

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Bei den Lattichsorten dominieren solche mit grünem Blatt. Es gibt aber auch Sorten mit rötlichen oder gesprenkelten Blättern.

Anbau von Romana Salat

Der Anbau des Blattgemüses ist denkbar einfach. Lattich lässt sich recht problemlos aus Samen ziehen. Die Pflanzen gedeihen bei entsprechender Pflege in jedem Gartenboden und natürlich auch im Hochbeet.

Aussaat und Anzucht

  • Frühe Pflanztermine (März bis April): Die Jungpflanzen werden auf einer hellen Fensterbank oder in einem Frühbeet oder Kleingewächshaus herangezogen. Die Samen werden im Abstand von 1 bis 3 cm in einer Reihe abgelegt. Schon nach wenigen Tagen zeigen sich die Keimblätter der Salatsämlinge. Sobald sich das erste echte Blatt bildet, werden die Pflänzchen z.B. mit einer Pikierhilfe resp. Für eine gute Jungpflanzenentwicklung ist ausreichend Licht erforderlich. So bleiben die Salatpflänzchen kompakt im Wuchs.
  • Spätere Pflanztermine (ab Mai): Die Jungpflanzen können auch im Garten- oder Hochbeet angezogen werden. Allerdings haben derart gezogene Jungpflanzen einen nicht so gut geformten Wurzelballen wie solche auch Pflanztöpfen. Sie wachsen daher, vor allem bei sehr warmer und trockener Witterung nicht so gut an, wie getopfte Jungpflanzen.
  • Direktsaat: Natürlich ist auch eine Direktsaat von Kopfsalat möglich. Das Saatbeet wird gut vorbereitet, so dass die Erde feinkrümelig und locker ist. Mit einem Kantholz lassen sich Rillen in die Erde ziehen oder drücken. Die Samen werden im Abstand von 2 bis 3 cm ausgelegt. Anschliessend wird mit der Hand oder einer Pflanzkelle die Rille vorsichtig mit nur wenig Erde abgedeckt, leicht angedrückt und vorsichtig z.B.

Standort und Boden

Wichtig ist eine gute und gleichmässige Wasserversorgung, was besonders für die Kultur auf sandigen Böden gilt. Da der Nährstoffbedarf aller Salatarten relativ gering ist, reicht eine Versorgung mit gut gereiftem Kompost aus. Ergänzend, oder wenn kein Kompost verfügbar ist, kann vor der Pflanzung ein organischer Dünger, z.B.

Pflanzabstand und Bewässerung

Für Lattich werden je nach Sorte Pflanzabstände von 25 x 30 cm cm bis 30 x 40 cm gewählt. Damit die Jungpflanzen sich zu schönen Köpfen entwickeln können, ist regelmässiges Bewässern nötig.

Pflege und Schädlingsbekämpfung

Unkräuter zwischen den Salatpflanzen behindern das Wachstum der Kulturpflanze. Je nach Sorte und Jahreszeit benötigt Lattich von der Pflanzung bis zur Ernte 8 bis 12 Wochen. Lattich wird gern von Blattläusen und Falschem Mehltau befallen. Den besten Schutz davor bieten resistente Sorten. In feuchten Jahren können Nacktschnecken erhebliche Schäden verursachen. Zur Schneckenabwehr gibt es Schneckenzäune mit denen ein ganzes Beet vor Zuwanderung geschützt wird. Zur direkten Bekämpfung können zugelassene Schneckenkornpräparate verwendet werden.

Ernte und Lagerung

Irgendwann jedoch kommt der Zeitpunkt, an dem man den Salat ernten kann. Lattich ist länger haltbar als Kopfsalat, weil er festere Blätter hat. Salat holst du am besten vor der Lagerung in deinem Kühlschrank aus der Plastikfolie heraus.

Besonderheiten des Romana Salats

Der Lattich gehört wie alle Blattsalate zum Blattgemüse. Schon die alten Römer schätzten den leicht süsslichen Geschmack der knackigen Blätter, was den Namen Römischer Salat oder Romana Salat erklärt. Der Lattich hat abgerundete, längliche, grüne Aussenblätter. Die inneren Blätter sind zarter, weil sie wenig Sonnenlicht erhalten und dadurch eine bleiche, goldgelbe Farbe haben. Um dies zu erreichen, wurden die Pflanzen früher zusammengebunden. Bei den neueren Sorten ist dies nicht mehr nötig, da sie bereits in dieser Form wachsen. Die Form der Köpfe schwankt zwischen rund und oval.

Pinke Verfärbung des Salats

Die pinke oder rötlich-rosa Verfärbung, die sich zum Beispiel auf Romana- und Eisbergsalat zeigen kann, wird als «Rosten» bezeichnet. Die «Huffpost» hat eine Expertin dazu befragt, ob die Verfärbung gefährlich sein kann. Katie Sabatini, Ernährungsberaterin und Managerin für Lebensmittelsicherheit und Qualitätssicherung bei «Little Leaf Farms», sagt: «Die Hauptgründe für diese Verfärbung sind auf unsachgemässe Handhabung und Lagerung zurückzuführen.»

Sie erklärt: «Wenn die Blätter gequetscht oder geschnitten werden oder wenn der Salat unter zu feuchten Bedingungen gelagert wird, kann dies zu einer viel schnelleren Entwicklung von Rost auf den Blättern führen.» Doch Entwarnung: Die rosa Verfärbung des Salats an sich ist laut der Expertin nicht gesundheitsschädlich. Dennoch kann die pinke Farbe ein Zeichen dafür sein, dass der Salat nicht mehr so frisch und knackig ist wie gewünscht.

Auch du selbst kannst dazu beitragen, dass dein Salat rosa Stellen bekommt. Denn das geschieht womöglich bei dir zu Hause: Lagerst du deinen Salat im Kühlschrank in einer Plastikfolie, schaffst du ideale Bedingungen für lampige Blätter.

Was tun bei Verfärbung?

Die Expertin rät, Salatblätter zu entfernen, die dir auffällig vorkommen. Denn dunkle oder richtig nasse Blätter könnten ein Zeichen für Verderb sein, so Sabatini. Überprüfe den Geruch des Salats - wenn er unangenehm riecht oder faulig aussieht, solltest du ihn unbedingt entsorgen. Wenn er jedoch nur ein paar rosa Stellen aufweist, ist keine Panik angebracht und der Abfalleimer darf geschlossen bleiben. Nach einer sorgfältigen Prüfung kannst du den Salat geniessen, auch wenn er nicht mehr ganz knackig und frisch ist.

Sortenempfehlung

Der grüne Romanasalat Toya wächst kompakt aufrecht und bildet schöne, lockere Köpfe mit rot getuschten Blatträndern. Die länglichen, zarten Blätter mit knackiger Mittelrippe haben ein feines Aroma mit nur wenig Bitterstoffen. Toya kann früh als Baby-Leaf geerntet werden. Diese Sorte ist eine neu gezüchtete, biologische Sorte. Sie wurde von Anfang an unter biodynamischen Bedingungen kultiviert, damit sie optimal an den Bio-Anbau angepasst ist.

Sorten, die das bioverita-Label tragen, sind nachbaufähig, da samenfest, und bieten auch Erwerbsgärtnern eine Alternative zu Hybridsaatgut.

Sorte Besonderheiten
Toya Kompakter Wuchs, rot getuschte Blattränder, biologische Sorte

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