Rey Pasta im Test: Schlank dank Mittelmeerdiät?

Das Internet ist voller Begeisterung: Eine neue Studie aus Italien deutet darauf hin, dass Pasta nicht unbedingt dick macht, sondern unter Umständen sogar beim Abnehmen helfen kann. Die Studie wurde in der Zeitschrift «Nutrition & Diabetes» veröffentlicht und analysierte die Essgewohnheiten von über 23.000 Teilnehmern über mehrere Jahre. Dabei wurde der Zusammenhang zwischen Pasta-Konsum, Body-Mass-Index (BMI) und dem Taille-Hüft-Verhältnis untersucht.

Das Ergebnis ist eindeutig: Pasta-Esser hatten einen geringeren Hüftumfang, einen niedrigeren BMI und ein besseres Taille-Hüft-Verhältnis. Solange die Teilnehmer ihren täglichen Kalorienbedarf nicht überschritten, galt: Je mehr Pasta, desto weniger dick waren sie.

Wieviel Pasta ist erlaubt?

Die Sache hat einen Haken: Die Studienautoren empfehlen, höchstens 10 Prozent der täglich konsumierten Kalorien durch Teigwaren zu sich zu nehmen. Bei einem Bedarf von 2000 Kalorien sind das etwa 60 Gramm Pasta. Bei Nudeln als Hauptgericht rechnet man jedoch mit 120 bis 150 Gramm, als Vorspeise mit 50 bis 80 Gramm.

Gesunde Mittelmeerküche

Die mediterrane Küche schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch gesund. Eine spanische Studie hat gezeigt, dass sich die an Olivenöl reiche Mittelmeerküche positiv auf das Herz auswirkt.

Abnehmen mit der Mittelmeer-Diät

Die Forscher vermuten, dass der positive Effekt der Pasta mit der gesunden Mittelmeer-Diät zusammenhängt. Wer mehr Pasta isst, konsumiert auch mehr andere gesunde Lebensmittel wie Tomaten, Tomatensauce, Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Käse und Reis. Dadurch greift man seltener zu ungesundem Essen und Fast Food.

Viele Diäten raten von Kohlenhydraten ab und setzen stattdessen auf Eiweiss. Diese Studie beweist, dass es auch ohne den Verzicht auf eine ganze Nahrungsmittelgruppe geht. Solange man es in einem gesunden Mass tut, darf man sogar Pasta geniessen.

Was ist die Mittelmeerdiät?

Als Mittelmeerdiät bezeichnet man einen Ernährungsplan auf Basis von Olivenöl, Fisch, Gemüse und Pasta. Bei dieser Diät wird auf übermässigen Fleischkonsum verzichtet. Dieses Ernährungsmodell hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern soll auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Die Mittelmeerdiät stammt ursprünglich aus Kreta und Griechenland.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Pasta kann im Rahmen einer ausgewogenen Mittelmeerdiät durchaus eine Rolle spielen und sogar beim Abnehmen helfen, solange sie in moderaten Mengen konsumiert wird und Teil einer insgesamt gesunden Ernährung ist.

So gelingt dir das Abnehmen mit der Mittelmeer-Ernährung – ohne Verzicht

Edeka übernimmt Pasta Rey

Edeka hat Rey Pastificio (Pasta Rey) zum 1. Juli übernommen, wie lebensmittelzeitung.net berichtet. Das 1851 gegründete Unternehmen aus San Damiano d'Asti im Piemont soll jährlich rund 50.000 Tonnen Pasta produzieren können.

Die Übernahme «reduziert die Abhängigkeit und erhöht die Flexibilität, um die Versorgung der Kunden mit hoher Qualität zu attraktiven Preisen bestmöglich zu erfüllen», sagte Edeka gegenüber der Zeitung. Pasta Rey produziert bereits heute einen grossen Anteil der Edeka-Pasta-Eigenmarken.

Über den Kaufpreis macht Edeka keine Angaben. Laut lebensmittelzeitung.net beziffern Kenner den Unternehmenswert auf 25 bis 35 Millionen Euro. Letztes Jahr machte Pasta Rey einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro.

Mit dem Zukauf vergrössert sich das Netz an Edeka-eigenen Produktionsbetrieben. Edeka produziert unter anderem selber Fleisch & Wurstwaren, Backwaren, Fruchtsäfte, Wein, Mineral und neu auch Teigwaren.

Letztes Jahr hatte die Schwarzgruppe (Lidl, Kaufland) die Erfurter Teigwaren GmbH gekauft. Sie heisst jetzt Bon Pasta und produziert gut 100.000 Tonnen.

Manofattura del gusto: Italienische Spezialitäten in Suhr

Marco Bella und Sandra Rey führen nebst der Trattoria in Suhr mit «Pizzacar.ch» den grössten Pizza-Partyservice der Schweiz und den «Sushi Kurier Aarau».

«So einen Mocken sieht man hier selten», sagt Marco Bella (44) und wuchtet eine Mortadella aus dem Regal. Rund 20 Kilogramm wiegt das gute Stück, frisch importiert aus Italien. So eine Spezialität zieht Kunden an. Eben erst hat Marco Bella mit seiner Partnerin Sandra Rey (31) im ehemaligen Spitex-Büro an der Tramstrasse in Suhr die «Manofattura del gusto» eröffnet, und schon kommen die Kunden in Scharen.

Ein Erfolg, wie ihn sich das Duo erhofft, aber nie ernsthaft erwartet hatte. «Der Bedarf nach hausgemachten und guten italienischen Produkten ist gross», sagt Bella. Und diese gibt es in der Manofattura gleich in drei Variationen: Zum vor Ort Essen in der Trattoria, zum Mitnehmen aus dem Shop oder zum Bestellen als Take-away.

Eine Tellerwäscherkarriere

Marco Bella ist ein Hansdampf, ein Macher. Aufgewachsen in Aarau und Suhr, macht er erst eine Ausbildung zum Bäcker und Konditor, danach arbeitet er sich in einem Gastrobetrieb vom Tellerwäscher zum Koch hoch, wird Pizzaiolo wie schon sein Vater und Grossvater. Doch Marco Bella will mehr. 2009 baut er mit seiner Partnerin ein Piaggio Ape, ein dreirädriges Motorrad, zu einer mobilen Pizzeria um.

«Ich dachte mir: Wenn alle Restaurants mit sinkenden Gästezahlen kämpfen, drehe ich den Spiess einfach um und fahre mit dem Pizzaofen zu den Gästen», sagt Marco Bella. 2010 gründet das Paar den Pizza-Partyservice und Cateringbetrieb «Pizzacar.ch».

Marco Bella grinst. «Ich war die grosse Lachnummer, alle haben über mich und meinen Ape gespöttelt.» Doch nicht lange. Bella und Rey klappern jedes Firmenfest ab, schieben Pizzas für Gesellschaften von einem Dutzend Gästen in den Ofen. Fünfzehn Stunden am Tag, sieben Tage die Woche sind sie unterwegs. Die Arbeit lohnt sich.

Und weil Marco Bella auf seine Kunden hört, ihnen den Puls fühlt, weiss er, was gewünscht wird. Sie bewirten Festgesellschaften von weit über 1000 Gästen oder verkaufen an Open Airs rasch 3000 Sandwiches. Die beiden haben zehn Vollzeitangestellte, sechs arbeiten Teilzeit und mehrere Aushilfen im Einsatz. Ihre Flotte besteht heute aus sechs mobilen Öfen, drei Apes und einem Pizzaanhänger, diversen Kühltransportern und Lieferfahrzeugen. Das Paar hat sich innert sieben Jahren zum grössten Pizza-Partyservice-Anbieter der Schweiz gemausert.

Deshalb haben Bella und Rey im Februar die Trattoria eröffnet. Klein, aber fein ist sie, mit knapp 25 Sitzplätzen und einer übersichtlichen Speisekarte, ab Mai sollen noch einmal rund 20 Sitzplätze auf der Terrasse dazukommen. Ihre Devise: «Lieber klein und voll als gross und leer.» Gekocht wird wie bei Mamma, ganz traditionell, ganz einfach. Ohne Geschmacksverstärker, ohne Konservierungsstoffe, ohne Farbstoffe. Einfach nur der Geschmack frischer Produkte. «Etwas, das man heute kaum noch findet», sagt Bella.

Italienisch bis zur Küchen-Crew

Pasta und Antipasti stellen Bella und Rey mit ihrer Catering Group GmbH an der Tramstrasse 75 her. Hier haben sie sich mit ihren Cateringbetrieben auf rund 2000 Quadratmetern in einer ehemaligen Schreinerei eingerichtet.

Was in der Trattoria serviert wird - Sugo, Pasta, Pizza -, wird in der Restaurantküche gekocht. Für frische Kräuter legen die beiden hinter dem Gebäude extra einen Garten an. Nur was sie nicht selber herstellen können - Käse, Wurst, Salami, Mortadella, Mozarella -, importieren sie direkt aus Italien. Selbst die dreiköpfige Küchencrew - Lidia Caggiano, Roccaldo Pugliese und Cosimo Guglielmello - ist echt italienisch, auch das gebe es in der Region selten, sagt Bella und lächelt. «Die Gastroszene ist ein hartes Pflaster», sagt er.

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