Pulled Pork Zubereitung: Ein BBQ-Klassiker für Genießer

Pulled Pork ist ein echter BBQ-Klassiker, der weltweit beliebt ist. Es ist butterzart, hocharomatisch und ohne Frage ein BBQ-Gericht der Superlative.

Wer sich für BBQ interessiert, hat sicher schon von Pulled Pork gehört. Es ist eines der traditionellen Slow-and-low-Gerichte des amerikanischen BBQs. Das Fleisch wird bei niedrigen Temperaturen über eine lange Zeit gegart. Dabei intensivieren sich die Aromen und das Fleisch wird immer zarter und buttriger.

Am Ende ist es so weich, dass es nicht geschnitten, sondern mit der Gabel auseinandergezogen wird - daher auch der Name: „to pull“ steht im Englischen für „ziehen“.

Jeder Grill freut sich auf das erste Mal, sein Pulled Pork selber zu machen. Das Pulled Pork Rezept ist nicht kompliziert.

Hier findest du alles Wissenswerte und viele Inspirationen für dein Pulled Pork vom Gasgrill, Holzkohlegrill oder Pelletgrill. Aber ist es auch das schwierigste? Nein. Mit dem richtigen Pulled Pork Rezept und der richtigen Anleitung und etwas Erfahrung gelingt es sehr zuverlässig. Dabei hast du als Meister oder Meisterin am Grill an vielen Punkten Einfluss auf den Geschmack der Gaumenfreude. Lieber klassisch oder exotisch?

Vom ersten Kontakt mit dem Grill bis zum butterzarten Pulled Pork kann es 12 Stunden dauern - abhängig von der Dicke und der Temperatur auch locker noch mehr. Wenn du gegen Nachmittag Lust bekommst, am Abend den Grill anzufeuern, brauchst du mit dem Pulled Pork also nicht mehr anfangen (es sei denn, du wünschst dir ein herzhaftes Frühstück für den nächsten Tag). Hinzu kommt, dass das Fleisch am besten über Nacht mariniert wird.

Hier erfährst du, wie du in fünf Schritten dein Pulled Pork selber zubereiten kannst. So kannst du Pulled Pork selber machen.

Es gibt nur wenige Fehler, die du bei der Zubereitung von Pulled Pork machen kannst. Die haben dafür das Potential, dir den ganzen Spass zu versauen. Besonders kritisch ist die Temperatur. Wenn sie dauerhaft über 120 °C, gelingt das Gericht nicht. Das Fleisch wird dann nicht butterzart und saftig, sondern fest und trocken. Eine zu niedrige Temperatur ist kein Problem, so lange sie wenigstens bei guten 100 °C liegt.

Ein zweiter Fehler ist zu dünnes oder mageres Fleisch für Pulled Pork.

Die Wahl des Fleisches

Welches Fleisch für Pulled Pork?

Das Gericht wird, der Name verrät es, mit Schweinefleisch zubereitet. Nicht mit dem Kotelett, nicht mit dem Schnitzel - du brauchst ein gut durchwachsenes Stück Fleisch von 2 kg oder mehr. In Amerika landet bisweilen das ganze Schwein auf dem Rost. Wenn du nicht ganz so viel Platz hast, bietet sich Schweinenacken an.

Traditionell wird Pulled Pork entweder aus Schulter oder Nacken gemacht. Beide Teile haben dabei ihre ganz eigenen Vorteile. So ist der große Unterschied bei der Schulter, dass man diese noch mit Knochen kaufen kann. Der Knochen liefert dabei mehr Geschmack und hilft dabei, dass das Fleisch besser gart. Der Nacken ist dagegen etwas besser marmoriert und hat einen höheren Fettanteil. Fett ist immerhin der beste Geschmacksträger, aber viele mögen es natürlich nicht, wenn das Fleisch zu fettig ist.

Schweinsschulter unbedingt in der Metzgerei vorbestellen.

Gut zu wissen: Das Fett und das Bindegewebe lösen sich beim Garen langsam auf und sorgen für das einzigartige butterzarte Erlebnis am Gaumen.

Schweinenacken ist zwar einfacher beim Metzger zu finden, wir empfehlen dennoch die Schulter mit Knochen als erste Wahl für dein Pulled Pork. Damit bekommst du das beste Geschmackserlebnis.

Hol die Schulter aus dem Kühlschrank und tupfe sie zunächst mit einem Tuch trocken, sofern sie noch feucht ist. Dann lässt sich das Fleisch und Fett deutlich besser schneiden. Beim Schneiden entfernst du die Silberhaut und das grobe weiße Fett, das sich außen am Fleisch befindet. Dadurch lässt sich später das Gewürz besser direkt auf das Fleisch auftragen. Wir wissen zwar, dass Fett für den Geschmack wichtig ist, aber in diesem Fall wäre es eher kontraproduktiv. Wichtiger ist es, wenn das Fett durch eine gute Maserung innerhalb der Schulter gut verteilt ist.

Die Marinade: Der Rub

Klassisch oder feurig? Memphis Dust oder Carolina Dust? Du hast die Wahl. Mit dem Rub legst du fest, welche Aromen sich später mit dem Fleisch und dem Rauch vereinen. Wenn du willst, kaufst du einen fertigen Rub, der alle Zutaten bereits enthält. Alternativ mischst du deinen Rub für das Pulled Pork selbst.

Zuerst wird das Fleisch gewürzt. Dafür verwendest du einen Rub deiner Wahl - wir haben zehn Pulled Pork Rezepte für dich zusammengestellt.

Dein Pulled Pork wird nur so gut wie deine Gewürzmischung, denn sie ist essenziell für einen aromatischen Geschmack. Der Gewürzmantel wird später beim Garen zu einer krossen Kruste, die sich beim Zupfen mit dem saftigen Fleisch vermischt. Dafür brauchst du 3 Esslöffel Salz und braunen Zucker, jeweils 2 Esslöffel Kreuzkümmel, Koriandersamen, Rosmarin und geräucherte Paprika. Zum Schluss kommt noch jeweils 1 Esslöffel Senfkörner, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Madras Curry, Cayennepfeffer und ein halber Esslöffel Zimt.

Röste alle Zutaten gemeinsam für 2 Minuten in der Pfanne an, um die Aromen freizusetzen.

Die einfachste Methode: Du nimmst das Fleisch, reibst es rundherum mit den Gewürzen ein und lässt es in einer Schüssel über Nacht im Kühlschrank stehen. Alternativ gibst du das gewürzte Fleisch in einen Beutel und vakuumierst es.

Wichtig ist, das Fleisch von allen Seiten kräftig mit einem Rub einzureiben. Dabei das Würzpulver gut einmassieren. Es wird so viel verwendet, wie am Fleisch haften bleibt.

Die Rub bestimmt entscheidend den Geschmack deines Pulled Porks.

Nachdem du das Fleisch von allen Seiten gut mit dem Rub eingerieben bzw. einmassiert hast, umwickelst du es mit ordentlich Klarsichtfolie. Beachte dabei, dass es im Kühlschrank feucht ist und Säfte aus dem Fleisch laufen können, deswegen lege es am besten auf einen Teller.

Hast du deine Schulter komplett umwickelt und eingepackt, lässt du sie für 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank ziehen. Damit wird das Aroma der Gewürze noch stärker aufgenommen und du hast am Ende ein noch besseres Ergebnis. Anschließend ist das Fleisch auch direkt bereit zum Garen bereit.

Am Vortag Gewürze und Zucker mischen. Fleisch damit einreiben. Ananassaft in eine Spritze füllen. Saft an verschiedenen Stellen ins Fleisch spritzen.

Rub Varianten

  • Klassischer Rub: Vereint süsse, herzhafte und rauchige Aromen. Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und dein Fleisch damit einreiben.
  • Scharfer Rub: In den Südstaaten wird gerne scharf gegessen, hier gibt es zahlreiche regionale Rezepte für Pulled Pork. Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und dein Fleisch damit einreiben.
  • Exotischer Rub: Klassisches Pulled Pork kennst du schon? Dann probiere diese Variante mit exotischem Geschmack. Das Fruchtpulver stellst du am besten selbst her. Dazu (gefrier-)getrocknete Früchte deiner Wahl so fein wie möglich mixen. Alles in eine Schüssel geben. Verrühren und das Fleisch damit einreiben.
  • Orientalischer Rub: Orientalische Gewürze passen gut zum Pulled Pork, denn sie sind ebenfalls oft kräftig und intensiv. Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und dein Fleisch damit einreiben.
  • Memphis Dust: Memphis ist bekannt für seine vielseitigen Rubs. Es liegt nahe, den Memphis Dust für Pulled Pork zu verwenden. Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und dein Fleisch damit einreiben.
  • Asia-Style Rub: Jetzt wird es ausgefallen: Pulled Pork im Asia-Style. Ingwer, Knoblauch, Szechuanpfeffer und Co. Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und dein Fleisch damit einreiben.
  • Knoblauch-Zwiebel Rub: Der Name sagt eigentlich alles: Hier stehen Knoblauch und Zwiebel im Vordergrund. Die übrigen Zutaten halten sich im Hintergrund. Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und dein Fleisch damit einreiben.
  • Original USA Rub: Ja, das Pulled Pork Originalrezept kommt aus den USA. Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und dein Fleisch damit einreiben.

Flüssigmarinade

Neben dem Rub kannst du dein Pulled Pork auch mit Flüssigmarinade würzen. Das eignet sich wunderbar als Ergänzung und sorgt dafür, dass das Fleisch saftig wird und auch von innen intensiv gewürzt ist. Du brauchst dafür eine Fleischspritze bzw. Marinierspritze, mit der du die Flüssigkeit injizierst. Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und mit einer Marinierspritze die Marinade in das Fleisch spritzen.

Die Zubereitung

Saftiges Pulled Pork im Backofen - ohne Grill oder Smoker - mit Coleslaw

Für Grillgerichte brauchst du einen Grill. Logisch. Der muss darüber hinaus noch weitere Anforderungen erfüllen. Die Gartemperatur liegt bei etwa 105 bis 110 °C (indirekt). Die Frage ist daher nicht, ob dein Grill so heiss wird, sondern ob er so kalt bleiben kann, wenn er in Betrieb ist.

Als Zweites kümmerst du dich um den Grill, und zwar mindestens eine Stunde bevor es losgeht mit dem Grillieren. Es ist nämlich wichtig, dass der Grill auf Temperatur ist und diese konstant hält. Bei einem Smoker oder Holzkohlegrill heissts für dich: anfeuern, regulieren und regelmässig prüfen. Bei einem Gasgrill geht das schnell und unkompliziert. Ausserdem bereitest du das Räucherholz vor.

Pulled Pork kannst du auf jedem Smoker oder Grill zubereiten. Alle haben ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass du das Fleisch bei einer Temperatur von 100 bis 110 Grad mit indirekter Hitze langsam garst. Beim Gasgrill kannst du zum Beispiel nur einen oder die äußeren Brenner einstellen, damit du eine indirekte Grillzone hast. Räucherchips oder Woodchunks sorgen dabei für den nötigen Rauch, um dem Pulled Pork das gewisse Aroma zu verleihen.

Beim Gasgrill ist es einfacher, die Temperatur zu halten. Am besten eignen sich Modelle mit drei oder mehr Brennern. Auf niedrigste Flamme gestellt, sollten die äusseren Brenner bei geschlossenem Deckel etwa 110 °C erreichen. Tipp: Miss die Temperatur an dem Ort, an dem du grillieren willst, besser nach. Am Deckelthermometer ist es meist heisser als in der indirekten Zone.

Um das Raucharoma ans Pulled Pork zu bekommen, sind ein paar Tricks nötig. Auf jeden Fall bist du auf Räucherchips oder Ähnliches angewiesen.

Beim Holzkohlegrill ist es leichter, das klassische, rauchige BBQ-Aroma zu erzeugen. Briketts in Kombination mit Holz ergeben einen intensiven Geschmack. Dafür ist es eine grössere Herausforderung, die Temperatur bei konstanten 105 bis 110 °C zu halten - ungefähr einen halben Tag lang! Du brauchst auf jeden Fall Briketts, die langanhaltend glühen.

Für eingefleischte BBQ-Fans kommt für die Zubereitung von Pulled Pork nur ein Smoker in Frage. Damit bekommt das Fleisch besonders intensive Raucharomen. Ein Smoker ist perfekt für Low and Slow Gerichte, da er mit indirekter Hitze funktioniert. Und auch mit einem Smoker lassen sich die niedrigen Temperaturen sehr gut halten.

Als Drittes kommt das Fleisch auf den Grill. Da bleibt es dann für die nächsten 12-20 Stunden. Für dich heisst es ab jetzt: regelmässig die Temperatur prüfen, evtl. Briketts nachlegen, Brenner regulieren … und warten!

Beim Pulled Pork vom Grill arbeitest du am besten mit zwei Thermometern. Eins verwendest du ganz klassisch für die Kerntemperatur. Das zweite dient dazu, die Garraumtemperatur zu überwachen.

Welche Kerntemperatur für Pulled Pork? Erfahrungsgemäß sind 90 °C ein guter Wert. Es kann jedoch passieren, dass dein Stück schon bei ein paar Grad weniger so zart geworden ist, dass es zerfällt - dann musst du es nicht mehr auf Biegen und Brechen noch zwei Grad wärmer bekommen. Erscheint dir das Fleisch hingegen noch fest, dann lass es noch ein paar Grad wärmer werden.

Pulled Pork wird grilliert und geräuchert. Die Wahl des Holzes kann in den USA zur Glaubensfrage werden. Viele setzen dort auf das kräftige Hickory-Raucharoma. Für eine goldene Kruste mit mildem Rauchgeschmack eignen sich Kirsch- und Apfelholz. Mit Buche funktioniert es auch, das Ergebnis erinnert aber etwas an Schinken - zumindest an der Kruste. Aber generell gilt: Welches Räucherholz für Pulled Pork?

Ja, auf eine Tropfschale solltest du nie verzichten, wenn du Pulled Pork grillieren möchtest. Sie hat zwei Funktionen: Sie hält deinen Grill sauber und verhindert, dass Fett über Umwege in die Glut gelangt und Feuer fängt. Damit das Fett in der Schale nicht anbrennt, gibst du etwas Wasser in die Tropfschale, die ihrerseits unter dem Fleisch positioniert wird.

Dann heißt es geduldig warten, bis das Fleisch die erste sogenannte Plateauphase bei 66 Grad und dann bei 75 bis 80 Grad erreicht.

Als Viertes kommt, wenn gewünscht, der Trick mit der Alufolie.

Du kannst die Plateauphase umgehen oder deutlich verkürzen, indem du das Pulled Pork in Alufolie einwickelst, sobald die Kerntemperatur bei etwa 70°C stagniert.

Manche BBQ-Köche und -Köchinnen moppen das Fleisch jede Stunde. Das ist Geschmackssache. Grundsätzlich wird die Kruste beim Pulled Pork durch das regelmäßige Mopen sehr intensiv dunkel bis schwarz. Auch die Aromen verdichten sich bis ins Extreme.

Jetzt kannst du damit beginnen, jede 1-2 Stunden das Fleisch mit deiner BBQ Sauce zu Moppen, es also mit einem Pinsel auf das Fleisch aufzutragen.

Damit noch einmal zurück zur Frage nach der Garzeit von Pulled Pork. Ein Stück Schweinenacken von 2 kg benötigt sehr wahrscheinlich 12 Stunden - es kann auch mehr werden. Du solltest nicht versuchen, auf die Minute (oder Stunde) genau zu planen.

Wenn du das Pulled Pork erhitzt, wird die Fleischtemperatur zunächst stetig steigen. Du kannst das gut mit einem Grillthermometer verfolgen: 50 °C, 60 °C, 70 °C … und dann bleibt der Zeiger stehen. Das ist kein Messfehler, sondern die Plateauphase. Sie erwartet dich nach etwa drei bis vier Stunden bei knapp über 70 °C. Wenn die Plateauphase erreicht ist, heisst es: Ruhe bewahren. Die Temperatur im Garraum zu erhöhen, führt nicht zum gewünschten Erfolg. Im Gegenteil, das Fleisch würde trocken und fest werden.

Tja … je nachdem, wann du essen möchtest. Viele sind dazu übergegangen, den Grill am späten Abend anzuheizen und das Fleisch über Nacht zu grillieren. Dann ist es zum Mittag fertig. Dazu bleiben sie entweder wach oder teilen die Grillwache auf mehrere Personen auf. Sich schlafen zu legen, während der Grill läuft, ist keine empfehlenswerte Idee.

Wie schon beschrieben, braucht Pulled Pork Zeit. Wenn du den ganzen Tag über nervös neben dem Grill sitzt, hältst du es wahrscheinlich kaum aus - schon allein wegen der köstlichen Aromen, die spätestens nach zwei Stunden aus dem Innenraum des Grills in deine Nase ziehen. Besser ist es, den Grill regelmässig zu kontrollieren und keine Hektik aufkommen zu lassen.

Pulled Pork im Ofen

Du kannst Pulled Pork aber auch im Ofen machen. Hierbei heizt du deinen Ofen zunächst auf ca. 130 Grad mit Unter- und Oberhitze vor. Stelle das Fleisch dann auf einem Backofengitter mit Behälter darunter in den Ofen. Der Garvorgang mit Ofen dauert nur 4 bis 8 Stunden, je nach Größe der Schulter und das Moppen entfällt. Falls das Fleisch dabei eine zu starke Kruste bildet, kannst du es auch mit einer Alufolie abdecken. Am Ende lässt du das Fleisch noch eine Stunde ruhen.

Backofen auf 110 °C Umluft vorheizen. Fleisch in einen Bräter geben, mit dem Deckel verschliessen. Fleisch in der Ofenmitte 6-7 Stunden garen, bis es eine Kerntemperatur von ca. 90° hat.

Ofen auf 110 °C Umluft vorheizen, Fleisch auf ein Gitter legen, unter dem Fleisch eine Tropfschale einschieben. Fleisch im Ofen 6-8 Std. garen.

Backofen auf 120 °C Ober- und Unterhitze vorheizen (Heissluft/Umluft ca. 100°C). Fleisch in Auflaufform geben, mit Alufolie bedecken und auf dem Gitter auf der untersten Rille in den Ofen schieben. 6½-7 Stunden zugedeckt garen. Mit einer Gabel testen, ob sich die Fasern leicht voneinander lösen. Wenn nicht, eine weitere ½ Stunde im Ofen lassen.

Am nächsten Tag Fleisch 2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Backofen auf 120 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Zimtstange, sauren Most und das Fleisch in einen Bräter geben. Deckel drauf und auf dem Gitter auf der untersten Rille in den Ofen schieben. Nach ca. 4 Stunden Deckel entfernen und an der dicksten Stelle das Thermometer einstechen, sodass sich die Spitze in der Mitte des Fleisches befindet. Thermometer auf 90 °C einstellen und Fleisch ca. 3 Stunden weitergaren. Ganz wichtig: Wenn der Deckel entfernt wird, liegt die Temperatur des Fleisches schon relativ nah bei 90 °C und sinkt dann wieder um ein paar Grad. Das ist ganz normal, mit der Zeit steigt sie dann wieder an. Das Fleisch in der ersten Stunde 2 bis 3 Mal mit dem Fond aus dem Bräter übergiessen. Ofen anschliessend geschlossen lassen.

Pulled Pork aus dem Dutch Oven

Pulled Pork aus dem Dutch Oven ist vor einiger Zeit als Trend aufgekommen. Neben einigen Anhängern finden sich viele, die diese Methode für „echtes Pulled Pork“ nicht in Betracht ziehen. Grundsätzlich gehst du beim Pulled Pork aus dem Dutch Oven so vor, dass du das Stück Fleisch auf einem Rost im Dopf platzierst. Hintergrund ist, dass es nicht mit eigenem Saft in Kontakt kommen soll - schliesslich willst du es nicht schmoren. Wenn du magst, gibst du noch grob geschnittene Zwiebelringe nach unten in den Topf. Der Dutch Oven wird dann mit Briketts gleichmässig von oben und unten befeuert, sodass im Garraum 110 °C bis 120 °C herrschen. So garst du den Schweinenacken oder ein anderes Stück für etwa vier Stunden. Richtig gelesen: Im Dutch Oven gart Pulled Pork viel schneller, dafür erhält das Fleisch allerdings keine so intensive Kruste. Auch das charakteristische Raucharoma fehlt. Von der Konsistenz ist das Pulled Pork aus dem Dutch Oven dem Original ähnlich, allerdings nicht ganz so homogen. In der kürzeren Zeit zerfallen Kollagen und Fett nicht vollständig. Dafür hast du deutlich weniger Arbeit und bietest deinen Gästen schneller ein butterzartes Stück Schweinefleisch.

Das Finale

Als Fünftes nimmst du das Fleisch bei ca. 90 °C Kerntemperatur von Grill und lässt es 30 bis 60 Minuten ruhen. Halte es dabei zum Beispiel mit einem Thermobehälter warm.

Den Braten aus dem Ofen nehmen und 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

Den Schweinenacken aus dem EGG nehmen und in der Alufolie mindestens 1 Stunde lang in einer Kühlbox ruhen lassen.

Wenn dein Boston Butt fertig ist, vom Grill nehmen und für 10 Minuten, eingepackt draussen liegen lassen. Somit wird der Garprozess gestoppt und wir verhindern damit, dass das Fleisch trocken wird. Für das beste Ergebnis lässt Du nun Deinen Boston für mindestens 3 Stunden in einer Styropor- oder Warmhaltebox ruhen. Du kannst den Boston Butt auch bei 60°C Grad im Backofen ruhen lassen. Diese Ruhe ist wichtig und sollte nicht ausgelassen werden.

Vorsichtig die Folie entfernen und den darin enthaltenen Saft vom Fleisch auffangen. Das Fleisch mithilfe der Fleischkrallen zu Pulled Pork zerpflücken und den aufgefangenen Fleischsaft untermischen.

Dein Pulled Pork aus Schweineschulter ist jetzt fertig und kann endlich gezupft bzw. gezogen werden. Dafür eignen sich zwei Gabeln wunderbar, oder aber auch sogenannte Pulled Pork Krallen. Gib jetzt noch je nach Bedarf deine BBQ Sauce hinzu und du kannst damit beginnen, Burger, Sandwiches oder andere Gerichte mit dem herzhaft saftigem Pulled Pork zu machen.

Fleisch aus dem Bräter heben, Saft beiseitestellen. Mit zwei Gabeln zerpflücken.

Braten aus dem Ofen nehmen und 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Fleisch mit einer Gabel zerzupfen. 0,5 dl Bratenjus mit der BBQ Sauce vermischen. Die Hälfte des Fleischs mit der Sauce mischen, die andere Hälfte auskühlen lassen und einfrieren.

Dann mit einer Gabel zerzupfen. Das Fleisch mit der BBQ-Sauce und etwas abgesiebtem Fond mischen.

Wenn du alles richtig gemacht hast, kannst du den Boston Butt jetzt vor dem Anrichten zupfen. Am besten geht das mit sogenannten „Bärenpranken“ oder „Pulled Pork Gabeln“. Sobald das Fleisch gezupft ist, kannst du nach Belieben noch etwas warme Barbecue Sauce dazu geben und noch mit dem Honey Hog Rub nachwürzen. Am besten schmeckt das Pulled Pork in einem Burger

Jetzt servierst du dein Pulled Pork.

Serviervorschläge und Beilagen

Grundsätzlich kannst du zu Pulled Pork reichen, was dir schmeckt: Brot, Kartoffelsalat, Gemüse … In den USA gibt es traditionell Coleslaw dazu, meist auch Sandwich-Scheiben oder Burger-Brötchen. Und vor allem: BBQ Saucen. Das Fleisch wird zum Teil regelrecht darin gebadet.

Klassisch wird das gezupfte Fleisch auf einem Burger zusammen mit dem Coleslaw (amerikanischen Krautsalat) serviert. Es geht aber natürlich auch anders. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Pulled Pork Auflauf oder Pulled Pork Nachos?

Wenn du zum Pulled Pork Beilagen reichen möchtest, denk auf jeden Fall daran, diese vor dem Fleisch auf den Tisch zu bringen.

Ein getoastetes Bun mit einem Salatblatt, Cole Slaw und Fleisch belegen und servieren.

Kaltes Pulled Pork eignet sich ausserdem hervorragend für ein Sandwich, zum Beispiel ganz einfach mit einer Mayonnaise und Avocado oder überbacken mit Cheddar.

Die Brötchen auf einem Blech ca. 5 Minuten bei 180°C Ober- und Unterhitze (Heissluft/Umluft ca. 160°C) im Ofen warm und leicht knusprig backen. Brötchen aus dem Ofen nehmen, mit Salaten, Zwiebeln und Pulled Pork belegen.

Lagerung und Aufwärmen

Wenn man sich die Arbeit macht und Pulled Pork zubereitet, kommt natürlich auch eine richtig grosse Portion auf dem Grill oder in den Smoker - mindestens 2 Kilogramm Schweinefleisch. Dabei bleibt meistens etwas übrig.

Eingefrorenes Pulled Pork solltest du langsam (am besten über Nacht) im Kühlschrank auftauen lassen.

Pulled Pork wird schonend gegart und sollte auch schonend wieder erwärmt werden, damit es nicht zu sehr austrocknet. Am besten lässt du das Fleisch in einem Vakuumbeutel im Wasserbad bei etwa 80 °C circa eine Stunden ziehen. Auch im Backofen kannst du es wieder auf Temperatur bringen. Lege das Fleisch dazu in eine hitzebeständige Schüssel oder wickle es in Folie ein.

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