Plätzchen gehören zur Weihnachtszeit wie der Schnee zum Winter. Doch auch außerhalb der Feiertage sind die kleinen Köstlichkeiten eine willkommene Abwechslung. In diesem Artikel stellen wir Ihnen verschiedene Rezepte für Plätzchen mit Eischnee vor, die einfach zuzubereiten sind und garantiert gelingen.

Italienische Amaretti: Mandelgenuss pur
Die besten italienischen Amaretti können Sie ganz einfach und schnell selbst machen! Amaretti sind unglaublich leckere Mandelkekse, außen knusprig und innen weich, ummantelt mit Staubzucker. Die Zutatenliste ist überschaubar und das Rezept absolut gelingsicher wie auch einfach.
Zutaten und Zubereitung
In einer Schüssel mischen Sie die gemahlenen Mandeln, den Zucker und den Vanillezucker. In einer separaten Schüssel schlagen Sie das Eiweiß leicht auf, bis sich Bläschen bilden. Wichtig: Das Eiweiß nicht steif schlagen! Dann kommt das Bittermandelaroma hinzu und wird nochmals kurz untergeschlagen. Anschließend wird das Mandelgemisch hinzugefügt und zu einem feuchten, eher klebrigen Teig vermengt. Formen Sie den Teig zu kleinen Kugeln und wälzen Sie diese direkt im Puderzucker. Legen Sie die Kugeln auf ein Backblech und backen Sie sie bei 180 Grad für ca. 10 Minuten. So bleiben sie innen schön weich und außen knusprig. Wer es knuspriger mag, lässt sie einfach etwas länger backen.
Die kleinen Mandelkekse sind eine wunderbare Ergänzung zum Kaffee. Für die Sommerzeit sind Zitronen-Amaretti eine erfrischende Variante. Auch Schokoladen-Amaretti sind ein absoluter Traum. Die leckeren Mandelmakronen schmecken dezent nach Marzipan und zergehen nur so im Mund. Servieren Sie sie zu einer Tasse Kaffee oder Tee und Ihre Gäste werden begeistert sein. Amarettinis sind auch immer ein wunderbares Geschenk aus der Küche.
Haselnuss-Eiweiss-Gebäck: Ein Rezept mit Variationen
Dieses Rezept erfordert etwas Übung, aber das Ergebnis ist ein köstliches Haselnuss-Eiweiss-Gebäck, das auf der Zunge zergeht.
Zutaten
- 2 Stk. Eiweiss
- 200 g Puderzucker
- 1 Beutel Dr. Oetker Vanillin-Zucker
- ½ Fläschchen Dr. Oetker Aroma Rum
- 250 g gemahlene Haselnüsse
- Dr. Oetker Lebensmittelfarben (Grün, Gelb, Rot, Blau)
- 1 TL Kakaopulver
- Puderzucker zum Bestreuen
Zubereitung
- Backblech mit Backpapier belegen und Ofen vorheizen (Ober- und Unterhitze: 140 °C, Heissluft: 120 °C).
- Eiweiss in einer Rührschüssel mit einem Mixer (Rührstäbe) auf höchster Stufe sehr steif schlagen. Puderzucker sieben und nach und nach unterrühren.
- Für die Verzierung etwa 2 EL Eischnee in einen Gefrierbeutel geben und beiseitelegen. Vanillin-Zucker, Aroma und die Hälfte der Haselnüsse vorsichtig auf niedrigster Stufe unter den übrigen Eischnee rühren.
- Vom Rest der Haselnüsse so viel unterkneten, dass der Teig kaum noch klebt.
- Teig halbieren. Eine Hälfte mit grüner Speisefarbe (für Tannenbäume), die andere Hälfte mit Kakao verkneten.
- Arbeitsfläche mit Puderzucker bestreuen und Teige jeweils knapp 1 cm dick ausrollen. Dreiecke (etwa 5 x 4 cm) ausschneiden oder Motive ausstechen und auf das Backblech legen.
- Vom Gefrierbeutel eine kleine Ecke abschneiden und die Teigstücke nach Belieben mit dem Eischnee verzieren und backen.
- Backzeit: etwa 20 Minuten (Ober- und Unterhitze: 140 °C, Heissluft: 120 °C).
Das Gebäck muss sich beim Herausnehmen auf der Unterseite noch etwas weich anfühlen. Die Guetzli mit dem Backpapier vom Backblech ziehen und auf einem Kuchengitter erkalten lassen.
Tipp: Ausstechförmchen in Puderzucker drücken, damit der Teig nicht kleben bleibt. Der Eischnee soll beim Backen hell bleiben. Das Gebäck bleibt saftig, wenn es in gut schliessenden Dosen aufbewahrt wird.
Baiserkränze: Feiner Baumschmuck zur Weihnachtszeit
Diese feinen Baiserkränze eignen sich ideal als Baumschmuck zur Weihnachtszeit. Das Rezept gelingt gut, besonders wenn man Stärke und Essig verwendet, um die Stabilität und Struktur zu unterstützen.
Zubereitung
- Eiweiss mit Salz schlagen.
- Nach und nach Zucker einrieseln lassen, weiterschlagen, bis die Masse glänzt und sehr fest ist.
- Ofen auf 80°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Masse in den Spritzsack geben, 12 Meringues kreisförmig (5-6 cm Ø) auf das vorbereitete Blech spritzen.
- In der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 1 Std 45 Minuten backen.
Die Haltbarkeit beträgt ca. 60 Minuten. Meringue gut verschlossen in einer Dose ca. 10 Minuten. 50 Minuten.
Ein Backblech mit Backpapier oder Backmatte auslegen. In einer Schüssel nun das Eiweiss mit einem Mixer schaumig schlagen. Nach und nach den Zucker in das Eiweiss einrieseln lassen und zu Eischnee mixen - ca. 6 Minuten lang. Den Eischnee in einen Spritzsack füllen und auf das Backpapier nun Kränze Spritzen. Das Blech in den heissen Ofen schieben und für ca. 40 bis 50 Minuten die Baiserkränze darin trocknen lassen. Aus dem Ofen nehmen und gut auskühlen lassen. Danach vorsichtig vom Backpapier lösen und mit einer schönen Schleife dekorieren.
Gesunde Weihnachtsplätzchen: Genuss ohne Reue
Auch wer sich ausgewogen und kalorienarm ernährt, muss auf Weihnachtsplätzchen nicht verzichten. Hier sind einige tolle Rezepte, die ohne Zucker und helles Mehl auskommen.

Lebkuchen mit Xylit
Für etwa 40 Stück benötigen Sie:
- 600 g gemahlene Haselnüsse
- 200 g gehackte Mandeln
- 500 g Xylit
- sechs Eier
- ein Päckchen Lebkuchengewürz
- 5 g Zimt
- einen halben Teelöffel Salz
So geht’s: Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad vor. Geben Sie alle Zutaten in eine Schüssel und verrühren sie gründlich. Dann formen Sie auf einem mit Backpapier bedeckten Blech Lebkuchen und drücken sie leicht platt. Backen Sie sie etwa 20 Minuten und lassen Sie sie auf dem Blech auskühlen. Wenn Sie die Lebkuchen glasieren möchten, bringen Sie 300 g Zartbitterschokolade mit etwa 80 g Butter in einem Topf zum Schmelzen und pinseln Sie das Gemisch dann über die Lebkuchen.
Zimtsterne ohne Mehl
Für 50 Stück brauchen Sie:
- drei Eiweiß (Eier Größe M verwenden)
- 250 Gramm Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- einen Teelöffel gemahlenen Zimt
- eine Messerspitze gemahlene Kaffeebohnen
- 375 Gramm gemahlene Mandeln und etwas Puderzucker zum Ausstechen
So geht’s: Das Eiweiß zu sehr festem Eischnee schlagen. Drei Esslöffel beiseitestellen. Den Puderzucker gründlich sieben und esslöffelweise unterheben. Dann Vanillezucker, Zimt und Kaffeemehl dazugeben. Zum Schluss kommt noch so viel von den gemahlenen Mandeln dazu, dass der Teig fast nicht mehr klebt. Nun geben Sie den Teig in einen Gefrierbeutel (das verhindert, dass er auf und rollen ihn etwa einen Zentimeter aus. Legen Sie alles dann zwei Stunden in den Kühlschrank. Heizen Sie den Backofen auf 125 Grad vor. In der Zwischenzeit stechen Sie Sterne (Durchmesser: etwa vier Zentimeter) aus. Damit der Teig nicht klebt, können Sie die Ausstechformen immer mal wieder in Puderzucker drücken. Die fertigen Sterne legen Sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, bestreichen sie mit dem restlichen Eischnee und backen sie auf der mittleren Schiene etwa 15 Minuten lang. Dann schalten Sie die Temperatur auf 100 Grad herunter und backen die Kekse etwa zehn bis 15 Minuten weiter. Achten Sie darauf, dass der Eischnee hell bleibt. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Feine Mandelkekse mit Dinkel-Vollkornmehl
Sie brauchen dafür:
- eine reife Banane
- 500 ml Mandelmilch
- 4 EL Ahornsirup
- einen EL Kokosöl
- 100 g Haferflocken
- 100 g Dinkel-Vollkornmehl
- 1 EL Chiasamen
- 100 g gehackte Mandeln
So geht’s: Zerdrücken Sie die geschälte Banane in einer Schüssel und geben Sie Mandelmilch, Ahornsirup und Kokosöl dazu. Eine klebrige Masse sollte entstehen. Jetzt heben Sie Haferflocken, Vollkornmehl, Chiasamen und Mandeln darunter und lassen die Masse etwa zehn Minuten quellen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und fetten Sie es mit etwas Kokosöl ein. Formen Sie dann mit den Händen kleine Kugeln, drücken sie etwas platt und setzen Sie sie auf das Backblech. Zehn Minuten backen.
Haselnussplätzchen
Sie brauchen dafür:
- 80 g Haselnusskerne
- 120 g weiche Butter (alternativ: Margarine)
- 60 g Rohrohrzucker
- 140 g Dinkelmehl Type 1050
- 50 g Zartbitterschokolade (70 Prozent Kakaoanteil)
- eine Prise Salz
- einen halben Teelöffel Zimt
So geht’s: Rühren Sie Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig. Hacken Sie die Haselnusskerne und legen Sie zwei Esslöffel davon beiseite. Den Rest geben Sie zusammen mit dem Mehl, Salz und Zimt zur Buttermasse und verrühren alles gut. Formen Sie aus dem Teig eine Rolle. Schlagen Sie sie in Folie ein und legen Sie sie für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Anschließend schneiden Sie die Rolle in zwölf etwa einen Zentimeter breite Scheiben und legen sie mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen etwa 15 Minuten backen. Dann auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Plätzchen mit Schokolade beträufeln und mit den beiseite gestellten Haselnusskernen bestreuen.
Tipps und Tricks
Hier sind einige Tipps und Tricks, die Ihnen beim Backen von Plätzchen mit Eischnee helfen können:
- Konservieren & Aufbewahren: Nüsse richtig aufbewahren?
- Know-how: Eiweiss steif schlagen?
- No Food Waste: Eigelb verwerten?
- Know-how: Frischetest: Eier noch gut?
Grundsätzlich können Sie alle Rezepte für Weihnachtsplätzchen, die Sie kennen, etwas variieren. Reduzieren Sie die Zucker-Menge, verwenden Sie dunkleres Mehl (Hinweis: Sie brauchen dann möglicherweise mehr Flüssigkeit, damit der Teig nicht zu fest wird) oder nehmen Sie Zartbitter- statt Vollmilchschokolade. Mit reifen Bananen, Honig, Datteln oder Alternativ-Zuckern wie Xylit bekommt das Gebäck die nötige Süße. Kuhmilch können Sie durch pflanzliche Alternativen, etwa Hafermilch, ersetzen. Bei der Butter können Sie experimentieren: Margarine, auch die vegane Sorte, können Sie ebenso verwenden wie Sonnenblumenöl. Quark oder Joghurt funktionieren auch. Damit der Teig locker wird, können Sie pro 100 Gramm noch einen Esslöffel Grieß oder alternativ Stärke oder Backpulver hinzufügen.
Gesunde Nüsse
Nüsse liefern Nährstoffe und machen die Weihnachtsplätzchen nicht nur lecker, sondern auch vollwertiger. Sie sind ballaststoffreich, gelten als gute Eiweiß-Lieferanten und enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Walnüsse zum Beispiel enthalten viel Omega-3-Fettsäure, Eisen, Kalium, Magnesium, Zink, die B-Vitamine und Vitamin E (Tipp für ganz Eilige: Tauchen Sie ein paar Walnüsse zur Hälfte in flüssige Zartbitterschokolade. Ausprobieren lohnt sich!). Erdnüsse sind reich an Magnesium, Eisen und Zink, Paranüsse liefern viel Selen (eine einzige Nuss deckt den gesamten Tagesbedarf des Spurenelements), Cashewnüsse schließlich sind reich an B-Vitaminen, Vitamin K, Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium und Phosphor, außerdem an der Aminosäure Tryptophan. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen schmeckt.
Wenn Sie noch mehr Informationen über gesunde Snacks und über eine vollwertige Ernährung haben möchten, wenden Sie sich einfach an die Ernährungsexperten von Holmes Place.
Hier noch eine Tabelle mit den Nährwerten verschiedener Nüsse pro 100g:
| Nuss | Kalorien | Fett | Eiweiß | Kohlenhydrate |
|---|---|---|---|---|
| Walnuss | 654 | 65g | 14g | 14g |
| Erdnuss | 567 | 49g | 26g | 16g |
| Paranuss | 656 | 66g | 14g | 12g |
| Cashewnuss | 553 | 44g | 18g | 30g |
Weitere tolle Rezepte finden Sie hier:
- Chocolate Chip Cookies
- Cornflakes-Guetzli
- Caramel-Nussstängeli
- Stracciatella-Herzen (Schoggi-Guetzli)
- Sablés
- Vanille-Guetzli
- Butter-SAktiv
- Schoko-Cookies
- Gingerbread Cookies
- Marshmallow Chocolate Cookies
Wir hoffen, diese Rezepte und Tipps helfen Ihnen dabei, köstliche Plätzchen mit Eischnee zu backen. Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!
DIE PERFEKTE TISCHDEKO FÜR WEIHNACHTEN - DIY
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