Frische, selbstgemachte Nudeln sind ein Genuss für alle Pasta-Fans. Wer die Geheimnisse eines guten Pastateigs und seine grundlegenden Verarbeitungsschritte kennt, kann frische Nudeln mit wenigen Grundzutaten leicht selbst herstellen. Um qualitativ hochwertige Pasta herzustellen, ist qualitativ hochwertiges Pastamehl ein Muss.

Welches Mehl eignet sich am besten für Pasta?
Für die Herstellung von Pasta benötigst Du zwei Sorten Mehl: Einerseits das Weissmehl Typ 400 und anderseits der Hartweizen-Griess, auch Semola genannt. In Italien wird in zwei verschiedene Pastateigsorten unterschieden: die Eierpasta (Pasta all uovo) oder die Pasta aus Hartweizengriess / Dunst (Pasta semola di grano duro).
Hartweizengrieß (Semola di Grano Duro)
Möchtest Du einen Pastateig ohne Ei herstellen, dann kannst Du dies ganz einfach mit unserem Hartweizen-Griess und Wasser machen. Semola ist feiner gemahlen als deutscher Hartweizengrieß und sorgt so für bessere Pastaergebnisse. Diese Art Pasta ist in Italien absolut gängig und wird oft nur aus Semola, dem italienischen Hartweizengriess gemacht.
Eigenschaften:
- Proteinreich
- Sorgt für einen reißfesten Teig
- Ideal für Pasta ohne Ei
Weichweizenmehl Typ 00 (Farina Tipo 00)
Ideal ist für Pasta jedoch das besonders feinkörnige Weichweizenmehl Typ 00, wie unser hochwertiges Pastamehl «La Triplozero®», das seit 1832 in der Mühle Dallagiovanna in der Emilia Romagna hergestellt wird. Das Geheimnis dieses außergewöhnlichen Pastamehls ist die Reinigung jedes einzelnen Weizenkorns, bevor es langsam und schonend dreifach zu «Tipo 00» gemahlen wird. Optimal bindet das Pastamehl die Flüssigkeit und sorgt so dafür, dass der Teig besonders reißfest gelingt.
Eigenschaften:
- Feine Körnung
- Hoher Kleberanteil
- Ergibt einen elastischen Teig
Weitere Mehlsorten für Pasta
Für einen nussigeren Geschmack können auch Dinkelmehle (Typ 630, 812, 1050) verwendet werden. Für Vollkornnudeln oder Nudeln mit Vollkornanteil lassen sich entsprechend Vollkornmehle nutzen. Ebenso wie bei Nudelteig mit Ei können auch andere Weizen-, Dinkel- oder Vollkornmehle, ganz oder in Anteilen, genutzt werden.
Glutenfreie Varianten:
- Reismehl
- Kichererbsenmehl
- Maismehl
- Linsenmehl
Ein weiterer Vorteil: Nudeln aus Reismehl sind zudem glutenfrei. Auch von Sportlern und gesundheitsbewussten Menschen werden diese abwechslungsreichen Pasta-Sorten aufgrund ihres höheren Proteingehalts geschätzt.
Frische Pasta einfach und schnell selbermachen- 1 Teig, 7 Sorten Pasta | La Cocina
Der perfekte Pastateig: Tipps und Tricks
Traditioneller Pasta-Teig ist ein simpler Teig, der lediglich aus einigen wenigen, hochwertigen Zutaten hergestellt wird. Bei Nudelteig mit Ei fügt man pro Person ein Ei dazu. Die Mehlmenge richtet sich nach der Sorte sowie der Größe der verwendeten Eier. Für 4 Personen benötigen Sie 400 g Weichweizenmehl (Typ 00), 4 Eier (Gr. M), 1 EL Olivenöl extra nativ sowie etwas Salz.
Grundrezept für Nudelteig ohne Ei (für 4 Personen):
- 400 g Hartweizenmehl (Typ 00)
- 200 ml Wasser
- 1 EL Olivenöl extra nativ
- Etwas Salz
Im Vergleich zu Nudelteig mit Ei ist der Teig ohne Ei etwas weniger fest.
Nudelteig selber machen - Schritt für Schritt
- Das Pastamehl auf eine Arbeitsfläche sieben. So entsteht ein Berg. In dessen Mitte eine Kuhle formen.
- Die Eier und die Prise Salz in die Kuhle geben und nach und mit einer Gabel nach in das Mehl einrühren.
- Den Teig mit den Händen solange kneten, bis er homogen ist. Ist der Teig zu hart und lässt sich nicht vernünftig kneten, muss tröpfchenweise Wasser dazu gegeben werden.
- Der Teig ist fertig, wenn er geschmeidig und elastisch aber nicht klebrig ist.
- Den Teig zu einer Kugel formen, mit Frischhaltefolie umwickeln und mindestens 30 Minuten bis maximal 3 Tage ruhen lassen.
- Teig nun ausrollen (mit Nudelmaschine oder Nudelholz) und in die gewünschte Form schneiden. Wenn er klebt, ganz leicht mit Semola bestäuben.
- Nudeln aus diesem Teig in reichlich kochendem Salzwasser garen. Wenn die Pasta oben schwimmt, ist sie fertig.
- Wichtig: Nudelteig nie lange liegen lassen, sonst wird er brüchig!
Pastateig vierteln, je ein Stück Teig mit der Pastamaschine oder dem Wallholz mit wenig Mehl ca. Teig mehrfach falten und mit einem scharfen Messer in ca. Teig mit einem Teigrädchen in ca. 5 cm breite Bahnen schneiden. Teigbahnen in ca. 3 cm breite Rechtecke schneiden. Zum Servieren reichlich Salzwasser aufkochen. Pasta darin ca. 2 Minuten al dente kochen. Abgiessen und abtropfen lassen.

Haltbarkeit und Lagerung von selbstgemachter Pasta
Bei Luftkontakt beginnt frische Pasta sofort zu trocknen. Daher kann sie nach der Herstellung nur für etwa zwei Stunden bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, falls sie nicht sofort gekocht wird. Im Kühlschrank bleibt selbstgemachte Pasta dagegen bis zu 24 Stunden frisch.
Trocknen:
Eine hervorragende Möglichkeit, um selbstgemachte Pasta auch in größeren Mengen für längere Zeit (bis zu drei Monate) haltbar zu machen, ist das Trocknen. Achtung: Gefüllte Pasta wie Ravioli oder Tortellini kann nicht getrocknet werden. Wenn Sie Ihre Nudeln trocknen möchten, verzichten Sie bei der Teigherstellung auf das Salz. Es bindet Flüssigkeit und verlangsamt so den Trocknungsprozess. Eier wirken sich hingegen nicht auf die Trocknung aus.
Einfrieren:
Auch durch Einfrieren lässt sich selbstgemachte Pasta haltbarmachen. Dazu müssen die Nudeln zunächst auf einem Backblech angefroren werden. Das Blech dazu leicht mit Hart- oder Weichweizengrieß bestreuen. Wie beim Trocknen kurze Pasta-Sorten mit genügend Abstand auf das Blech legen, längere Nudeln zu mehreren Nestern formen. Je nach Pasta-Form und Leistung des Tiefkühlgeräts dauert es etwa eine Dreiviertelstunde, bis die Nudeln durchgefroren sind. Nun können sie platzsparend in geeignete Dosen oder Gefrierbeutel verpackt werden. Eingefroren hält die selbstgemachte Pasta etwa einen Monat.
Mit den richtigen Mehlsorten und etwas Übung gelingt Ihnen im Handumdrehen köstliche, selbstgemachte Pasta!