Mürbeteig Plätzchen mit Speisestärke: Ein Rezept für zarte Köstlichkeiten

In der Vorweihnachtszeit gibt es kaum etwas Schöneres, als den Duft frisch gebackener Plätzchen im Haus zu haben. Dieses Rezept für Plätzchenteig mit Speisestärke garantiert besonders zarte und feine Kekse, die nicht nur lecker schmecken, sondern auch wunderbar zum Ausstechen und Verzieren geeignet sind. Plätzchen aus Mürbeteig bilden eine Grundlage für zahlreiche Varianten in der Weihnachts- und Gebäcktradition.

Mürbeteig ist ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Backwerke und eignet sich hervorragend als Grundlage für Kekse, Tortenböden, Törtchen oder Quiches. Seine butterreiche Zusammensetzung verleiht dem Teig eine feine, knusprige Konsistenz, die bei süßen und herzhaften Rezepten gleichermaßen geschätzt wird. In diesem Artikel wird ein grundlegendes Rezept für Mürbeteig vorgestellt, das sich ideal für Kekse eignet. Zudem werden Tipps zur Zubereitung, Verarbeitung und Aufbewahrung des Teigs gegeben, um sicherzustellen, dass das Ergebnis stets gelingt.

Grundrezept für Mürbeteig Plätzchen

Der Mürbeteig, der als Basis für Kekse dienen soll, besteht aus wenigen, aber wichtigen Zutaten. Ein grundlegendes Rezept für Mürbeteig umfasst Mehl, Butter, Zucker, Salz und Ei. Die genaue Menge dieser Zutaten kann variieren, abhängig davon, ob der Teig süß oder herzhaft verwendet wird. Einige Rezepte empfehlen außerdem, 50 g des Mehls durch Speisestärke oder gemahlene Mandeln zu ersetzen, um den Teig besonders fein zu machen.

Die folgenden Zutaten reichen aus, um Mürbeteig für eine Springform mit einem Durchmesser von 26 Zentimetern oder für ein bis zwei Bleche Kekse herzustellen.

Zutaten:

  • Mehl
  • Butter
  • Zucker
  • Salz
  • Ei
  • Speisestärke oder gemahlene Mandeln (optional)

Zubereitung:

  1. Trockene Zutaten vermischen: Mehl, Zucker und Salz werden in einer Schüssel gut vermengt.
  2. Butter und Zucker cremig rühren: In einer separaten Schüssel die weiche Butter mit Puderzucker und Vanillezucker (oder Vanillepaste) cremig rühren.
  3. Eier hinzufügen: Die Eier einzeln zur Butter-Zucker-Mischung geben und gut verrühren.
  4. Mehlmischung unterkneten: Die Mehlmischung nach und nach zur Butter-Zucker-Ei-Mischung geben und kurz verkneten. Wichtig: Nicht zu lange kneten, da der Teig sonst brandig und bröselig wird.
  5. Zugabe von Butter und Ei: Die Butter, die im Kühlschrank kalt ist, wird in kleine Stücke geschnitten und zu den trockenen Zutaten gegeben.
  6. Vermengen: Die Zutaten werden entweder mit einem Knethaken oder mit den Händen rasch verknetet, bis ein gebundener Teig entsteht.
  7. Kühlzeit: Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 2 Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank ruhen lassen. Dadurch lässt er sich später besser verarbeiten. Der Teig wird zu einer Kugel geformt, in Frischhaltefolie gewickelt und für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank gelegt.

Einige Rezepte empfehlen, 1/2 Teelöffel Backpulver hinzuzufügen, um den Teig etwas aufzulockern. Allerdings ist dies nicht zwingend erforderlich, da Mürbeteig traditionell ohne Backpulver zubereitet wird. Ein weiterer Tipp lautet, alle Zutaten auf Zimmertemperatur zu bringen, damit sie sich besser verarbeiten lassen.

Mürbeteig RICHTIG herstellen mit Tipps und Tricks I Mürbeteig Rezept

Plätzchen ausstechen und backen

Nachdem der Mürbeteig ausreichend gekühlt wurde, kann er auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt werden. Die empfohlene Dicke für die Kekse beträgt etwa ½ cm. Bei dieser Dicke backen die Kekse gleichmäßig und behalten ihre Form.

Anleitung:

  1. Teig ausrollen: Den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Vorher kurz geschmeidig kneten, da er durch die Kühlung etwas fester geworden ist.
  2. Formen ausstechen: Mit Ausstechern deiner Wahl Formen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Tipp: Damit sich die Plätzchen besser aus der Form lösen, Ausstechförmchen kurz in Mehl tauchen.
  3. Backen: Die Plätzchen im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) oder 160°C (Umluft) für 8-12 Minuten backen, bis sie goldgelb sind. Die Backzeit hängt von der Dicke der Plätzchen ab.
  4. Abkühlen lassen: Die gebackenen Plätzchen vorsichtig vom Blech nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Es ist empfehlenswert, eine rechteckige, gezackte Ausstechform zu verwenden, um die Kekse auszustechen. Alternativ können auch beliebige Ausstechformen verwendet werden, je nach gewünschtem Design. Nach dem Ausstechen werden die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt. Dabei ist darauf zu achten, dass genügend Abstand zwischen den Keksen bleibt, damit sie sich nicht aneinanderkleben oder beim Backen verformen. Es ist auch möglich, die Teigreste zusammenzukneten, erneut auszurollen und weitere Kekse auszustechen.

Backzeit: ca. Die Kekse sollten goldbraun, aber nicht dunkel werden. Sie sollten leicht an der Unterseite gebräunt sein, aber nicht verbrennen. Nach dem Backen sollten die Kekse auf einem Kuchengitter auskühlen, um überschüssige Feuchtigkeit abzugeben.

Verzieren der Plätzchen

Nach dem Backen können die Plätzchen nach Herzenslust verziert werden:

  • Zuckerguss: Puderzucker mit etwas Wasser zu einem zähflüssigen Guss verrühren und die Plätzchen damit bestreichen. Mit Lebensmittelfarbe lassen sich bunte Akzente setzen.
  • Schokolade: Geschmolzene Schokolade (dunkel oder hell) über die Plätzchen träufeln oder die Plätzchen ganz eintauchen.
  • Streusel und Zuckerperlen: Bunte Streusel, Zuckerperlen oder gehackte Nüsse auf den noch feuchten Guss oder die Schokolade streuen.
  • Marmorierung: Dafür einfach dunkle und helle Schokolade separat schmelzen. In die dunkle Schokolade jeweils helle Schokolade in Streifen verteilen und umgekehrt. Die Plätzchen vorsichtig mit der Oberfläche in die Schokolade tauchen, anheben und auf einem Bogen Backpapier im Kühlschrank fest werden lassen.

Einige Rezepte empfehlen, die Kekse nach dem Backen mit Marmelade zu füllen und mit Schokolade zu überziehen. Dazu werden die Kekse in Paare aufgeteilt, von denen einer als Boden und der andere als Deckel dient. Der Boden wird mit Marmelade bestrichen und der Deckel darauf gelegt.

Neben Schokolade können die Kekse auch mit anderen Verzierungen versehen werden. Einige Rezepte empfehlen Puderzucker, Ahornsirup oder Nüsse. Beispielsweise können die Kekse mit Ahornsirup bestrichen und mit gehackten Pistazien bestreut werden. Ein weiteres Verzierungsmöglichkeit ist, kleine Rechtecke aus Papier auf die Kekse zu legen und diese mit Puderzucker zu bestäuben, bevor das Papier vorsichtig entfernt wird.

Tipps und Tricks für den perfekten Plätzchenteig

  • Weiche Butter verwenden: Die Butter sollte wirklich weich sein, damit sich alle Zutaten gut miteinander verbinden.
  • Nicht zu lange kneten: Zu langes Kneten führt dazu, dass der Teig brandig wird.
  • Teig ausreichend kühlen: Die Kühlzeit ist wichtig, damit der Teig sich gut ausrollen lässt.
  • Mehlieren: Die Arbeitsfläche und die Ausstecher sollten immer leicht bemehlt sein, damit der Teig nicht klebt.
  • Teigreste verwerten: Teigreste können erneut ausgerollt und ausgestochen werden.
  • Kühl lagern: Mürbeteig mag es kühl. Selbst nach schneller Verarbeitung der Zutaten hat sich der Teig etwas erwärmt.

Variationen für individuelle Plätzchen

Das Grundrezept lässt sich wunderbar abwandeln und an den eigenen Geschmack anpassen:

  • Nussplätzchen: Einen Teil des Mehls (z.B. 150 g) durch gemahlene Nüsse oder Mandeln ersetzen.
  • Gewürzplätzchen: Den Teig mit Lebkuchengewürz, Zimt oder Spekulatiusgewürz verfeinern.
  • Schokoplätzchen: Etwas Kakao zum Teig geben.
  • Zitronen- oder Orangenplätzchen: Abgeriebene Zitronen- oder Orangenschale zum Teig geben.
  • Ausstechplätzchen mit Marmelade: Mit dem Plätzchenteig lassen sich auch wunderbar Spitzbuben zubereiten. Dafür runde Kekse ausstechen und jeweils in die Hälfte der Kekse ein Loch ausstechen. Nach dem Backen gibst du auf die Plätzchen ohne Loch etwas Marmelade und setzt die Plätzchen mit Loch drauf.

Lagerung

Nach dem Backen und Verzieren sollten die Kekse in einer gut verschlossenen Dose aufbewahrt werden, um sie frisch zu halten. Sie können etwa eine Woche lang aufbewahrt werden, wobei sie nach einiger Zeit etwas weicher werden können, insbesondere wenn sie mit Marmelade oder Sirup gefüllt sind. Um die Kekse länger haltbar zu machen, können sie auch eingefroren werden. Der Mürbeteig kann bereits vor dem Backen eingefroren werden. Dazu wird er zu einer Platte ausgerollt, in einen Gefrierbeutel gelegt und bis zu drei Monate lang eingefroren.

Nährwerte

Die Nährwerte des Mürbeteigs hängen von der genauen Zusammensetzung ab, insbesondere vom Verhältnis von Mehl, Butter, Zucker und Ei.

Nährwert Menge (pro 100g)
Kalorien ca. 450 kcal
Eiweiß ca. 5 g
Fett ca. 25 g
Kohlenhydrate ca. 50 g

Diese Werte können je nach Rezept variieren, insbesondere wenn Zucker, Speisestärke oder Mandeln hinzugefügt werden.

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