McDonald's Deutschland: Vielfalt im Menü und bei den Beilagen

Der Erfolg von Fastfood-Ketten wie McDonald's beruht bekanntlich darauf, dass sie dem Kunden Beständigkeit und Uniformität verkaufen. Egal, ob du in Berlin, San Diego oder Bangkok bist, ein Mac-Gericht schmeckt überall gleich. Oder etwa doch nicht?

Sicher, die saisonalen Spezialmenüs und Sondereditionen sind sehr länderspezifisch.

Ich teste die GLEICHEN Produkte von McDonald's & Burger King 🍔🍟

Den Schweizer McRaclette gibt es nicht überall auf der Welt. Und im bevölkerungsreichsten Land der Welt - Indien - gibt es gar kein Rindfleisch, ergo auch keinen Big Mac. Aber auch das Kindermenü Happy Meal ist von Land zu Land höchst unterschiedlich.

McDonald's Filiale in Hamburg, Deutschland

Regionale Happy Meal Varianten im Überblick

Die Vielfalt der Happy Meals weltweit spiegelt die lokalen Geschmäcker und Essgewohnheiten wider. Hier sind einige Beispiele:

  • Australien: Wholemeal Snack Wrap mit gegrilltem Hähnchen, Mayonnaise und Salat. Die australischen Happy Meals bieten die Option eines kleinen Vollkorn-Wraps mit gegrilltem Hähnchen, Mayonnaise und Salat.
  • Grossbritannien: Fish Fingers - Fischstäbchen dürfen auf dem Kindermenü nicht fehlen. Fischstäbchen sind bei britischen Kiddies derart beliebt, dass sie auch auf dem Kindermenü des Burger-Schuppens nicht fehlen dürfen.
  • Indien: McAloo Tikki, ein Burger mit einem traditionellen indischen Kartoffel-Erbsen-Patty. Reguläre Rindfleisch-Hamburger gibt es in den McDonalds-Filialen des Subkontinents nicht. Dafür gibt es Geflügel- und Vegi-Optionen, wie etwa diese hier vom Kindermenü, die das traditionelle indische Kartoffel-Erbsen-Patty aloo tikki mit einem Burger-Bun kombiniert.
  • Indien: McVeggie mit einem Patty aus grünen Bohnen, Erbsen, Karotten, Kartoffeln und indischen Gewürzen. Eine weitere Option des indischen Happy-Meal-Menüs: Dieses Mal besteht das Patty aus grünen Bohnen, Erbsen, Karotten, Kartoffeln und indischen Gewürzen.
  • Israel: Corn Sticks mit einer cremigen Füllung mit Süssmais, dazu Frites, Früchtemus und Mineralwasser. Nein, das sind weder Fischstäbchen noch Mozzarella Sticks, sondern etwas mit einer cremigen Füllung mit Süssmais. Dazu gibt es nebst Frites noch ein Früchtemus und ein Fläschchen Mineralwasser.
  • Italien: Junior Chicken, ein gegrilltes Pouletbrüstli mit Ketchup. Es geht auch einfach: ein Pouletbrüstli, gegrillt, nicht paniert, etwas Ketchup, basta.
  • Italien: McToast, eine McDonalds-Version des beliebten Strand-Bar-Snacks il toast mit einem umgedrehten Hamburger-Bun. Und wie - wie echt - wandelt McDonalds den in Italien beliebten Strand-Bar-Snack il toast (hierzulande ein Schinken-Käse-Toast) in ein Happy-Meal-Sandwich um? Mit einem Hamburger-Bun, dessen Hälften umgedreht werden!
  • Japan: Mini Pancakes mit Apfelsauce und Schlagrahm als Frühstücks-Happy-Meal. Wie in vielen anderen Ländern gibt es auch in Japan ein Frühstücks-Happy-Meal. Kinder bekommen Mini-Pfannkuchen mit Apfelsauce und Schlagrahm.
  • Kanada: Bagel mit Butter, eine einfache Option für heikle Esser. Eltern von heiklen Essern werden diese Option zu schätzen wissen: Zu den Varianten des kanadischen Happy Meals gehört auch ein einfacher Bagel mit Butter.
  • Malaysia: Sausage McMuffin mit einem Wurst-Patty in einem English Muffin als Frühstücks-Happy-Meal. Auch in Malaysia gibt es ein Frühstücks-Happy-Meal: mit einem Wurst-Patty in einem English Muffin. Und nein, das ist nicht Kaffee, sondern heisse Schoggi.
  • Philippinen: McSpaghetti mit Käse obendrauf und Frites als Beilage. Nein, McSpaghetti gibt es nicht in Italien, sondern in den Philippinen. Der Käse obendrauf scheint geraffelter Cheeseburger-Käse zu sein und ja, es gibt Frites als Beilage.
  • Philippinen: Cheesy Eggdesal, eine Käseomelette in einem pandesal-Brötchen als Frühstücksmenü. In den Philippinen gibt es auch das Frühstücksmenü für Kinder: eine Käseomelette in einem pandesal-Brötchen (deshalb das Wortspiel Eggdesal ...).
  • Philippinen: Chicken McDo mit einem panierten Pouletschenkel und Reis. Klar, ein Happy Meal mit Chicken Nuggets gibt es in den Philippinen auch - aber ebenfalls eins mit einem panierten Pouletschenkel, der mit einer Portion Reis serviert wird.
  • Schweiz: Cheeseburger glutenfrei, mit der Wahl zwischen Chicken Nuggets und Hamburger, dazu Öpfelmus, Rüeblistückli und Wasser. In der Schweiz gibt es die Wahl zwischen Chicken Nuggets und Hamburger. Letzterer kann auch ein Cheeseburger sein. Öpfelmus, Rüeblistückli und Wasser gibt es dazu. Und, ja, es gibt die Option glutenfrei.
  • Spanien: McCroquetas, ein Tapas-Klassiker. Diesen Tapas-Klassiker gibt es überall auf der iberischen Halbinsel. Ergo auch auf dem Kindermenü von McDonalds.
  • Südkorea: Bulgogi Burger mit einer braunen «roasted meat sauce». Allzu sehr unterscheidet sich dieser Burger nicht vom geläufigen Happy-Meal-Hamburger - ausser, dass er in Korea eine braune «roasted meat sauce» bekommt.
  • Taiwan: Chicken Bites, unpanierte, gedämpfte Poulet-Nuggets mit Gemüse, dazu Mais, Salat oder Früchte. Das sind keine gewöhnlichen McNuggets. In Taiwan gibt es für die Kinder unpanierte, gedämpfte Poulet-Nuggets, denen Gemüse beigemischt ist. Als Beilagen stehen Mais, Salat oder Früchte zur Auswahl - nur keine Pommes.
  • Thailand: Pork Burger mit einem Patty aus Schweinefleisch. Ein gewöhnlicher Happy-Meal-Hamburger, bloss dass das Patty aus Schweinefleisch ist.

McSpaghetti auf den Philippinen

Tabelle: Happy Meal Optionen im internationalen Vergleich

Land Happy Meal Option Beschreibung
Australien Wholemeal Snack Wrap Vollkorn-Wrap mit gegrilltem Hähnchen, Mayonnaise und Salat
Grossbritannien Fish Fingers Fischstäbchen
Philippinen McSpaghetti Spaghetti mit Käse und Frites
Schweiz Cheeseburger glutenfrei Glutenfreier Cheeseburger mit Beilagen
Japan Mini Pancakes Kleine Pfannkuchen mit Apfelsauce und Schlagrahm
Indien McAloo Tikki Kartoffel-Erbsen-Patty im Burger-Bun

McDonald's versucht sich an der Currywurst

"Fettpeitsche", "Ruhrpott Carpaccio" oder "Trucker-Frühstück": Egal wie die Currywurst genannt wird, sie ist Kult in Deutschland. Nun hat auch der Fast-Food-Riese McDonald's die traditionsreiche Wurst mit Sosse für sich entdeckt und bietet sie seit dem 14. Februar sechs Wochen lang im Rahmen einer Sonderaktion an.

Die "McCurrywurst" besteht nach Angaben der Fast-Food-Kette aus Schweinefleisch und wurde nach "Art einer Rostbratwurst" zubereitet, so wie sie hauptsächlich im Ruhrgebiet serviert wird. Zur "McCurrywurst" gehören eine "würzige Sosse" und je nach Geschmack eine Gewürzmischung "mild" oder "scharf".

Aussehen und Anrichtung

Der Anblick von McDonald's Kreation der Currywurst ist erst einmal gewöhnungsbedürftig. Die Pappschachtel erinnert eher an die Verpackung eines McRib-Sandwichs. Dafür wird sie stilecht mit einer Pommes-Gabel serviert. Im Inneren der Packung bietet sich mir der gewohnte Currywurst-Anblick: eine dicke, rote Sauce und geschnittene Wurststücke, die mir aber sehr klein erscheinen.

Geschmack

Die Sosse hat zwar eine angenehm würzige Note, diese ist aber ein wenig zu dick geraten und in den wenigen Minuten zwischen Bestellung und Verzehr schon geronnen. Dazu ist sie trotz der Gewürzmischung "scharf" für meinen Geschmack ein wenig zu mild geraten. Die Rostbratwurst hingegen überzeugt mich. Sie hat einen leicht würzigen Eigengeschmack und ihre Konsistenz ist gerade richtig - eine Mischung aus weichem Inneren und knackiger Haut.

Beilage

Beim Brötchen hätte sich die Fast-Food-Kette ein wenig mehr Mühe geben können. Wenn sie schon mit einer Wurstfirma kooperiert, hätte sie auch mit einem Bäcker zusammenarbeiten können, der frische Ware liefert. Auf meinem Tablett liegt aber ein Aufbackbrötchen, das weder sehr appetitlich aussieht, noch besonders lecker schmeckt. Alternativ hätte ich die Currywurst auch mit den bekannten McDonald's-Beilagen Pommes frites und Softdrink bestellen können. Das wäre wohl die bessere Lösung gewesen.

Sättigung

Zwar hätte ich nicht erwartet, dass eine Currywurst mit Brötchen meinen mittäglichen Hunger stillt. Allerdings bin ich nach dem Verzehr noch immer ziemlich hungrig. Meines Erachtens fällt die Portion "McCurrywurst" recht klein aus. Dazu hat eine Portion nach Angaben von McDonald's 405 Kilokalorien - ohne Brötchen. Das entspricht rund einem Sechstel meines Tagesbedarfs an Kilokalorien. Auch der Fettgehalt der "McCurrywurst" fällt mit rund 28 Gramm recht üppig aus. Damit habe ich etwa ein Drittel meines Tagesbedarfs an Fett gedeckt. Dafür, dass ich noch Hunger habe, haben es sich schon viele Kalorien auf meinen Hüften bequem gemacht.

Preis

Die "McCurrywurst" kostet entweder 2,99 Euro mit einem Brötchen oder 4,99 Euro im Kombi-Menü mit Pommes frites und einem Getränk. Der Einzelpreis ist für meinen Geschmack ein wenig zu hoch ausgefallen, weil ich nicht satt geworden bin. Bei McDonald's ist es aber keine Seltenheit, dass einzelne Produkte zu viel kosten. Auch Burger, Wraps und Co. sind alleine recht teuer, so dass sich der Verbraucher gleich für ein Menü entscheidet. Den Preis für das Menü halte ich für angemessen, vor allem weil man in den meisten McDonald's-Restaurants sein Getränk umsonst nachfüllen darf.

Fazit

Es sind rund 64 Jahre vergangen, bis die Currywurst auf den Tabletts von McDonald's gelandet ist. 1949 wurde sie von ihrer Erfinderin Herta Heuwer erstmals an ihrem Imbissstand in Berlin/Charlottenburg angeboten. Heute gibt es die Currywurst in verschiedenen Variationen. Ob Brühwurst oder Bratwurst, frittiert oder gebraten, mit oder ohne Darm - sie wird regional unterschiedlich zubereitet. Gerade deswegen unterscheiden sich an der Currywurst die Geschmäcker. Jeder hat eine andere Vorstellung, wie sie schmecken soll. Die "McCurrywurst" hat einen guten Mittelweg gefunden. Sie ist würzig und nicht zu scharf, bietet aber auch kein spektakuläres Geschmackserlebnis.

Die McCurrywurst von McDonald's

Günstiger Einkauf in Grenznähe: McDonald's in Lottstetten lockt Schweizer Kunden

Seit Herbst ist in Lottstetten nahe der Schweizer Grenze ein McDonald’s offen. Im Lottstetter McDonald’s ist vor allem Kundschaft aus den Kantonen Zürich oder Schaffhausen anzutreffen. Knapp zwei Minuten von der Grenze zur Schweiz und 20 Minuten von Bülach entfernt öffnete McDonald’s direkt an der Landesstrasse letzten Oktober einen neuen Standort. Das Unternehmen hatte im Februar seine Pläne vorgestellt und unmissverständlich bekannt gegeben, dass man sich an Jugendliche, Durchreisende und Einkaufstouristen als Hauptkundschaft richtet.

Dies dürfte sich bewahrheitet haben: Das Restaurant ist gut besucht, von den parkierten Autos haben rund zwei Drittel ein Schweizer Kennzeichen. Die meisten kommen aus dem Kanton Zürich oder Schaffhausen, vereinzelt sind auch Aargauer zu finden. Im Laden selbst ist die Kundschaft bunt durchmischt: Familien, Paare, Arbeiter, die mehrheitlich Schweizerdeutsch miteinander reden.

Dass sie zum McDonald’s ennet der Grenze gekommen sind, liegt vor allem an der Distanz und am Preis, sagt ein Bauarbeiter, der in der Nähe arbeitet. Die nächsten McDonald’s-Filialen auf Schweizer Seite befinden sich in Embrach oder Bülach, je nachdem mache es also keinen grossen Unterschied. Die Lottstetter Filiale sei oft sogar näher. Aber auch vor allem günstiger: Ein Big Mac ist auf deutscher Seite für 5,99 Euro (5.62 Franken) zu haben, im Menü für 10,49 Euro (9.84 Franken). Zum Vergleich: Kauft man die gleichen Produkte in Bülach, zahlt man 7.30 beziehungsweise 12.90 Franken. Im Schnitt spart man also rund ein Viertel des Preises.

McDonald's Filiale in Lottstetten nahe der Schweizer Grenze

Big-Mac-Index

Tatsächlich hat der Preisvergleich zwischen verschiedenen Währungen und Regionen anhand von Big-Mac-Preisen eine lange Tradition. Seit Mitte der 1980er-Jahre wird vom britischen Magazin «The Economist» jährlich der humoristische Big-Mac-Index ermittelt, um vereinfacht die Kaufkraft von Währungen zu vergleichen. Der Preis eines Big Mac würde sich dabei besonders gut als Indikator eignen, weil es sich um ein standardisiertes Produkt handle, welches in über 140 Ländern verfügbar sei. Zudem setze McDonald’s bei Zutaten auf lokale Produzenten, was sich direkt auf den Preis auswirke und damit die Kaufkraft wiedergebe.

tags: #mcdonalds #menu #beilagen