Der Bologneser und der Malteser sind beides beliebte Begleithunde, die oft wegen ihres charmanten Aussehens und ihres freundlichen Wesens geschätzt werden. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Malteser und Bologneser Welpen, von ihren Rassemerkmalen über die richtige Pflege und Erziehung bis hin zu wichtigen Informationen zur Gesundheit.

Der Bologneser gehört zu der Bichon-Gruppe. Die Rasse scheint bereits im 15. Jahrhundert in Bologna bestanden zu haben. Deshalb wurde sie unter dem Namen Bologneser als italienisch anerkannt. Wahrscheinlich stammt der Bologneser wie der Bichon Frisé von den Kanarischen Inseln. Im Laufe der Zeit wurde sein Typ durch gezielte Züchtung verändert und sein ursprünglich krauses Haar wurde lang und flockig.
Merkmale des Bolognesers
Der Bologneser ist ein kleiner Hund mit einer Schulterhöhe von 25-30 cm und einem Gewicht von 2,5-4 kg. Sein Körper ist quadratisch und die lang befranste Rute wird über dem Rücken getragen. Das Haarkleid ist weiss mit weichen und doch nicht anliegendem Haar von flockiger Struktur. Seine Augen sind gross, rund und dunkel-ockerfarbig, die Lidränder müssen schwarz sein.
Der Bologneser besitzt einen sehr großen Spieltrieb und ein temperamentvolles und aufgewecktes Wesen. Klein, aber oho: Dieses Motto passt hervorragend zum Bologneser, einem Hund, der den Planeten Erde bereits seit vielen Jahrhunderten mit seiner Anwesenheit beehrt. Der Bologneser zeichnet sich durch seinen besonders offenen Charakter aus. Er schließt sich seiner neuen Familie ohne Umschweife, aber mit umso mehr Hingabe und Treue an. Vielmehr präsentiert er sich als ausgesprochen temperamentvolles, aufgewecktes Wesen. Er besitzt einen starken Spieltrieb und auch ein gewisses Maß an Bewegungsdrang, wenngleich sich der Letztgenannte im Vergleich zu anderen Hunden doch in Grenzen hält. Aggressionen sind der Frohnatur in der Regel fremd. Diese Eigenschaft macht den Hund zum perfekten Kameraden für Kinder. Selbstverständlich sollte man den Vierbeiner dennoch niemals ohne Aufsicht beim menschlichen Nachwuchs lassen. Fremden Personen und Situationen begegnet der Bichon Bolognese nur selten schüchtern oder reserviert, allerdings immer wachsam. Neben der Aufmerksamkeit ist auch die hohe Intelligenz ein wesentliches Charakteristikum des Hundes.
Mit einer Widerristhöhe von 27 bis 30 Zentimetern (Rüden) beziehungsweise 25 bis 28 Zentimetern (Hündinnen) und einem Gewicht von 2,5 bis vier Kilogramm zählt der Bichon Bolognese zu den kleinen und leichtgewichtigen Hunden. Typisch ist der recht zarte und feine, aber auch kompakte und gedrungene Körperbau von beinahe quadratischer Form. Durch diese "Beschaffenheit" entspricht die Rumpflänge (von der Schulterspitze bis zum Sitzbeinhöcker gemessen) der Widerristhöhe.
Äußerst vornehm wird der mittellange, ovale Kopf getragen - dies muss mit dem Einfluss der Gesellschaft zusammenhängen, die er in früheren Zeiten genoss. Auch in Bezug auf die Haltung der Rute, die der wenig geneigten und enorm breiten Kruppe entspringt, deren Verlängerungslinie bildet und beim energiegeladenen sowie leicht tänzelnden Gang stolz über den Rücken gekrümmt thront, geht der Hund keine Kompromisse ein.
Das auffälligste Charakteristikum des Schoßhundes bildet sein rein weißes Haar, das maximal eine ganz leichte Elfenbeinnote, ansonsten aber weder Flecken noch andere Farbnuancen aufweisen darf. Es ist am gesamten Körper lang - allein auf dem Nasenrücken fällt es etwas kürzer aus. Weitere Eigenschaften des Fells sind die weiche Struktur und die lockere Verteilung der flauschigen Haare um den Körper herum, allerdings ohne Fransen.
Aus dem wuscheligen Fell schauen zwei große, runde, in dunklem Ocker gefärbte und schwarz gerahmte Augen ausdrucksstark - mit beinahe herausforderndem Blick - auf alles, was sich in ihrer Umgebung abspielt. Hinsichtlich des Fangs, also der Schnauze, gibt es ebenfalls Besonderheiten: Auf dem Nasenrücken ist er gerade und die Seiten verlaufen parallel zueinander. Dadurch wirkt das Gesicht des Bolognesers - frontal betrachtet - fast quadratisch. Die Vorderläufe des Vierbeiners stehen vollkommen senkrecht und sind mit oval geformten Pfoten ausgestattet. Weniger oval kommen die Pfötchen der Hinterläufe daher. Sie alle besitzen jedoch sehr harte und schwarz gefärbte Krallen.
Abweichungen von den beschriebenen Merkmalen müssen gemäß der FDI-Kriterien und VHD-Regeln als Fehler eingestuft werden. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) legt bestimmte Regeln für die Hundezucht fest.
Geschichte des Bolognesers
Der Bologneser oder Bichon Bolognese ("Bichon" ist französisch und bedeutet übersetzt "Schoßhund") war zu Beginn seiner globalen Eroberung vorwiegend in der italienischen Stadt Bologna heimisch - daher rührt also sein Name. Allerdings stammt er ursprünglich nicht von dort. Man vermutet, dass Hunde der Rasse von Seeleuten der Balearen nach Bologna gebracht wurden. Während der Renaissance war der Hund vor allem in Italien und Frankreich verbreitet.
Als Vorfahren des Bolognesers gelten die kleinen Vierbeiner, die der große Aristoteles einst unter dem lateinischen Terminus "canes melitenses" erwähnte. In jedem Fall war der Bologneser schon im Alten Rom bekannt - und fungierte als hochgeschätztes Geschenk, das sich die "wichtigen Leute" zu machen pflegten, beispielsweise an den Höfen der Medici und d'Este: Cosimo de' Medici brachte insgesamt acht Hunde der Rasse mit nach Brüssel, um sie an den belgischen Adel zu übergeben. Philipp II., einstiger König von Spanien, durfte sich über zwei der flauschigen Vierbeiner freuen, die ihm der Herzog d'Este schenkte.
Auch die Damenherzen brachten sie von Anfang an zum Schmelzen, etwa die von Katharina der Großen, Madame de Pompadour und Kaiserin Maria Theresia. Letztere liebte ihren Hund abgöttisch und ließ ihn nach seinem Ableben präparieren. Der Vierbeiner kann noch heute im Naturhistorischen Museum in Wien bewundert werden. Überhaupt inspirierte die Rasse schon früh zu künstlerischen Werken. Beispielsweise gibt es Darstellungen auf Gemälden von Francisco de Goya, Pieter Brueghel dem Älteren und Tizian.
In der Systematik der FCI (Fédération Cynologique Internationale), wird der Bologneser seit dem 5.

Der Malteser
Sein Name bedeutet nicht, dass er von der Insel Malta stammt, denn das Adjektiv "maltais" rührt von dem semitischen Wort "malat" her, welches Zuflucht oder Hafen bedeutet. Diese semitische Wurzel findet sich in einer Vielzahl maritimer Ortsbezeichnungen, so z.B. im Namen der Adriainsel Méléda, in dem der sizilianischen Stadt Melita und eben auch in dem der Insel Malta.
Die Vorfahren dieses kleinen Hundes lebten in den Häfen und Küstenorten des zentralen Mittelmeeres, wo sie die Mäuse und Ratten bekämpften, die sich in den Lagerhäusern der Häfen und in den Laderäumen der Schiffe reichlich vermehrten. In seinem Verzeichnis der zu dieser Zeit bekannten Hunde erwähnt Aristoteles (384-322 v.Ch.) auch eine Rasse kleiner Hunde, der er den lateinischen Namen "canes melitenes" gab. Dieser Hund war auch im antiken Rom bekannt. Der lateinische Dichter Strabon hat ihm im ersten nachchristlichen Jahrhundert als den Begleiter respektabler Frauen besungen. Abbildungen des Maltesers aus der Hand zahlreicher Maler der Renaissance zeigen den kleinen Hund in den Salons der Epoche an der Seite der schönen Frauen jener Zeit.
Merkmale des Maltesers
Der Malteser weist eine Höhe von 20-25 cm auf und ein Gewicht von 3-4 kg. Auffallend ist sein sehr langes und seidiges weisses Haarkleid. Es erinnert an eine weisse Seidenrobe, die nur durch die tiefe Schwärze der Augen und Augenrändern, der Nase und der Lippen unterbrochen wird. Natürlich bedarf dieses lange Fell viel sorgfältige Pflege.
Weitere Merkmale:
- Widerristhöhe: Rüden 27 - 30 cm / Hündinnen 25 - 28 cm
- Gewicht: 2,5 - 4 kg
- Lebenserwartung: ca.
Der Bologneser ist sein sehr liebevoller Hund, der sich einwandfrei in eine Familie mit Kindern integriert. Er ist verspielt, freundlich und macht alles für seine Liebsten. Oftmals wird der kleine Hund als Schosshund bezeichnet, da er eine geringe Körpergrösse aufweist und sehr kuschelbedürftig ist.
Die Urahnen des Bolognesers waren bereits zu Zeiten der „Aristoteles“ bekannt, wo er zusammen mit dem Malteser als „canes melitenses“ bezeichnet worden ist. Der Ursprung des Bolognesers liegt in der italienischen Stadt Bologna. Bereits im 15. Jahrhundert war die Rasse in Italien und Frankreich sehr verbreitet. Er erfreute sich bereits früh über besonderer Beliebtheit als Geschenk in Adelskreisen. Viele Kaiser und Könige besassen einen Bologneser, weshalb er auch oftmals auf alten Gemälden zu sehen ist. Der Bologneser ist eng verwandt mit dem Havaneser, dem Malteser und dem Bichon Frisé.
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Erziehung und Haltung
Der Bologneser ist ein kinderlieber Hund und kann auch in einer Stadtwohnung gehalten werden. Wie bereits im historischen Abschnitt angedeutet, wurde der Bologneser von Beginn an als "Schoßhund" im eigentlichen Sinne gezüchtet. Heute dient er immer noch hauptsächlich als reiner Begleithund. Durch die ausgeprägte Wachsamkeit kann der Vierbeiner theoretisch auch als Wachhund eingesetzt werden. Dies empfiehlt sich allerdings aufgrund seiner geringen Größe nicht unbedingt.
Der Bologneser ist ein sehr lernwilliger Hund. Trotzdem ist bei der Erziehung Vorsicht geboten, denn der kleine Vierbeiner weiss, wie und wann er seinen charmanten Blick und die schwarzen Kugelaugen einsetzen muss. Die Rasse eignet sich aufgrund der Gelehrigkeit hervorragend für Anfänger oder ältere Menschen, die sich einen treuen Begleiter an ihrer Seite wünschen. Er ist kinderlieb, kommt mit Artgenossen sowie anderen Tieren in der Regel sehr gut zurecht und zeigt keinerlei Jagdtrieb. Trotz seiner Grösse weisst er einen starken Wachtrieb auf.
Der kleine weisse Vierbeiner fühlt sich wohl, solange er in der Nähe seiner Liebsten sein kann. Er kann deshalb problemlos in einer kleinen Wohnung in der Stadt gehalten werden, solange ihm die nötige Aufmerksamkeit sowie genügend Auslauf und Freizeitaktivitäten geboten werden. Das Fell des Bolognesers sollte regelmässig gebürstet und gepflegt werden, da sich schnell Äste und Blätter darin verfangen. Für sehr lange Wanderungen oder Velotouren eignet sich die Rasse aufgrund der Grösse eher weniger.
Pflege
Vor Jahrhunderten vornehmlich von den Mächtigen und Reichen als "Prestigeobjekt" gehalten, begeistert der flauschige Vierbeiner inzwischen alle Gesellschaftsschichten und Altersstufen. Er ist verspielt und kinderlieb, weshalb er sich in Familien besonders wohl fühlt. Doch auch für (kinderlose) Paare und Singles stellt er den idealen Begleiter dar. Des Weiteren kann er älteren Menschen ein wunderbarer Gefährte sein, einer, der sie zu einem aktiven Leben anspornt und fit hält. Auch Hundesportler kommen mit dem intelligenten Tier bestens zurecht.
Nicht zuletzt dank der angesprochenen Lernfähigkeit ist ein Hund der italienischen Rasse gemeinhin einfach zu erziehen. Für Überraschung sorgt sicherlich die Eignung des Bolognesers für Allergiker. Er haart nämlich nicht - trotz seiner üppigen Fellpracht. Apropos: Diese will logischerweise regelmäßig gepflegt werden, um schön sauber zu bleiben. Dazu verwendet man eine adäquate Bürste oder einen passenden Kamm. Zudem sollten die Hängeohren des Hundes ein bis zwei Mal pro Woche mit einem feuchten Tuch und/oder einer speziellen Lotion gereinigt werden, um gefährlichen Ohrentzündungen vorzubeugen. Zu guter Letzt ist auf eine ordentliche Zahnpflege zu achten, da Zahnstein bei dieser Rasse oft schon früh auftritt.
Gesundheit
Bologneser sind sehr gesunde und robuste Hunde. Von Patellaluxation sind vor allem kleinere Hunderassen wie der Jack Russell Terrier, Mops und der Bologneser betroffen. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung im Kniegelenk, die bis zur Lähmung führen kann.
Der Bologneser als idealer Begleiter
Die Qualitäten des süßen Bolognesers wurden schon vor etlichen Jahrhunderten erkannt. Glücklicherweise existiert die bezaubernde Rasse auch heute noch. Der Charakter des kleinen Hundes zeichnet sich durch Sensibilität, Fröhlichkeit, Intelligenz und Aufmerksamkeit aus. Jederzeit zum Spielen aufgelegt, eignet sich der Vierbeiner sehr gut als Begleithund für Familien mit Kindern. Er gehört zu der Minderheit flauschiger Hunde, die nur wenig bis gar nicht haaren, was ihn auch für Allergiker interessant macht. Ebenso finden ältere Menschen und Hundesportler Freude am vielseitigen Bichon Bolognese.
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