Sie lieben die Natur und möchten sich ein Stück davon in die Küche holen? Dann ist das Wald- und Wiesenkochbuch genau das Richtige für Sie! Hier drehen sich die Rezepte um alles, was auf Feldern und Wiesen, im Wald und am Wegesrand wächst und nur darauf wartet, von Ihnen gepflückt zu werden.

Die Vielfalt der Wildkräuterküche
Ob Bärlauch, Löwenzahn oder Sauerampfer: Wilde Zutaten stehen für Natur pur, für Frische, Aroma und echten Geschmack. Also: Raus aufs Land zum Pflücken, Rupfen und Sammeln! Wie Sie Ihren Fund dann am besten zubereiten oder haltbar machen können, dafür finden Sie hier die schönsten Ideen: Überraschendes für die Alltagsküche wie Bärlauchnudeln, aber auch Feines für Gäste wie Brennnessel-Pasteten mit Ziegenkäse.
Für den Vorrat oder zum Verschenken gibt es Wildkräuterpesto und Naschkatzen dürfen sich auf Holundertarteletts und Waldmeisterparfait freuen. Vom ersten Grün im Frühjahr bis zu Beeren und Pilzen im Herbst: In diesem Buch finden Sie die schönsten Rezepte und viele Tipps fürs wilde Kochen.
Grundlagen für das Marmeladenglück
Bevor wir Ihnen aber eines von vermutlich hunderten Rezepten für weisse Johannisbeeren Marmelade vorstellen, kurz zu einigen Grundlagen für den richtigen Weg ins Marmeladenglück. Da Sie als erfahrener Freizeitgärtner den unschätzbaren Vorteil haben, sich auf und zwischen den eigenen Beeten mit taufrischen Zutaten bedienen zu können, kennen Sie den optimalen Ernte- und Verarbeitungszeitpunkt Ihrer Beeren ganz genau. Dennoch der Hinweis: Nehmen Sie möglichst nur vollreifes und völlig unbeschädigtes Obst und besonders bei weisser Johannisbeeren Marmelade ausschliesslich frisch vom Strauch gepflückte Früchte.
Sollte aus Zeitgründen keine sofortige Weiterverarbeitung möglich sein, frieren Sie die Johannisbeeren zunächst einfach ein. Ausser bei Weintrauben, Birnen oder Äpfeln bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe auch im Gefrierschrank erhalten, sodass die Zubereitung der Marmelade auch einige Tage, Wochen oder Monate später noch gelingt. Gerade wenn etwas herbere Sorten für weisse Johannisbeeren Marmelade genutzt werden, spielt die richtige Süsse durchaus eine wesentliche Rolle.
Besonders wichtig: Zucker ist nicht gleich Zucker, denn der soll nicht nur die Fruchtsäure der Beeren ein wenig neutralisieren, sondern trägt auch dazu bei, dass Ihr jeweiliges Einmachgut gelierfähig wird und später so lange wie möglich haltbar bleibt. Omas traditionelle Einkochtechnologie von wegen Zucker und Früchte im Verhältnis 1 : 1 zu mischen, gilt übrigens (auch aus ernährungsphysiologischer Sicht) als überholt. In der modernen Neuzeit gibt es eine Reihe verschiedener Gelierzuckersorten, die später in der weissen Johannisbeeren Marmelade weniger süss schmecken und vor allem im Interesse der Vitaminerhaltung für verkürzte Einkochzeiten sorgen.
Damit Sie sich später am Frühstückstisch über einen leckeren Brotaufstrich freuen können, sollten nur völlig unbeschädigte und sterilisierte Gläser (sowie Deckel) verwendet werden. Keimfreiheit gelingt am sichersten, wenn die vorher gesäuberten und abgetrockneten, leeren Gläser zunächst für 10 Minuten bei 120 °C in einen Backofen gestellt werden. Hierfür braucht es ein wenig Timing, denn um ein Zerspringen der Behälter zu verhindern, soll das heisse Einkochgut, in diesem Fall unsere weisse Johannisbeeren Marmelade, in die noch warmen Gläser gefüllt werden.
Der Schuss Zitrone macht, wie oft angenommen wird, die Marmelade keineswegs noch herber, sondern entzieht den Johannisbeeren einen grossen Teil ihrer Säure. Die vorher gewaschenen Beeren werden zusammen mit Wasser, Zitronensaft und Gelierzucker in einen Topf gegeben und unter ständigem Umrühren zum Kochen gebracht. Anschliessend die Hitze am Herd zurücknehmen und maximal fünf Minuten sanft köcheln lassen.
Wenn die Masse zu gelieren beginnt, rühren Sie ganz zum Schluss den Vanillezucker vorsichtig unter, ehe die nun fertige weisse Johannisbeeren Marmelade mit einer nicht zu grossen Schöpfkelle in die vorbereiteten Gläser gefüllt wird. Jetzt noch schnell die Ränder säubern, Deckel drauf und fertig. Nach einer knappen Stunde sollten die Deckel fest auf dem Glas sitzen, da sich bei Abkühlen im Innern ein Unterdruck bildet. Bei Twist-of-Gläsern erkennen Sie das besonders deutlich, da sich die Deckeloberfläche ein wenig nach innen wölbt.
Hier sind einige Tipps für die Zubereitung:
- Ihre weisse Johannisbeeren Marmelade ist Ihnen zu hell: Für eine wahre Farbexplosion im Glas sorgt eine Mischung mit einer unserer schwarzen Sorten, wie der besonders süssen Lowberry® Little Black Sugar.
- Das Kind tönt: "Iiiihhh Mama, in Deiner weissen Johannisbeeren Marmelade sind ja solche Kerne drin!" Jetzt nur nicht überreagieren, in unserem nächsten Rezept erklären wir Ihnen, wie Sie aus Ihrer Beerenernte ganz leicht ein völlig kernloses Gelee gezaubert bekommen.
Willkommen. Schön, sind Sie da!
Kräuteranwendungen für alle Lebensbereiche
Wahre Alleskönner: Kräuter können mehr, als du vermutest. Wusstest du, was Kräuter alles können? Zum Beispiel können sie Kopfschmerzen lindern, Insekten fernhalten, die Stimmung heben, einer Mahlzeit den letzten Pfiff verleihen, gegen Heuschnupfen helfen, den Teint erfrischen, das Lächeln strahlen lassen, Schnaps besonders machen, als Limonadenzutat herrlich erfrischen und in Aufstrich eine Jause zum kulinarischen Highlight aufwerten.
Ob als Hausmittelchen bei Krankheiten, im Badezimmerschränkchen, in der Küche oder in Haus und Garten: Die Möglichkeiten der Kräuteranwendungen sind unglaublich vielfältig. Die Autorinnen haben unzählige Kräuterfrauen besucht und überliefertes Wissen über Anwendungsmöglichkeiten der Kräuter des Alpenraums gesammelt.
Die geballte Kraft der Natur in 350 Rezepten, überprüft und erprobt. Von Erkältungstee, Kräuterbitter und Löwenzahnhonig über Hustensirup mit Isländisch Moos, Salbeizuckerln, Beinwelltinktur zum Einreiben, Arnikaöl für die Gelenke und Heublumenkissen für einen gesunden Schlaf zu Kamillensalbe und Kräuter-Badesalz; von Edelweiß-Feuchtigkeitscreme, Petersilien-Gesichtswasser und Brennnessel-Haarglanzspülung über Wildkräuterlimonade, Ringelblumenbutter und Fichtensprossentiramisu zu Raumsprays, Räuchermischungen und Putzmittel mit Zinnkraut - die Autorinnen haben alle Rezepte selbst erprobt und so übersichtlich beschrieben, dass auch Anfängerinnen sie ganz einfach zubereiten können. Überprüft wurden sie außerdem von einer Apothekerin.
Thymian, Rosmarin, Salbei, Bärlauch, Petersilie, Basilikum: für jedes Lieblingskraut ein Rezept. Das Buch gliedert sich übersichtlich in die vier Bereiche Hausapotheke, Körperpflege und Kosmetik, Küche und Haus und Garten. Wenn du nun aber wissen möchtest, was du aus dem wuchernden Salbei in deinem Garten zaubern kannst, hilft dir ein übersichtliches Glossar. Mit dieser Übersicht findest du das Lieblingsrezept zu deinem Lieblingskraut - und entdeckst zusätzlich noch ungeahnte neue Möglichkeiten.
Ergänzt werden die Rezepte durch viele wichtige Informationen zu Haltbarkeit, Aufbewahrung, Verdünnung von Tinkturen, zum Sammeln und Trocknen - und zum Leben und Heilen mit Kräutern generell.
- Kräuteranwendungen für alle Lebensbereiche - vom Peeling bis zum Hustensaft, vom Aufstrich bis zum Sirup
- überliefertes Wissen von erfahrenen Kräuterfrauen
- medizinisch fundiert: geprüft von einer Apothekerin
- die Autorinnen verbinden Altbewährtes mit modernen Erkenntnissen
- jedes Rezept wurde von den Autorinnen erprobt und durch wertvolle Tipps und Tricks ergänzt
- mit einem übersichtlichen Register für schnelles Nachschlagen
- mit der Vielfalt der Kräuter Wohlbefinden und Genuss steigern und den Alltag erleichtern
- mit über 600 stimmungsvollen Fotografien
Das sagen Leserinnen:
- "Ich war schon immer neugierig, was ich mit all dem, was in meinem Garten wächst, so anfangen kann - aber dass es so viel ist, hätte ich nicht gedacht. Und das Wunderbare: Die meisten Rezepte kann man auch abwandeln, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt."
- "Nicht nur die Rezepte in diesem Buch sind spitze, man findet auch drumherum alles, was man wissen muss. In übersichtlichen Boxen findet man Infos zu Haltbarkeit und zu den Kräutern selbst. Und mit dem Glossar sieht man sofort, wozu man ein spezielles Kraut nutzen kann."
- "Was für eine Fundgrube! Ich beschäftige mich sehr viel mit Kräutern, aber ich habe bisher noch kein Buch gefunden, das so viele verschiedene Rezepte vereint."