Einfaches Rezept für köstlichen Kartoffelgratin als Beilage

Kartoffelgratin ist eine beliebte Beilage. Der vollmundige, sahnige Geschmack harmoniert bestens mit Bratwurst, Steaks und vielen weiteren Grillgerichten. Dieses köstliche Krautstiel-Gratin wird alle begeistern.

Hier finden Sie ein einfaches Rezept für einen leckeren Kartoffelgratin, der sich ideal als Beilage eignet.

Was ist Kartoffelgratin?

Kartoffelgratin ist eine Art Kartoffelauflauf. Beliebt ist es wegen seiner cremigen Sauce und der grossen Vielfalt an Rezepten. Für das Grundrezept benötigst du nur Sahne, Kartoffeln sowie Salz und Pfeffer.

Meistens wird das Gratin aber zusätzlich noch mit Käse überbacken, was mehr Geschmack und Knusprigkeit bringt. Gegessen wird Kartoffelgratin zum Grillieren ebenso wie sonst auch am besten warm. Dann ist sie Sauce optimal cremig und die Aromen kommen wunderbar zur Geltung. Optional gibt es Rezepte für kaltes Kartoffelgratin - das schmeckt auch, die Sauce ist dann aber deutlich fester.

Wie bereite ich Kartoffelgratin zu?

Für ein Kartoffelgratin benötigst du Kartoffeln, Sahne, Gewürze und Käse. Zusätzlich kannst du mit verschiedenen weiteren Zutaten experimentieren - viele Inspirationen findest du in unseren Rezepten. Zuerst werden die Kartoffeln vorbereitet. Dazu die Knollen mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben von wenigen Millimetern Dicke schneiden.

Achte darauf, dass sie gleichmässig sind, sonst werden sie nicht zur gleichen Zeit gar. Als Nächstes kochst du die Sauce. Entweder nimmst du pure Sahne, alternativ eine Mischung aus Milch und Sahne je zur Hälfte - Letzteres ist deutlich schlanker, schmeckt aber trotzdem sehr vollmundig In jedem Fall die Flüssigkeit mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen kurz aufkochen und mit wenig Stärke (ca. Jetzt die Kartoffeln in eine Auflaufform oder Dutch Oven geben und mit der Sauce übergiessen.

Abschliessend das Gratin mit Käse bestreuen und für 30 Minuten bei 180-200 Grad Umluft im Dutch Oven/Ofen backen. Soweit zum Grundrezept. Im Detail gibt es nahezu unzählige Möglichkeiten, das Kartoffelgratin als Grillbeilage zu verfeinern.

Hier ist ein einfaches Rezept für Kartoffelgratin:

Zutaten:

  • 1 kg festkochende Kartoffeln, geschält und in 3 mm dicken Scheiben
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • ¼ TL gemahlene Muskatnuss
  • 3 dl Rahm
  • 2 dl Milch
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • geriebener Käse nach Wahl
  • Butterflöckli nach Belieben

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln waschen, schälen und in feine Scheiben hobeln.
  2. Kartoffelscheiben in die vorbereitete Form schichten.
  3. Nun für den Guss den frischen Rahm mit der Milch und dem dazugepressten Knoblauch, Muskatnuss, Salz und Pfeffer miteinander verrühren.
  4. Die Kartoffeln beigeben und 5 bis 7 Minuten in der Flüssigkeit köcheln lassen, bis die Rahm-Milch-Mischung etwas bindet und eindickt.
  5. Anschliessend alles in eine Gratinform geben und mit geriebenem Käse bestreuen.
  6. Anschliessend den cremigen Guss gleichmässig über die Kartoffeln giessen. Die Kartoffeln sollten dabei ganz bedeckt sein, da sie sonst braun werden.
  7. Danach das Gratin aus dem Backofen nehmen, mit dem geriebenen Käse bestreuen und mit den Butterflöckchen belegen.
  8. Das Gratin bereits im Backofen bei 180°C (Umluft 160°C) für ca. 50 Minuten backen.
  9. Die Backofen-Temperatur auf 220°C (Umluft 200°C) erhöhen und für ca. 10 Minuten überbacken, heiss servieren.

Tipp: Für ein weniger flüssiges Kartoffelgratin oder bei der Verwendung von festkochenden Kartoffeln Milch-/Rahmmenge um total 1-2 dl reduzieren. Im Frühjahr und Frühsommer enthalten Kartoffeln weniger Stärke, dann ebenfalls die Flüssigkeitsmenge um 1-2 dl reduzieren.

Die Wahl der Kartoffelsorte

Ein wichtiger Faktor: die Wahl der Kartoffel. Vorwiegend festkochende Kartoffeln für Kartoffelgratin sind der Klassiker. Sie geben Stärke ab und werden angenehm weich, bleiben aber grösstenteils in Scheibenform. Empfehlenswerte Sorten sind Agria, Granola und Laura.

Festkochende Kartoffeln für Kartoffelgratins sind ebenfalls geeignet. Die Scheiben haben einen festen Biss und lassen sich optimal in Szene setzen, denn sie bleiben beim Backen in ihrer Form. Festkochende Sorten wie Belana, Allians und Annabelle geben allerdings nur wenig Stärke ab. Eignen sich mehlige Kartoffeln für Kartoffelgratin? Im Grunde ja. Sie haben die Eigenschaft, dass sie durch ihren hohen Stärkeanteil zerfallen, das Gratin wird hinterher also nicht aus perfekten Scheiben bestehen. Dafür gelingt die Sauce besonders sämig.

Ist die Wahl der Sorte erfolgt, stellt sich die nächste Frage: Kartoffeln für Kartoffelgratin kochen oder nicht? Kartoffelgratin aus rohen Kartoffeln ist schnell vorbereitet, denn du musst die Knollen lediglich schälen und hobeln. Weiterer Vorteil: Durch die feste Konsistenz der rohen Kartoffeln ist es kein Problem, gleichmässig dünne Scheiben zu schneiden.

Dafür braucht ein Kartoffelgratin mit rohen Kartoffeln etwas länger im Ofen, denn sie müssen komplett durchgaren. Ein Kartoffelgratin aus gekochten Kartoffeln erfordert etwas mehr Vorabreit. Dazu die Knollen entweder geschält oder als Pellkartoffeln kochen. Tipp: Wenn du sie nicht komplett garkochst, sondern nur etwa 15 Minuten im heissen Wasser ziehen lässt, bleiben sie fester. So lassen sich die Scheiben problemlos schneiden und die Backzeit im Ofen reduziert sich trotzdem deutlich.

Die Wahl des Käses

Nächster Punkt: der Käse für das Kartoffelgratin. Hier gilt ebenfalls, dass du nehmen kannst, worauf du Appetit hast. Ein Käse für alle Fälle ist der junge Gouda. Er zerfliesst schön über dem Gratin, bringt mehr Vollmundigkeit in die Sauce und bildet eine knusprige Schicht.

Wenn du hingegen die Aromen eines gereiften Käses schätzt, dann probiere dein Kartoffelgratin mit Emmentaler oder Greyerzer. Für die pikante Note sind würzige Käse als Extra eine gute Wahl. Verleih deinem Kartoffelgratin mit Gorgonzola oder Roquefort mehr Pep. Irischer Cheddar wiederum überzeugt mit seiner intensiven Farbe und einem leicht scharfen Aroma.

Hier eine Übersicht über verschiedene Käsesorten und ihre Eigenschaften für Kartoffelgratin:

Käsesorte Eigenschaften
Junger Gouda Zerfliesst gut, vollmundig, knusprige Schicht
Emmentaler Aromatischer, würziger Geschmack
Greyerzer Aromatischer, würziger Geschmack
Gorgonzola Pikante Note
Roquefort Pikante Note
Irischer Cheddar Intensive Farbe, leicht scharfes Aroma

Kartoffelgratin vom Grill

Kartoffelgratin kommt in der Regel aus dem Ofen. Aber ist es auch möglich, Kartoffelgratin zu grillieren? Na klar, es wird sogar besonders gut! Verwende dafür am besten eine einen Dutch Oven oder eine kleine, hohe Pfanne.

Beim Dutch Oven kannst du dich entscheiden, ob du dein Gratin lieber rund oder eckig aus einer Kastenform haben möchtest. Ausserdem kannst du selbst entscheiden, wie dick dein Kartoffelgratin vom Grill werden soll. Alternativ kannst du auch Keramik-Formen auf den Grill stellen, die könnten aber etwas unansehnlich werden, vor allem, wenn du Holzkohle verwendest.

In jedem Fall richtest du den Grill so ein, dass 200 °C indirekte Hitze vorhanden sind. Dann das Gratin in dem Dutch Oven oder Kastenform auf den Rost stellen und den Deckel schliessen. Wie im Ofen liegt die Garzeit bei etwa 30 Minuten. Durch den geschlossenen Deckel kann die heisse Luft zirkulieren - das sorgt für eine braune Kruste.

Übrigens: Du kannst grilliertes Kartoffelgratin auch sehr gut als Hauptmahlzeit anbieten, also ohne Steak oder Wurst.

Ein Dutch Oven eignet sich hervorragend zur Zubereitung von Kartoffelgratin. Die massiven Töpfe aus Gusseisen verfügen über eine hervorragende Hitzeleitfähigkeit. So verteilt sich die Hitze schnell und schön gleichmässig im Material und das Kartoffelgratin kann von allen Seiten schön garen.

Unser Tipp: Wenn Du einen Dutch Oven auf dem Grill verwendest, lass den Deckel offen, damit der Käse auf dem Gratin schön braun wird. Alternativ kannst Du den Dutch Oven auch mit Briketts nutzen.

Kartoffeln, Käse und Extras sind gewählt. Wozu passt das Kartoffelgratin aus dem Dutch Oven nun? Eigentlich zu allen Gerichten, die auch sonst mit Kartoffeln in irgendeiner Art gereicht werden. Beim Grillieren ist Kartoffelgratin zum Beispiel eine raffinierte Alternative zu Kartoffelsalat. Da sich beim Backen eine cremige Sauce bildet, harmoniert der Auflauf wunderbar mit gegrilltem Fleisch aller Art.

Wenn du Kartoffelgratin als Grillbeilage zubereiten möchtest, bist du jetzt mit allem Hintergrundwissen versorgt. Die Grösse der Kartoffeln spielt tatsächlich eine Rolle. Sie sollten nicht zu gross sein, da sie sonst zerbrechen. Zu kleine Scheiben garen hingegen zu schnell.

Weitere Tipps und Tricks:

  • Ist die Kartoffelgratin Sauce zu flüssig? Das kann passieren, wenn die Kartoffeln nur wenig Stärke abgeben. Als Sofortmassnahme kannst du das Gratin noch etwas bei geringer Hitze im Ofen stehenlassen, die Flüssigkeit sollte dann etwas mehr Bindung erhalten.
  • Ist das Kartoffelgratin verbrannt? Schuld ist meist zu viel Hitze von oben. Um das zu vermeiden, verwendest du Umluft. Wenn das nicht möglich ist, stelle das Gratin auf eine Einschubleiste unter der Ofenmitte. Optional kannst du das Gratin auch mit etwas Alufolie abdecken, die du nach der Hälfte der Garzeit entfernst. Wenn du Kartoffelgratin im Grill zubereiten möchtest, tritt dieses Problem nicht auf.
  • Tipp: Damit nichts anbrennt, die Auflaufform am besten mit etwas Butter bestreichen. So entsteht eine Fettschicht, die als Nebeneffekt noch als Geschmacksträger fungiert.
  • Wie schichte ich Kartoffelgratin? Am elegantesten ist es, die Kartoffelscheiben einzeln in die Auflaufform zu geben. Das sorgt für eine einwandfreie Optik und zugleich garen die Schichten gleichmässig.

Neben dem klassischen Kartoffelgratin gibt es viele Möglichkeiten neue Varianten des Kartoffelgratins zuzubereiten. Du kannst für den Frühling einen leckeren Kartoffelgratin mit Spargel grillieren, einen Gratin ohne Kartoffeln oder wenn du ein Käseliebhaber bist, kannst du den Kartoffelgratin mit würzigem Bergkäse auf deinem Grill zubereiten.

Variationen des Kartoffelgratins:

  • Kartoffelgratin mit Spargel: Grüner Spargel passt sehr gut zu Kartoffelgratin, allein schon die Sahnesauce zum Gemüse ist ein Gedicht. Dazu noch vollmundige Kartoffeln, fertig ist das frühsommerliche Gericht. Da es eine schöne Hauptmahlzeit darstellt, bietet es sich an, das Kartoffelgratin zu grillieren.
  • Kartoffelgratin mit Bergkäse: Der Star bei diesem Kartoffelgratin ist der Käse - daher darf es etwas mehr davon sein. In diesem Fall empfehlen sich übrigens vorwiegend festkochende oder leicht mehlige Kartoffeln, da die kräftigen Aromen dann schön einziehen und Sahne sowie Milch mit der Stärke eine dicke Sauce bilden. Dazu passt zum Beispiel gegrillte Scholle mit Speck oder gesmokter Schweinebauch.
  • Kartoffelgratin mit mediterranem Gemüse: Überbackene Kartoffeln passen nicht nur zur deutschen Küche. Die Erdäpfel harmonieren ebenso mit mediterranem Gemüse wie Zucchini, Paprika und frischem Thymian. Feta und Knoblauch runden hierbei das Mittelmeer-Geschmackserlebnis ab.
  • Käse-Lauch-Kartoffelgratin: Hier kommt die überbackene Version eines Klassikers: Käse-Lauch-Suppe mit Kartoffeln. Alles in Form eines Kartoffelgratins, das besonders herzhaft ausfällt. Zudem sieht das Rezept zusätzlich zur Sahne etwas Béchamelsauce vor, was den Auflauf geschmacklich abrundet. Die Kalorien werden hier selbstverständlich besser nicht gezählt. Andererseits kannst du das ebenso nahrhafte wie köstliche Gratin vom Grill ohne weitere Beilagen anbieten.
  • Kartoffelgratin mit Speck und Bergkäse: Kartoffeln, Speck und würziger Käse sind die Grundlage für dieses herzhafte Kartoffelgratin. Mit einer Gemüse- oder Salatbeilage ist es ein gelungenes Hauptgericht. Ebenso passt es gut zu grober Bratwurst. Beim Bergkäse hast du die Wahl, ob er eher mild oder kräftig pikant ausfallen soll.
  • Gemüsegratin ohne Kartoffeln: Gibt es auch Kartoffelgratin ohne Kartoffeln? Ja, hier kommt das Gemüsegratin. Kohlrabi ist ein gelungener Kartoffel-Ersatz, da die feinen Scheiben ebenfalls eine weiche, aber trotzdem leicht bissfeste Konsistenz bekommen. Möhren, Blumenkohl und Pastinake sorgen für noch mehr Vielfalt.
  • Kartoffelgratin ohne Sahne: Du liebst Kartoffelgratin zum Grillieren, magst aber keine Sahne - oder es sind dir zu viel Kalorien? Kein Problem, in diesem Rezept wird der Klassiker ganz schlank ohne Sahne zubereitet. Das gelingt ohne grosse Tricks: Statt Sahne verwendest du einfach Milch. Das kann allerdings dazu führen, dass die Sauce dünnflüssig wird, was schade wäre. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder verwendest du mehlige Kartoffeln oder du nimmst Eier (wie in diesem Rezept) dazu.
  • Klassischer Kartoffelgratin ohne Käse: Cremig, aromatisch und goldbraun überbacken - der klassische Kartoffelgratin ohne Käse. Feine Kartoffelscheiben, verfeinert mit Rahm und Muskat, machen ihn zur idealen Beilage zu Fleisch und Gemüse.

Weitere Rezeptideen:

  • Hörnliauflauf mit Gemüse
  • Hörnligratin ohne Ei
  • Hörnliauflauf mit Hackfleisch
  • Moussaka

Nährwerte pro Portion (1/4): 450 kcal

Zubereitungszeiten:

  • Vorbereitung: ca. 20 Minuten
  • Backen: ca. 50-60 Minuten
  • Gesamt: ca. 80 Minuten

Zusätzliche Informationen:

  • Vegetarisch
  • Glutenfrei

Passt zu: Salat, grilliertem oder gebratenem Fleisch.

Variationen:

  • Gratin boulangère: 2 Zwiebeln in Ringe schneiden, zwischen den Kartoffeln verteilen. Statt Milch und Rahm 5.5 dl Gemüsebouillon verwenden. Backen: ca. 35 Min. in der Mitte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens.
  • Gratin savoyard: 120 g geriebener Gruyère lagenweise mit den Kartoffeln einschichten. Backen: ca. 35 Min. in der Mitte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens.

Hast du jetzt Lust selbst Kartoffelgratin zu grillieren?

Wenn du Kartoffelgratin als Grillbeilage zubereiten möchtest, bist du jetzt mit allem Hintergrundwissen versorgt.

Kartoffelgratin, das wohl cremigste überhaupt! 🤤

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