Fondue und Raclette sind in der Schweiz sehr beliebte Gerichte. Diese käsigen Köstlichkeiten sind zwar unbestreitbar gluschtig, können es in Sachen Kalorien aber wirklich in sich haben. Wenn Sie diese Klassiker geniessen möchten, ohne dabei Ihr Kalorienkonto allzu sehr zu sprengen, keine Sorge!
Hier sind einige Tipps, wie Sie Fondue und Raclette figurfreundlicher zaubern, ohne dabei auf den Geschmack zu verzichten.
😍😍 5-in-1 Dip! Schnelle Saucen für Raclette und Fondue einfach selber machen | Thermomix® Rezept

Ein ausgewogenes Menü gestalten
Wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihr Menü selbst zu gestalten, können Sie vor dem Hauptgang eine leichte Suppe zu sich nehmen, bspw. eine Gemüsesuppe. Auch ein knackiger grüner Salat eignet sich vorweg als tolle Möglichkeit den Magen etwas zu füllen.
Bei kalorienarm zubereitetem Gemüse können Sie zudem immer grosszügig schöpfen. Dies gilt auch beim Hauptgericht. Erhöhen Sie den Nährwert Ihres Fondues oder Raclettes, indem Sie eine Vielzahl von buntem Gemüse hinzufügen.
Ihr Gericht wird somit nicht nur optisch aufgewertet, sondern auch reicher an Nahrungsfasern, Vitaminen und Mineralstoffen. Das zusätzliche Volumen des Gemüses trägt als weiteren Pluspunkt toll zur Sättigung bei.
Gemüse und Früchte als Dipp-Alternative
Darüber hinaus können Sie auch das traditionelle Fonduebrot beim Käsefondue durch bspw. Ofengemüse ersetzen bzw. ergänzen und eignet sich ebenso hervorragend zum Dippen. Ob Sie nun Kürbis, Pastinake, Rüebli oder Champignons verwenden, Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Auch Früchte sind dabei eine tolle Option. Geeignet sind beispielsweise Birnen, Äpfel, Ananas oder Weintrauben. Wer dann noch dippt statt tunkt, ist auf dem besten Weg kalorientechnisch nicht über die Stränge zu schlagen.
Beim Fonduebrot an sich können Sie statt der traditionellen Weissbrotwürfel auch gerne Vollkornalternativen auswählen.

Kalorienarme Varianten - nicht ärmer im Geschmack
Wählen Sie beim Raclette nur ein Pfännchen bzw. nur eine Gabel beim Fleischfondue anstatt mehrere zu verwenden. So haben Sie die Möglichkeit, mehr Zeit zwischen dem Essen vergehen zu lassen und nehmen Ihr Sättigungsgefühl früher wahr.
Ebenso sind herkömmliche Raclette-Scheiben recht dick geschnitten, warum also nicht einfach halbieren? Neben Käse können auch Eier in die Pfännchen gegeben werden.
Vermengen Sie diese zuvor in einer separaten Schüssel, geben Sie einige Gewürze dazu und giessen Sie die Ei-Mischung über den restlichen Pfänncheninhalt.
Leichtere Saucen und Dips
Auch bei den Dips und Saucen zum Fondue mit Fleisch lassen sich ganz einfach Kalorien sparen. Hier gilt, wie so oft, das Motto - selbstgemacht ist meist besser. Gluschtige Ideen wären bspw. eine Knoblauch- wie auch Currysauce auf Magerquark-Basis, Tartare-Sauce mit Blanc Battu oder ein feuriger Chili-Limetten-Dip.
Aus Gründen des Geschmacks und der Sämigkeit wird Käsefondue gerne Alkohol hinzugefügt. Da Alkohol bekanntermassen kalorienreich ist und die Verdauung beeinträchtigt, kann stattdessen aus Gründen der Konsistenz auch etwas Zitronensaft eingesetzt werden.
Kleine Mengen Alkohol können generell bedenkenlos weggelassen werden, grössere sollten hinsichtlich des Volumens auf jeden Fall ersetzt werden. Optionen wären hier Wasser, Milch, Bouillon oder Fruchtsäfte.
Wer vom klassischen Käsefondue oder kalorienreichen Fondue Bourguignonne auf eine leichtere Alternative ausweichen möchte, kann bspw. auch auf ein Fondue Chinoise zurückgreifen, dessen Basis eine Bouillon statt Käse bzw. Öl darstellt.
Mageres Protein und weitere Tipps
Binden Sie zudem am besten magere Proteinquellen in Ihr Raclette- oder Fondue-Erlebnis ein. Wählen Sie bspw. mageres Poulet-, Puten- bzw Rindsfleisch oder Fisch sowie auch Meeresfrüchte zum Grillen.
Ein Raclette ist perfekt für einen gemütlichen Winterabend, ob in geselliger Runde oder als Tête-à-Tête. Hier findest du Raclette-Tipps, Rezepte für abwechslungsreiche Beilagen und Ideen für leichte Desserts.
Beilagen und Desserts
- Vorspeise: Rohschinken, Bündnerfleisch, rohe oder gekochte Salate, Artischocken, Tomaten.
- Beilagen: Klassisch sind Gschwellti, Cornichons und Essigzwiebeln. Auch Senffrüchte und anderes sauer eingelegtes Gemüse wie Pilze, Gurken, Maiskölbchen, Artischockenherzen und Artischockenbödeli passen. Ein Zwiebelsalat oder frische Früchte, Nüsse und Chutneys sind ebenfalls gute Begleiter.
- Getränke: Stark gekühlte oder kohlensäurehaltige Getränke sind weniger geeignet, denn sie vertragen sich nicht gut mit heissem, geschmolzenem Käse. Gehaltvoller Weiss- oder Roséwein (mässig temperiert) oder leichter Rotwein, Kräuter- oder Schwarztee, heiss oder kalt, harmonieren gut.
- Desserts: Leichte, fruchtige Desserts wie Fruchtsalat aus einheimischen Saisonfrüchten oder exotischen Früchten, zum Beispiel Orangensalat mit Feigen oder Datteln, frische Ananas, leichte Cremen, Fruchtsorbets, Fruchtkompott, Fruchtkuchen, gefüllte oder ungefüllte Ofenäpfel.
- Après-Raclette: Kräuterschnaps oder Kräutertee unterstützen die Verdauung. Vorsicht Alkohol: Mehr als 2 cl Schnaps oder 2 dl Wein lähmen die Verdauung, statt sie zu unterstützen!
Dip-Saucen selber machen
Plätzli und Grillgemüse, Poulet und Salat - eigentlich leichte Mahlzeiten. Wären da nicht die Fertigsaucen. Sie peppen Fleisch und Gemüse auf, sind aber leider oft fettig und voller Zusatzstoffe.
Bereitest du deine Saucen, Dips und Pasten selbst zu, weisst du immer, woher was kommt und was drinsteckt. Ausserdem kannst du nach deinen Vorlieben abschmecken. Aber auch bei selbst gemachten Saucen gilt: Weniger ist mehr. Also ertränk Fleisch, Gemüse und Co. nicht darin!
Rezept: Leichter Quark-Dip mit Kräutern
Ein leichter Quark-Dip aus Magerquark und vielen frischen Kräutern Ihrer Wahl.
- Vorbereitung: 10 min
- Nährwerte pro Portion (1/4): 158 kcal
- vegetarisch, glutenfrei
Zutaten:
- Kräuter (z. B. Estragon, Kerbel, Petersilie, Schnittlauch)
- Magerquark
- Zitronensaft
- Salz, Pfeffer, nach Bedarf
Zubereitung:
Kräuter fein schneiden, mit Quark und Zitronensaft verrühren, würzen, bis zum Servieren zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Hinweise:
Ergibt ca. 21/2 dl Passt zu: Gschwellti, Gemüsestängel, Chicken Nuggets, Grilladen.
Weitere Dip-Ideen
- Klassischer Tzatziki: Gurke, Rahmjoghurt (griechische Art), Knoblauchzehen, Zitronensaft, Salz und Pfeffer.
- Hummus mit Joghurt: Kichererbsen, Öl, Sesampaste, Knoblauchzehen, Zitronensaft, Magerquark oder Joghurt, Salz, Pfeffer, Chiliflocken und andere Gewürze nach Wahl.
- Basilikumpesto: Basilikum, Knoblauchzehen, Pinienkerne, Sbrinz, Öl, Salz.
- BBQ-Sauce: Zwiebeln, Knoblauchzehe, Tomatenpüree, Apfelessig, Honig, Zitronensaft, Tabasco, Chiliflocken, Salz, Pfeffer. Zwiebeln und Knoblauch in Öl andämpfen. Alle Zutaten beifügen, zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen.
- Cashew Cream: Cashewnüsse, Rahmjoghurt, Salz, Pfeffer. Nüsse über Nacht in Wasser einweichen.
tags: #kalorienarme #dips #fur #raclette