Kalorien - ein Begriff, der uns ständig begegnet. Doch was steckt wirklich dahinter? Kalorien, genauer gesagt Kilokalorien (kcal), sind nichts anderes als die Energie, die dein Körper aus Lebensmitteln zieht. Diese Energie nutzt dein Körper für jede Aktivität - von grundlegenden Dingen wie Atmen und Verdauen bis hin zu Sporteinheiten oder Spaziergängen.
Selbst im Schlaf verbrauchst du Kalorien! Rein technisch betrachtet ist eine Kilokalorie die Menge an Energie, die nötig ist, um einen Liter Wasser um 1 °C zu erwärmen. Klingt abstrakt, ist aber ganz einfach: Stell dir vor, du erwärmst eine Flasche Wasser von 19 °C auf 20 °C - dafür brauchst du eine Kilokalorie.
Die Kalorienangabe auf Lebensmitteln zeigt dir also, wie viel Energie du durch eine bestimmte Menge des Produkts aufnimmst. Aber: Die Zahl allein sagt nicht alles - die Zusammensetzung eines Lebensmittels macht den Unterschied. Wenn du auf einem Produkt den Hinweis „234 kcal pro 100 g“ liest, bedeutet das, dass diese Menge an Energie beim Verzehr von 100 Gramm des Produkts freigesetzt wird.
Und hier kommt es nicht nur auf die Zahl an, sondern auch auf die Zusammensetzung. Eine Schale hausgemachte Kürbissuppe dagegen liefert rund 350 kcal - deutlich weniger Energie und das mit einem besseren Nährstoffprofil.

„Süssigkeiten machen dick“ - ein Satz, den wohl jede*r schon mal gehört hat. Und ja, in der Aussage steckt Wahrheit: Fast Food und Süsses sind oft sehr energiereich. Nimmst du regelmässig mehr Energie auf, als du verbrauchst, nimmst du zu. Umgekehrt gilt: Isst du weniger Kalorien, als du brauchst, nimmst du ab. Aber das bedeutet nicht, dass du auf alles verzichten musst!
Denn eine Kalorie aus Zucker wirkt anders als eine aus komplexen Kohlenhydraten, Proteinen oder gesunden Fetten. Ein Beispiel: Eine Schokolade hat vielleicht denselben Energiegehalt wie eine Frühstücksbowls mit Joghurt, Haferflocken, Nüssen und Beeren. Doch Schokolade enthält viel Einfachzucker, der schnell ins Blut geht, den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt und bald wieder abfallen lässt - was Heisshunger begünstigt.
Die Frühstücksbowl hingegen liefert neben Proteinen, gesunden Fetten, wichtigen Mikronährstoffen vor allem komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Diese werden langsamer verdaut, dein Blutzuckerspiegel bleibt stabiler, du bleibst länger satt und vermeidest Heisshunger.
Warum du deine Kohlenhydrate in Form von (Süss)Kartoffeln essen solltest
Abgesehen davon, dass Kartoffeln ultra lecker und sehr vielseitig verarbeitbar sind, haben sie mehrere Vorteile. Dies gilt speziell wenn es um Körperfettreduktion oder Gewichtsstabilisierung mit Kalorien Maintenance geht. Kartoffeln bestehen mehr oder weniger nur aus dem Makronährstoff Kohlenhydrat, etwas Protein, Mikronährstoffen, viel Wasser und kein Fett. Der Unterschied zwischen Süsskartoffeln und normalen Kartoffeln ist dabei vernachlässigbar. Beide sind perfekt geeignet für eine gesunde Ernährung.
Vorteile der Kartoffel
- Niedrige Kaloriendichte: Kartoffeln haben durch das hohe Volumen eine niedrige Kaloriendichte. So haben sie auf 100g nur 14g Kohlenhydrate und ca. 70kcal. Im Vergleich Reis hat ca. 70g Kohlenhydrate und 340kcal. Durch das hohe Volumen sättigen sie deutlich mehr und reduzieren so die Gesamtkalorienzufuhr.
- Mikronährstoffe: Einige Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sind Ballaststoffe, Vit B6 und Kalium, welche die Kartoffel in grösseren Mengen enthält.
- Aminosäurenprofil: Das Aminosäurenprofil ist geeignet für Veganer und Vegetarier als Ergänzung zu den Proteinquellen, damit das Profil ausgewogener ist und die Wertigkeit gesteigert wird.
- Vielseitigkeit: Kartoffeln können gekocht, gebraten, im Ofen oder z. B. als Rösti oder Kartoffelstock zubereitet werden. Wobei Salzkartoffeln die kalorienärmste Variante ist.
- Nicht geeignet: Nicht geeignet sind Kartoffeln in einer Muskelaufbauphase mit Kalorienüberschuss, wenn viel Nahrungsvolumen aufgenommen wird.

Die Kartoffel, eine Knolle mit einer faszinierenden Geschichte, welche die Welt erobert hat und einen festen Platz in der globalen Ernährung eingenommen hat. Ursprünglich als Grundnahrungsmittel in den Anden Südamerikas beheimatet, hat sie im Laufe der Jahrhunderte eine bemerkenswerte Transformation durchlaufen. Besonders im 18. Jahrhundert wurde die Kartoffel zum Hauptbestandteil der europäischen Küche.
Heute ist sie nicht nur in fast allen Teilen der Welt zu finden, sondern auch in einer Vielzahl von Gerichten anzutreffen - von einfachen traditionellen Gerichten bis hin zu feiner Gourmet Küche. Die Geschichte der Kartoffel ist eine faszinierende Reise durch die Zeit, die vor Tausenden von Jahren in den Bergen Südamerikas begann.
Ursprünglich von den Inka in Peru und Bolivien kultiviert, war die Kartoffel eine Hauptnahrungsquelle für indigene Völker und spielte eine entscheidende Rolle in ihrer Ernährung. Während der kolonialen Expedition wurde die Knolle von Europäern entdeckt und nach Europa gebracht, wo sie zunächst als exotische Pflanze angesehen wurde. Erst im 18. Jahrhundert erkannten die Europäer ihr wahres Potenzial als kostengünstige und nahrhafte Nahrungsmittelquelle, insbesondere während der Hungersnöte, die durch Missernten und Kriege verursacht wurden.
Die Welt der Kartoffeln ist reich an Sorten, jede mit ihren eigenen einzigartigen Eigenschaften und Geschmacksprofilen. Die Wahl der richtigen Kartoffelsorte hängt von der gewünschten Zubereitungsart und dem persönlichen Geschmack ab.
Besser als Quark und Reis? Die Wahrheit über Kartoffeln! | froh oder böse
Die Vielseitigkeit der Kartoffel zeigt sich auch in den zahlreichen Rezeptideen. Für diejenigen, die nach einer gesunden Option suchen, sind Ofenkartoffeln eine ausgezeichnete Wahl. Einfach die Kartoffeln halbieren, mit etwas Olivenöl beträufeln und im Ofen backen, bis sie goldbraun und knusprig sind.
Eine andere beliebte Option sind Baked Potatoes, bei denen die Kartoffeln im Ofen gebacken und mit einer Vielzahl von Toppings wie Sauerrahm, Kraut oder sogar Birnen serviert werden können.
Kartoffeln gelten als relativ kalorienarm, vor allem im Vergleich zu anderen Beilagen wie Reis oder Nudeln. 100 Gramm gekochte Kartoffeln enthalten etwa 70 bis 80 Kalorien, was sie zu einer guten Wahl für eine ausgewogene Ernährung macht. Wichtig ist dabei, wie die Kartoffeln zubereitet werden. Frittierte oder mit fettreichen Saucen servierte Kartoffeln können deutlich mehr Kalorien enthalten.
Sowohl Reis als auch Kartoffeln können Teil einer gesunden Ernährung sein, aber sie unterscheiden sich in ihren Nährstoffprofilen. Kartoffeln haben weniger Kalorien und Kohlenhydrate pro 100 Gramm im Vergleich zu Reis. Zudem enthalten Kartoffeln mehr Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C und Kalium. Reis, insbesondere brauner Reis, enthält dafür mehr Ballaststoffe, die gut für die Verdauung sind.
Bei der Wahl zwischen Reis und Kartoffeln hängt es also von den individuellen Ernährungszielen und Vorlieben ab. Kartoffeln enthalten von Natur aus wenig Zucker. Der Kohlenhydratgehalt von Kartoffeln besteht hauptsächlich aus Stärke, die im Körper in Zucker umgewandelt wird. Allerdings geschieht dies relativ langsam, sodass Kartoffeln keinen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursachen.
Der glykämische Index (GI) von Kartoffeln variiert je nach Zubereitung: Gekochte Kartoffeln haben einen niedrigeren GI als frittierte oder zu Püree verarbeitete Kartoffeln.
Zubereitungsmethoden und Nährstofferhalt
Die Kartoffel ist am gesündesten, wenn sie mit möglichst wenig Fett und in schonender Zubereitung gegessen wird, um ihre Nährstoffe bestmöglich zu erhalten:
- Gekocht: Beim Kochen, besonders mit Schale, bleiben viele Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien erhalten.
- Gedämpft: Das Dämpfen ist ähnlich wie Kochen, jedoch noch schonender, da die Kartoffel weniger Nährstoffe ins Wasser abgibt.
- Gebacken: Im Ofen gebackene Kartoffeln (ohne viel Fett) sind ebenfalls eine gesunde Option.
- Gekühlt nach dem Kochen: Gekochte Kartoffeln, die abgekühlt und dann wiederverwendet werden (z. B. in einem Kartoffelsalat), enthalten mehr resistente Stärke.
Rohe Kartoffeln: Vorsicht geboten
Rohe Kartoffeln zu essen, ist nicht empfehlenswert und kann sogar gesundheitsschädlich sein.
- Solanin: Rohe Kartoffeln enthalten ein natürlich vorkommendes Gift namens Solanin, das sich besonders in den grünen Stellen und der Schale der Kartoffel konzentriert. Solanin kann in grösseren Mengen Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen.
- Schwer verdaulich: Die in rohen Kartoffeln enthaltene Stärke ist für den menschlichen Körper schwer verdaulich.
In kleinen Mengen mag der Verzehr von rohen Kartoffeln für gesunde Erwachsene keine ernsthaften Probleme verursachen, es gibt jedoch keinen gesundheitlichen Vorteil im Vergleich zu gekochten Kartoffeln.
Die Kartoffel, eine bescheidene Knolle, hat die Welt im Sturm erobert und sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der globalen Küche entwickelt. Von der einfachen Zubereitung bis hin zu anspruchsvollen Gourmetkreationen bietet die Kartoffel endlose Möglichkeiten für kulinarische Kreativität.
| Nährwertangaben pro 100g | Kartoffeln (gekocht, geschält) | Reis (gekocht) |
|---|---|---|
| Kalorien | ca. 70-80 kcal | ca. 130 kcal |
| Kohlenhydrate | ca. 15 g | ca. 28 g |
| Fett | ca. 0.1 g | ca. 0.3 g |
| Protein | ca. 2 g | ca. 2.7 g |
| Ballaststoffe | ca. 2 g | ca. 1.4 g |
| Vitamin C | Enthalten | Kaum vorhanden |
| Kalium | Reichlich vorhanden | Weniger vorhanden |
Resistente Stärke: Kalorien sparen durch Abkühlen?
Aufgewärmte Kartoffeln, Reis und Nudeln könnten laut Forschenden der Schlüssel zu gesünderer Ernährung sein. Resistente Stärke entsteht durch eine bestimmte Zubereitung von stärkehaltigen Lebensmitteln, unter anderem Kartoffeln, Reis oder Nudeln: Nachdem sie gekocht wurden, müssen sie komplett abkühlen, etwa 24 Stunden lang.
Durch den Prozess verändert sich die chemische Struktur der in den Lebensmitteln enthaltenen Stärke und macht sie für den Darm nahezu unverdaulich. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Fernsehsender «NDR» bestätigen mehrere Forschende, dass diese Form von Stärke einen positiven Einfluss auf die Darmgesundheit haben kann - der Ballaststoff gelangt unverdaut in den Dickdarm, wo er von Darmbakterien fermentiert wird.
Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, die die Darmschleimhaut schützen, Entzündungen vorbeugen und sogar den Blutzuckerspiegel stabilisieren sollen.
Vor allem Lebensmittel wie wenig reife Bananen, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und bestimmte Sorten von Reis und Nudeln sind reich an dieser speziellen Form von Stärke. Auch viele Kartoffelsorten enthalten resistente Stärke, besonders wenn sie gekocht und dann abgekühlt werden, wie etwa in Kartoffelsalat - und selbst wenn du sie lieber wieder aufwärmst, verlieren sie die neu gewonnenen positiven Eigenschaften nicht.
Laut der bayrischen Verbraucherzentrale haben erneut aufgewärmte Kartoffeln, Nudeln oder Reis tatsächlich weniger Kalorien, da ein Teil der enthaltenen Stärke nicht verdaut werden kann. Nur deswegen wirst du allerdings kaum Gewicht verlieren: 100 Gramm abgekühlte Kartoffeln enthalten gerade mal 3,5 Kilokalorien weniger als frisch gekochte.
Die resistente Stärke sättigt aber länger und tut deiner Darmflora gut - sie häufiger in deinen Speiseplan zu integrieren, ist also eine super Idee.
Kartoffeln vom Vortag: Weniger Kalorien
Reis, Pasta und Kartoffeln vom Vortag haben weniger Kalorien, wenn sie über Nacht - oder auch länger - kühl gestellt wurden. Denn beim Abkühlen erhitzter, stärkehaltiger Lebensmittel entsteht die sogenannte resistente Stärke.
Kartoffeln vom Vortag enthalten also rund zehn Prozent weniger verdauliche Stärke als frisch gekochte. Auch dann, wenn sie nach dem Abkühlen wieder erhitzt werden. Also auch, wenn wir etwa Bratkartoffeln daraus machen. Aber aufgepasst: Die durch das Erkalten verminderten Kalorien sind leider schnell ausgeglichen, wenn man mit viel Öl oder Rahm als Zutat arbeitet.
Also den Kartoffelsalat lieber mit Gemüsebouillon und etwas Essig oder einer leichten Joghurtsauce anmachen. Kartoffeln sind von Natur aus laktose- und glutenfrei. Damit sind sie auch für Menschen mit Zöliakie sehr gut verträglich. Sie enthalten keinerlei tierische Bestandteile und sind deshalb auch für eine vegetarische und vegane Ernährung bestens geeignet.
Nebst vielen Vitaminen und nebst weiteren Mineralstoffen steckt in der Kartoffel viel Kalium, welches eine entwässernde Wirkung hat und sich positiv auf den Blutdruck auswirkt. Aber auch Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen sind darin enthalten. Zudem Eiweiss mit einer sehr hohen biologischen Wertigkeit und Ballaststoffe für eine geregelte Verdauung.
Kartoffeln sind basenüberschüssig und wirken so einer Übersäuerung des Körpers entgegen. Sie können damit helfen, Magenbeschwerden wie Aufstossen, Völlegefühl und Sodbrennen zu vermindern. Übrigens deckt eine mittelgrosse Kartoffel bereits einen Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin C ab.
Die Kartoffel ist mit ihrem Fettgehalt von nur 0,1% ein richtiges Leichtgewicht. Sie liefert pro 100 Gramm 76 Kilokalorien Energie - im Vergleich dazu liegt der Energiewert bei gekochten Teigwaren bei 158 und bei gekochtem Reis bei 126 Kilokalorien.
Obschon die Kartoffel (schonend und fettfrei zubereitet) absolut kein Dickmacher ist, sättigt sie optimal, denn die in der Kartoffel enthaltenen Kohlenhydrate (hauptsächlich Stärke) sind wichtige Energiespender, die zwar weniger rasch wirken, dafür aber über einen längeren Zeitraum Energie liefern. Zudem verstärken die ebenfalls vorhandenen Ballaststoffe das Sättigungsgefühl, weil sie im Darm aufquellen.
Acrylamidbildung bei der Zubereitung
Bei der Zubereitung von Kartoffelgerichten kann sich schädliches Acrylamid bilden. Acrylamid entsteht jedoch erst beim Erhitzen ab einer Temperatur von etwa 180 °C aus dem in Kartoffeln und Getreide natürlich enthaltenen Zucker Glukose und Fructose sowie dem Eiweissbaustein Asparaginsäure.
Die Kartoffelbranche konnte die Bildung von Acrylamid durch den Anbau klar definierter Sorten, die Lagerung unter strengen Anforderungen und den Verkauf in speziell gekennzeichneten Verpackungen (Hochtemperaturlinie) bereits deutlich reduzieren. Trotzdem sollten bei der Zubereitung von Kartoffelgerichten einige Grundregeln eingehalten werden:
- Beim Braten und Frittieren möglichst immer Kartoffeln aus der Hochtemperaturlinie verwenden.
- Den Brat-, Back- und Frittiervorgang immer rechtzeitig beenden, das heisst, die Speisen nur «vergolden» und keinesfalls dunkelbraun werden lassen.
- Bratkartoffeln und Rösti in genügend Öl länger und dafür weniger heiss braten (bei mittlerer Hitze). Aus gekochten Kartoffeln zubereitet, enthalten sie deutlich weniger Acrylamid.
- Frites aus frischen Kartoffeln vor dem Frittieren während einer Stunde wässern, damit ein Teil des Zuckers aus den Randzonen herausgelöst wird.
Kartoffeln lassen sich auf vielfältigste Art und Weise zubereiten und mit anderen Nahrungsmitteln kombinieren. Ob als Kartoffelstock oder Rösti, Pommes frites oder Salzkartoffeln, süss, sauer oder salzig - die Kartoffel schmeckt immer anders, aber immer gut. Es gibt sie mit weissem, gelbem, rotem oder blauem Fleisch und auch ihre Schalen haben unterschiedliche Farben. Zudem sind sie je nach Sorte mehlig- oder festkochend.
Deshalb lassen sich mit Kartoffeln herrliche Gerichte für jeden Geschmack kreieren. Für eher Gesundheits- oder Fitnessbewusste genauso, wie für Liebhaber von etwas kräftigeren Speisen. Entsprechend gross präsentiert sich die Auswahl an Rezepten für köstliche Kartoffelgerichte. Zum Zmittag und zum Znacht, zum Apéro und sogar zum Dessert.
45 Kilogramm Kartoffeln essen wir pro Jahr. Schon vor über 2000 Jahren wurde das Nachtschattengewächs in den Anden angebaut. Im 16. Jahrhundert gelangte die Kartoffel nach Europa und galt als giftig. Als den Menschen die Angst genommen wurde, konnte sie als Grundnahrungsmittel und gegen Hungersnöte eingesetzt werden. Gegen Mitte des 18.
Die Kartoffel gehört zu den Nachschattengewächsen und ist mit der Tomate, Aubergine und Peperoni verwandt. Mit der Süsskartoffel ist sie dagegen nicht verwandt. Weltweit werden über 5000 verschiedene Kartoffel-Sorten angebaut.
Frühkartoffeln werden bei uns im Mai und April gepflanzt und im Juni und Juli geerntet. Die Amandine gehört zu den festkochenden Sorten. Sie ist mit ihrem festen, feinen Fleisch und ihrer makellosen Schale die Luxusvariante. Blaue St. Die blaue Knolle ist eine Schweizer Erfindung. Ihre blauviolette Farbe verdankt sie dem Pflanzenfarbstoff Anthocyan.
Annabelle, Charlotte und Ditta gehören zu den festkochenden Kartoffeln. Sie zerfallen auch nach längerem Kochen nicht. Frühkartoffeln haben eine zarte Haut die mitgegessen werden kann. Sie sind festkochend. Victoria, Bintje und Jelly gehören zu den mehligkochenden Kartoffeln. Sie sind eher trocken, körnig und zerspringen beim Kochen. Mit ihrer roten Schale fällt diese Kartoffel im Gemüseregal auf. Sie ist festkochend und eignet sich besonders für Gschwellti. Daneben gibt es noch andere rotschalige Kartoffeln: Desirée und Laura.
Kartoffeln werden das ganze Jahr über angeboten. Damit das möglich ist, werden sie bei entsprechenden Bedingungen gelagert. Hat sich eine Kartoffel nach Sonnenlichteinwirkung grün gefärbt oder treibt sie aus, sollte man sie nicht mehr geniessen. Zumindest muss sie grosszügig ausgeschnitten und geschält werden.
Was passt zu Kartoffeln?
Kartoffeln schmecken süss und leicht bitter. Sie lassen sich mit buttrigem, nussigem und erdigem Geschmack kombinieren. Iss Kartoffeln nicht roh. Wenn du die Kartoffeln mit der Schale kochst und isst, gehen weniger Vitamine und Mineralstoffe verloren.
Beim Kauf ist die Unterscheidung nach den Kocheigenschaften gängig. Es gibt festkochende, vorwiegend festkochende, mehligkochende und andere Kochtypen. Kartoffeln enthalten einen hohen Wasseranteil. 100 Gramm liefern 76 Kilokalorien. Im Vergleich zu gekochter Pasta oder gekochtem Reis enthalten sie pro 100 Gramm weniger Kalorien.
In Verruf geraten ist die Knolle, weil viele beliebte Zubereitungsarten wie Rösti, Pommes, oder Bratkartoffeln sehr fettreich sind. Ausserdem nimmt die Kartoffeln viel Fett oder Sauce auf. In herkömmlichen Mengen (ca. Die Nährwertangaben gelten für 100 Gramm geschälte, gedämpfte Kartoffeln (ohne Zugabe von Salz).
Nicht alle sind «böse» Diese Kohlenhydrate darf man getrost essen
Wie viele Kohlenhydrate haben Kartoffeln? Die beste Freundin der Deutschen ist hierzulande nicht umsonst so beliebt. Zum einen macht sie lange satt, zum anderen wandelt sie in gekochtem und wieder abgekühltem Zustand ihre Stärkemoleküle auf eine Art um, die nicht zu Glukose, sondern zu probiotischen Ballaststoffen werden - und das ist gut für ein geregeltes Verdauungssystem.
Wenn Sie sich das nächste Mal einen Salat machen, schnippeln Sie ruhig ein paar abgekühlte Kartoffeln dazu - je länger sie schon kalt sind, desto niedriger ist ihr Kohlenhydrat-Anteil.
Wie viele Kohlenhydrate haben Süsskartoffeln? Süsskartoffeln haben übrigens ein wenig mehr Kalorien als die weisse Variante. Auch ihr Zuckergehalt ist höher. Aber dafür stecken sie voller toller Nährstoffe wie Vitamin C, Kalium und Antioxidantien. Darüber hinaus haben sie richtig viele Ballaststoffe, und ihr glykämischer Index ist niedrig - all das machen Süsskartoffeln zur perfekten Beilage.
Kartoffeln stehen seit der Low Carb Welle im öffentlichen Verdacht die Gewichtsreduktion zu behindern. Ihr Ziel ist es möglichst wenig Kohlenhydrate aufzunehmen, Nudeln, Reis und Kartoffeln sind daher tabu. Dabei liefern Kohlenhydrate pro Gramm nur etwa 4 Kalorien, die gleiche Menge Fett hingegen ca. 9 Kalorien.
Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 45 -55 Prozent der gesamt zugeführten Energie durch Kohlenhydrate aufzunehmen. Auch wenn bei der Regulation des Gewichts die Energiezufuhr entscheidend ist, kann das Einsparen von Kohlenhydraten am Abend tatsächlich vorteilhaft für die Gewichtsreduktion sein.
Der erste Grund dafür kann der niedrige Insulinspiegel sein: Durch den Konsum von Kohlenhydraten steigt der Blutzucker, wodurch es zur Ausschüttung von Insulin kommt. Dieses hemmt wiederum den Abbau von Fett. Werden am späteren Abend keine Kohlenhydrate mehr verzehrt, kann hingegen die ganze Schlafphase für den Fettabbau genutzt werden.
Der zweite Grund ist das Erreichen eines Energiedefizits. Da Pasta, Reis, Brot und & Co. nun einmal nicht wenige Kalorien haben, fällt es beim totalen Verzicht leichter, die eigene Kalorienbilanz einzuhalten. Nötig ist dieser Verzicht allerdings nicht.
Wenn man mit der Kartoffel nur Frites, Chips, mit viel Öl gebratene Scheiben, Gschwellti mit Butter und fetten Saucen oder Gratins mit viel Rahm verbindet, dann ist sie eine Kalorienbombe. An sich ist die Knolle aber durchaus kein Schwergewicht. Eine Portion von 180 g liefert etwa 150 kcal. Zudem schmeckt sie auch gut, wenn man auf deftige Zubereitungsarten verzichtet. Eine Ofenkartoffeln mit fettarmem Quark, eine leicht Kartoffelsuppe oder mit wenig Fett gebackene Kartoffelspalten mit Joghurtdip sind einfache und leichte Kartoffelgerichte die auch beim Abnehmen nicht schaden.
Die Frühkartoffeln, die ab Mitte Juni erhältlich sind, kommen am besten kurz nach der Ernte auf den Tisch. Ihre Schale ist so hauchdünn, dass sie problemlos mitgegessen werden kann. In der Knolle selbst stecken sättigende Kohlenhydrate und in kleinen Mengen auch hochwertiges Eiweiss, dafür kaum Fett. Auch der Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Kartoffeln kann sich sehen lassen.
Wichtig zu wissen ist, dass besonders Frühkartoffeln einen hohen Anteil an Solanin haben. Dieses Alkaloid befindet sich in den unreifen Stellen der Kartoffeln. Werden die Kartoffeln dem Licht ausgesetzt, wird der Solaningehalt erhöht. Eine hohe Solaninzufuhr kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Atemnot führen. Die grünen Stellen sollte man aus diesem Grund grosszügig wegschneiden. Das Kochwasser sollte zudem nicht weiterverwendet werden, da ein Grossteil des Solanins in das Wasser übergeht.
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