Warum Joghurt mit Wasser verdünnen? Eine umfassende Betrachtung

Joghurt ist ein beliebtes fermentiertes Milchprodukt, das weltweit für seinen Geschmack und seine gesundheitlichen Vorteile geschätzt wird. Doch warum sollte man Joghurt mit Wasser verdünnen? Dieser Frage gehen wir in diesem Artikel auf den Grund, indem wir die verschiedenen Aspekte dieser Praxis beleuchten.

Es war einmal… dass durch Spontanvergärung aus Milch erfrischende Sauermilch entstehen konnte. In einer Tasse Milch, die in der warmen Küche stehen gelassen wurde, machten sich ein gutes Dutzend verschiedener Mikroben ans Werk. Milchsäurebakterien entwickeln ein Enzym das Milchzucker in Milchsäure verwandeln kann. Bei dieser Aktivität sinkt der pH-Wert in der Milch von 7 auf ca. 4,5. Das Milcheiweiss Casein gerinnt und die Milch wird dickflüssig. Fettkügelchen und Wasser sind im entstandenen Eiweissgerüst eingebunden.

Unser Geschmacksinn wird mit den genormten Lebensmitteln nicht mehr verwöhnt. Die gültigen Standards wurden für die Massenproduktion in der Lebensmittelindustrie notwendig und sind unter diesen Umständen teils für die Oekonomie, teils zum Schutze der Gesundheit geschaffen.

Die Geschichte des Joghurts

Joghurt heisst vergorene Milch und verweist sprachlich auf die Türkei. Ursprünglich stammen die Bakterienkulturen aus den Mägen der milchgebenden Tiere. Oft wurden diese gereinigt und gegerbt als Behältnisse für den Transport und die Aufbewahrung von Milch verwendet. Die noch vorhandenen Milchsäurebakterien verwandelten Milch in Joghurt und das Rezept war entstanden.

Es gibt eine Vielzahl von Sauermilchprodukten, die meisten haben ihren Ursprung in Westasien, Osteuropa und in Skandinavien. Der gesundheitliche Aspekt von Joghurt wurde in der Schweiz erst in den 50er Jahren populär. Das moderne Milchprodukt wurde in vielen Haushalten selber hergestellt. Joghurt galt als Wundermittel für ein langes gesundes Leben.

Die Joghurtkultur ist bei uns erst seit 1950/60 beliebt geworden. Im Fülscher Kochbuch sind Rezepte mit Joghurt und die Herstellung von Joghurt ab der 7. Auflage seit 1960 vorhanden.

Joghurt ist weltweit das beliebteste fermentierte Milchprodukt und ist dazu am schnellsten konsumierbar. Vergessen wir heute ein Gefäss mit Milch in den Kühlschrank zu stellen so wird die Milch ungeniessbar. Unter dem Einfluss der Hygienestandards ist die erwünschte Flora von Milchsäurebakterien nicht mehr selbstverständlich in der Milch und in der Küche präsent. Unerwünschte, verderbend wirkende Bakterien haben deshalb gute Chancen schneller zu sein als die säurebildenden Milchsäurebakterien. Die Einschränkung der Vielfalt an Mikroorganismen hat einen Einfluss auf den Geschmack und die Konsistenz von vielen Nahrungsmitteln.

So machst du stichfesten Joghurt

Joghurt selber machen

Joghurt selbst zu machen ist gar nicht so aufwändig, hat aber unzählige Vorteile: es ist (auf lange Sicht gerechnet) günstiger, schmeckt viel frischer und produziert weniger Abfall.

Für unseren Joghurt erhitzen wir einen Liter nicht pasteurisierte oder pasteurisierte Vollmilch in einer Pfanne auf 90 °C. Wir kühlen die Milch auf 35 °C ab, mischen 2 Esslöffel frischen Joghurt dazu und füllen die Joghurtmilch in passende Behältnisse aus Glas oder Kunststoff ab. Die Joghurtbakterien welche wir der Milch beigefügen, entwickeln sich bei 42 - 45 °C am schnellsten. Die dabei gebildete Milchsäure senkt den PH-Wert in der Milch innerhalb 3-4 Stunden von 7 auf ca. 4,5. Das Casein gerinnt und die Milch wird zu Joghurt.

Die erwünschte Temperatur von 42 - 45 °C erhalten wir im Backofen bei eingeschalteter Backofenbeleuchtung ohne Temperatureinstellung. Da der Milchzucker im Joghurt weitgehend abgebaut ist, wird Joghurt von Laktose-Empfindlichen gut vertragen. Magermilchpulver wird oft für die Stichfestigkeit dem Joghurt beigegeben und muss nicht deklariert werden.

So einfach Joghurt selber machen: Milch mit Nature-Joghurt vermischen, in Gläser oder Keramikbecher füllen und reifen lassen, am besten über Nacht. Als Alternative zum Nature-Joghurt kann auch Joghurtferment verwendet werden. Danach kühl stellen und geniessen. En Guete!

Tipps für die Konsistenz

  • Immer die gewünschte Menge von einem stichfesten Naturjoghurt im 180-g-Becher nehmen und nicht von einem 500-g-Joghurtbecher abmessen, in welchem die Masse bereits dickflüssig ist.
  • Wem das Joghurt nach wie vor zu wenig dickflüssig ist, der kann 2 EL Magermilchpulver zum Grundrezept hinzufügen, so wird eher ein stichfestes Joghurt erreicht.
  • Auch bei der Verwendung von Joghurtferment wird das Joghurt fester.

Wichtig: Industriell hergestelltes Joghurt enthält meistens Stabilisatoren, welche die Masse fester machen. Selbst gemachtes Joghurt ist weniger stabil und wird flüssiger, je mehr man es umrührt. Dafür enthält es keine Zusatzstoffe.

Joghurt selber machen mit pflanzlichen Alternativen

Mit dem Joghurtbereiter von My.Yo ist es kaum Aufwand und es kann auch nicht viel schief gehen, wobei das Joghurt machen nicht mit jeder pflanzlichen Alternative zu Milch funktioniert. Am besten eignen sich Soja- oder Lupinendrinks. Je höher der Fettanteil der Milch, desto dicker das Joghurt. Sie sollte deshalb mindestens 1.9% Fett enthalten. Besonders eignen sich Soja-oder Lupinendrink.

Anlässlich einer Umfrage von Swissveg von Anfang 2020 bezeichneten sich rund 5,1% der Schweizer Bevölkerung aus der Deutschschweiz und der Romandie als Vegetarier bzw. Veganer. Der Anteil der Veganer in der Bevölkerung liegt dabei etwas unterhalb 1%. Doch nicht nur Veganer experimentieren immer häufiger mit Alternativen zu tierischen Produkten.

Die Resultate: Wunderbare Resultate wurden mit der Thai Kokosnussmilch in Kombination mit Karma Jobos natur oder Fermentpulver erreicht. Auch mit Sojadrink und Sojajoghurt kann in der Joghurt- und Frischkäsemaschine feines Joghurt hergestellt werden. Wer gerne Mandeldrink-Joghurt selber machen möchte, nimmt für die Herstellung am besten Fermentpulver, um ein bestmögliches Resultat zu erzielen. Mit anderen pflanzlichen Drinks wie Reis- oder Haferdrinks wurde das Joghurt - wenn auch geniessbar - eher flockig. Daher nicht empfehlenswert.

Im Internet findet man viele Beispiele, wo statt eines speziellen Joghurt-Ferments als Starterkultur Brottrunk als Basis für vegane Joghurts verwendet wird. Brottrunk ist ein milchsauer vergorenes Getränk aus Vollkornbrot, erhältlich in Reformhäusern.

Für Experimentierfreudige: Joghurt aus Cashewnüssen: Auch hier wurde ein Praxistest gemacht, und dafür 150 g Cashews in 150 ml Brottrunk für 2 Stunden eingeweicht. Danach 50 bis 75 ml Wasser dazugeben, mixen und für 8 Stunden in der Joghurt- und Frischkäsemaschine reifen lassen. Danach kommen die Gläser nochmals für 4 Stunden zugedeckt in den Kühlschrank. Das Resultat überzeugt! Schon beim Mixen der Nüsse mit dem Brottrunk entsteht eine feste Masse, die sich durch den Reifeprozess nicht mehr gross veränderte. Durch die Beigabe von Brottrunk entstand ein säuerlicher Joghurtgeschmack.

Verwendung von Joghurt in verschiedenen Gerichten

Joghurt eignet sich sowohl für süsse oder pikante Gerichte, wie auch für Getränke. KochwissenJoghurt ist frisch und macht frisch: Die Liste mit seinen positiven Eigenschaften ist endlos lang - kein Wunder gehört das Milchsäuregetränk zu den beliebtesten Milchprodukten und findet überall in der Küche seine Verwendung.

Mittlerweile gibts das säuerlich-aromatische Produkt auch laktosefrei und selbst vegane Varianten aus Soja-, Kokos- und Mandeldrink erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und erweitern die vielseitige Joghurt-Palette. Joghurt gibt es für jeden Geschmack und fast jede Lebenslage. Das säuerliche Milchprodukt ist gesund und schmeckt Jung und Alt.

Seinen guten Einfluss auf unsere Verdauung schätzen wir heute mehr denn je,denn v.a. seine probiotischen Bakterien sorgen für ein gutes Klima in unserem Darm. Ausserdem lässt sich Joghurt beliebig verfeinern, aromatisieren und süssen. Als Drink oder «Frozen Joghurt» erfrischt und belebt es uns an manchem heissen Sommertag aufs Köstlichste. Im Jahr 2019 konsumierte jeder Schweizer und jede Schweizerin 17,6 Kilo Joghurt, das ergibt ein Joghurtbecherli à ca. 145 g alle 3 Tage - so viel ist das eigentlich gar nicht. Höchste Zeit, den Joghurtkonsum etwas anzukurbeln.

Lassi: Ein erfrischendes Joghurtgetränk

Ein erfrischendes Getränk mit Kardamom:

Zutaten:

  • 500g Nature Joghurt
  • 5 dl Wasser
  • 1 TL Kardamomsaat oder ca. 1/2 TL Kardamom gemahlen
  • 1 TL Rosenwasser
  • 1-2 EL Zucker

Vorbereitung: Kardamomsaat frisch mörsern oder mahlen, der Geschmack ist dann intensiver.

Zubereitung: Alle Zutaten in einen Mixer oder einem grossen Schüttelbecher sehr gut mischen. Das Lassi wird dadurch schön crèmig und schaumig.

Variationen: Sehr fein wird das Lassi wenn Sie den Zucker z.B. durch Holunderblütensirup ersetzen. Mango-Lassi: frische, geschnittene Mango oder aus der Dose mitmixen. Es passen auch sehr gut Ananas oder Bananen. Durch die Beigabe von Früchten wird die Konsistenz etwas dicker. Einfach mit Wasser verdünnen bis Sie die gewünschte Konsistenz erhalten.

Tipps: Ein paar Zitronenmelissen- oder Pfefferminzblätter im Lassi ziehen lassen, für eine noch frischere Note. Als Dekoration eine Hand voll Mandelscheibchen trocken in einer Bratpfanne anrösten, bis sie leicht Farbe bekommen. Das Lassi in den Gläsern anrichten, mit den Mandeln bestreuen und ev.

Veganes Tzatziki

Griechisches Tzatziki schmeckt vegan einfach genial! Der erfrischende Joghurt-Dip mit Gurke und einem Hauch Knoblauch ist nicht nur im Sommer ein Hit, sondern bringt das ganze Jahr über mediterranes Flair auf den Tisch.

Über den Ursprung von Tzatziki gibt es verschiedene Theorien. Eine davon besagt, dass die Sauce aus Indien stammt, wo es einen ähnlichen Joghurt-Dip namens Raita gibt. Eine andere Theorie führt Tzatziki auf das türkische Gericht «Cacık» zurück, das im Osmanischen Reich weit verbreitet war. Im Gegensatz zu Tzatziki wird Cacık häufig mit Wasser verdünnt und kann auch ohne Gurken zubereitet werden. Die Verwandtschaft mit Raita erscheint uns daher plausibler.

Tzatziki geht auch vegan! Joghurt, Gurke 🥒, Knoblauch 🧄, Olivenöl 🫒 und ein Spritzer Zitronensaft 🍋 - mehr braucht es für diese mediterrane Spezialität nicht. Tzatziki ist im Handumdrehen zubereitet und das Beste daran: Du kannst es problemlos vegan geniessen.

Wir verwenden wie bei der klassischen Variante Joghurt, pflanzlichen 🌱 natürlich. Das Besondere am griechischen Joghurt ist, dass er weniger Wasser enthält, als herkömmlicher Joghurt. Dadurch hat dieser «Abtropfjoghurt» eine festere Konsistenz. Da es keinen veganen griechischen Joghurt zu kaufen gibt, machen wir ihn einfach selber, indem wir normalen pflanzlichen Joghurt in einem Mulltuch abtropfen lassen. Wer sich diesen Schritt sparen möchte, kann alternativ veganen Skyr verwenden. Der hat eine ähnliche Konsistenz, ist aber nicht ganz gleich im Geschmack.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Gurke
  • 2 Knoblauchzehen
  • 600 g veganer Joghurt
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Zitronensaft
  • Salz

Zubereitung:

  1. Veganen Joghurt in ein Mulltuch geben und in einem Sieb 30 Min abtropfen lassen
  2. Gurke schälen, entkernen und raffeln
  3. Den abgetropften Joghurt in eine Schüssel geben, Knoblauch dazupressen, Olivenöl und Zitronensaft dazugeben
  4. Geraffelte Gurken gut ausdrücken und zum Joghurt geben, alles gut mischen und mit Salz abschmecken

Protein Shakes mit Wasser oder Milch

Protein Shakes mit Wasser oder Milch zubereiten? So lautet eine häufig gestellte Frage unter Kraftsport- und Fitness-Enthusiasten. Beide Optionen haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Während beispielsweise Whey Protein mit Milch oftmals einfach besser schmeckt, so kann Whey Protein mit Wasser vom Körper deutlich besser aufgenommen werden und bietet daher mehr Effektivität. Das gilt im Übrigen auch für andere Arten von Proteinshakes, wie zum Beispiel Soja-Proteinshakes, Erbsen-Proteinshakes oder Reis-Proteinshakes.

Ein Proteinshake mit Wasser wird - wie der Name bereits vermuten lässt - mit Leitungswasser, stillem oder kohlensäurehaltigen Mineralwasser zubereitet. Hierfür gibst du zunächst das Wasser in deinen Shaker, bevor du dann das Proteinpulver hinzufügst. Anschließend legst du das Sieb in deinen Shaker, schraubst diesen zu und schüttelst den Shake, bis dieser trinkbar ist. Fertig! Proteinshakes in Wasser lassen sich extrem leicht mischen und quasi überall zubereiten.

Protein Shakes mit Milch werden mithilfe von Proteinpulver und H-Milch, Frischmilch oder veganen Alternative wie Reis-, Hafer-, Soja-, Mandeldrink zubereitet. Auch hier gibst du zunächst die Milch in den Shaker, bevor das Proteinpulver ergänzt. Anschließen schüttelst du den Shaker etwas länger als bei der Variante mit dem Wasser und kannst dieses sofort genießen.

Je nach Fettgehalt stecken in H- und Vollmilch zwischen 35 und bis zu 69 Kalorien pro 100 Milliliter Milch. Diese musst du bei der Berechnung deiner Kalorien zum eingesetzten Proteinpulver hinzuaddieren! Weiterhin enthält Milch - unabhängig vom Fettgehalt - noch Milchzucker sowie Milchprotein in Höhe von 5 Gramm, beziehungsweise 3,5 Gramm pro 100 Milliliter.

So ist Whey Protein mit Wasser insgesamt sehr viel dünnflüssiger und leichter zu mischen, als Whey mit Milch. Ob du beispielsweise dein Chiefs Protein Pulver mit Milch oder Wasser vermengst, das hängt ganz maßgeblich von deinen individuellen Zielstellungen, beziehungsweise Geschmacksanforderungen und schlussendlich auch deinen Unverträglichkeiten ab.

Protein Shakes mit Wasser sind schneller und leichter verdaulich und nicht zu füllend. Sie eignen sich vor allem auch für Personen mit Laktoseintoleranz.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Proteinshakes mit Milch oder Wasser ihre eigenen Vor- und Nachteile aufweisen. Schlussendlich hängt alles von deinen individuellen Geschmackspräferenzen, Zielstellungen und Anforderungen ab. Während du nach dem Training beispielsweise eher auf Proteinshakes mit Wasser setzen solltest, so sind Proteinshakes mit Milch eher als Zwischenmahlzeit zu empfehlen.

Unabhängig davon, ob du dich nun für Eiweißshakes mit Milch oder Wasser entscheidest, bietet dir der Chiefs-Onlineshop nun eine Riesenauswahl an qualitativ hochwertigen Proteinpulvern zum kleinen Preis. Darunter befinden sich beispielsweise erstklassige Whey-Proteine. Ebenso findest du bei Chiefs leckere Protein-Drinks oder Proteinriegel.

Häufige Fehler bei der Zubereitung von Joghurt

Bei der Verwendung bestimmter Lebensmittel werden oft Fehler gemacht, ohne dass es einem bewusst ist. Dies betrifft - überraschenderweise - auch Nahrungsmittel aus dem täglichen Gebrauch. Wer sich bewusst ernähren möchte, sollte diese Fehler vermeiden.

Was kann man schon beim Essen von Joghurt falsch machen? Tatsächlich gibt es da etwas: Die flüssige Molke, die sich durch das Stehen des Joghurts absetzen kann, wird von vielen als störend empfunden und einfach weg geschüttet. Dabei enthält sie Mineralien, Kalzium sowie Proteine und ist gesund. Besser ist es daher, diese Flüssigkeit vor dem Verzehr einfach unterzurühren. So trägt der Joghurt zu einer ausgewogenen Ernährung bei.

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