Die Rote Bete (Beta vulgaris), auch bekannt als Rande, ist ein vielseitiges und nahrhaftes Gemüse, das in der Küche und als Heilpflanze Verwendung findet. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, wurde sie von den Römern nach Europa gebracht und hat sich seitdem zu einem beliebten Wintergemüse entwickelt.
Viele mögen sie, andere schütteln sich bei dem Gedanken an sie. Der Geschmack frischer, gekochter Roter Bete ist sicher nicht Jedermanns oder Jederfraus Sache. Doch sicher haben Sie schon von ihren gesundheitlichen Vorteilen gehört. Forscher bescheinigen der roten Powerknolle außergewöhnliche gesundheitliche Nutzen: Sie fördert ein gesundes Herz, unterstützt die Leberregeneration und dient sogar als “natürliches Doping” im Sport.
Die Popularität der Roten Bete nimmt immer dann zu, wenn weitere ihrer Vorzüge für die Ernährung entdeckt werden. Alfred Vogel hat ihren gesundheitlichen Nutzen schon vor vielen Jahren erkannt und regelmässig einen Saft getrunken, der zu 60 % aus Roter Bete, zu 30 % aus Karotten und zu 10 % aus Kohl bestand.
Die meisten Menschen denken wahrscheinlich sofort an die tief dunkelroten Knollen, aber es gibt sie in einer Vielzahl an Farben und Grössen. Jede von diesen hat individuelle Eigenschaften. Einige, beispielsweise die Sorte „Bull's Blood“, werden vor allem wegen ihrer Blätter angebaut, andere wiederum, wie „Burpees Golden“, wegen ihres milderen und süsseren Geschmacks.
Sowohl Blätter als auch Wurzeln der Roten Bete sind ernährungsphysiologisch besonders wertvoll.
Die tägliche Einnahme von Rote Bete Pulver bereichert unsere Gesundheit auf vielfältige Weise. Trotz des besonderen Geschmacks überwiegen die Gesundheitsvorteile bei weitem. Mit unserem schonend hergestellten Rote Bete Pulver können Sie mühelos von den zahlreichen Vorteilen dieses Superfoods profitieren.
Rote Bete Salat | auch lecker als Grillbeilage!
Inhaltsstoffe der Roten Bete
Die Rote Bete liefert eine Fülle an Vitaminen (Vitamin C, E, K, ß-Carotin, B-Vitamine, hier besonders Folsäure) und Mineralstoffen. Neben einem besonders hohen Gehalt an Eisen überzeugt die rote Bete auch mit Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Natrium und Jod.
Die reichlich vorhandenen Vitamine und Nährstoffe machen die Knolle so gesund. Sie ist besonders reich an Vitamin C und Ballaststoffen. Zudem ist sie fett- und kalorienarm!
Die Blätter der Roten Bete sind reich an Vitamin A, dessen Nutzen für die Erhaltung der Augengesundheit bekannt ist, und liefern das für die Knochen wichtige Vitamin K sowie Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt. Die Blätter enthalten sogar noch mehr Eisen als Spinat. Eisen wird für die Bildung der roten Blutkörperchen und den Sauerstofftransport im Körper benötigt und ist daher besonders relevant für Menschen, die zu Blutarmut und Erschöpfung neigen.

In der Wurzel selbst finden sich Pflanzeninhaltsstoffe namens Betalaine. Diese wirken antioxidativ, entzündungshemmend und entgiftend. Sie sind allerdings nicht besonders hitzebeständig und verschwinden nach und nach beim Erwärmen, daher ist es günstiger, das Gemüse roh zu essen bzw. höchstens 15 Minuten zu dämpfen oder maximal eine Stunde zu rösten. Betalaine ermöglichen die Bindung von Toxinen an andere Moleküle, die dann ausgeschieden werden können. Dies unterstützt die Entgiftung und erleichtert der Leber ihre Arbeit.
Ihre blutrote Farbe verdankt die rote Rübe dem Betanin, einem wasserlöslichen Pflanzenfarbstoff. Dieser sekundäre Pflanzenstoff, ein Anthocyan, schützt die Zellen und hat offenbar auch antikanzerogene Wirkung. Dieser Pflanzenfarbstoff hat keine blutbildenden Eigenschaften, wie lange Zeit angenommen wurde. Der zweite Farbstoff Anthocyan schützt hingegen vor freien Radikalen, bremst schädliche Oxidationsreaktionen in den Zellen und ist somit krebshemmend.
Nicht zu verwechseln mit Betain, einem Oxydationsprodukt von Cholin (früher Vitamin B4). Dieser Stoff stimuliert Leberzellen und Galle und fördert somit Entgiftung und innere Reinigung. Betain unterstützt auch Herz und Gefäße, da es den Homocysteinspiegel im Blut senken kann.
Wer regelmässig Randen auf dem Teller hat, entwickelt sicherlich keinen Folsäure-Mangel. Dieses Vitamin ist hier nämlich in hohen Konzentrationen vorhanden. Es soll Gesundheitsexperten zufolge vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.
Gesundheitliche Vorteile der Roten Bete
Die Rote Bete stärkt das Immunsystem, schützt Haut und Schleimhäute, stärkt Leber und Galle und fördert Entgiftung und Entschlackung. Die Rübe wirkt sogar Diabetes entgegen und soll krebshemmende Wirkungen besitzen. Insbesondere im Winter bringt sie Abwechslung in den pferdischen Speiseplan und ist zudem leicht verdaulich.
Wissenschaftler sprechen der roten Powerrübe einen aussergewöhnlichen gesundheitlichen Nutzen zu. Für ein gesundes Herz, zur Leberregeneration oder als “natürliches Doping” im Sport.
Herzgesundheit
Rote Bete enthält relativ viel Nitrat, dem man in der vergangenen Zeit nur Negatives nachgesagt hatte. Der Grund: Im Körper kann Nitrat über Nitrit zu den gefürchteten, weil krebserregenden, Nitrosaminen führen. Auch Nitrite selbst sind in größeren Mengen gesundheitsschädlich. Nun ist aber bekannt, dass Nitrit die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) im Blut anregt, das die Blutgefäße erweitern kann.
Dadurch sinkt der Blutdruck - ein effektiver Schutz vor Herzerkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall). Erkrankungen, die selbstverständlich auch Pferde, Hunde und Katzen betreffen können. Ein weiterer Effekt von NO: Diese Verbindung erhöht die Insulinsensitivität, Zucker kann besser in die Zellen aufgenommen werden. Eine enorme Unterstützung für Pferde, die unter Zuckerstoffwechselstörungen bzw. Insulinresistenz leiden!
Also keine Angst vor Nitrat. Aber eben in Maßen.
Dank ihres hohen Nitrat-Gehalts kann Rote Bete den Blutdruck natürlich senken. Das Stickstoffmonoxid (NO) in Rote Bete kann so viel Gutes bewirken. NO reichert den Sauerstoffgehalt im Blut an, sorgt für eine Weitung der Blutgefässe und verbessert damit die Sauerstoffversorgung im Gewebe. NO reguliert die Verklumpung der Blutplättchen (Thrombozyten) und vermindert damit das Risiko von Arteriosklerose. Und NO unterstützt das Immunsystem.
Weil die im Gemüse enthaltenen Inhaltsstoffe nachweislich die Blutgefässe erweitern, verbessern sie die Durchblutung und senken damit langfristig unseren Blutdruck. Hinter dieser Wirkung stecken die in der Knolle enthaltenen Nitrate.
Lebergesundheit
Ein weiterer Inhaltsstoff, der die Rüben so wertvoll macht, ist Betain. Dabei handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff, dem eine Stimulation der Leber nachgesagt wird. So kann er kräftigend auf Galle, Leber und damit ebenfalls positiv auf die Verdauung einwirken. Auch die Entgiftung über Leber und Darm können Sie mit dem regelmässigen Verzehr Roter Rüben unterstützen.
Die Rote Beete hat mit einigen ihrer Inhaltsstoffe das Potential, die Lebergesundheit zu verbessern. Täglich Rote Bete nehmen kann dabei helfen, die Ansammlung von Fett in der Leber zu verringern. Das liegt am Betain, dass sonst nur in Spinat und Quinoa zu finden ist.

Verdauung
Unsere Verdauung spielt eine große Rolle für das eigene Wohlbefinden. Der roten Knolle wird nachgesagt, gut bei Verstopfungen zu helfen und soll als natürliches Abführmittel wirken.
Neben Nitraten ist die violette Knolle auch reich an Ballaststoffen. Diese regen nicht nur unsere Verdauung an, sondern wirken sich auch positiv auf das Darmmikrobiom aus.
Immunsystem
Für starke Abwehrkräfte sorgt vor allem der hohe Gehalt an dem roten Farbstoff Betanin. Der sekundäre Pflanzenstoff, welcher zu der Gruppe der Polyphenole gehört, wirken entzündungshemmend und antioxidativ. Letztere schützen vor oxidativem Stress und reduziert so das Risiko für Infektionen und bewahren das Immunsystem vor Schäden. Diese Schutzwirkung wird von weiteren wertvollen Inhaltstoffen der roten Knolle verstärkt.
Sportliche Leistung
Rote Bete wird auch bei Sportlern immer beliebter, weil sich gezeigt hat, dass sie den Blutdruck senkt und das Durchhaltevermögen stärkt. Dies liegt an ihrem hohen Gehalt an Nitriten, die im Körper zu Stickoxid umgewandelt werden. Sportler dürften diese Meldung mit grossem Interesse verfolgt haben.
David Weir, ein 33-jähriger Brite und vierfacher Goldmedaillengewinner der Paralympics 2012, verriet kürzlich sein Erfolgsrezept: Randensaft (Rote Bete). Er habe während des Marathons konzentrierten Randensaft zu sich genommen und nur so das Rennen gewinnen können.
Wer sie verzehrt, steigert nämlich ihre oder seine sportliche Leistung. Auch hier machen es die Nitrate möglich. Weil sie die Durchblutung erhöhen, sorgen sie gleichzeitig dafür, dass mehr Sauerstoff in unsere Muskeln gelangt. Dadurch haben wir beim Training mehr Ausdauer.
Rote Bete-Saft kann Ihre sportliche Leistung steigern, da die enthaltenen Nitrite den Sauerstoffverlust im Muskelgewebe reduzieren.
Weitere Vorteile
- Schutz vor Homocystein: Nicht zuletzt soll auch die Wirkung auf den Homocysteinspiegel genannt werden, die Rote Beete einnehmen kann. Homocystein ist eine giftige Aminosäure, die in der Lage ist, Herz- und Gefässerkrankungen auszulösen.
- Unterstützung in der Schwangerschaft: Oft fragen sich werdende Mütter, welche Lebensmittel nun sicher sind und welche man meiden sollte. Rote Bete ist in der Regel gut verträglich und hat viel Folsäure, die für Schwangere nützlich sein kann.
Wie man Rote Bete zubereitet und konsumiert
Da einige der gesunden Inhaltsstoffe aber hitzesensibel sind, ist es empfehlenswert, Rote Beete als Rohkost zu verzehren. Wie wäre es beispielsweise mit einem leckeren Randensalat? Eine hohe Nährstoffkonzentration weist auch selbstgemachter Rote-Bete-Saft auf. Wer den Geschmack nicht mag, kombiniert ihn einfach mit Zitrone, Apfel oder Karotte.
Die rote Bete sollte roh verfüttert werden, denn gekocht gehen viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Je nach Größe des Pferdes kann man eine Knolle am Tag geben. Keinesfalls jedoch gefroren verfüttern, denn dann besteht Kolikgefahr.
Für alle, die den erdigen Geschmack nicht mögen, gibt es eine ideale Lösung: feines Pulver aus getrockneter Roter Bete. Es bietet das leicht süßliche Aroma der frischen Rübe, jedoch viel milder. Unser veganes BIO Rote Bete Pulver von Dr. Huck wird schonend getrocknet und fein gemahlen. Ein Teelöffel pro Tag ist ein echter Gesundheitsbooster.
Lagerung von Roter Bete
Noch ein Tipp zum Schluss: Die Randen-Blätter gehören nicht in den Abfall. Sie enthalten ebenfalls viele Nährstoffe, unter anderem Kalzium.
Das Lagern größerer Mengen Rote Bete in Ställen mit mehreren Pferden ist einfach und unkompliziert: Ein paar große Stalleimer werden zur Hälfte mit feuchtem Sand befüllt, die Rüben hineingelegt und die Eimer dann komplett mit Sand aufgefüllt. Je feuchter die Luft, desto weniger Wasser verlieren die Knollen. Dies wiederum verhindert die Umwandlung von Nitrat in Nitrit, das ja aufgrund des Nitratreichtums in Roten Beten ansonsten in hohen Mengen anfallen würde.