Smoothie Maker, klassischer Standmixer oder Hochleistungsmixer - welche Art von Mixer ist die richtige Wahl? Stiftung Warentest hat verschiedene Geräte getestet und miteinander verglichen, um herauszufinden, welche Mixer die besten Ergebnisse liefern.

Verschiedene Mixer-Typen im Vergleich.
Der Test von Stiftung Warentest
Für den grossen Standmixer-Test hat Stiftung Warentest Äpfel und Birnen nicht (nur) miteinander verglichen, sondern püriert. Was sie diesbezüglich können, mussten 16 Geräte zeigen: fünf Smoothie Maker, acht klassische Standmixer und drei Hochleistungsmixer.
Testkriterien
Im Test mussten alle Mixer nicht nur Obst- und Gemüse-Smoothies zubereiten, sondern auch kalte Gemüsesuppe, ein Getränk mit gefrorenen Früchten und Mayonnaise. Die Zubereitung von Babybrei wurde nur mit Stand- und Hochleistungsmixern getestet. In den engen Bechern der Smoothie Maker verkeilten sich in Stücken gekochtes Gemüse oder Fleisch schnell, schreibt Stiftung Warentest dazu.
Die Haltbarkeit der Geräte wurde im Dauertest geprüft. Dafür liessen die Fachleute die Mixer bis zu 750 Mal laufen, um einen Betrieb über zehn Jahre abzubilden. Weitere Testkriterien waren Handhabung, Sicherheit und Lautstärke.
Die Testsieger
Der Hochleistungsmixer von Braun ist der beste Mixer im ganzen Test. Er ist haltbar und schafft einen Zwei-Liter-Mix in einem Rutsch, wie Stiftung Warentest schreibt.
Der beste Smoothie Maker kommt aus dem Hause Philips, Tefal und WMF teilen sich den Spitzenplatz bei den klassischen Standmixern. Wie der Gesamtsieger von Braun erhalten sie das Qualitätsurteil «Gut».
Ebenfalls mit einem «Gut» schliesst der Smoothie Maker von WMF den Test ab, genauso wie die beiden weiteren Hochleistungsmixer von Vitamix und Bosch.
Liste der "Guten" Mixer
- Braun PowerBlend 9 (Hochleistungsmixer)
- Philips BLENDER HR2767/00 (Smoothie Maker)
- Tefal PerfectMix+ BL871A (Klassischer Standmixer)
- WMF Kult Pro Multifunktionsmixer (Klassischer Standmixer)
- WMF (Smoothie Maker)
- Vitamix Explorian E320 (Hochleistungsmixer)
- Bosch Hausgeräte VitaBoost MMBH6P6BDE (Hochleistungsmixer)
Stolperfallen im Dauertest
Die grössten Qualitätsunterschiede macht Stiftung Warentest bei den klassischen Standmixern aus. Neben den beiden «guten» Testsiegern finden sich dort auch drei Geräte, die mit einem «Mangelhaft» abgeschnitten haben. Die Standmixer von Smeg, Rommelsbacher und Severin haben bei den Zubereitungen zwar allesamt gut abgeschnitten, im Dauertest aber versagt.
Auch der Smoothie Maker von Nutribullet hat im Dauertest schlapp gemacht. Dass er trotzdem mit dem Qualitätsurteil «ausreichend» davonkommt, verdankt er der besten Testnote aller Mixer bei den Zubereitungen.
Lautstärke
Dass ein Mixer Lärm Geräusche macht, liegt in der Natur der Sache. Unterschiede bei der Lautstärke gibt es aber deutliche. Stiftung Warentest hat die von den Fachleuten als lautesten und leisesten empfundenen Geräte ins Schalllabor geschickt. Sowohl der laute Mixer von Bosch (Gesamturteil «ausreichend») als auch der vergleichsweise leise von Russell Hobbs (Gesamturteil «befriedigend») seien demnach hörbar lauter als ein Akku-Sauger, der laut Verbraucherzentrale in der Regel auch mit etwa 80 Dezibel röhrt. «Lärmen können sie also alle», schreibt Stiftung Warentest. Und: «Zum Glück laufen sie nur kurz.»

Die Lautstärke von Mixern kann variieren.
Hochleistungsmixer und heisse Suppen
Bei den drei Hochleistungsmixern im Test ist die Bezeichnung Programm. Davon zeugt nicht nur, dass sie den Test allesamt mit dem Gesamturteil «gut» abgeschlossen haben. Sie liefern sogar heisse Suppe. Die drei Mixer verwirbeln ihr Mixgut laut Stiftung Warentest mit solcher Gewalt, dass sie es (leicht) erhitzen. Die Modelle von Braun und Bosch haben sogar ein eigenes Suppen-Programm und erhitzen die Mixmasse auf 76 Grad Celsius.
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Welcher Mixer ist der Richtige?
Der Smoothie Maker für den schnellen Drink, der klassische Standmixer als praktischer Allrounder, der Hochleistungsmixer für grössere Mengen. Welcher Mixer der richtige für dich ist, hängt von vielen Faktoren ab: wie oft du für welchen Zweck und für wie viele Personen mixt.
Stiftung Warentest lässt sich darum auch nicht zu einer allgemeinen Empfehlung hinreissen. Sie verweist lediglich auf eine kompakte Alternative für den Haushalt: Pürierstäbe.
Ergebnisse des Kassensturz-Tests
Standmixer kommen in der Küche vielseitig zum Einsatz und bringen Erleichterung. Wenn in der rohen Gemüsesuppe noch baumnussgrosse Rüebli-Stücke zu finden sind, ist das ein schlechtes Resultat: Gleich zwei der zehn Standmixer sind an diesem Standarttest gescheitert und konnten keine fein und homogen pürierte Suppe herstellen. Das zeigt ein Test von «Kassensturz» in Zusammenarbeit mit dem Kosumentenmagazin «Saldo». Aber nicht nur die Suppe fordert die Küchengeräte: Ein Babybrei mit gekochtem Gemüse und Fleisch, der Früchte-Smoothy mit Datteln oder das Basilikum-Pesto brachten die Schwachstellen der einzelnen Geräte zum Vorschein. Interessant: nur die wenigsten Geräte mixten alle Lebensmittel wirklich gut.
Testkriterien im Kassensturz-Test
Das Prüflabor Ipi in Stuttgart (D) untersuchte für «Kassensturz» und «Saldo» die Standmixer auf folgende Punkte:
- Praxistest/Funktion (50%): Die Experten pürierten Gemüse, zerkleinerten Basilikum, Parmesan und Pinienkerne zu Pesto und machten aus Eiswürfeln Crushed Ice. Zudem pürierten sie aus gekochtem Gemüse und Fleisch einen Babybrei und aus Früchten und Joghurt einen Smoothie.
- Handhabung (25%): Wie einfach lassen sich die Geräte einstellen und bedienen? Kann man den Krug einfach montieren und den Deckel ohne viel Kraftaufwand befestigen? Kommt es zu Vibrationen oder Spritzern? Lässt sich die pürierte Masse einfach ausgiessen? Wie einfach sind die Produkte zu reinigen?
- Sicherheit (5%): Nach dem Praxistest unterzogen die Experten die Geräte einem Sicherheitstest. Dabei überprüften sie, ob man sich bei der Verwendung verletzen kann.
- Lärm (5%): Die Experten füllten die Geräte mit Wasser und liessen sie auf der höchsten Stufe laufen. Dann wurde die Lautstärke gemessen. Zusätzlich bewerteten die Experten, ob das Geräusch besonders unangenehm für die Ohren ist.
- Dauertest/Langlebigkeit (15%): Die Mixer mussten 500 Zyklen überstehen. In einem Zyklus wurde 5 Mal eine Minute lang rohes Gemüse pürieren simuliert - mit einer Minute Pause dazwischen. Nach einer 20 Minuten langen Pause folgte der nächste Durchgang.
Empfehlungen
«Will man einen Standmixer, der alles gut zubereitet und auch nicht schon nach kurzer Zeit den Geist aufgibt, würde ich mich eher für ein teureres Markenprodukt entscheiden», so Testleiterin Weinmann. Die getesteten Standmixer bewegen sich preislich zwischen 30 und 130 Franken, haben Glas- oder Plastikkrüge und fassen effektiv eine Füllmenge von 1,3 bis 1,6 Liter.
«Für den Kaufentscheid sollte man daher nicht nur überlegen, wozu man den Mixer braucht, sondern auch, für wie viele Personen man Speisen oder Getränke zubereiten möchte», empfiehlt die Testleiterin.
| Mixer | Bewertung | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Philipps HR3571 | Sehr gut | Meistert fast alle Aufgaben |
| OK OMX 2210 | Ungenügend | Mängel bei Pesto und Crushed Ice, undichter Krug |
| Satrap Stare S M3 | Ungenügend | Grosse Dattelstücke im Smoothie, Motor gab frühzeitig auf |
| Rotel U 475 | Genügend | Krugantrieb brach im Langzeittest |
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